Kann ich den vom Sozialgericht bestellten Gutachter ablehnen??

Birt1959

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Hallo Bird1959,
Ich glaub mal du auf dem falschen Dampfer.
...
Was mit Muzel ist, nun ja da halte ich mich raus.

Grüße saurbier
Hallo Sauerbier,

ich antwortete Muzel. Denn der/die kennt sein/ihr Gutachten noch nicht. Kann er/sie auch nicht, es ist noch nicht erstellt. Deswegen bin ich da gewiß nicht auf dem falschen Dampfer.

Außerdem wollte ich nur darauf hinweisen, wer ein unbestelltes Gutachten bezahlt. Da ist man dann wesentlich besser bedient, wenn man per RA ein Gegengutachten beim Gericht beantragt. Denn das Gericht kann, muss aber nicht, ein privat in Auftrag gegebenes Gutachten berücksichtigen.

Also kann man das Ding umsonst bezahlen, denn das Krankenhaus (nicht die Rehaklinik, von der schrieb ich auch nichts) oder der FA stellt dem Auftraggeber das Gutachten als Privatpatienten in Rechnung, wenn es nicht notwendig für eine Therapie ist.

Das kann sich aber kein Elo oder Rentner mit zusätzlicher Grusi leisten. Von daher ist Muzels Vorschlag nicht zielführend.

Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal eine privatärztliche Rechnung anschauen.

Und zu mehr habe ich keine Stellung genommen.

Sorry, da bist Du auf dem falschen Dampfer.

Also war deine Ausführung zu Rehaentlassberichten zu meinem Beitrag nicht zutreffend. So leid mir das tut.

LG
Birt
 

hansestadt

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Hallo Sauerbier,

ich antwortete Muzel. Denn der/die kennt sein/ihr Gutachten noch nicht. Kann er/sie auch nicht, es ist noch nicht erstellt. Deswegen bin ich da gewiß nicht auf dem falschen Dampfer.

Außerdem wollte ich nur darauf hinweisen, wer ein unbestelltes Gutachten bezahlt. Da ist man dann wesentlich besser bedient, wenn man per RA ein Gegengutachten beim Gericht beantragt. Denn das Gericht kann, muss aber nicht, ein privat in Auftrag gegebenes Gutachten berücksichtigen.

Also kann man das Ding umsonst bezahlen, denn das Krankenhaus (nicht die Rehaklinik, von der schrieb ich auch nichts) oder der FA stellt dem Auftraggeber das Gutachten als Privatpatienten in Rechnung, wenn es nicht notwendig für eine Therapie ist.

Das kann sich aber kein Elo oder Rentner mit zusätzlicher Grusi leisten. Von daher ist Muzels Vorschlag nicht zielführend.

Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal eine privatärztliche Rechnung anschauen.

Und zu mehr habe ich keine Stellung genommen.

Sorry, da bist Du auf dem falschen Dampfer.

Also war deine Ausführung zu Rehaentlassberichten zu meinem Beitrag nicht zutreffend. So leid mir das tut.

LG
Birt
Hallo Birt 1959,

wenn schon ein Gutachten vom SG existiert,was aber in keinster Weise zufriedenstellend ist,weil wichtige Fakten komplett fehlen oder wenn dieses Gutachten den wirklichen Gesundheitszustand überhaupt nicht wiedergibt und es dadurch in eine völlig falsche Richtung läuft,dann kann man ein Gegengutachten nach §109 Sgb. beim SG beantragen und das auch nur einmalig und das gibt es auch nur beim SG.

Den Gutachter kann man frei wählen,wenn er eine Zulassung und die Kompetenz auf diesem Fachgebiet hat,dann teilt man dem SG mit,wo die Begutachtung stattfinden soll und danach muss das SG den gewählten Gutachter beauftragen,es sollten natürlich nicht die behandelnden Ärzte sein,wegen der Befangenheit.

Dieses Gutachten macht aber im Berufungsverfahren vor dem LSG mehr Sinn,weil der Richter am SG mit großer Wahrscheinlichkeit sein eigenes beauftragtes GA folgen wird und nicht dem Gegengutachten,also besser beim LSG.

