• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Kann Doppelbewerbung verlangt oder Sanktioniert werden?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

ARGE Forum

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
8 Jul 2009
Beiträge
145
Gefällt mir
5
#1
Hallo,

wie immer ist hier in Möchengladbach nicht alles so einfach mit der ARGE :icon_pause:

- Die ARGE rechnet Einkommen an, was es nicht gibt, somit erhält Person A nicht die volle ihm Zustehende Leistung.

- ARGE schickt Stellenvorschlag, A bewirbt sich daraufhin per Telefon, der Arbeitgeber bittet jedoch -zusätzlich- um schriftliche Bewerbung.

- diese Kosten (Foto, Mappe, Umschlag, Porto, Kopien) kann A aber aufgrund der Minder-Regelleistung nicht aufbringen.

- Die ARGE Sanktioniert daraufhin, zitat "Eine Bewerbung ist daher nicht gegeben"




was ist dazu eure Meinung?

und gibt es zu sowas "Doppelbewerbung" evtl. schon irgendwelche jrusitischen Entscheidungen?



Vielen Dank vorab :)
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo,

wie immer ist hier in Möchengladbach nicht alles so einfach mit der ARGE :icon_pause:

- Die ARGE rechnet Einkommen an, was es nicht gibt, somit erhält Person A nicht die volle ihm Zustehende Leistung.

Widerspruch einlegen.

- ARGE schickt Stellenvorschlag, A bewirbt sich daraufhin per Telefon, der Arbeitgeber bittet jedoch -zusätzlich- um schriftliche Bewerbung.

nichts ungewöhnliches.

- diese Kosten (Foto, Mappe, Umschlag, Porto, Kopien) kann A aber aufgrund der Minder-Regelleistung nicht aufbringen.

Wenn kein Foto ausdrücklich verlangt wird, geht es auch ohne, ist der mögliche AG im selben Ort oder "leicht" zu erreichen, kann man es auch persönlich abgeben bzw. von Freunden oder Bekannten abgeben/einwerfen lassen.

- Die ARGE Sanktioniert daraufhin, zitat "Eine Bewerbung ist daher nicht gegeben"




was ist dazu eure Meinung?

und gibt es zu sowas "Doppelbewerbung" evtl. schon irgendwelche jrusitischen Entscheidungen?



Vielen Dank vorab :)
Wieso "Doppelbewerbung"?

Falls der AG auch eine Mailadresse hat, kann man ihm die Unterlagen auch per Mail schicken und die kann er sich dann ausdrucken. Einen Scanner für Zeugnisse etc müsste halt noch aufzutreiben sein, aber als Bewerbung würde das durchgehen. Die Originale kann man (sofern verlangt wird) auch bei einem evtllen. Bewerbungsgespräch mitbringen.

Sollte ein Termin zu so einem Gespräch anstehen, sollte man vorher einen Antrag auf Übernahme der Reisekosten schriftlich (und mit Einladung des AG) bei der ARGE stellen, damit das Geld vorher schon da ist und man zu diesem Gespräch fahren kann. Eventuell gibts Fahrkarten oder ähnliches.
 

ARGE Forum

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
8 Jul 2009
Beiträge
145
Gefällt mir
5
#3
Widerspruch einlegen
Da läuft leider schon die Klage, weil der Widerspruch abgewiesen wurde :icon_kinn:


wieso Doppelbewerbung
weil meiner Auffassung nach die telefonische Kontaktaufnahme durchaus als Bewerbung zu werten ist. Das ganze nochmal schriftlich macht es dann "doppelt" und da sehe ich den Haken.
 
E

ExitUser

Gast
#4
weil meiner Auffassung nach die telefonische Kontaktaufnahme durchaus als Bewerbung zu werten ist. Das ganze nochmal schriftlich macht es dann "doppelt" und da sehe ich den Haken.
Kontaktaufnahme
eben, nur eine Kontaktaufnahme, keine "richtige" Bewerbung mit Unterlagen.

Darauf bezieht sich wahrscheinlich die ARGE.

