Kann ich ein angeblich zumutbares Stellenangebot ablehnen, weil mir die Unternehmensstrategie nicht gefällt oder muß ich dann mit einer Sanktion rechnen?

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pepps

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Hallo,

nach ewigen Zeiten habe ich mal wieder eine Frage.

Ich habe mich bzw. ich musste mich auf ein Stellenangebot meiner Vermittlerin bewerben. Auch mein Bedenken gegenüber des Arbeitgebers wurde zur Kenntnis genommen, aber mit den Worten "Vielleicht hat sich was bei denen geändert" abgetan.

Es handelt sich um einen Finanzdienstleister der nach einem Schneeballprinzip arbeitet.

Ich bekam auch promt eine Rückmeldung ich solle mich "sofort" telefonisch melden.

Am Telefon dann die übliche Masche eines solchen Unternehmens...." Ich war auch Quereinsteiger und jetzt bin ich Teamleiter " und und und...bissel Angst machen wegen der Finanzen und am Ende kam ein "Überlegen sie sich das und dann können sie mich ja zurück rufen und mir mal über die Schulter schauen ". Ein Bewerbungsgespräch würde ich ja noch machen.

Also, der Job laut Beschreibung wäre zumutbar. Aber mich wurmt das Unternehmen (das Unternehmen hat nich den besten Ruf) und die Erfahrung die ich damit gemacht habe. (bei einem Bewerbungsgespräch)

Sollte ich den Job ablehnen droht mir doch mit Sicherheit eine Sanktion. Hätte ich eine Chance diese abzuwenden, nur weil mir die Unternehmensstrategie nicht gefällt?


Ich hoffe ihr konntet euch in dem Durcheinander hier zurecht finden und mir ein paar Ratschläge geben.


Mfg Peter
 

Otto27

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Sollte ich den Job ablehnen droht mir doch mit Sicherheit eine Sanktion. Hätte ich eine Chance diese abzuwenden, nur weil mir die Unternehmensstrategie nicht gefällt?
Ich denke, das kannst nicht offen ablehnen, weil so ein Grund wie Unternehmensstrategie gefällt mir nicht (auch wenn es so ist) ist einfach zu allgemein und rein praktisch könnte das dann jeder sagen und hätte dann quasi damit fast ein bedingungsloses (Hartz4)Grundeinkommen und das wollen die Reichen und Mächtigen (die z. T. ja auch ihr Geld, mit billigen Arbeitskräften die nix zu melden haben, verdienen), halt auch nicht...
 

pepps

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Rechtlich scheint alles im Rahmen des erlaubten zu sein......Schneeball meinte ich hier im Zusammenhang mit den Verdienst....du bekommst eine Provision und der dich angeworben hat bekommt davon auch wieder einen Teil und so weiter. Ich hatte ihm das ja auch am Telefon mitgeteilt das ich mich schon mal bei der Afa beworben hatte und auch erzählt wie das damals ablief. Meine finanzielle Lage sollte ich damals offenlegen, Adressen von Bekannten und Verwandten aufschreiben mit Kontaktdaten. (die werden dann von den Leuten abtelefoniert) Habe ich damals nicht gemacht.

Nun weiß ich nicht ob der auch so drauf ist oder ob´s den Job (ausgeschrieben was ein Bürojob) wirklich gibt, werde ich ja nur durch eine Bewerbungsgespräche vor Ort erfahren.

Ob man mir es nun glaubt oder nicht, aber ich kann in so einem Laden nicht arbeiten, wenn ich genau weiß die Leute werden über den Tisch gezogen.
 

Hilfe kommt

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DIE Firmenphilosophie besteht unter anderem darin billigst an Information für neue "Kunden" umsonst heranzukommen. Dies geschieht durch freundliches Interesse und der Naivität des künftigen Mitarbeiters.
Du musst dazu von Deinem privaten Umfeld nichts offen legen. Je naiver Du Dich anstellst , desto ungeeigneter bist Du für diesen Job! Auf alle Fälle würde ich anfangen um später Argumente gegen derartige Stellenangebote zu haben. Bei eventueller "Nichtaktivität" des Mitarbeiters klärt sich das Problem von selbst. Mit der Aussage Schneeballsystem würde ich mich zurückhalten. Dies könnte ins Auge gehen.
Entscheidend ist natürlich auch wie lange Du arbeiten sollst für Dein Honorar! Mindestlohn beachten!
 
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pepps

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Was ist der Aufwand für dich also Arbeitszeit, An- und Abfahrt?
Ich bin immer ganz erstaunt was sich manche trauen


Laut Angebot 10 Stunden pro Woche, die aber für die geforderten Tätigkeiten die man machen soll, meines erachtens nie ausreichen.

Bürowirtschaft/Organisation
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Otto27

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Also man muß unterscheiden, natürlich könnte man evtl. so eine Firma anonym melden, nur die Mühlen der Justiz mahlen langsam (manchmal mahlen sie auch überhaupt nicht^^) und bringt dann halt auch wenig wenn du dann erst mal unterschrieben hast und dort festhängst, daher bringts wenig im Vorstellungsgespräch alles nur abnicken und dabei freundlich lächeln und dann heimlich anonym wo Meldung machen. Das beste wird sein, den Leuten schon in der Bewerbung klarmachen (oder spätestens im Vorstellungsgespräch) dass du für die Firma eher unbequem und vermutlich kein wirklicher Gewinn sein wirst und das aber so zu verpacken dass es nicht als offensichtliche Anti-Bewerbung gilt, wo dir dann Sanktionen reingedrückt werden können.

