Kann die AFA mich unterstützen bei meinem Weg in die Selbstständigkeit, welche Möglichkeit bestehen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Mickyme

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
1
Hallo ELO-Forum, liebe Schreiber und Leser,

ich bin 53j., bin zwar noch nie Arbeitslos gewesen, weiß aber schon das es auch dort oft nicht gerecht zu geht.

Daher versuche ich kurz und knapp zu erklären worum es mir geht und was hoffe zu erfahren ich falsch bzw. richtig machen kann/muss.

18j kfm. Angestellte (davor natürlich auch schon aber in einem anderen Unternehmen), 3 j. gemobbt, 1j erkrankt und dann endlich mit anwaltlicher Hilfe ordentlich gekündigt, beziehe ich seit September 2018 ALG1

Durch meine Vorgeschichte (Gesundheit und Erfahrungen) entschied ich mich 2013, nach langem Nachdenken und Abwägen, auf eigene Faust mit einem Abendlehrgang eine PLAN B Ausbildung zu machen. Schritt für Schritt habe ich angefangen mir alles was ich dafür benötige über Ibäh und Co. anzuschaffen. Immer wieder Hoffnung auf Besserung in meinem Job warfen mich wieder zurück. Dann kam noch viel mehr Stress und Krankheit und so ruhte mein Plan B vor sich hin. Inzwischen ist die Situation so gekommen wie ich befürchtete Ü50 und arbeitslos. Ich würde nun so gern auf meinen Plan B zurückgreifen... wenn da nicht die Dame/Agentur wäre...

Seit meinem 1 Tag bekomme ich Vermittlungsvorschläge die gerade mal den Mindestlohn zahlen, geschweige denn annähernd an mein vorherigen Verdienst kommen. Mein Job war eine Mischung aus IT und Büro, ausgesprochen spezialisiert auf den AG 18 Jahre lang. Also nicht wirklich in jedem anderen Unternehmen einsetzbar.

Ich bin sowohl in der großen IT unter den "Sehenden alte halbblinde mit Brille" als auch im Sekretariat.

Eine Auffrischung, Weiterbildung oder ähnliches lehnte die Dame gleich von Anfang ab, weil es zu viele Nachwuchskräfte in diesen Bereichen gäbe. Stattdessen schlug sie mir Zeitarbeit im Einzelhandel vor. Momentan ist es ja noch so, das ich wegen der Zumutbarkeit einiges ablehnen kann. Das wird aber leider nicht mehr lange so sein.

Ich fragte daher nach den Möglichkeiten der Selbständigkeit, das ich mich darum schon vor Jahren sorgte und das gerne umsetzen würde... wieder bekam ich zur Antwort das ich zu Qualifiziert sei.

Seit anfang des Jahres habe ich also meine letzten Ersparnisse zusammen gekratzt und ein Gründungsseminar besucht um mich zu Informieren wie ich mich Selbstständig machen kann. Dort habe grünes Licht für mein Vorhaben bekommen, die Voraussetzungen dafür erfülle ich gut und groß Kapital benötige ich dafür nicht.
Ich habe das Gefühl, dass mich Agentur um jeden Preis vermitteln will, was ja deren Job ist. Allerdings ohne Rücksicht auf meine Fähigkeiten oder Möglichkeiten. Ohne Rücksicht darauf ob ich in ein paar Monaten wieder da stehe weil ich es nicht packe oder wieder erkranke.

Beim letzten Termin dann wurde ich gefragt wie mein Gesundheitszustand sei und ob ich bereit wäre einen Fragebogen und die Entbindung der Schweigepflicht auszufüllen und zu unterschreiben. DENN so lange sie mich für vermittelbar hält könne sie mir keine Befürwortung geschweige denn einen Antrag auf Gründungszuschuss geben.

Macht es Sinn den Medizinischen Dienst hinzu zu ziehen oder schieße ich mir selbst damit ins Knie? Hab ich denn Jahrzehnte ALO-Versicherung bezahlt um im Falle eines Falles jeden xbeliebigen Job annehmen zu müssen?

Irgendwie ist das kleine Licht am Ende es Horizonts, mein Plan B, wieder ganz dunkel geworden... ich verstehe den Sinn darin nicht... spätestens

nach Ablauf des ALG1 werde ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.... in das Hamsterrad CallCenter IT werde ich definitiv nicht springen können ohne daran erneut zu erkranken.... Stattdessen könnten sie versuchen das zu fördern und sie sind mich im positiven Sinne los...

Sehe ich das zu Blauäugig ist das was ich erlebe eher normal?

Vielen Dank schon mal im voraus!!!!

Mickyme
 

verona

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Mai 2008
Beiträge
2.604
Bewertungen
889
Von der Schweigepflicht würde ich nicht befreien und auch keinen Fragebogen ausfüllen. Wenn die Zweifel an deiner Arbeitsfähigkeit haben, dann sollen die einen Termin mit dem MD vereinbaren. Auch hier nicht bereitwillig, denen die Erlaubnis erteilen alle Unterlagen von deinem Hausarzt einzufordern. Man hat das Recht auserwählte Abschriften vom Hausarzt dem MD vorzulegen.
Die Aussage auf vermittelbar und deswegen kein Grundungszuschuaa erschließt sich mir nicht. Eher umgekehrt, also bei Erwerbseinschränkung. Genau das will sie aber offenbar überprüfen.
 