Etwas Anderes wäre es gewesen, wenn der AG gleich am Telefon gesagt hätte, das die Stelle schon besetzt ist, aber so ist es eine "Aufforderung/Bitte" zur schriftl. Bewerbung.
 

trama417

Forumnutzer/in

Mitglied seit
3 Jun 2009
Beiträge
116
Gefällt mir
5
#5
Hallo,
also meine persönliche Meinung...
Von einer Doppelbewerbung kann ja hier nicht gesprochen werden. Durch das Telefonat hat der potentielle Arbeitgeber ja Interesse bekundet, wenn er eine Bew.mappe sehen möchte.
Wenn der Leistungsbescheid falsch ist dann sofort Widerspruch dagegen einlegen.
Wenn das Geld für eine Mappe nicht da ist, dann denke ich, sollte man sofort zum JobCoach der Arge gehen und das Problem schildern. Es gibt sicher auch in MG irgendwelche Einrichtungen, wo man Kopien machen lassen kann bzw. eine Bewerbung ausdrucken kann. Ein Foto kann man notfalls auch weglassen. Zudem kann man auch mal auf eine preiswerte Mappe zurückgreifen, falls man keine zu Hause hat (was aber jeder haben sollte, der einen Job sucht).
Eine andere Möglichkeit wäre auch eine Bewerbung per E-Mail. Diese ist auch schriftlich und macht keine Kosten, wird aber i.d.R. bei einer Bewerbungskosten-Erstattung berücksichtigt, wenn auch mit einem geringeren Betrag. Wenn das Porto nicht aufgebracht werden kann, kann man ja die Mappe auch persönlich vorbei bringen, bzw. in den Firmenbriefkasten werfen, sofern die Firma nicht sonstwo ist.. (Aber ein entsprechender Weg kann zum Beispiel auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, wenn das Busgeld nicht da ist.)

Ich finde, wenn man einen Job sucht, und es gibt einen Arbeitgeber, der sich für den Bewerber interessiert, sollte man sich schon bemühen, eine ordentliche Bewerbung zu erstellen und diese der Firma irgendwie zukommen zu lassen.

Allerdings habe ich hier den Eindruck, und das ist, nochmals betont, meine sehr persönliche Meinung, dass aufgrund eines falschen Bescheides, sich zurückgelehnt wird und gesagt wird: "Ich habe zuwenig Geld, daher bewerbe ich mich nicht schriftlich."
Und damit ist die Sache "erledigt".

Weitere Gedanke zu solch einer Vorgehens- (/Umgehens-) Weise erspare ich mir hier.

Ich finde die Sanktion hier doch gerechtfertigt.
(Es sei denn, es sind irgendwelche Aktionen des Bewerbers erfolgt, von denen hier nichts geschrieben steht.)
 

ShankyTMW

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jun 2009
Beiträge
1.698
Gefällt mir
288
#6
Ich teile Tramas und Sanchos Ideen zur Art für Bewerbugen. Und bevor ich dazu verfalle das noch ein drittes mal zu schreiben ergänz ich die Ideen lieber um folgendes:

Ich hab eien separate Mappe angelegt, die ich bei Bewerbugsgesprächen immer noch einmal extra zur Vorlage mitführe, oder auch wenn ich grad in der Nähe von einer Firma bin und die Zufällig MAs suchen. Es ist auch kein Beinbruch mal mit so einer Mappe in die Firmal zu spazieren, gerade mal das Anschreiben in den Abgabeumschlag nebst eben Mappe, bzw. einen DIN A4 einleger zu haben und ggf. das restliche Material bei der Abgabe vorher in den Firmenbüros kopieren zu lassen wenn man die eigene präkere Lage erklärt.

Sieht sicher nicht so chic aus wie eine Hochglanzmappe, aber erfüllt auch seinen Zweck - vor allem wenn die Firma in der Nähe und der Personaler schon interesse bekundet hat.
 

haef

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Feb 2009
Beiträge
2.278
Gefällt mir
574
#7
Ich finde die Sanktion hier doch gerechtfertigt.
ich finde bei einem Missverhältnis von 4 mill. Erwerbslosen und 400.000 offenen Stellen ist keine Sanktion gerechtfertigt. s.a. Sanktionsmoratorium

Daneben liegt hier aber ein offensichtlicher Irrtum, in dubio pro reo :icon_smile:, vor, den die ARGE sehr leicht hätte korrigieren können, "...du musst Dich "ordentlich" (schriftl.) bewerben", bevor sie sanktioniert.

