Kann ich bei einer Bewerbung, hier bei einer Zeitarbeitsfirma, meine gesundheitlichen Probleme mit rein schreiben, zur Zeit noch ohne Attest oder ist das dann eine Negativbewerbung?

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Gelöschtes Mitglied 69751

Gast
Die hier im Forum genannten Tipps kenn ich schon.

Aber ich war heute beim Hausarzt und da wurde angefangen ein Attest darüber zu erstellen welche Arbeiten und Ähnliches ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen sollte.
Ich habe aber noch einen Termin beim Orthopäden in einer Woche.
Erst dann wird das als ein Attest zusammengefasst das ich beim JC abgeben werde.

Soll ich da jetzt, noch ohne Attest, schon in die Bewerbungen heute mit reinschreiben dass ich diese gesundheitlichen Probleme habe?
Oder ist das wie ne Negativbewerbung ohne Nachweis?
 

Birt1959

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Es soll aber am Besten gar nicht zum Gespräch kommen. Aber Danke
Du könntest allerdings erwähnen, dass Du gerne über gesundheitliche Einschränkungen im Bewerbungsgespräch Auskunft gibst. Das gilt auch für eine eventuelle Schwerbehinderung.

Das schreckt die ZAF ab und ist keine Schlechtbewerbung.

Ich würde so etwas aber nur bei Bewerbungsschreiben auf Stellen im ÖD erwähnen.

Ein weiterer Tipp: pack einfach ins Schreiben ein paar Zahlendreher oder Buchstabendreher. Keine auffälligen, denn das kann nach hinten losgehen. Unauffälige Rechtschraibfühler machen sich als Abwehr auch gut. Erwähnung einer Mitgliedschaft in der Gewerkschaft im Lebenslauf ist auch so ein Tipp. ln diesen Fällen kannst Du die gesundheitlichen Einschränkungen aus dem Bewerbungsschreiben weglassen.
 

Antihartzer19

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In irgendeinem Vorstellunsgsgespräch vor vielen Jahren bei einem größerem Konzern fragte mich der Personaler auch ob ich schwerbehindert sei. Ich sagte nein und stellte die Gegenfrage. Er sagte schade und das er dann die Einstellung ja gefördert bekommen hätte. Es sei Geschäftspolitik diese Quote zu erfüllen. Imagepflege. Heutzutage würden sie wohl auf "Klimaschutz" und "Gender" wohl als politisch korrektes Image achten. Ich bekam damals trotzdem die Zusage. Ob heute die ZAF so hinter her sind diese Quote zu erfüllen weiß ich natürlich nicht.
 
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ExUser 2606

Gast
Die Ausgleichsabgabe ist doch viel zu nidrig, dazu gibt es Mehrfachanrechnungen oder die Möglichkeit , sich freizukaufen, indem man Aufträge an WfbM vergibt.

in Frankreich zum Beispiel werden Behinderte schon an den Unis umworben und unterstützt, weil das sonst richtig teuer wird für die Firmen. Dort haben die Firmen Probleme, die Stellen zu besetzen.
 

Birt1959

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Genau dort führt das dazu, dass du mit grosser Sicherheit ein Vorstellungsgespräch bekommst. gleiches gilt für grosse Firman, woe es oft entsprechende Betriiebsereinbarungen gibt.

Natürlich ist mir das bekannt. Dreimal darfst Du raten, wie ich als Schwerbehinderte, an meine letzten Jobs kam. Aber weder der ÖD noch eine große Firma mit einem funktionierenden Betriebsrat sind in der Regel ZAF. Ein behinderter Cousin ist im großen Elektronikkonzern mit S am Anfang und am Ende, der wurde sicher nicht nur eingeladen, weil er zwar älter ist aber ein Diplom in Elektrotechnik hat. Auch der erwähnte die Auskünfte zur Behinderung im Bewerbungsschreiben

Bei einer ZAF bewirkt so ein Satz fast immer die Entscheidung der Personaler*in für die große Rundablage. Genau das will der*die TE doch.

Die Freikauferei liegt darin, dass die "Strafzahlung" viel zu niedrig oder die Vergabe an ein WfbM relativ einfach ist. Aber selbst die öffentliche Hand verfährt noch häufig so.
 

Antihartzer19

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Nach mehrfacher Aufforderung meines Arbeitsamtes bewerbe ich mich nun auch bei Ihnen. .
auch wenn es so wohl die Wahrheit ist würde ich es neutraler formulieren, kann sonst nach hinten losgehen

Mein Satz in diesem Fall: " ich beziehe mich auf einen Stellenvorschlag der Bundesagentur für Arbeit (Referenz ... ) und möchte mich gern bei Ihnen für :::
 

Birt1959

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unötige Provakation auf einem Nebenkriegsschauplatz
Wenigstens ein Bewerbungstraining zieht die Formulierung nach sich. Es gilt als ungeschriebenes Bewerbungsgesetz, dass ein VV nicht als solcher erwähnt wird. Also sollte das nur verklausuliert im Bewerbungsschreiben auftauchen, also höchstens in der Form "Herr/Frau XY von der Arbeitsagentur ABC teilte mir mit, dass" in den einleitenden Sätzen des Schreibens. Am Besten führt mann*frau die Referenznummer in der Betreffzeile auf und das war's. Der AG bekommt ja sowieso eine Kopie des VVs.

Außerdem könnte so ein Schreiben als Schlechtbewerbung bewertet werden. Vor allem die Formulierung "auf mehrfacher Aufforderung meines Arbeitsamtes" könnte im Fall eines Rechtsstreites nach einer Sanktion dem*der Richter*in sauer aufstoßen, denn die Formulierung setzt sprachlich die mehrfache Aufforderung zur Bewerbung auf nur einen Vorschlag voraus, zweitens wissen die Menschen in schwarzer Robe auch, dass das Arbeitsamt schon seit mehr als einem Jahrzehnt Agentur für Arbeit heißt und drittens wird vorausgesetzt, dass Bewerber*innen die Gepflogenheiten einer Bewerbung kennen.

All das kann als Indikation dafür genommen werden, dass der*die Betroffene den Job nicht will und der Unwillen, einen zumutbaren Job anzunehmen, wird sanktioniert. Um einen Job annehmen zu können, muss mann*frau sich da bewerben.

Hier wurde auf die verschiedenen Aspekte bereits hingewiesen.
 
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Gelöschtes Mitglied 69751

Gast
Bedeutet: Obwohl man die Stelle aus gesundheitlichen Gründen nicht annehmen wird, muss man das aus der Bewerbung rauslassen und im Vorstellungsgespräch ansprechen. Sinnlos
 

Antihartzer19

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dass ein VV nicht als solcher erwähnt wird.
Ich erwähne seit > 30 Jahren in meinen Bewerbungen immer die Quelle woher ich von der Stelle erfahren habe. Das waren damals noch Stellenanzeigen in der gedruckten FAZ oder Süddeutsche Auch Headhunter waren aktiv. Und wenn ich diese von dem Arbeitamt erfahren habe, dann gehört das rein. Oder hat es einen so schlechten Leumund? Dann verstoße ich halt gegen den Grundsatz dieses Amt zu verleugnen.
 

Antihartzer19

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Das Erwähnen des Amtes als Vermittler wird natürlich bei mir in Praxis dadurch relativiert das in den letzten 30 Jahren während einer meiner Leistungszeiten (immer mal) noch nie einen brauchbaren VV gab. (Rede jetzt nicht von formaler Zumutbarkeit.)
In den insgesamt 3 Maßnahmen zum Thema "wie ich mich richtig bewerbe" , die ich hatte, spielte das Leugnen des Amtes als Urheber der Stelleninformation nie eine Rolle.
 

Nutälla

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Soll ich da jetzt, noch ohne Attest, schon in die Bewerbungen heute mit reinschreiben dass ich diese gesundheitlichen Probleme habe?
Es ist möglich, gesundheitliche Einschränkungen im Lebenslauf unterzubringen, indem dort, falls zutreffend, Krankenhausaufenthalte aufgeführt werden. Besonderen Erfolge im Bewerbungsverfahren lassen sich mit Erwähnungen aus dem psychiatrischen Formenkreis erziehlen. :)
 

Birt1959

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Das kommt auf das Geschick beim Verstecken der Rechtschreibfehler oder Zahlendreher an. So offenkundige Sachen wie PLZ, Hausnummer oder Firmennamen nimmt mann*frau da nicht...

So nebenbei: gegenderte Sprache stößt manchen Personaler*innen auch sauer auf, ist aber kein Sanktionsgrund. Die kann aber auch in Personalabteilungen auf Interesse stoßen.


Und wenn ich diese von dem Arbeitamt erfahren habe, dann gehört das rein. Oder hat es einen so schlechten Leumund? Dann verstoße ich halt gegen den Grundsatz dieses Amt zu verleugnen.

Du machst es genau richtig, wenn Du schreibst: in der Jobbörse des Arbeitsamtes fand ich, wenn Du den Job nicht willst. Selbst der*die hinterwäldlerischste Personalgewaltige weiß inzwischen, dass dies Ding seit 2005 in die Agentur f. Arbeit und die Jobcenter aufgespalten sind. Damit zeigst Du, dass Du nicht einmal weißt, wer Dich da zur Bewerbung veranlasst hat.

Die Agentur für Arbeit interessiert die AG nur, wenn sie gering bezahlte Mitarbeiter*innen suchen oder die Einstellung von neuen und erwerbslosen Mitarbeiter*innen gefördert haben möchten. Dementsprechend schätzen die AG die Vermittlungsangebote.

Wenn Du in der Jobbörse selbst einen Job findest, der für Dich interessant ist, dann kannst Du natürlich die Jobbörse erwähnen. Es geht doch hier um nicht gewollte Jobs auf die durch VVs mit RFB eine Bewerbung erzwungen wird.

Mir wurde es auch nahegelegt die Quelle zu nennen. Man kann das so schreiben: "Wie ich vom JC erfuhr ..."
Passt.

Wenn Du den Job nicht willst, passt es. Ansonsten empfiehlt es sich für @Antihartzer19 und Dich, mal so Seiten wie Karrierebibel.de oder die Bewerbungstipps bei Jobrobot, Stepstone und Monster anzuschauen.

Wenn ich den Job nicht will, schreibe ich das auch. Sonst tue ich so, als hätte ich die Stellenanzeige selbst gefunden.

Genau! Wer nicht genügend Eigeninitiative zeigt, ist außen vor.

Es ist möglich, gesundheitliche Einschränkungen im Lebenslauf unterzubringen, indem dort, falls zutreffend, Krankenhausaufenthalte aufgeführt werden. Besonderen Erfolge im Bewerbungsverfahren lassen sich mit Erwähnungen aus dem psychiatrischen Formenkreis erziehlen. :)

Wunderbarer Vorschlag, passt nur nicht bei Bewerbungen in den ÖD, wenn die psychische Erkrankung zu einer anerkannten Gleichstellung oder Schwerbehinderung führt.
 
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faalk

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Das kommt auf das Geschick beim Verstecken der Rechtschreibfehler oder Zahlendreher an.
Trotzdem bleiben es Rechtschreibfehler. Wenn der Personaler diese findet und sich daran stört, so das die Bewerbung in Ablage P. landet (wie vom Bewerber gewünscht), können diese wohl nicht sooo gut versteckt gewesen sein. :wink:
 

Birt1959

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Trotzdem bleiben es Rechtschreibfehler. Wenn der Personaler diese findet und sich daran stört, so das die Bewerbung in Ablage P. landet (wie vom Bewerber gewünscht), können diese wohl nicht sooo gut versteckt gewesen sein. :wink:
Der Zweck heiligt die Mittel. ;) Ich habe ja nie behauptet, dass in jedem Satz mindestens ein Fehler sein soll.

Blöd wird es lediglich, wenn irgendein*e neunmalkluge Personaler*in die Rechtschreibfehler/Zahlendreher als Ablehnungsgrund in den Petzbogen für AfA und JC schreibt.
 
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