Kann ich die Auswertung einer Maßnahme angreifen?

H

hierheute

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Ich würde bei der eine ausführliche fachliche Begründung einfordern mit dem Hinweis es zu von einer Fachkundige stelle - Kammer - überprüfen zu lassen.

Es ist halt wie immer: Dozenten, Dipl.Psychotanten usw. beim MT. Die haben es einfach nicht geschaft Geld anständig zu verdienen.

LG aus der Ostfront
Ich würde von der Person erstmal erfahren wollen, was das für Jemand ist. Und woher er/sie kommt. Und was er/sie denn evtl. mal gelernt hat. Und falls was, dann wo. Und wie lange und bei WEM und mit welchem Abschluss.

Und ob er/sie schonmal überhaupt irgendwie praktisch gearbeitet hat. Und wenn ja, dann WO und wielange und bei WEM usw usf.

"Dann haben Sie doch sicherlich auch ein Zeugnis / Diplom :icon_hihi: zur Ansicht für mich vorhanden* Für Ihr Studium und für "Ihre Tätigkeit bei XYZ *lieblächel*"..."

Das wird nicht passieren und wenn doch, dann geht´s halt weiter.
 
E

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Die Wahrnehmung, das Denken und Intepretationsmuster der Frau ... während meiner Teilnahme an der Maßnahme sind als außerordentlich selektiv zu beschreiben, mit Tendenz: Erlebtes zu verdrehen und situationsunangemessen auf meine berechtigten Beschwerden zu reagieren.

Zur Aufklärung des wahrheitsgemäßen Sachverhaltes und weiteren Fragen stehe ich ihnen sehr gerne zur Verfügung

MFG ThorKonnat

in Anlehnung an diese Beurteilung
 

gila

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Vielleicht zum Troste :icon_hihi: hier mal ein Auszug eines Gutachtens meines eigenen "Psychotherapeuten" gegenüber meiner BKK und dem MDK Bayern - deren waaahnsinnig qualifizierte "Ärztin" und praktizierende "Pferdeosteopathin" in knapp 40 Minuten eine "Fantasiediagnose" über mich erstellte - gegen die ich nun seit gut 1,5 Jahren angehe wg. Antrag auf Löschung dieses Gutachtens (inzwischen ein Hobby und belastet mich nicht wirklich ... ich hab ja Zeit...) -

Gerne möchte ich hier bemerken, dass ich Frau X. durchaus als sehr sensitiv erlebe, sie kann Schwächen von Personen und Institutionen sehr genau aufspüren, analysieren und sie direkt konfrontieren (im Übrigen auch ihre eigenen!) . Ich sehe das als ein hohes Potential an, mit dem sie Güte, Genauigkeit, Vollständigkeit, Respekt und Verständnis bei Untersuchungen wie Behandlungen sehr fein bemessen kann . Institutionen, Behörden und Gutachter wissen das leider nur sehr selten zu schätzen, könnten aber durchaus diese Fähigkeiten von Frau X. als hervorragenden Qualitäts-Sensor für ihre Arbeit einsetzen. :icon_mrgreen: Aber das mag in der Tat für manche Institutionen, Sachbearbeiter und Gutachter eine zu große Heraus und damit Überforderung darstellen.. . :icon_hihi:

Nun - nach so einer recht provokanten Feststellung kann sich das Geschwader von SBs und Vorgesetzten, die sich ständig mit mir befassen müssen, nicht wirklich "wohl" fühlen - es muss ihnen wie eine Beleidigung vorkommen :icon_lol::icon_lol:

JEDOCH: Eine REAKTION oder gar die Bearbeitung meines nach § 84 SGB X ja gestellten ANTRAGS auf LÖSCHUNG des Gutachtens ist bis heute EINFACH NICHT erfolgt, so dass der nächste Schritt die Untätigkeitsklage ist sowie weitere Rechtsmittel. Sie WOLLEN es ja nicht anders.