fG
Horst
 

trama417

Forumnutzer/in

Mitglied seit
3 Jun 2009
Beiträge
116
Gefällt mir
5
#8
..bevor sie sanktioniert.
Der falsche Bescheid hat doch hier wohl noch nichts mit der beschriebenen Sanktionierung zu tun.
Die Sanktionierung erfolgte doch, nachdem und aufgrund der Themenautor sich nicht beworben hatte.

in dubio pro reo
hat hier doch gar nichts zu suchen!
Das eine sind die Leistungen (Geld) was er von der Arge bekommt, und was ihm zusteht.
Das andere sind die Leistungen, die er zu erbringen hat.
Leider ist aber beides nicht gekoppelt.
Denn die Leistungen, die er zu erbringen hat und vor allem wozu er in der Lage ist, gehen auch ohne Geld!

bei einem Missverhältnis von 4 mill. Erwerbslosen und 400.000 offenen Stellen ist keine Sanktion gerechtfertigt.
Dennoch ist es doch möglich, zumal, wenn ein potentieller Arbeitgeber Interesse bekundet, dass 1 Bewerber auch 1 offene Stelle bekommt.
Ja nun, komm mir nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnung..

Die Tatsache, dass es 4 Mio Erwerbslose gibt, sagt ja nicht, dass diese es auch bleiben müssen.
Zudem hat jeder Arbeitslose ja auch Pflichten. Ich sehe hier eher den Knackpunkt...
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#9
Hatte der Stellenvorschlag der ARGE eine Rechtsfolgenbelehrung?

Mario Nette
 

haef

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Feb 2009
Beiträge
2.278
Gefällt mir
574
#10
@ trama417

schön, Du bist für die Sanktionierung, ich dagegen.

Bei dem offensichtlichen Missverhältnis von 4 Mill. zu 400.000 bist Du dafür das die 3,6 Mill., die in jedem Fall übrig bleiben, wie die Blöden rotieren und sich die Hacken ablaufen, von anderen Unappetitlichkeiten wie Einkauf der Belegschaft in ein Unternehmen in dreistelliger Millionenhöhe durch Lohnverzicht u.ä. mal abgesehen.

Kann ich zwar, insbesondere hier im Forum nicht nachvollziehen, aber muss ich ja auch nicht.

fG
Horst
 
Mitglied seit
11 Mrz 2008
Beiträge
2.218
Gefällt mir
68
#11
@trama!
Das Existenzminimum darf nicht gekürzt werden.... und Hartz IV liegt noch dadrunter ! !
Wer anderen die Lebensgrundlage entzieht ist in meinen Augen ein potenzieller Mörder ! ! !
Und wer Sanktionen befürwortet ist in meinen Augen ein williger Helfer :icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
#12
@trama!
Das Existenzminimum darf nicht gekürzt werden.... und Hartz IV liegt noch dadrunter ! !
Wer anderen die Lebensgrundlage entzieht ist in meinen Augen ein potenzieller Mörder ! ! !
Und wer Sanktionen befürwortet ist in meinen Augen ein williger Helfer :icon_kotz:
:icon_kinn: hast Du eigentlich gelesen, um was es ursprünglich ging?

Ich denke nicht.

Ansonsten wird es hier wieder ziemlich OT.
 

trama417

Forumnutzer/in

Mitglied seit
3 Jun 2009
Beiträge
116
Gefällt mir
5
#13
hast Du eigentlich gelesen, um was es ursprünglich ging?
Da denke ich ähnlich...

Ich befürworte aber auch, dass das Existenzminimum nicht gekürzt werden sollte!!
Aber: verfolgen wir mal die Logik.. Dann könnte sich ja jeder HartzIV-Empfänger einfach zurücklegen, die Hände in den Schoß.. und darauf warten, dass ihn die Solidargemeinschaft ernährt - ohne auch nur irgendetwas zu tun.
Wenn nicht sanktioniert werden darf, sprich es keine Strafen in irgendeiner Form gibt, dann kann man sich doch jedes Fehlverhalten leisten.

Fakt ist doch, dass jeder Arbeitslose alles mögliche tun sollte, um wieder in Arbeit zu kommen. Derjenige, der das nicht tun möchte, sollte dann auch keine Unterstützung bekommen.
Diese Wahl hat jeder!!
Und derjenige, der H4-Leistungen bekommt, hat das unterschrieben (auch ohne EGV).