Dieses Gegengutachten muss man natürlich privat bezahlen oder es wird auch durch die Rechtsschutzversicherung übernommen,wenn man das Verfahren gewinnt,dann muss das SG die Kosten dafür tragen und niemand anderes,aber das Risiko bleibt natürlich,wie immer bei den Gerichten.

Es muss jeder für sich entscheiden,ob er es bezahlen kann oder ob man die Rechtsschutz damit beauftragt und wo beides nicht machbar ist,dann hat man ein Problem und das meine ich nicht herablassend,sondern das ist die bittere Realität.
 

Birt1959

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@hansestadt

Hab ich was anderes behauptet?

Mir ging es darum, dass Muzel die These in die Welt setzte, man gehe in ein Krankenhaus und beauftrage das Gutachten. Die gesetzliche KK übernimmt das Teil doch nur, wenn es zur Therapie notwendig ist. Ansonsten ist das ein Privatvergnügen.

Und ich fragte, welcher Alo und ergänzend welcher Rentner mit Grusi sich ein privatärztliches Gutachten leisten könne.

Mehr nicht, ich habe überhaupt nicht gesagt, dass ein Gegengutachten nicht sinnvoll sei. Ich gebe dir völlig Recht, dass es gescheiter ist, das bei Gericht zu beantragen. Weil das Gericht dem selbst gewollten Gutachten, wie du schreibst, mehr Glauben schenken wird.

Und aus der Debatte klinke ich mich jetzt aus.
 

hansestadt

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Hallo Birt1959

ich kann nicht nachvollziehen,warum Du Dich angegriffen fühlst,ich habe Dich mit keinem einzigen Wort kritisiert,sondern ich habe nur noch mal genau aufgeführt,wie es sich mit dem Gutachten verhält und das war es auch schon.

Niemand hat immer und überall Recht,auch ich nicht und genau deshalb gibt es Foren wie dieses,um sich auszutauschen und Erfahrungen zu teilen,damit man sich auch gegenseitig helfen kann,weil wir alle keine Juristen sind.
 
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Muzel

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Wenn sich selbst einweisen lässt, darf man die die Musik selbst bezahlen. Es tut mir wirklich leid, wenn ich mich diesbezüglich nicht klar und deutlich ausgedrückt habe. Dafür darf man natürlich ein unliebsamer Gutachten auch in die Tonne drücken.
 

saurbier

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Dafür darf man natürlich ein unliebsamer Gutachten auch in die Tonne drücken.
Was bitte ist das für ein Blödsinn.

Ein Gutachten ist ein Gutachten, ganz gleich welcher Gutachter es erstellt hat.

Klar das mag dem einen oder anderen nicht gefallen, aber dennoch ist und bleibt es ein solches. Kein Gericht würde sowas einfach in die "Tonne drücken", eher mal als einen Baustein mit in die Verhandlung einfügen.

Warum lassen Gerichte zumeist über einen eigenen Gutachter nochmals eins erstellen, doch nur weil die Gerichter aufgrund ihrer eigenen Erfahrung wissen, das Gutachten meist im Sinne des Auftraggebers geschrieben werden.

Auch kann man ein Gutachten durchaus angehen, nur das bedarf halt fundiertem Wissen und dürfte keineswegs so einfach sein, es sei denn es liegen offensichtliche Fehler in der Begutachtung vor, was bei rein psychologisch/psychiatrischen Gutachten wohl eher sehr schwer zu beweisen sein dürfte (aber das ist nur meine Meinung).


Grüße saurbier
 

hansestadt

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Psychiatrische Gutachten sind sehr oft Problematisch,weil man es eben sehr schwer hat,die Erkrankung glaubhaft zu machen und genau das weiß jeder Psychiater,Gutachter oder auch Richter und die DRV sowieso und genau deshalb kann man doch so mit psychisch erkrankten Menschen umspringen und man kann immer alles in Frage stellen,um Zahlungen zu verhindern.