Selbst dieser Passus meines Gutachters hier ÄNDERTE NICHTS und bis heute gab es seit MAI keine Stellungnahme:

Entgegen der Behauptung Ihrer Referentin Frau K. vom 02.02 .15 halte ich auf der Basis der Kenntnisse aus meinem psychologisch-diagnostischen wie -therapeutischen Fachbereich Ihr sozialmedizinisches Gutachten eben nicht (!) als "sach- und fachgerecht erstellt, umfassend und konsistent". Es ist damit falsch, dass "sämtliche in dem Gutachten dargelegte Sachverhalte, Befunde und Diagnosen sozialmedizinisch korrekt hergeleitet und
wiedergegeben" wurden.
Ich weiß auch nicht, welche psychiatrischen Diagnosen hier dokumentiert wurden, ich als langjähriger Behandler wurde jedenfalls nach keiner Diagnose gefragt.
Und dass die "Modifikation der Diagnose aufgrund des ausführlichen Untersuchungsgesprächs", der Patientin Frau X. ganz und gar nicht
gerecht wurde
, konnte ich Ihnen hoffentlich plausibel machen!
Das Gutachten ist aus meiner Sicht dringend korrekturbedürftig, die Diagnose hat keinerlei Berechtigung, das diagnostische Procedere entspricht noch nicht einmal den Minimalanforderungen einer soliden Psychodiagnostik!
Auf der Basis dieser unsoliden, mehr willkürlichen als objektiven Diagnosefindung kann die Kasse aus meiner Sicht keine Berechtigung
zum rechtsgestaltenden Handeln, etwa zu einer Kuraufforderung ableiten.


Hier hat sich mal ein Behandler deutlich aus dem Fenster gelehnt und seinen Patienten klar unterstützt - dennoch passiert .............................................. nix.


Was soll dir das sagen? In deinem Falle ist noch nicht mal was wirklich "Schlimmes" daher geschwafelt worden, was einen Antrag auf Löschung oder Richtigstellung einem auch nur "vagen" Erfolg zuführen würde.

Die BKK (und auch andere Behörden, mit denen ich immer wieder zu tun habe) empfinden sehr offensichtlich sowas wie normales Gerechtigkeitsempfinden, Hochsensibilität, analytische Begabung, "Rückgrat"- sowie auch das nicht wenig qualifizierte "Finger in die Wunde legen" bei offensichtlichen Fehlverhalten und (sehr oft) nicht einwandfreiem rechtlichen Vorgehen zu Lasten des Bürgers und das Vorgehen und sich-verbitten von reinem "Ego-Agieren" eines Großteils (wie ich behaupte) von Sachbearbeitern als "Querulantentum" - ohne je wirklich mal in den Duden geschaut zu haben, was das heißt.

Nichtsdestotrotz werden solche Persönlichkeiten dann gerne als "psychisch auffällig" etikettiert - und das nur, weil irgendwelche hirnweichen Gimpel und Mainstream-Schwafler hier ein Teil ihres Gehirns ungenutzt brach liegen lässt.

Natürlich könntest du sowas wie eine "Gegendarstellung" oder "Ergänzung" zu diesem Pamphlet machen und darauf bestehen, dass a) das "Gutachten" einer Sperre zu unterliegen hat, da aufgrund einiger nicht richtig dargestellter Sachverhalte eine Weitergabe an mögliche andere Stellen UNTERSAGT werden muss und b) dass deine "Ergänzung" hier Eingang in die Akten finden soll - was du dann c) zu gegebener Zeit durch eine Akteneinsicht auch kontrollieren möchtest - und d) PARALLEL das Schriftstück dem Bundesdatenschutz übersenden möchtest, welches prüfen soll, inwiefern es sich hier um Erhebung von Daten handelt, die einer möglichen Schweigepflicht unterliegen oder deine Person in erheblichem Maße "diskreditieren".

Nochwas will sagen: Aus allem kann man auch LERNEN - auch von Leuten, die einem was an die Backe nähen wollen.
Selbstbetrachtung ist somit eine durchaus zu beachtende und entwicklungsfähige Tugend :wink:
Man kann daraus lernen, wie andere einen wahr nehmen - sich selbst überprüfen - und man kann auch lernen, sich Taktiken anzueignen, die künftig verhindern, dass man hier in einer abqualifizierenden Weise wahrgenommen wird und so dann Vorurteilen unterliegt.

So kannst du aus dem ganzen erlebten "Schmodder" nun "Dank" dieser irrsinnig qualifizierten Maßnahme DEINEN TEIL entnehmen, den du weiterentwickeln kannst und der dir letztlich auch in ähnlichen Situationen hilfreich sein wird!
 
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Gast
Gerne möchte ich hier bemerken, dass ich Frau X. durchaus als sehr sensitiv erlebe, sie kann Schwächen von Personen und Institutionen sehr genau aufspüren, analysieren und sie direkt konfrontieren (im Übrigen auch ihre eigenen!) . Ich sehe das als ein hohes Potential an, mit dem sie Güte, Genauigkeit, Vollständigkeit, Respekt und Verständnis bei Untersuchungen wie Behandlungen sehr fein bemessen kann . Institutionen, Behörden und Gutachter wissen das leider nur sehr selten zu schätzen, könnten aber durchaus diese Fähigkeiten von Frau X. als hervorragenden Qualitäts-Sensor für ihre Arbeit einsetzen. Aber das mag in der Tat für manche Institutionen, Sachbearbeiter und Gutachter eine zu große Heraus und damit Überforderung darstellen.. .

Du wurdest geadelt.
Einfach nur geil.
 

gila

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Du wurdest geadelt.
Einfach nur geil.
YES - wir sind doch alle etwas narzisstisch, gelle? ... war total von den Socken und es erzeugt mir immer noch eine breites Grinsen im Gesicht - nach all den Selbstzweifeln, die sich nach solchen 0-8-15-Gutachten einstellen und in einem nagen.
Meine Freundin, eine hochkarätige Therapeutin hier im Landkreis, war total entzückt über den MUT des Kollegen, so dezidiert Stellung zu nehmen und die Dinge beim Namen zu nennen, statt zu labern.

Es soll aber nur zeigen, dass selbst eine deutliche Feststellung eines Fachmanns die "andere Seite" meist nicht bewegt - die lassen es einfach darauf ankommen, ob du irgendwann die Schnauze voll hast und alles im Sande verläuft!
 

0zymandias

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Damit wir dann alle heute etwas Sinniges in unserem Poesiealbum finden: Es gibt auch eine Reihe unbequemer, fast schon ein wenig anstrengender Jobs,
in denen eine gewisse Autonomie zum Handwerkszeug gehört. Als Hobby-Proktologe oder Schleimspur-Surfer wird man da nichts.
[...]
Also bin ich voller Elan hingegangen. Jetzt, 3 Wochen später stelle ich fest ich hab keine Lust mehr. Alles was wir hier machen müsste jeder schaffen, der erfolgreich die 2te Klasse bestanden hat. Wir haben allen ernstes mit dem kleinen 1x1 angefangen, dazu Deutsch für Idioten (wann verwende ich das, dass oder daß) und Englisch für blutige Anfänger. Auch unsere EDV Kenntnisse werden erweitert. Wir haben immerhin schon gelernt, wie ein Laptop angeht, wie Word aussieht und wie man stundenlang Texte abtippt und formatiert.
[...]
Es schmerzt wahrscheinlich unfassbar, etwas so Kostbares aufgeben zu müssen.
Dabei lief der Sympathie-Wettbewerb doch so gut und einvernehmlich.
[...] Der Tag dort sieht ja so aus, dass man bis zum Mittag 11:30 Unterricht hat (wobei Pausen ein dehnbarer Begriff sind, also erstmal 30 Min essen und dann 15 Min Rauchen bei einer 30 Min Mittagspause) und nach dem Mittag ist Spielen angesagt. Also Mensch ärger dich nicht, Tischtennis, Wer wird Millionär und solche Späße. Die mögen das gar nicht, dass ich mich mit einen Buch in die Ecke setze. [...]
Tja, da bleibt leider, leider nur die Erinnerung.

Und ein Gutachten, das eine subjektive, wissenschaftsferne Aneinanderreihung von Unverschämtheiten ist.
Welches natürlich von den SBs gelesen, für bare Münze genommen und gegen den Erwerbslosen verwendet werden wird.

Ich bekomme da eher den - vielleicht auch täuschenden - Eindruck, dass aus einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung heraus zwanghaft eine Notwehr-Exploration betrieben wurde,
die wenigstens die eigene Existenz sichern soll.

