Kann es passieren, dass ich wegen einer Reha zum ärztlichen oder psychologischem Dienst der ARGE zur Begutachtung muss?

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MSMinkaTze

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Liebe Liebenden,

Ich habe eine kurze Frage:

Ich beziehe derzeit ALG2 und habe einen Antrag auf medizinische Reha bei der DRV gestellt. Es geht hierbei um eine psychosomatische Reha. Aktuell warte ich noch auf den Bewilligungsbescheid, mal schauen wie lange es noch dauert. Bin Aktuell nicht AU .

Auch wenn mir bewusst ist, daß ich nur postalisch erreichbar sein muss, bin ich dennoch so "höflich" Telefonate mit meiner Arbeitsvermittlerin zu führen. Sie bekommt nur die absolut notwendigen Informationen von mir.

Auch möchte ich den Reha-Antrag in Bearbeitung bei der DRV beim Telefonat nicht erwähnen, aber früher oder später, d.h. sobald ich die Reha antreten muss ich dem Jobcenter ja über die therapiebedingte "Ortsabwesenheit" in Kenntnis setzen.

Die Frage, die mich hierbei beschäftigt ist, kann es passieren, daß meine Fallmanagerin mich dann zum ärztlichen oder psychologischen Dienst der Arbeitsagentur zur Begutachtung schickt? Dies möchte ich ehrlich gesagt vermeiden, denn ich habe im Vorfeld schlechte Erfahrungen mit dem psychologischem Dienst gemacht. D.h. die Psychologin hat das Gutachten so verdreht, daß ich 1 ½ Jahre bis zu meinem Ausbildungsbeginn verloren habe.

Nun möchte ich ein solches Gutachten natürlich vermeiden, aber ich muss ja eine sog. Liegebescheinigung der Rehaklinik vorlegen.

War von euch schon mal jemand in ähnlicher Situation und kann von seiner Erfahrung berichten?

Vielen Dank fürs aufmerksame Lesen meines Themas und ich bedanke mich im Vorraus für eure Rückmeldung.
 

HermineL

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Die Frage, die mich hierbei beschäftigt ist, kann es passieren, daß meine Fallmanagerin mich dann zum ärztlichen oder psychologischen Dienst der Arbeitsagentur zur Begutachtung schickt? Dies möchte ich ehrlich gesagt vermeiden, denn ich habe im Vorfeld schlechte Erfahrungen mit dem psychologischem Dienst gemacht. D.h. die Psychologin hat das Gutachten so verdreht, daß ich 1 ½ Jahre bis zu meinem Ausbildungsbeginn verloren habe.
Man kann nie vorhersagen auf welche Ideen ein SB beim Jokecenter kommt. So ist es durchaus möglich das man dich zum ÄD schickt. Allerdings musst du gegenüber dem Jokecenter nicht angeben um was für eine Erkrankung es sich handelt und auch nicht die Fachrichtung der Reha. In Bezug auf die Liegebescheinigung solltest du in der Klinik um eine sogenannte "neutrale" Liegebscheinigung bitten. Dort gibt es dann keine Auskunft über die Fachrichtung.
 

Ruhrpottmensch

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Hallo, guten Morgen

Zwei Dinge:

- Jein... Man könnte nicht alleine wegen einer (stationären) Behandlung an Deiner "Erwerbsfähigkeit" bzw. der Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zweifeln (Was ja Voraussetzung für den Bezug von ALG2 ist). Auch ein Leistungsbezieher "darf" erkranken und sich natürlich behandeln lassen.

Natürlich könnte - gerade bei längeren Stationären Behandlungen oder langen AU -Zeiten - der Verdacht aufkommen, dass es sich um eine "schwerwiegende" Erkrankung handelt. Und dann würde (und muss) natürlich auch eine Überprüfung beim Ärztlichen Dienst veranlasst werden. Ich gehe hier stark davon aus, dass eine Überprüfung stattfinden wird, auch weil die Reha über die RV läuft (Daher auch erstmal nichts von dem Antrag erwähnen! Erst wenn eine konkrete Zusage da ist!).

Man kann aber natürlich "darauf hinarbeiten", dass ein Entlassungsbericht der Rehaklinik entsprechend formuliert wird (Eventuell auch nach der Reha nochmals mit dem Facharzt vor Ort sprechen & etwas aufsetzen lassen). Somit hat der ÄD dann auch schon mal eine/zwei externe Einschätzungen vorliegen.

- Ein Klinikaufenthalt ist allerdings keine "klassische" Ortsabwesenheit wie z.B. "Urlaub". Somit sollte die Zeit in der Reha auch nicht von den gesetzlichen 20 Tagen abgezogen werden. Daher würde ich bei der "Meldung" auch nichts von einer Ortsabwesenheit erwähne. Einfach einen kurzen Dreizeiler aufsetzen, dass Du ab XX.YY.2021 bis voraussichtlich XX.YY.2021 in stationäre Behandlung bist. Das sollte reichen...
 
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