Und zugegeben, dass ist halt die Kunst und große Erfahrung habe ich darin auch nicht (weil früher wollte ich einfach auch immer arbeiten und war voll motiviert dabei...),kürzlich z. B. mal wo gelesen, dass einer Sanktion bekommen hat, weil er mit Flip-Flops zum Vorstellungsgespräch aufgetaucht ist und das als Anti-Bewerbung ausgelegt wurde (sogar vor Gericht) und so was hätte ich vorher auch nicht für möglich gehalten...
 

Einfachicke

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Laut Angebot 10 Stunden pro Woche, die aber für die geforderten Tätigkeiten die man machen soll, meines erachtens nie ausreichen.

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Also mir persönlich würde nach exakt 10 Stunden (in der Woche) der Kugelschreiber aus der Hand fallen.

Alter DDR-Witz:
Die tun so als ob sie uns bezahlen - wir tun so als ob wir arbeiten.

Hätte nie gedacht, dass man den nochmal unterbringen kann.
 

ZynHH

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Alles was die wollen, sind die Adressen deiner Freunde und Familie. An denen üben sie auch gerne während der Probezeit mit dir.
Die Provision geht natürlich an deinen Ausbilder....

Erstens: Du bist Single, kennst niemanden und deine Familie hat sich vollständig von dir abgewandt, als du sie das letzte Mal mit Versicherungen abgezockt hast.....
 

pepps

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Also mir persönlich würde nach exakt 10 Stunden (in der Woche) der Kugelschreiber aus der Hand fallen.

Alter DDR-Witz:
Die tun so als ob sie uns bezahlen - wir tun so als ob wir arbeiten.

Hätte nie gedacht, dass man den nochmal unterbringen kann.


Ja denn kenn ich :).
Also ums Vorstellungsgespräch werd ich ja nicht herumkommen.
Und einen Arbeitsvertrag muss man ja sicher nicht auch sofort unterschreiben. (hoffe ich mal)
Sollte ich abgelehnt werden, bin ich dann gegenüber dem Jobcenter in der Nachweispflicht das ich mich um den Job bemüht habe?
 
G

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Gast
401,00 Euro und laut Stellenbeschreibung ist die für mich zumutbar.
Bie 10 Stunden die Woche oder rechnereich 10 + 1 1/3 * 4 * 9,19 = 490 € Monatsbrutto, 400 € nicht einmal der Mindestlohn und auch ohne Sozialversicherung.
Du bleibst abhängig.
Aber miT ALG2lern kann man es ja machen und drunter bleiben?
Hast Du Fahrtkosten die dazu kommen?
 

ZynHH

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Hast du geklärt ob der Arbeitgeber Fahrtkosten zahlt?
Ansonsten schriftlich nachweislich beim Jc beantragen....
 

Einfachicke

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Sollte ich abgelehnt werden, bin ich dann gegenüber dem Jobcenter in der Nachweispflicht das ich mich um den Job bemüht habe?

Du hast Dich doch bemüht. Es ist sogar zu einem Vorstellungsgespräch gekommen. Selbstverständlich hast Du das Recht, den Arbeitsvertrag zu prüfen. Das musst Du doch. Es geht um Deine Zukunft. So etwas Wichtiges wie den Arbeitsvertrag musst Du prüfen. Das geht nicht zwischen Tür und Angel.

Wenn dieser zwielichtige Job als seriöser Bürojob getarnt ist, dann würde ich persönlich die ganze Zeit nur über diesen Bürojob reden. Interessiert - erwartungsvoll - freudig erregt (nicht übertreiben natürlich). Irgendwann müssen die ja mal mit ein paar Fakten rüberkommen. Stichwort: Provision

Ich musste mich im April (aus einer Bewerbungsmaßnahme heraus) auch auf so einen Shaizzjob bewerben. (Gottseidank hatte mich ein anderer Teilnehmer vorgewarnt, was mich erwartet).
Dankenswerterweise konnte ich auf meine mittelprächtig ausgeprägte Telefonphobie verweisen. Die habe ich wirklich. Ich habe große Probleme mit Menschen zu telefonieren die ich nicht kenne und/oder nicht mag.
Bevor ich an diesem Punkt war konnte ich aber noch Interesse an dem Geschäftsmodell heucheln und durch gezielte Nachfragen sowohl die Gesichtsfarbe meines Gegenübers in einen netten rötlichen Ton verwandeln, als auch seine Atemfrequenz deutlich erhöhen.
Allerdings möchte ich dazu sagen, dass ich bereits einen Job hatte (Mini-Job) und auch die Aussicht, dass ich im Laufe des Jahres sozialversicherungspflichtig übernommen werden. Ich war also entspannt und konnte aus einer sicheren Position heraus agieren.

Du musst natürlich ganz alleine für Dich entscheiden, wie du vorgehen kannst/möchtest.
 

OldieButGoldie

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Bie 10 Stunden die Woche oder rechnereich 10 + 1 1/3 * 4 * 9,19 = 490 € Monatsbrutto, 400 € nicht einmal der Mindestlohn und auch ohne Sozialversicherung.
Ich habe es mir auch ausgerchnet. Deine Rechnung kapier ich nicht.

Ich rechne so 10 Std. * 4,33 = 43,3 * 9,15 = 397,93 €, bei Faktor 4,35 = 10*4,35*19,15 = 399,77 € -> Mindestlohn eingehalten.
Alternativ 10 Std./wö * 9,19 = 91,90 € * 4,33 = 397,93 € Bei korrektem Faktor nach Finanzamt Faktor 4,35 = 399,77 €

451 ist noch besser! 451 / 43,5 Std. = 10,37 € /Std.
451-Euro-Job ist die bessere Variante
Zeitberechnungen bei der Lohnabrechnung
 
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