Das ist zwar nichts, was man nicht mit einigen wenigen Jahren intensiver Therapie mit flankierender Medikation beseitigen könnte, allerdings könnten bis dahin einige Menschen mit der
Disposition dazu durch solche erlesenen Meisterstücke deutscher Zweck-Psychiatrie arbeitsmarktferner gemacht werden.
 

gila

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Wie immer, Ozy - sehr scharfsinnig ...
wir befinden uns hier in guter Gesellschaft von so einigen "Hobbyspinnern" - vielleicht sollten wir uns zu einer kleinen "Elo-Armee" formieren - eine kleine aber tiefgründige und scharfzüngige Gemeinschaft - HEI! sowas wäre direkt spaßig :icon_mrgreen:
 

0zymandias

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Och, ob wir sie so nennen oder nicht, eine kleine Elo-Armeefraktion haben wir ja schon irgendwie - zumindest einige SBs und MTs konnten wir auch schon unfroh machen. :wink:

(Mich wundert nur in diesem Thread, dass die Namen Solschenizyn und Mollath noch nicht fielen. :biggrin:)
 
E

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@Burns Torn

Ich hab zwar keine Ahnung auf welcher Seite du stehst.
Ist offtopic, daher mache ich es kurz:

Ich stehe auf gar keiner Seite, weil ich so ein Seiten-Denken als nicht hilfreich empfinde. Wenn ich helfen kann (und will), tue ich das, und zwar ohne Ideologie, was mit einschließt, dass ich mich mit moralischen Wertungen zurückhalte. Wer sich auf eine Seite schlägt, wird allzu schnell unkritisch der gewählten Das-ist-jetzt-meine-Seite gegenüber. Sowas ist mir zuwider, denn das widerspricht meiner Persönlichkeit und wissenschaftlichen Grundhaltung.

Es hat in meinen Augen kaum jemals immer nur die eine Seite 100% Recht und die andere 100% Unrecht. Es spielt sich ganz vieles im Dazwischen ab - und mitunter wechseln Menschen ja auch mal von einer (Schreibtisch)Seite auf die andere und wieder zurück (wie ich das auch tat). Kurzum: Manches, was das Jobcenter tut, finde ich falsch. Manches aber auch nicht. Ich schaue auf den Einzelfall und mag keine Pauschalisierungen.

Ich bin kritisch gegenüber Hartz IV, aber nicht voll gegen alles eingestellt, was vom Jobcenter kommt. Ich denke, unser Sozialstaat müsste und könnte mehr gegen Armut leisten und sollte Menschen weniger stigmatisieren. Ich finde aber dennoch, dass unser Sozialstaat - im weltweiten Vergleich - trotz aller Mängel noch immer einer der besten auf der Welt ist (was wie gesagt nicht heißt, dass es nicht noch weit besser laufen könnte, sollte und müsste, etwa ohne Voll-Sanktionen und mit einer höheren Grundsicherung).

Also: Ich bin auf keiner Seite, allenfalls auf einer (unterwegs): Der des Elo-Forums! :wink:
 

0zymandias

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Den Zusammenhang seh ich grad nicht so ganz Ozy.
Wenn Du Dich auf die Namen beziehen solltest: Wer die Segnungen des Beton-Kommunismus (oder die der Maßnahme oder ...) nicht begreift und auch noch unbequem ist, der wird psychiatrisiert.

Ähnlich, wie in Hessen allzu unbequeme Steuerprüfer urplötzlich als querulatorisch-paranoid (könnte ICD-10 F22.8 sein, wer will das schon wissen) psychiatrisiert und der allgemeinen Einfachheit halber zwangsverrentet wurden.
 

obi68

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Regensburg, ich habe die Dame mehrfach aufgefordert, mir ihre Qualifikation nachzuweisen. Sie meinte nur, sie ist im Internet nicht zu finden und ist auch bei keiner Kammer gemeldet. Das begründete sie mit datenschutzrechtlichen Bedenken. Aber einen Nachweis ihrer Qualifikation hat sie nie vorgelegt.
Machen wir uns nichts vor: eine gute Psychologin mit entsprechender, anerkannter Ausbildung wird man vermutlich eher nicht bei einem Maßnahmeträger vorfinden.

Ich war allerdings vor viiielen Jahren (*Hände maximal weit voneinander entfern*) mal Teil einer Maßnahme, bei der zwei Dozenten im Laufe der Zeit immer mehr in NLP-Quacksalber-Sprech verfielen.
War eine ziemlich gruselige Erfahrung.
 

0zymandias

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Man könnte vielleicht versuchen, das subjektive Gutachten, das kein Gutachten ist, aus der Akte löschen zu lassen.

Der Datenschutzbeauftragte des JC Wuppertal in https://wuppertal.tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/DA_JC_Wpt/Leitfaden_fuer_den_Datenschutz_102013.pdf (PDF-Seite 12, Fettdruck im Text von mir):
b) Aussagen zur sozialen Qualifikation

Für die Eingliederung von Arbeits- und Ausbildungssuchenden sind die individuellen Ressourcen/Stärken aber auch ein objektiv erkennbarer Bedarf zur Stabilisierung ein für den gesamten Integrationsprozess wesentlicher Faktor. Außer eindeutig festgestellten fehlenden fachlichen/berufsbezogenen Ressourcen erschwert insbesondere ein nicht dem Integrationsziel angemessenes Sozialverhalten die berufliche Eingliederung und ist daher oftmals ursächlich für die Entstehung oder Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit. Dieser Mangel im sozial adäquaten Verhalten wird in der Regel als subjektive Einschätzung wahrgenommen.

Deshalb können nur diejenigen Tatsachen und Sachstanderkenntnisse erfasst werden, die auf substantiierten, beweisbaren Tatsachen beruhen. Hierzu gehören beispielsweise Stärken/Ressourcen bzw. fehlende oder begrenzte Fähigkeiten und Kompetenzen hinsichtlich der Kommunikationsfähigkeit, Motivation, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit sowie Einschränkungen im Durchhaltevermögen. Neben eigenen Feststellungen der Vermittlungsfachkraft im Rahmen des Beurteilungsermessens können zum Beispiel Bemerkungen von Arbeitgebern in zurückgelaufenen Vermittlungsvorschlägen, Zeugnisse oder Erkenntnisse aus der Einschaltung von Dritten zur Unterstützung der Vermittlung und Beratung wichtige Hinweise auf entsprechende Umstände beinhalten. Der Grundsatz der unabdingbaren Erforderlichkeit ist aber in jedem Fall einzuhalten.
Wären bei den Aussagen von Dritten unsubstantiierte Vermutungen, Visionen oder Verlautbarkeitsmutwilligkeiten zulässig, stünde das doch einer korrekten Aktenführung etwas im Wege.
Auch die unabdingbare Erforderlichkeit dürfte sich schwerlich auf die subjektiven Eindrücke von Dritten, die auch noch als Maßnahmenträger von einer Empfehlung für weitere Maßnahmen profitieren können, ausdehnen lassen.

Für subtantiierte Erkenntnisse eher wissenschaftlicher Natur steht auch der hauseigene berufspsychologische Service parat.
Jedenfalls geht so die Fama.
 
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Du Ozy, du hast in einem anderen Thread geschrieben:
Akteneinsicht nach § 24 SGB X könnte sich eventuell auch lohnen, insbesondere für den Fall, dass Gutachten in unzulässig vollständiger Form nach Aufhebung der Datenfreigabe in die Akte rutschten.
Wie genau meinst du das? Ich hatte die Freigabe zur Datenweitergabe während der Maßnahme widerrufen (das steht ja auch als negatives Kriterium in der Beurteilung :D ) und die Beurteilung wurde so wie ich sie hier gepostet hatte 1 zu 1 an die BA übermittelt, die das so vollumfänglich in ihre Akten übernommen hat.
Versteh ich dich da richtig, dass das so gar nciht hätte übermittelt werden dürfen?
 

0zymandias

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Da habe ich übrigens Mist geschrieben, denn für die Akteneinsicht ist es der § 25 SGB X. :wink:

Ich meinte es so, dass bei Gutachten medizinischer Art nur die vermittlungs-/arbeitsrelevanten Informationen übermittelt und Akteneingang finden dürfen.
Dazu sollte sich aber lieber jemand mit mehr Erfahrung auf dem Gebiet melden.
Problem hier ist ja, dass es kein Gutachten ist (meine ich).

Im Zweifelsfalle sollte man sich mit dieser Frage an den Datenschutzbeauftragten des Bundes (normales JC) oder des Landes (Optionskommunen) wenden und den gleichen Brief an den Datenschutzbeauftragten des JCs schicken.
 
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Man könnte vielleicht versuchen, das subjektive Gutachten, das kein Gutachten ist, aus der Akte löschen zu lassen. [...] Für subtantiierte Erkenntnisse eher wissenschaftlicher Natur steht auch der hauseigene berufspsychologische Service parat.
Eigentlich eine nachvollziehbare Idee, indes ist meine Erfahrung, dass das null Aussicht auf Erfolg hat, zumal das JC sich (1) auf die Formalqualifikation der Gutachten-Erstellerin berufen wird und (2) subjektive Meinungsäußerungen nicht per se unwissenschaftlich sein müssen, wenn Datenerhebungsvorgehen und Kontext offengelegt werden (wie das z.B. bei der teilnehmenden Beobachtung geschieht, die wissenschaftlich anerkannt, aber gleichwohl subjektiv gefärbt ist. (Ob das im vorliegenden Fall so ist, geht aus dem Gutachten nicht hervor).