Aber ich denke, das ist eine Grundsatz-Diskussion, und geht hier am Thema vorbei.
Die Arge hat ein Stellenangebot unterbreitet, und darauf muss man sich bewerben, sofern das Angebot eine Rechtsfolgebelehrung hatte. (dafür ist sie ja da)
Ein Telefonanruf ist wohl keine Bewerbung, wie meine Vor"Schreiber" schon erwähnt hatten. Und wie man sich bewerben kann, bzw. eine Mappe bekommt steht auch schon da.

Der Themenautor wollte ja Meinungen dazu hören, ob es denn eine Doppelbewerbung sei... etc.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#14
Also es steht ja unzweifelhaft fest, dass sich die Person beworben hat. Nämlich telefonisch. Damit ist das Argument, Person A hätte sich nicht beworben, entkräftet.

edit: Meine Frage von weiter oben steht natürlich weiterhin noch im Raum. Eine ergänzende Frage: Stand auf dem Stellenvorschlag, wie sie die Person zu bewerben habe?

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
#15
Also es steht ja unzweifelhaft fest, dass sich die Person beworben hat. Nämlich telefonisch. Damit ist das Argument, Person A hätte sich nicht beworben, entkräftet.

Mario Nette
es steht unzweifelhaft fest, das es eine Kontaktaufnahme war und noch keine richtige Bewerbung.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#16
es steht unzweifelhaft fest, das es eine Kontaktaufnahme war und noch keine richtige Bewerbung.
Ich denke ARGE Forum hat das abgeklärt. Deswegen wurde ja auch notiert: "ARGE schickt Stellenvorschlag, A bewirbt sich daraufhin per Telefon [...]"

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
#17
Ich denke ARGE Forum hat das abgeklärt. Deswegen wurde ja auch notiert: "ARGE schickt Stellenvorschlag, A bewirbt sich daraufhin per Telefon [...]"

Mario Nette
AG verlangt dann schriftliches und dann ist es eine Bewerbung.

Ich kann ja auch erst mal nachfragen, ob die Stelle noch frei ist, das ist aber keine Berwerbung, denn die ist es "vollzogen", wenn die Unterlagen dort sind.

Muss eigentlich immer jemand hereinplatzen und genau das Gegenteil behaupten was vorher schon geklärt wurde?

Es war kein richtige Bewerbung.
 
Mitglied seit
11 Mrz 2008
Beiträge
2.218
Gefällt mir
68
#18
Wollt Ihr nicht endlich mal anfangen, gegen dieses Verbrechen anzukämpfen, statt es zu akzeptieren und "gesetzesmäßig" auszulegen ? ? ?
JAAAA, ich weiß ich bin OT und jaaa, ich habe ALLES gelesen.....:icon_kotz:
 

haef

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Feb 2009
Beiträge
2.278
Gefällt mir
574
#19
AG verlangt dann schriftliches und dann ist es eine Bewerbung.

Ich kann ja auch erst mal nachfragen, ob die Stelle noch frei ist, das ist aber keine Berwerbung, denn die ist es "vollzogen", wenn die Unterlagen dort sind.

Muss eigentlich immer jemand hereinplatzen und genau das Gegenteil behaupten was vorher schon geklärt wurde?

Es war kein richtige Bewerbung.
Schön, dann betrachten wir doch noch einmal rein sachlich die Ausgangslage.
A erhält Stellenangebot, "bewirbt" sich telefonisch und ist trotz der Aufforderung des AG sich schriftlich zu bewerben der Auffassung, dass es sich dabei um eine "zusätzliche" Bewerbung handelt, für die er kein Geld hat und "legt deshalb die Hände in den Schoss".

Das ist zwar seinerseits sachlich falsch, aber er befindet sich eben in diesem Irrtum.

Diesen Irrtum könnte die ARGE sehr leicht korrigieren, indem sie A auffordert sich bis zum tt.mm.jj schriftlich zu bewerben, da ihm sonst eine Sanktion droht.
Das macht sie aber nicht, sondern sanktioniert sofort.

Das Verhältnis zwischen einem (1) zusätzlichen Brief und dem teilweisen Entzug der Lebensgrundlage ist völlig unangemessen.

Wie Du siehst, habe ich bis hierhin auch die Situation der ARGE resp. der Solidargemeinschaft angemessen in Betracht gezogen, indem ich theoretisch eine Sanktion nicht ausgeschlossen habe.
Wie in einem vorherigen Post kurz begründet, lehne ich sie tatsächlich grundsätzlich ab.

Völlig unverständlich wird es allerdings für mich, wenn "Berater" in diesem Forum das Verhalten von A moralisch bewerten und/oder sich sogar dazu versteigen, hier "Strafen" oder "workfare" (in der Art eines Müntefering "...nur wer arbeitet, soll auch essen...") zu propagieren.

Letztlich, ich erspare mir hier weitere Ausführungen dazu, wird damit dem Menschenbild einer Gesellschaft entsprochen, die, trotz nachweislicher Arbeitsplatzdiskrepanz, behauptet, dass es sich bei Erwerbslosigkeit um ein persönliches Schicksal, eher noch um individuelle Schuld handelt.

Unter Akzeptanz der Meinungsfreiheit frage ich mich, wo bin ich hier, im "BLÖD"-Forum oder bei den ELO´s. :biggrin:
Diese rhetorische Frage muss nicht beantwortet werden.

fG
Horst
 
E

ExitUser

Gast
#20
Schön, dann betrachten wir doch noch einmal rein sachlich die Ausgangslage.
A erhält Stellenangebot, "bewirbt" sich telefonisch und ist trotz der Aufforderung des AG sich schriftlich zu bewerben der Auffassung, dass es sich dabei um eine "zusätzliche" Bewerbung handelt, für die er kein Geld hat und "legt deshalb die Hände in den Schoss".

Das ist zwar seinerseits sachlich falsch, aber er befindet sich eben in diesem Irrtum.

Diesen Irrtum könnte die ARGE sehr leicht korrigieren, indem sie A auffordert sich bis zum tt.mm.jj schriftlich zu bewerben, da ihm sonst eine Sanktion droht.
Das macht sie aber nicht, sondern sanktioniert sofort.

Das Verhältnis zwischen einem (1) zusätzlichen Brief und dem teilweisen Entzug der Lebensgrundlage ist völlig unangemessen.

Wie Du siehst, habe ich bis hierhin auch die Situation der ARGE resp. der Solidargemeinschaft angemessen in Betracht gezogen, indem ich theoretisch eine Sanktion nicht ausgeschlossen habe.
Wie in einem vorherigen Post kurz begründet, lehne ich sie tatsächlich grundsätzlich ab.

Völlig unverständlich wird es allerdings für mich, wenn "Berater" in diesem Forum das Verhalten von A moralisch bewerten und/oder sich sogar dazu versteigen, hier "Strafen" oder "workfare" (in der Art eines Müntefering "...nur wer arbeitet, soll auch essen...") zu propagieren.

Letztlich, ich erspare mir hier weitere Ausführungen dazu, wird damit dem Menschenbild einer Gesellschaft entsprochen, die, trotz nachweislicher Arbeitsplatzdiskrepanz, behauptet, dass es sich bei Erwerbslosigkeit um ein persönliches Schicksal, eher noch um individuelle Schuld handelt.

Unter Akzeptanz der Meinungsfreiheit frage ich mich, wo bin ich hier, im "BLÖD"-Forum oder bei den ELO´s. :biggrin:
Diese rhetorische Frage muss nicht beantwortet werden.

fG
Horst
Dann gehe doch mit Deiner "sachlichen" Betrachtungsweise vor Gericht, denn mit dem nicht zusenden Deiner Unterlagen hast DU ein evtlles Arbeitsverhältnis verhindert und DU musst dann beweisen, das "er Dich eh nicht genommen hätte".

Ansonsten ist "diese" Betrachtung einfach nur Blödsinn und DU wirst verlieren.
 

trama417

Forumnutzer/in

Mitglied seit
3 Jun 2009
Beiträge
116
Gefällt mir
5
#21
Völlig unverständlich wird es allerdings für mich, wenn "Berater" in diesem Forum das Verhalten von A moralisch bewerten und/oder sich sogar dazu versteigen, hier "Strafen" oder "workfare" (in der Art eines Müntefering "...nur wer arbeitet, soll auch essen...") zu propagieren.
Keineswegs habe ich eine Funktion als "Berater"! Ich habe sehr ausführlich dargelegt, dass es meine persönliche Meinung ist! Ebensowenig habe ich Bewertet.
Deine Ausführungen, Horst, ist Deine Interpretation, die an meinen Ausführungen vorbei gehen.