Kerswirt89

Neu hier...
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
1
Bewertungen
1
Hallo Mickyme,
das ist ja wirklich keine einfache Situation. Ich weiß jetzt nicht was ich dir direkt raten soll, deswegen empfehle ich dir mal die Seite @helphands.net . Wenn es darum geht sich beruflich zu verändern oder sich selbstständig zu machen, dann ist das ein guter Ansprechpartner.
Ich wünsche dir alles gute für die Zukunft !
 

Mickyme

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
1
Lieben Dank euch für die schnelle Rückmeldung.... Es wird wohl so sein, das ich einen Weg finden muss die kommenden Monate mich so sehr vorzubereiten, dass ich mach Auslauf ALG1 gleich los legen kann.
Mir machen aber dennoch die dauernden Vermittlungen zu schaffen... Ich bin was das betrifft irgendwie nicht so recht belastbar... Mir wird schon beim Gedanken zu irgendeine bescheuerte Maßnahme gehen zu müssen ganz schlecht....
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.773
Bewertungen
4.395
.... Es wird wohl so sein, das ich einen Weg finden muss die kommenden Monate mich so sehr vorzubereiten, dass ich mach Auslauf ALG1 gleich los legen kann.
Es ist natürlich allein deine Entscheidung dies so zu machen. Durch diese Handlungsweise bekräftigst du aber nur die Meinung/Vorurteile der SB.
Eine Auffrischung, Weiterbildung oder ähnliches lehnte die Dame gleich von Anfang ab, weil es zu viele Nachwuchskräfte in diesen Bereichen gäbe.
Diese fadenscheinige (diskriminierende) Begründung hätte ich mir schriftlich mit Nennung der Rechtsgrundlage bestätigen lassen. Selbst mit deinen 53 Jahren müsste dir trotzdem die Chance der Weiterbildung gewährt werden. Gerade auch mit Hinblich darauf, dass du bis zu deinem Renteneintritt (67) noch 14 Jahre dem Arbeitsmarkt noch zur Verfügung stehst.
Ich fragte daher nach den Möglichkeiten der Selbständigkeit, das ich mich darum schon vor Jahren sorgte und das gerne umsetzen würde... wieder bekam ich zur Antwort das ich zu Qualifiziert sei.
Allein schon durch diese Aussage hat die SB ihre Unfähigkeit bewiesen, überhaupt eine Bewertung über deine fachlichen Fähigkeiten machen zu dürfen. Auch hier hätte ich eine schriftliche Bestätigung inkl. Nennung der Rechtsgrundlage darüber eingefordert, warum du hier zu überqualifiziert bist und was generell dagegen sprechen soll, deine Selbständigkeit durch die AfA gefördert zu bekommen. Über das Thema "dein Gesundheitszustand" wurdest du hier im Faden bereits informiert.
Mir machen aber dennoch die dauernden Vermittlungen zu schaffen...
Bewerben heisst noch lange nicht auch eingestellt zu werden. Über die Zumutbarkeiten (Gehalt) hast du ja schon selbst hingewiesen. Hier würde ich trotzdem noch mal genau den Punkt (3 ff) lachlesen. Klick: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) Arbeitsförderung
Ich bin was das betrifft irgendwie nicht so recht belastbar...
Wenn du öfters bei aufkommende Konfliktsituationen Probleme haben solltest, würde ich mir aber eine selbständige Tätigkeit noch einmal genauestens überlegen.
 

Mickyme

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
1
Dankes für die Anwort VIDAR und deine Hinweise/Bedenken. Den § (3 ff) hab ich mir gut angesehen und davon werde ich sicherlich auch gebrauch machen!

Meine Bealstbarkeit lässt nicht durch Probleme oder Konflikte nach, sondern durch Willkür und Dummheit... davon hatte ich in den vergangenen Jahren leider sehr viel. Nichts desto trotz bin ich entschlossen den Weg der Selbstständigkeit zu gehen.... wenn ich es dann doch nicht schaffe habe ich es aber zumindest versucht!

Anstatt eines Gründerzuschuss könnte ich mir auch eine Bildungsmaßnahme vorstellen, in einem Bereich der mich später weiter bringt. Die Frage ist nur ob man mir etwas derartiges Vorschlägt, denn aussuchen werd ich mir bei meiner SB nichts können.

lt. EGV muss ich bis 21.1 die Fragebögen an die AFA senden, ich hab mir gleich einen Termin bei Doc geholt , damit ich Sie auf die kommenden Fragebögen des MD hinweisen kann.

So richtig verlieren geht ja eigentlich nicht, entweder bin ich zu "eingeschänkt" um mehr als 6 Stunden (hatte vorher auch nur 6) irgendetwas zu arbeiten oder nicht.