Des Weiteren passiert es häufig ja, dass, eben um den BPS zu entlasten (und um Geld zu sparen), psychologische Begutachtungen, Berufs- und Kognitionstest, Leistungsdiagnostik, ABC-Analysen etc. bewusst ausgelagert werden. Hier kommt man mit dem Argument, der eigene BPS sollte sowas doch machen, nicht weiter. Vor allem aber auch deshalb nicht, weil der Kontext dieses "Gutachtens" zu berücksichtigen ist.

Es handelt sich bei diesem "Gutachten" - so vermute ich - um kein explizit vom JC angefordertes psychologisches Gutachten (wie sie im Falle der Beantragung einer FbW ergehen), sondern um eines, welches sozusagen im eingekauften Gesamt-Paket der Maßnahme enthalten ist. Handelte es sich bei dem Gutachten um ein explizit vom JC in Auftrag gegebenes, läge der Sachverhalt anders (dann könnte man in der Tat auf ein neues Gutachten des BPS pochen).

Wie ich das lesen, ist das nicht viel mehr als eine stinknormale Abschlussbeurteilung der Maßnahme, die halt in diesem Fall von einer karrieretechnisch gescheiterten Psychologin (warum sonst wäre sie beim Bildungsträger?) als von den sonst üblichen gescheiterten Existenzen (Sozialpädagogen, Ethnologen, Soziologen und sonstigen Was-auch-immer-mit-ogen-am-Ende) erlassen wurde.

Warum sich über sowas einen Kopf zerbrechen? Sicher, wenn man Zeit und Freude an der Auseinandersetzung hat (wie gila), kann man das angreifen. Eine solche Auseinandersetzung schult schließlich auch die eigene Argumentations- und Konfliktfähigkeit. Aber mir wäre meine Zeit dafür zu schaden.

Und weil es thematisch gerade so gut passt, hier noch mal was aus meinem persönlichen Nähkästchen zu solchen Gutachten: Die faktische Bedeutungslosigkeit solcher Maßnahme-„Gutachten“ (bzw. die Fragwürdigkeit von deren Reliabilität) habe ich ganz persönlich erfahren. Als ich zum ersten Mal arbeitslos war, gab es zu meiner Person auch eine negative schriftliche Rückmeldung (Mini-„Gutachten“) von einem Maßnahme-Psychologen.

Dessen Rückmeldung zufolge fiel ich von Anfang an negativ auf durch eine sehr skeptische Grundhaltung (Fragen zur Reliabilität und Validität der Tests), provokative Kritikfreude (Hinweis, dass die vom Dozenten genannten Arbeitsmarkt-Kennzahlen nicht stimmten), Verweigerung von Team-Aktivitäten (gemeinsam in der Raucher-Ecke rumstehen), mangelnde Offenheit (kein Interesse, vor wildfremden Leuten persönliche Informationen preiszugeben) sowie die Unwilligkeit, sich Vorgaben zu beugen (etwa Tests auf Kindergarten-Niveau ernsthaft auszufüllen).

Auch die Tatsache, dass der Psychologe mich ob meiner „latent aggressiven Störung durch Nichtwertschätzung des Unterrichts“ verwies, wurde mir als Unangepasstheit ausgelegt. Der Hintergrund: Ich verbrachte die Zeit im „Unterricht“ größtenteils lieber mit Kartenspielen mit meinem polnischen Tischnachbarn (promovierter Historiker) als den Ausführungen des Dozenten zu lauschen, der uns zu lehren bestrebt war, dass man in der Jobbörse Jobs finden könne, wenn man eine Jobbezeichnung im Suchtextfeld eingibt. Da ich mir diese revolutionäre Erkenntnis aber schon eigeninitiativ angeeignet hatte, spielte ich lieber Karten.

Später war ich dann selbst Maßnahme-Coach, der solche Gutachten verfasste und auch Arbeitsvermittler, der solche Dinge gelesen und bei der Integrationsstrategie „berücksichtigt“ hat. Im Klartext: Ich bin eigentlich der beste Beweis dafür, dass man auf solche Gutachten nicht unbedingt viel geben muss. Denn wenn diese Gutachten wirklich stimmen, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, warum die BA ausgerechnet jemanden wie mich, also einen skeptischen, provokativen, kritikfreudigen, nicht teamfähigen, latent aggressiv störenden Nörgler, als Arbeitsvermittler eingestellt hat.

Heute bin ich in einem anspruchsvollen, konzeptionellen Bereich tätig, wo ich ob meiner bescheinigten Inkompetenz eigentlich nie hätte hinkommen dürfe. Und ich verdiene mittlerweile vermutlich gut doppelt so viel wie der Psychologe (ist laut google immer noch bei dem Bildungsträger), der mir damals all meine Defizite bescheinigte. Ergebnis: Locker bleiben! :wink:
 

Texter50

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Der Trööt ist - zusammen mit der Schilderung des TEs im anderen Trööt - für mich das Beispiel überhaupt, nicht an diesen Wundertüten teilhaben zu wollen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mich zwingen kann, mit selbsternannten Psychoschergen reden zu müssen? :biggrin:

Wer sich im JC oder beim MT-Hempel wehrt, der wird immer gerne auf die Psychoschiene geschoben, damit die SBs ihr eigenes Total-Versagen nicht eingestehen müssen. :icon_eek:

Allerdings hätte es mich jetzt gereizt, ein MT-Tagebuch vorausgesetzt, die Wundertüte bei der BA vorzustellen und die üble Frage zu stellen, ob das mit dem Geld der Steuerzahler finanziert werden sollte? :icon_stop:
 
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Wer sich im JC oder beim MT-Hempel wehrt, der wird immer gerne auf die Psychoschiene geschoben, damit die SBs ihr eigenes Total-Versagen nicht eingestehen müssen.
Hier muss ich für meine Ex-Zunft der Arbeitsvermittler mal vehement das Wort ergreifen (früher hätte das wohl der User Rounddancer übernommen, aber der ist ja schon eine ganze Weile weg). Ich teile vieles von dem, was du hier postest, aber diese Kritik/Behauptung finde ich zu pauschal.

Denn auf welches eigene Totalversagen zielst du ab? Der pAp/SB/FM/AV im JC ist doch nicht verantwortlich, wenn ein Mensch, der vor ihm sitzt, nicht in Arbeit kommt. Wer das unterstellt (Motto: Wenn die Vermittlung scheitert, hat der Vermittler versagt), gesteht dem pAp/SB/FM/AV genau jene übergriffige Macht zu, die viele User hier zu Recht kritisieren.

@Texter: Die folgenden Aussagen sind jetzt nicht auf dich bezogen, sondern allgemein gehalten:

Manche Vermittler, die selbst unzufrieden sind mit ihrem Job und sonst nix zu melden haben, mögen mitunter "Gott spielen wollen". Andere sind aber wirklich an den Menschen interessiert und bemühen sich, aus einer unschönen Situation das Beste zu machen. Da gibt es nichts zu Pauschalisieren. Doch immer gilt: Faktisch haben JC-Mitarbeiter nur sehr begrenze Einflussmöglichkeiten darauf, ob eine Arbeitsaufnahme gelingt.

Weder ist der Vermittler allein schuld, wenn Langzweitarbeitslosigkeit vorliegt, noch ist per se der Erwerbslose allein schuld, wenn ihm keine Arbeitsaufnahme gelingt. Und auch die Gesellschaft oder der Arbeitsmarkt sind nicht allein schuld. Es ist fast immer ein Verantwortungsgemenge, es liegt an Individuen und an den Umständen.

Daher finde ich es widersprüchlich, einerseits zu kritisieren, die Jobcenter geständen den Menschen keine Eigenverantwortung zu und bevormundeten sie (was sie in der Tat oft tun), aber andererseits die Eigenverantwortung zu negieren und das Totalversagen dem JC in die Schuhe zu schieben.

Jetzt mal Klartext: Die primäre Aufgabe des Jobcenters ist nicht, in gute Arbeit zu vermitteln, sondern die ist es, die "Kunden" so schnell wie möglich aus der Statistik zu bekommen - egal mit was für Jobs! Wir wissen doch alle: Wer sich vermittlungstechnisch aufs JC verlässt, ist verlassen, weil da in der Regel nur prekärer Müll bei rauskommt. Hier ist wie bei fast allen anderen Dingen im Leben, wo es drauf ankommt, Eigeninitiative gefragt.

Ich bin sicher kein Anhänger naiver Du-musst-nur-an-dich-glaube-Chakka-Phrase, aber in einer Sache haben viele Motivationsgurus Recht: Es liegt in erster Linie an einem selbst, die eigene Situation zu verändern. Sicher gelingt das aufgrund der Umstände nicht jedem. Man kann beim Versuch scheitern. Aber die Verantwortung ans JC zu delegieren, ist zu einfach.

Ich war selbst Vermittler und habe durchaus versucht, den Menschen passende VVs zuzusenden. Wenn ich keine fand, habe ich aber auch unpassende rausgeschickt (weil das zum Job gehörte und es im SGB II keinen Berufsschutz gibt). Ich bin dabei immer von folgender Prämisse ausgegangen:

Mich als Vermittler braucht im Grunde niemand, um in Arbeit zu kommen, denn wer wirklich motiviert ist, sucht ohnehin eigeninitiativ und durchstöbert Online-Jobbörse, ganz ohne mein Zutun. Und wer partout nicht will, den bringe ich mit noch so vielen VVs, Vorladungen, Drohungen etc. auch nicht in Arbeit, zumal jeder Arbeitgeber so jemanden ohnehin schon in der Probezeit vom Hof jagen würde. (Dass man diese Leute dennoch nicht in Ruhe lässt, liegt an den Vorgaben des SGB II).

Von daher habe ich es nie als eigenes Totalversagen gewertet, wenn Menschen - trotz meines Bemühens - jahrelang im Bezug waren. Darauf hinzuweisen, dass sie auch eine gewisse Eigenverantwortung für ihre Situation tragen, bedeutet übrigens nicht, arbeitsmarktliche, makroökomische Probleme (zu wenige Arbeitsplätze für alle) zu individualisieren.

[FONT=&quot]Es bedeutet einfach, anzuerkennen, dass jeder, der keinen Bock auf den JC-Stress mit Sinnlos-VVs, Maßnahme-Zuweisunge etc. hat, selbst aktiv werden kann und sollte, wenn er das unterbinden bzw. besser damit klarkommen will. Das kann durch Arbeitsaufnahme oder durch die argumentative und rechtlich Auseinandersetzung mit dem Amt erfolgen. Aber einfach zu sagen: Das blöde Amt ist schuld und die Vermittler wollen von ihrem Versagen ablenken, ist in meinen Augen zu schlicht. [/FONT]
 
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Zitat: Burns Torn:
"Wie ich das lesen, ist das nicht viel mehr als eine stinknormale Abschlussbeurteilung der Maßnahme, die halt in diesem Fall von einer karrieretechnisch gescheiterten Psychologin (warum sonst wäre sie beim Bildungsträger?) als von den sonst üblichen gescheiterten Existenzen (Sozialpädagogen, Ethnologen, Soziologen und sonstigen Was-auch-immer-mit-ogen-am-Ende) erlassen wurde."

scheitern = versagen

Über den Grad lässt sich allerdings streiten.

Im Übrigen: die Vorgaben des SGB II (durch dessen neoliberale Sichtweise) produzieren diese Versager/Gescheiterten in Massen. Auf beiden Seiten.

Es ist wider jeder Vernunft:
- vom Kunden zu fordern: dass sie sich voller Engagement auf Niedriglohnjobs bewerben (Jobdreck).
- Vermittlungsquoten festzulegen bei in manchen Regionen faktisch nicht vorhandenen Arbeitplätzen (für die meist älteren gesundheitlich eingeschränkten Kunden)
 
Thematiker*in
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Ich war Freitag übrigens noch mal auf dem Amt um einen Antrag auf Überprüfung bzw. Löschung dieser Beurteilung einzureichen. Die Mitarbeiterin in der Eingangszone hat sich geweigert diesen anzunehmen. Sie hat das damit begründet, sie sei nicht die Poststelle und sie sei gar nicht befugt irgendwas entgegen zu nehmen. Ich soll den Antrag in den hauseigenen Briefkasten werfen. Meinen Einwand bezüglich der Nachweislichkeit hat sie ebenfalls ignoriert. Eine Kopie abzustempeln um den Empfang sozusagen zu quittieren bevor ich den Antrag einwerfe hat sie ebenfalls abgelehnt. Meinen Hinweis auf die Annahme- und Weiterleitungspflicht hat sie ignoriert. Ende vom Lied war, dass der Sicherheitsdienst mich nach draußen begleitet hat.
 
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