Es ist ein ständiger Kampf,von Gutachten zu Gutachten und alles auf Kosten der Gesundheit und zum Wohle der DRV,der Mensch spielt in diesem Kreislauf keine Rolle mehr und man hat ständig das Gefühl,als wenn man ein Verbrecher ist,der seine Unschuld vor Gericht beweisen will und trotz aller Beweise ist man Schuldig gesprochen worden.

Ich habe schon lange nicht mehr das Gefühl,dass ich es mit einem Rechtsstaat zu tun habe,weil geltendes Recht mit aller Macht verhindert werden soll und da spielen alle gerne mit,die sich daran eine goldene Nase verdienen und der kranke Mensch wird wie Abfall behandelt oder komplett respektlos und es ist absolut erniedrigend.

Warum kann man sonst alle Befunde ignorieren,die die Erkrankung beweisen und das über viele Jahre,um am Ende durch gekaufte Gutachter gegen den Kranken zu entscheiden,dass hat mit Recht nichts mehr zu tun und es heißt am Ende,sie können sich doch Hartz 4 holen und damit sind sie versorgt,ich könnte dann immer zum Rundumschlag ausholen und ich wundere mich nicht mehr,wenn dann die Menschen irgendwann Amok laufen.
 
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Muzel

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Ich habe mich unklar ausgedrückt. Man kann das unliebsame Gutachten von privaten Gutachter in die Tonne drücken. Man muss es nicht vorlegen. Man bezahlt es ja selbst. Über so ein Gutachten hat man die Verfügungsbefugnis und kann selbst entscheiden, wen man das lesen lässt.
 

Cantina

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Psychiatrische Gutachten sind sehr oft Problematisch,weil man es eben sehr schwer hat,die Erkrankung glaubhaft zu machen und genau das weiß jeder Psychiater,Gutachter oder auch Richter und die DRV sowieso und genau deshalb kann man doch so mit psychisch erkrankten Menschen umspringen und man kann immer alles in Frage stellen,um Zahlungen zu verhindern.
Betroffene sind oftmals nicht in der Lage, ihre eigene Erkrankung zu beurteilen. Deswegen gibt es ja Gutachter.
 

hansestadt

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Betroffene sind oftmals nicht in der Lage, ihre eigene Erkrankung zu beurteilen. Deswegen gibt es ja Gutachter.
Du wolltest sagen,dass Betroffene entmündigt werden,damit ihnen nicht geglaubt werden kann und das sie nicht mehr in die Lage gebracht werden ihre Erkrankung zu beurteilen.

Auch wenn in diesem Lande der Gutachter Heilig gesprochen wurde,heißt es noch lange nicht,dass Patienten oder Kläger nicht in der Lage sind ihre Erkrankung zu beurteilen,denn der Betroffene weiß sehr genau wie es ihm mit seiner Erkrankung geht und wie sehr der Betroffene darunter leidet und nicht zwangsläufig der Gutachter,sonst würde es nicht so viele falsche Gutachten geben und die SG hätte nicht mehr viel zu tun.

Ich habe sehr viel mit dieser Gilde in den letzten Jahren zu tun gehabt und es ist teilweise skandalös,wie begutachtet wird und was aufs Papier gebracht wird und es wird permanent versucht,den Kläger Mundtot zu machen und ihn einzuschüchtern,damit er aufgibt und das ist unser gelobtes System der Begutachtung.

Man sollte auch damit aufhören,den Patienten oder Kläger immer so hinzustellen,als wenn er dumm ist und nie zur Schule gegangen ist und keine Ausbildung hat und nicht weiß was er sagt oder schreibt,dass ist so eine Arroganz den Betroffenen gegenüber.
 

saurbier

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Hallo hansestadt,

Auch wenn in diesem Lande der Gutachter Heilig gesprochen wurde,heißt es noch lange nicht,dass Patienten oder Kläger nicht in der Lage sind ihre Erkrankung zu beurteilen,denn der Betroffene weiß sehr genau wie es ihm mit seiner Erkrankung geht und wie sehr der Betroffene darunter leidet und nicht zwangsläufig der Gutachter,sonst würde es nicht so viele falsche Gutachten geben und die SG hätte nicht mehr viel zu tun.
Nun ja, die Herrschaften in Weiss betrachten sich eben aufgrund ihrer jahrelangen Berufsausbildung als etwas besonders.

Leider übersehen die Herrschaften dabei, daß sie zwar korrekt 7 Jahre und mehr ihren beruf erlernen hingegen andere (ich sag mal das gemeine Volk vielleicht bis zu 3 1/2 Jahre), genauso das der Beruf des mediziniers in vielen Bereichen eher auf Vermutungen basiert als fundierten Kenntnissen, aber das wollen die natürlich nicht zur Kenntnis nehmen, würden sie damit ja ihr eigene Qualifikation herunter setzen.

Es mag durchaus so sein, das manche Betroffene ihre Krankheit weit wichtiger beurteilen als es in der Realität so sein mag, nichts desto trotz kann der selbst Betroffene sie dennoch am besten beurteilen.

Das Gutachter schlecht arbeiten will ich mal nicht pauschal sagen, eher würde ich die These vertreten, daß Gutachter im Sinne des bezahlenden Auftraggebers handeln. Deshalb ja auch lassen die Sozialgerichte eher ein eigenes Gutachten erstellen. Aber gerade bei der Sparte der Psychologischen/Psychiatrischen Gutachten gibt es sehr viele Scharlatane und leider prüft kein Gericht die Qualität gerade solcher Gutachter. Mir fällt da nur der angebliche Herr Doktor ein, der ja eigentlich ein Briefträger war und über Jahre alle täuschte, selbst seine Vorgesetzen mit fiktiven Zeugnissen und als Psychiater und Gutachter viel Schaden angerichtet haben dürfte, nur weil niemand seine Geschichte/Zeugnisse mal prüfen wollte.

Ich habe sehr viel mit dieser Gilde in den letzten Jahren zu tun gehabt und es ist teilweise skandalös,wie begutachtet wird und was aufs Papier gebracht wird und es wird permanent versucht,den Kläger Mundtot zu machen und ihn einzuschüchtern,damit er aufgibt und das ist unser gelobtes System der Begutachtung.
Das die DRV einen zu gerne Mundtod machen will ist ja allseits schon lange bekannt. Deshalb klagen die ja auch so gerne, alleine in der Hoffnung das die Gegenseite irgendwann aufgibt, entweder weil sie gesundheitlich nicht mehr kann oder weil ihr das Geld ausgeht.

Man sollte auch damit aufhören,den Patienten oder Kläger immer so hinzustellen,als wenn er dumm ist und nie zur Schule gegangen ist und keine Ausbildung hat und nicht weiß was er sagt oder schreibt,dass ist so eine Arroganz den Betroffenen gegenüber.
Nun ja, daß ist doch mit unseren Politikern nicht viel anders. Da sitzen auch viele herum die lediglich mal studiert haben aber ansonsten kein Erfolg im Berufsleben nachweisen können, siehe der Herrn der FDP der sich über die heutige Jungend herablassend äußerste.

Ich hatte mal einen Reha-Arzt der mich ebenfalls herunter machen wollte. Der fragte mich wie ich mir denn jetzt meine weitere Zukunft so vorstellen. Als ich ihm die passende Antwort gab, meinte er nur - nehmen sie sich mal ein Beispiel an unseren Profisportlern, wie schnell die wieder arbeiten - was für eine Hirnrissige Aussage. Als ich ihm die passende Antwort gab - ja klar stellen sie mir doch auch meinen persönlichen Arzt und Psysio, die mich jeden Tag 3 Std. behandeln und beschränken sie meine Arbeit auf 2 Tage die Woche wie bei den Profi-Fußballern oder Tennisstars, dann bin ich auch schnell wieder Fitt - na da viel im die Kinnlade runter. Überigens genau der Arzt war nicht einmal in der Lage eine Spritze eine Vene zu finden um ein Medikament zu spritzen - das mal zu Qualität.

Nicht nur Gutachter oder Ärzte können Arogant sein, nein auch Juristen. SO einer ist mir auch schon begegnet. Als er den Prozeß gegen mich Dummkopf dann verloren hatte, tja da trottete er schweigend davon. Sowas ist mir auch schon mit einem Richter passiert, als er dann vom LG einen Rüffel bekam, man mag es kaum glauben wandelte er sich um 180°.

Ich hab in meinem Leben bisher 4 Berufsabschlüsse erziehlt, wieviel wohl ein aroganter Arzt/Gutachter


grüße saurbier
 

hansestadt

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Meine Anwältin hat jetzt eine ausführliche Stellungnahme zu dem Gutachten vom SG geschrieben und es dem SG übermittelt und des weiteren hatte ich für meine Anwältin, zu allen Punkten des Gutachtens in Absätzen eine Richtigstellung geschrieben,weil ich den Ablauf der Begutachtung ja auch am besten kenne.Ich habe auch immer auf die entsprechenden Befunde der Ärzte und Psychologen in den einzelnen Abschnitten verwiesen und ich habe immer wieder erwähnt,dass alle anderen Befunde der Beweisaufnahme durch die Gutachterin fast komplett ignoriert wurden und keine Beachtung gefunden haben und das es dadurch eine komplett falsche Einschätzung meiner Gesundheit gibt.

Ich habe auch noch die aktuellen Befunde,Medikamentenplan und Krankmeldungen vom behandelnden Arzt und von der Urologie dem SG überlassen,weil die DRV ständig behauptet,dass ich nicht in ärztlicher Behandlung bin,nicht krankgeschrieben und keine Medikamente nehme und mit der Krankmeldung ist ja die lückenlose Arbeitsunfähigkeit erwiesen und auch durch den aktuellen Befund vom behandelnden Arzt und auch die Medikamenteneinnahme,die dadurch bestätigt worden ist.

Ich leide auch öfter unter einen Harnverhalt,der durch die Antidepressiva hervorgerufen wird,egal welche Sorte ich auch nehmen muss.Ich habe vor kurzem dann wieder ein Katheter für 8 Wochen durch die Bauchdecke bekommen,was nachher sehr schmerzhaft war und die Beweglichkeit ist auch eingeschränkt und es ist natürlich auch immer ein chirurgischer Eingriff.Die Gutachterin war ja der Meinung,dass meine Blase unauffällig ist,also null Probleme,aber es gibt ja nun darüber aktuelle Befunde,die das eindeutig widerlegen.

Meine Anwältin hat abschließend geschrieben,dass das Gutachten auf Grund des Ausmaßes der Erkrankung nicht tragbar ist.

Jetzt heißt es wieder abwarten und bis auf ein neues in der mündlichen Verhandlung.
 

saurbier

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Hallo hansestadt,

ich hatte am 17.06. auch das Vergnügen mich von einem DRV Arzt begutachten zu lassen. Ich hatte dazu auch einen Beistand dabei. Na was glaubst du wie lange die ganze Begutachtung wohl dauerte - genau nicht ganz 30 min. -. In dieser Zeit will der liebe Arzt dann feststellen ob ich weiterhin eine Rente bedarf oder nicht. Der hat bei mir nicht mal Röntgenbilder oder MRT angefordert, der hat meine bereits 1998 durch den Gerichtsgutachter attestierten orthopädischen Leiden in 15 min. per abtasten überprüft. Ja was glaubst du was da jetzt wohl heraus kommen mag, wenn er in 4-6 Wochen mal das Gutachten geschrieben hat.

Sowas ist einfach nur ein Witz, aber leider hat die DRV genau diese Macht vom Gesetzgeber erhalten. Da bleibt unsereins leider nichts anderes übrig als sich mit einer Klage zur wehr zu setzen, leider.

Wenn deine Anwältin jetzt das Gutachten sachkundig zerpflückt hat, dann dürfte dies das Gericht sicherlich zu denken geben. Ggf. wird der Richter da nochmals einen anderen Gutachter einschalten, daß wäre zumindest sein Recht.

Leider muß man jetzt erst einmal abwarten, denn die DRV wird dieses Gutachten sicherlich als positiv bewerten und ihre Argumentation darauf aufzubauen versuchen.


Grüße saurbier
 

hansestadt

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Das ist doch wieder ganz typisch die DRV und ihre Gutachter,alles im Schnelldurchlauf,weil das Ergebnis leider sehr oft durch die DRV schon vorgegeben ist und die Begutachtung ist nur noch Augenwischerei,weil man den wirklichen Gesundheitszustand mit aller Macht in die Erwerbsfähigkeit umdeuten möchte,dass sind auch meine Erfahrungen.

Ich musste auf mein Gutachten über 5 Monate warten,obwohl das SG den 01.02.2019 als Termin festgelegt hatte,dass währen nur gut 2 Monate gewesen,aber leider musste das SG die Gutachterin anmahnen,dass sie das Gutachten fertig stellen soll und dann gab es eine Verlängerung der Frist auf 5 Monate.

Meine Begutachtung hat 2,5 Stunden gedauert,obwohl es vom SG beauftragt wurde,war es am Ende ein Gefälligkeitsgutschten für die DRV,weil fast ausschließlich mit der Akte der DRV und deren Unwahrheiten gearbeitet wurde und meine Befunde wurden fast vollständig weggelassen und nur sehr kurz erwähnt und das hat nichts mehr mit einem Gutachten zu tun,wenn Beweismittel ignoriert werden.

Meine Anwältin hat alles in der Stellungnahme nochmals geschildert und meine Ausführungen sind auch nochmal zum SG gegangen,aber es wird wohl auf eine mündliche Verhandlung hinauslaufen,worüber ich aber nicht traurig bin,weil ich dann das erste mal mit meiner Anwältin alle Punkte und Lügen aus den Gutachten und der DRV richtig stellen kann und das ist besser als immer nur Papier.

Der Richter könnte aber grundsätzlich sagen,ich folge dem beauftragten Gutachten und die Klage wird abgelehnt,aber wenn man nicht damit einverstanden ist,dann muss es eine mündliche Verhandlung geben und genau dort hätte ich meine Anwältin dabei und die ist sehr kompetent auf diesem Gebiet und sie kann sehr gut zurück beißen und das ist für mich von Vorteil um nicht verheißt zu werden.

Ich kann eigentlich alles anhand von Beweisen widerlegen,was durch die Gutachterin und die DRV geschrieben wird.

Die Anwältin wollte aber zusätzlich den Richter darüber informieren,dass sie sich dieses Vorgehen nicht gefallen lässt und das wir sofort in Berufung gehen würden,mit einem zusätzlichen Gutachten nach §109 Sgb.,aber erst einmal abwarten was der Richter dazu sagt.

Ich habe vor einigen Monaten jemanden sehr gut kennengelernt,der unter anderen in der Kommission für den Arbeitgeberverband bei der DRV in den Widerspruchsverfahren tätig ist und ich habe ihm gerade die Tage nochmals alles geschildert und er sagte zu mir,wenn der Richter durch meine Anwältin erfährt,dass die Gutachterin auf breiter Front gelogen hat und ich wurde ja auch von der Gutachterin in einem sehr harschen und lauten Ton in der Begutachtung abgekanzelt,dass ich mich nur in Selbstmitleid baden würde,dass wird der Richter sich nicht gefallen lassen und damit ist die Gutachterin dann sehr negativ beim SG aufgefallen und das ist für mich wieder sehr gut und er war der Meinung,dass der Richter mir Recht geben wird,er war sehr optimistisch.

Ich hoffe natürlich auch,dass Du Dein Recht bekommen tust und damit Deine Rente,aber Du bist ja auch ein Kämpfer,sonst hat man keine Chance.
 
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Muzel

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Schreib doch einfach mal ein Protokoll deiner Erinnerung über das Gespräch beim Gutachter auf und schicke es dem RA oder direkt an das Gericht.
Mein ambulanter Psychotherapeut hat mir in keine 15 min eine schwere seelische Erkrankung attestiert. Mir hat er die Diagnose auf Nachfrage nicht mitgeteilt, dem LSG aufgrund meiner Schweigepflichtentbindung aber schon.
Die Kurpfuscher sterben nicht aus.
 

hansestadt

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Ich habe zum kompletten Gutachten eine Stellungnahme geschrieben,also auch zum Ablauf der Begutachtung und ich habe es meiner Anwältin für das SG überlassen,es liegt auch schon beim SG vor.
 
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saurbier

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Nun ja, ich werde spätestens ja am Freitag sehen was sich tut.

Entweder die DRV zahlt mir meine alte (bisherige) BU-Rente weiter, oder ich werde am Montag einen Antrag nach § 86b SGG beim Sozialgericht einreichen, falls die DRV gar nichts macht. Immerhin hab ich ja schon ein Rentenurteil aus 2001 vorliegen, wonach mir die DRV bis zur Regelaltersrente eine BU-Rente zalen muß. Dieser Rentenanspruch wurde durch die volle EMR ab 2012 ja nur ausgesetzt (§ 89 SGB VI), weil ja nur die rang höchste Rente zur Auszahlung kommt. Deshalb ist das jetzige Spiel eh mehr als Irrsinn seitens der DRV, denn eine Wunderheilung ist ja nicht drin - aber genau das unterstellt die DRV jetzt mit der Verweigerung der Fortführung der Rentenzahlung (eben weil angeblich die medizinischen Akten es nicht hergeben).

Schaun wir mal, wie da das Gericht entscheiden wird. Bestenfalls akzeptiert der Richter die bisherigen Unterlagen (Reha-Berichte und früheres Gerichtsgutachten) oder aber er beauftragt nochmals einen orthopäden als Gerichtsgutachter. Man überlege mal, daß ganze Ärger wenige Jahre vor der Regelaltersrente (bin ja bereits ü60). Die AfA SB versteht das Spiel auch nicht wirklich.

Nun, wenn du in der mündlichen Verhandlung kein Glück haben solltest, dann bliebe dir immer noch das LSG und damit ein neuer Gerichtsgutachter der dann vielleicht wirklich neutral begutachtet.

Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg in der jetzigen Verhandlung, auf das sich deine Anwäktin durchsetzen kann und alle Fehler im Gutachten aufdeckt.


Grüße saurbier
 

Muzel

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Hallo Leute,
ihr seid in der gleichen Mausefalle gefangen wie auch ich wegen meinem Entschädigungsfall. Man glaubt mir einfach nicht, wie traumatisierend meine Erlebnisse waren, wenn sie denn stattgefunden haben. Bei euch sind das die Krankheiten. Bei meinem Verlängerungssantrag der RV Rente hat der Gutachter den Brief von einem anderen Antragsteller geöffnet und die Diagnosen der Falles vorgelesn. Danach wusste ich, was er von dem Fall hielt.
 

hansestadt

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Das ist ja ein starkes Stück,was der GA bei Dir abgezogen hat,aber daran erkennt man sehr gut die Respektlosigkeit vieler Gutachter den Patienten gegenüber,so ein Verhalten ist weit unter der Gürtellinie.
 
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Birt1959

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Jetzt muss ich doch noch mal meinen Senf dazugeben.

Egal, was eine Person macht, ihr Verhalten spiegelt unbewusst ihre Gedanken wieder. Von daher kann es sein, dass die Gutachter es merken, wenn die zu Begutachtenden ihnen abwehrend begegnen. Der Gutachter spürt es und reagiert drauf. Vielleicht sollte man dran denken...

Da passiert dann so etwas wie die self-fullfilling prophesy. Wer nicht versteht was ich meine, sollte P. Watzlawicks Die Geschichte mit dem Hammer in der Anleitung zum Unglücklich sein lesen.

Saurbier wünsche ich für Freitag alles Gute
 
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