Habt aber bis hierher recht herzlichen Dank!
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.773
Bewertungen
4.395
Wie auch immer es für dich auslaufen sollte, über eine Information deines erzielten Ergebnis würden sich die hier Anwesenden sicherlich freuen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Meine Bealstbarkeit lässt nicht durch Probleme oder Konflikte nach, sondern durch Willkür und Dummheit...
Von Willkür und Dummheit wirste aber als Selbständige auch nicht verschont!

Alles schön und gut wenn die Idee der Selbständigkeit befürwortet wird, die Tragfähigkeit ist aber das A&O.
Für dich bedeutet es, wie finanziere ich Sozialabgaben, wie entscheidet man sich in Bezug Rentenversicherung usw.
Dann ist der kaufmännische Part zubeachten, kann man den selbst erledigen, das bedingt Wissen in dem Bereich oder soll es ein Steuerberater sein (Kosten)?
Du wirst staunen was alles auf dich zukommt und da sind Willkür und Dummheit nicht ausgeschlossen, die auf dich niederprasseln können.

Wie bereits Vidar angemerkt hat ist Belastbarkeit und psychische Stabilität unabdingbar in der Selbständigkeit. Allein schon der Druck Umsätze/Aufträge zu generieren ist nicht zuverachten.

Mein Tip an Dich: bau es nebenbei auf, deine Nervenstärke kannste dann damit testen ob Du in der Lage bist gleichzeitig der Arbeitsagentur mit Willkür und Dummheit gewachsen zu sein und ob Du der Selbständigkeit gewachsen bist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Notgedrungen werde ich mich als Ü55 wohl meine letzten knapp 8 Jahre bis zur Alterente als Selbstständiger durchhangeln müssen. Habe aber nach Überprüfung der Förderbedingungen des Arbeitsamts mich entschlossen diese als sowohl bürokratisch als auch unzureichend nicht weiter zu betreiben.
Der Vorteil zwei meiner Geschäftsideen ist das sie auf volle Arbeitstage skalierbar sind. Das heißt bekomme ich einen Auftrag werde ich mich für den oder die Tage abmelden. Und an diesen Tagen auch mehr als ausreichend Umsatz machen. Und wenn der Auftrag abgearbeitet ist stehe ich dem Arbeitsamt wieder zur Verfügung. Momentan habe ich schon aus Versehen die erste Juliwoche komplett verkauft bekommen. Die Idee dies so zu handhaben habe ich von meinem knappschaftlichen Minijob, wo ich bei Bedarf mich auch kurzfristig ab- und wieder angemeldet hatte. Das ging geräuschlos. Zurück zum Thema: Die Unterstützung wird also darin bestehen das das Arbeitsamt mich an meinen "freien Tagen" das ALG1 weiter auszahlt, bis zum letzten Tag meines Anspruchs.
 

Mickyme

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
1
Von Willkür und Dummheit wirste aber als Selbständige auch nicht verschont!

Alles schön und gut wenn die Idee der Selbständigkeit befürwortet wird, die Tragfähigkeit ist aber das A&O.
Für dich bedeutet es, wie finanziere ich Sozialabgaben, wie entscheidet man sich in Bezug Rentenversicherung usw.
Dann ist der kaufmännische Part zubeachten, kann man den selbst erledigen, das bedingt Wissen in dem Bereich oder soll es ein Steuerberater sein (Kosten)?
Du wirst staunen was alles auf dich zukommt und da sind Willkür und Dummheit nicht ausgeschlossen, die auf dich niederprasseln können.

Wie bereits Vidar angemerkt hat ist Belastbarkeit und psychische Stabilität unabdingbar in der Selbständigkeit. Allein schon der Druck Umsätze/Aufträge zu generieren ist nicht zuverachten.

Mein Tip an Dich: bau es nebenbei auf, deine Nervenstärke kannste dann damit testen ob Du in der Lage bist gleichzeitig der Arbeitsagentur mit Willkür und Dummheit gewachsen zu sein und ob Du der Selbständigkeit gewachsen bist.
Danke für dein mitdenken... Das ist wirklich gut und auch sicherlich oft angebracht. Ich war schon mal 10 Jahre selbstständig, mein Mann ist das seit Jahren schon. Das was auf mich zukommen kann ist klar definiert und übersichtlich.... Ermessensachen und Behördenmühlen ...wenn man als Bittsteller auftreten muss ... Sind der Wahnsinn.... Kein Wunder das es so viele Menschen gibt die daran zerbrechen. Vor vielen Jahren hab ich in einem Beratungsbüro für sozial Schwache und Harz4 Empfänger gearbeitet😟... Das einige von ihnen nicht mehr klar kamen und kommen ist kein Wunder.
Genau aus diesem Grund versuche ich mich selbstständig zu machen ... die Mühlen der Behörden und die Hamsterräder der Konzerne will und kann ich nicht mehr ertragen .... nach 25 Jahren Angestellte ist die Luft dafür raus... Das was bleibt ist der Wunsch mein restliches Leben so weit es geht selbstbestimmt zu leben und nicht Kämpfe zu führen die mich enorme Kraft kosten ... besser ist sie für mein Plan B eingesetzt.

Ich werde berichten 😊 und bis dahin alles G.
ute
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten