Kann ein erzwungener Rehaantrag Auswirkungen auf eine laufende LTA haben?

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Sebastian76

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Hallo,

ich war hier schon einige Zeit stiller Mitleser und konnte schon viel mitnehmen.

Ich bin seit Oktober 2017 AU und im Krankengeldbezug, psychische Gründe. Ich habe direkt nach dem Ende meines befristeten Arbeitsverhältnisses im November Antrag auf Reha bei der DRV gestellt. Im Januar hat mich dann der MDK nach Aktenlage "gesund" geschrieben und ich bin den hier im Forum beschriebenen Weg über Widerspruch und Eilantrag am Gericht gegangen.

Im Februar bekam ich dann die Reha genehmigt und war 5 Wochen bis Anfang April dort. Mein Widerspruch war in der Zeit bei der Kasse, das Krankengeld wurde auf Anordnung des Gerichts weiter gezahlt.

Aus der Reha wurde ich in meinem zuletzt ausgeübten Beruf AU entlassen, sonst über 6 Stunden mit etlichen Einschränkungen. Antrag auf LTA wurde bereits auf der Reha gestellt.

Mitte April kam nun ein Schreiben der Krankenkasse - die waren über meine Reha informiert -, dass zur "näheren Prüfung" und zur Entscheidung meines Widerspruchs eine persönliche Begutachtung durch den MDK stattfinden soll.

Diesen Termin hatte ich dann bei einem Psychiater am 15.05. War relativ angenehm, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Der Arzt meinte dann zum Ende auch, die Kasse hatte nicht alle vorliegenden Befunde, um zu meinen Gunsten zu entscheiden (die hatte ich erst beim Gutachter dabei)

Ende Mai hatte ich dann an zwei aufeinander folgenden Tagen Post von der Krankenkasse und der DRV im Briefkasten.

Von der DRV kam die Gewährung von LTA dem Grunde nach mit Informationen zur weiteren Vorgehensweise. Einen Tag später kam die Post der Techniker - mit der Abhilfe des Widerspruchs und einer Aufforderung zum Reha-Antrag!

Ich habe die Krankenkasse darüber unterrichtet, dass bei mir LTA dem Grunde nach bereits bewilligt wurden, dennoch bestand die Krankengeldmanagerin am anderen Ende der Leitung auf den Antrag. Allerdings - so ließ sie wissen - habe ich ja 10 Wochen Zeit und in der Zeit könnte eine Entscheidung der DRV fallen. Dann würde sich die Kasse das nochmal anschauen.

Im Juni hatte ich dann meinen Termin bei der Rehaberatung. Der gute Mann hatte direkt "gute Nachrichten" in Form einer genehmigten Arbeitserprobung für mich. Das habe ich schon auf der Reha zusammen mit dem LTA Antrag so angeregt. Ich habe die Krankenkasse darüber in Kenntnis gesetzt, aber auch hier Fehlanzeige. Solange es keine endgültige Entscheidung der DRV gibt, bleibt die Aufforderung zum Reha-Antrag bestehen.

Die Erprobung fand dann schon 2 Wochen später an einem BFW statt und schnell stand für mich fest, dass ich gerne in den kaufmännischen Bereich umschulen möchte. Das BFW teilte die Ansicht und so haben wir das der DRV auch mitgeteilt. Mein Antrag zur LTA in Form einer Umschulung ging schon direkt am Ende der Erprobung raus.

So war ich von Mitte Juli bis Anfang August zuhause und es tat sich - nichts. War mir aber klar, so schnell würde sich der Antrag nicht erledigen.

Also sah ich mich letztlich dazu gezwungen, den Zwangsrehaantrag auszufüllen und abzuschicken.

Am Wochenende hatte ich ein Schreiben der DRV in der Post - meine Umschulung wurde genehmigt, Start ist im Oktober. Das hat mich sehr gefreut.

Heute konnte ich endlich bei der Krankenkasse anrufen. Allerdings zu spät, der Rehaantrag ging bereits an die DRV. Die teilten mir außerdem mit, dass die Entscheidung zur Umschulung nicht endgültig sein muss. Vor allem da - und jetzt kommts - die Krankenkasse der Rentenversicherung eine "Einschätzung" des Gutachters mitgeschickt hat. Sollte diese Einschätzung das Gesamtbild verändern, käme durchaus auch eine Stornierung der Umschulung in Frage.

Das hat mir die Krankenkasse so mitgeteilt. Meine Rehaabteilung bei der DRV hat das Ganze nicht so dramatisch bestätigt, aber zu 100% können auch sie mir nicht garantieren, dass ich die Umschulung jetzt sicher habe.

Ich brauche jetzt hier euren Rat und eure Hilfe.

Kann dieser "erneute und erzwungene" Rehaantrag wirklich meine aktuelle LTA gefährden?

Ich glaube, mein Fehler war, dass ich der Aufforderung zum Rehaantrag nicht widersprochen habe. Oder hätte das auch nichts geändert?
 

saurbier

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Hallo liebe Kerstin_K.,

Eine medizinische Beurteilung der drV steht ueber der der KK. Von daher sollte nichts passieren.

Also mit ersterem hast du natürlich mal recht, das regelt ja z.B. der § 44a Abs. 2 SGB III, wonach die DRV eine bindende Gutachterliche Stellungnahme nach § 109a Abs. 4 SGB VI vornimmt, der für alle bindend ist.

Nur eins sollte man dabei auch nicht unterschlagen, die DRV ist sehrwohl in der Lage ihre Entscheidungen auch zu ändern.

Im vorliegenden Fall glaube ich allerdings mal eher nicht, daß die DRV freiwillig eine weit teurere EMR bzw. selbst teilweise EMR zu zahlen bereits sein dürfte, wenn eine demgegenüber weit günstigere LTA (vorliegend mal eine Umschulung) eine dauerhafte EMR vermeiden kann.

Aber wir kennen ja leider nicht das "Gutachten" und welche Auswirkungen dies ggf. für die weitere Zukunft von Sebastian76 mitbringen könnte.


Hier bliebe echt mal nur abzuwarten, was bei dem Antrag jetzt heraus kommt.


Grüße saurbier
 
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