Die Frage war doch, ob es eine Doppelbewerbung war.
Leider hat der Themenautor nicht genau beschrieben, wie das Telefonat verlaufen ist. Selbstverständlich ist es möglich, sich telefonisch zu BEWERBEN. Meiner Meinung nach, ist dieser Umstand gegeben, wenn A den Gesprächspartner der Firma versucht hat, ihn von seinen Fähigkeiten zu überzeugen und davon, dass er für die Stelle geeignet ist.
Offensichtlich war der Gesprächsparter nicht überzeugt, denn dann hätte er A eingestellt, bzw. ihn zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, oder ihn definitiv eine Absage erteilt.
Da aber all dies nicht der Fall war, sondern der Gesprächspartner um eine schriftliche Bewerbung gebeten hat, ist diese dann (wie schon gesagt, meiner Meinung nach) eine Fortführung der Bewerbung, die telefonisch begonnen hat.

Eine ergänzende Frage: Stand auf dem Stellenvorschlag, wie sie die Person zu bewerben habe?
Diese Frage ist entscheidend, dazu hat sich der Themenautor aber nicht konkret geäußert. Wenn auf dem Stellenangebot stand "bewerben Sie sich telefonisch" und es hat ein telefonisches BEWERBUNGSGESPRÄCH stattgefunden, ist die Sache klar, und A hat sich beworben.
 

ShankyTMW

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jun 2009
Beiträge
1.698
Gefällt mir
288
#22
Ohje, ihr macht es Euch wirklich komplizierter als es ist udn mutmaßt auch noch herum.

@Sancho
Im Grunde bist du der gleichen Ansicht wie haef, nur das er auf die Denke eingegangen ist die passiert ist und beschrieben hat was der PAP anstelle angemessener hätte machen können. Ob das vor Gericht bestand hat hat er nciht beschrieben.

Ich lauf mit Euch beiden da absolut konform.

@ALL
Vieleicht sollten wir nochmal zurück zum Anfang gehen bevor wir uns noch tiefer darin verstricken was denn nun eine Bewerbung und was nicht ist. Das ist eigentlich schon hinreichend geklärt find ich.

- Die ARGE rechnet Einkommen an, was es nicht gibt, somit erhält Person A nicht die volle ihm Zustehende Leistung.

Da läuft schon eine Klage, weil der Widerspruch abgewiesen wurde :icon_kinn:
So und hier kommen wir zum Wesentlichen: dem Betroffenen steht hier schonaml weniger Geld zur Verfügung als normal sollte.

- ARGE schickt Stellenvorschlag, A bewirbt sich daraufhin per Telefon, der Arbeitgeber bittet jedoch -zusätzlich- um schriftliche Bewerbung.
Aus welchen Gründen auch immer der AG nun die Schriftliche Bewerbug haben möchte, sei es weil er es nur schriflich haben möchte oder What ever steht ab hier nicht mehr zur Diskussion. Die Auswertung des Personalers bei dem AG macht er nur über den Schriftlichen Weg. Damit ist das Telefonat nur ein Info Gespräch/Kontaktaufname und Punkt.

Aber hier kommt jetzt das wesentliche, auf das kaum einer bisher eingeht:

- diese Kosten (Foto, Mappe, Umschlag, Porto, Kopien) kann A aber aufgrund der Minder-Regelleistung nicht aufbringen.
Meine Frage an ARGE Forum: WAS ist ab hier denn gemacht worden? Habt Ihr mit dem PAP über das Problem geredet, einen Vorschuss beantragt damit er dem folgen kann oder was ... ???

Alles weiter über das wie und was man machen kann waren nur Spekulationen und Tips für die Zukunft für jeden der das ELO Forum liest. Und wir können ohne die Beantwortung der Frage, da hat haef vollkommen recht, auch kaum Urteilen ob da wirklich die Hände in den Schoß gelegt worden sind. Das haben Stichpunktartige Ausführungen nun mal so an sich.

Erst wenn wir das Wissen könnte man unter umständen der ARGE auch den Wind aus den Segeln nehmen wegen:

- Die ARGE Sanktioniert daraufhin, zitat "Eine Bewerbung ist daher nicht gegeben"
Die Begründung ist Eindeutig und mehrfach hier geklärt. Da kommt niemand so mehr gegen an. Aber die Handlungen dazwischen machen es evt. dennnoch möglich die Sanktion rückgängig zu machen.

ARGE Forum sagte :
was ist dazu eure Meinung?

weil meiner Auffassung nach die telefonische Kontaktaufnahme durchaus als Bewerbung zu werten ist. Das ganze nochmal schriftlich macht es dann "doppelt" und da sehe ich den Haken.
Wie gesagt, das ist geklärt und da hebeln wir sonst am falschen Haken. Außer es stand wirklich auf dem Stellenvorschlag "Bewerben sie sich Telefonisch".

und gibt es zu sowas "Doppelbewerbung" evtl. schon irgendwelche jrusitischen Entscheidungen?
Das ist eine Frage die bisher offen steht. Wenn wir den Begriff Doppelbewerbung nur ersatzweise und nicht Sinngemäß verstehen wird ein Schuh draus um da vergleichweise Urteile oder Ideen zu finden.

Sorry, ich weiß keine passenden Urteile - vieleicht wer anders etwas ähnliches in dem Fall das man damit vergleichen könnte, das Leistungsbezieher nicht genug Geld hat eine schriftliche Bewerbung nach dem Telefonat einzureichen und deswegen von der ARGE Sanktioniert wurde?

Alles andere treibt uns nur weiter in den Sumpf der mitlerweile sinnfreien Spekulationen.
 

haef

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Feb 2009
Beiträge
2.278
Gefällt mir
574
#23
@Sancho
...das er auf die Denke eingegangen ist die passiert ist und beschrieben hat was der PAP anstelle angemessener hätte machen können. Ob das vor Gericht bestand hat hat er nciht beschrieben.

yep, geht also auch ohne "Blödsinn". :icon_smile:
Wobei ich aus 2 Gründen mir durchaus eine solche Argumentation auch im Widerspruchs- ff. Klagewege vorstellen kann. Der eine ist die bereits geschilderte Unverhältnismässigkeit, der andere das dem "31" zugrunde liegende Tatbestandsmerkmal der Vorsätzlichkeit, d.h. das bewußte und gewollte Handeln.
(Eicher/Spellbrink zum § 31, Normstruktur, S. 793 ff.)
Nach eigener Darstellung befand A sich aber im Irrtum (Doppelbewerbung) über sein Handeln.
Und wir sollten hier nicht im vorauseilenden Gehorsam "Urteile" vorweg nehmen.
fG
Horst
 
E

ExitUser

Gast
#24
Eine Empfehlung am Rande: Unter "Kontrollzentrum" kann man eine "Ignorier-Liste" einrichten. Wenn man da dann Sancho eingibt, verpasst man nichts, erspart sich aber eine Menge XXXXXXXXXXXXXXXXX

Meine Meinung: Eine Bewerbung ist nicht formgebunden. Ob ich mich nun telefonisch, persönlich, per Mail oder schriftlich bewerbe, ist zunächst mal völlig egal.

Wenn, wie nun im vorliegenden Fall, der potentielle Arbeitgeber zusätzliche Unterlagen für seine Einstellungsentscheidung haben möchte, und da sehe ich den Knackpunkt, ist der Bewerber wieder im Obligo. Leider ist im Ursprungspost nicht erwähnt, was zwischen der telefonischen Bewerbung und der Sanktion gelaufen ist. Sofern der Bewerber die Sache nicht einfach auszusitzen versucht hat sondern sich - wenn auch erfolglos - um die Beibringung der Unterlagen bemüht hat, ist selbst nach der perversen gehartzten Logik eine Sanktion unrechtmäßig, da er "wichtige Gründe" vorweisen kann.

Ansonsten:

Das Existenzminimum darf nicht gekürzt werden.... und Hartz IV liegt noch dadrunter ! !
Wer anderen die Lebensgrundlage entzieht ist in meinen Augen ein potenzieller Mörder ! ! !
Und wer Sanktionen befürwortet ist in meinen Augen ein williger Helfer :icon_kotz:
So ist es!
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten