Kann der Arbeitgeber eine Kopie der Bankkarte verlangen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

DoOrDie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Februar 2021
Beiträge
20
Bewertungen
0
Hallo Forum


Mein zukünftiger AG möchte einige dinge von mir, unter anderem eine Kopie meines Personalausweises und meiner Bankkarte gibt es dafür eine rechtliche Grundlage?

Der AG möchte auch das ich den Arbeitsvertrag sofort unterschreibe, ohne ihn mit nachhause zu nehmen.
 

fluppe

Neu hier...
Mitglied seit
4 August 2011
Beiträge
111
Bewertungen
47
Das sollte nichts passieren was das JC angeht.Man unterschreibt einen Vertrag und da hat man das recht ihn zu prüfen.
Man kann ja in Ruhe den Vertrag vorher durchlesen, beim Vorstellungsgespräch werden normalerweise alle wichtigen Dinge geklärt, man kann bei Unklarheiten jederzeit nachfragen.
Man hat aber kein Recht, den Arbeitsvertrag vor der Unterschrift mit nach Hause zu nehmen.
Da ist man auf den Willen des AG angewiesen...
Sollte man darauf beharren und der AG gibt dir daraufhin doch nicht die Stelle, kann ich mir die unterschiedlichsten Reaktionen seitens des SB vorstellen......
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
4.971
Bewertungen
10.407
Das sehe ich genauso wie der @avrschmitz
Ausnahme kann man im begründeten Einzelfall machen und wenn die Firma als seriös bekannt ist.
Auch wir damals haben etwas später mal nachverhandelt, und das ist normalerweise auch üblich und kein Problem (wenn das Gewünschte machbar ist).

Nur habe ich beim hier genannten Fall schon größere Zweifel, trotz und wegen der wenigen Infos
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.527
Bewertungen
2.771
Ich kenne zwar den AG/Branche.....nicht, aber sowas hat für mich immer einen faden Beigeschmack!

Selbstverständlich muss und sollte jeder AN seinen AV überprüfen oder ergänzen oder.........

In der Regel hat keine Firma damit ein Problem, wenn jemand sich es zuhause in Ruhe durchliest oder mit seinen Partner bespricht oder......

Ich kenne es so:
Wenn ein Vorstellungsgespräch positiv verlaufen ist, teilte mir der Personaler der Firma XY (größere Firma) mit,
dass mir der Arbeitsvertrag in den nächsten Tagen nach Hause geschickt würde. So ist genügend Zeit zum Überprüfen des Vertrages. Bei Unklarheiten im Arbeitsvertrag kann immer noch in der neuen Firma nachgefragt werden.
 

Quale

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Oktober 2019
Beiträge
76
Bewertungen
107
.Sollte man darauf beharren und der AG gibt dir daraufhin doch nicht die Stelle, kann ich mir die unterschiedlichsten Reaktionen seitens des SB vorstellen......
Wüsste jetzt nicht was vom SB kommen sollte!!! Ich unterschreibe doch auch nicht gleich meine EGV. :ROFLMAO: :ROFLMAO: Wieso sollte es dann dem AG besser gehen???
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
989
Bewertungen
1.133
Man kann ja in Ruhe den Vertrag vorher durchlesen, beim Vorstellungsgespräch werden normalerweise alle wichtigen Dinge geklärt, man kann bei Unklarheiten jederzeit nachfragen.

Das kannste gerne so machen ich aber nicht. Ich lese mir in Ruhe einen Vertrag zu Hause durch ohne das mir jemand im Nacken sitzt und macht Druck auf deutsch gesagt nun mach mal hin.
Man hat aber kein Recht, den Arbeitsvertrag vor der Unterschrift mit nach Hause zu nehmen.

Dann wird er nicht unterschrieben. Es ist ein Vertrag und den will ich in Ruhe zu Hause prüfen.
Ich habe bis jetzt immer einen Arbeitsvertrag vorab per Mail bekommen um in Ruhe zu hause zu prüfen.

Sollte man darauf beharren und der AG gibt dir daraufhin doch nicht die Stelle, kann ich mir die unterschiedlichsten Reaktionen seitens des SB vorstellen......

Da kann er wettern der SB was er will hat aber keine handhabe dagegen. Man hat das Recht Verträge vor Unterschrift zu prüfen. Wenn einem das nicht ermöglicht wird dann ist was faul.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
8.615
Bewertungen
23.046
Man kann ja in Ruhe den Vertrag vorher durchlesen,
Du bist als juristischer Laie arbeitsrechtlich so bewandert, dass du Abweichungen von gesetzlichen Regelungen, nachteilige Klauseln oder auch schwammige Formulierungen zu deinen Ungunsten sofort erkennen würdest?
Respekt.
 

Birt1959

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2013
Beiträge
1.639
Bewertungen
5.280
Du bist als juristischer Laie arbeitsrechtlich so bewandert, ....
Respekt.
Schreibt der Fachjurist.

Ich bitte mir auch immer erst eine Bedenkzeit aus. Selbst bei den Standard-Arbeitsverträgen des ÖD hier im Bundesland. Sonst kaufe ich ja eventuell die Katze im Sack.

Ob @fluppe auch ohne genaue Artikelbeschreibung und sonstige Bestellkonditionen was im Netz oder beim Versandhandel bestellt oder ohne Anschauen vor Ort kauft und damit einen Kaufvertrag eingeht?
 
Zuletzt bearbeitet:

DoOrDie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Februar 2021
Beiträge
20
Bewertungen
0

Lucky Luke

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
657
Bewertungen
1.476
...Beim Vorstellungsgespräch wurde aber über Gehalt und Urlaub gesprochen....
Und war das, was besprochen wurde, so okay für dich? Wenn ja, dann
...-> warum gehst du zunächst nicht einfach mal hin und schaust dir den Vertrag (ganz unvoreingenommen...) an? Evtl. "möchtest" du ja dann sofort unterschreiben -. Versuch macht klug....

Und was das das angeht
...der hat mir einen Arbeitsvertrag vorgelegt der war 13 Seiten lang..?
halte ich das bei einer Stelle als Beikoch nicht für sehr wahrscheinlich. Kenne mich in der Branche nicht aus, aber mehr als 2 - 3 Seiten sollten da nicht "drin" sein...
Man könnte sich evtl. auch vorab im WWW mal informieren, welche Punkte in einem Arbeitsvertrag auf jeden Fall aufgeführt sein müssen/sollten und was eben nicht (bzw. was einem zum Nachteil gereichen könnte...).

Ich kann's nur wiederholen: an der Stelle des TE würde ich da jetzt einfach mal hingehen und mir den Vertrag durchschauen, und dann entscheiden.
 

Jan_E

Elo-User*in
Mitglied seit
29 Oktober 2020
Beiträge
42
Bewertungen
37
Hier ein Satz dazu des leider gestern verstorbenen @ZynHH:
ZynHH meinte: Wenn ich den Vertrag nicht mitnehmen darf, will ich dort nicht arbeiten. Den dann eingetretenen Vertrauensverlust kann der Arbeitgeber nicht wieder reparieren.

Sorry aber jetzt mal klar text, wenn ich meinem Zukünftigen Arbeitgeber schon nicht vertraue wenn es darum geht das er mich bei einer Vertrags Unterzeichnung nicht über Tisch zieht weil ich auf gut Deutsch vielleicht zu Blond bin, mir einen Arbeitsvertrag vorher in ruhe durch zu lesen und gegen zu checken ob das was drin steht, auch das ist was besprochen war und kein Chef wird darauf bestehen das du zwischen tür und Angel einen vertrag unterschreibst, in der Regel hat man da immer soviel Zeit wie man eben braucht und hat auch noch den Vorteil das Fragen gleich vor Ort geklärt werden können oder eben nach verhandelt, abgesehen davon das ich dem "zukünftigen" scheinbar schon in soweit nicht traue, das er kein Unfug mit meinem Kopierten Papieren anstellt.

Sry aber da wird sich wohl eher der Chef dann fragen, will ich den Arbeitgeber überhaupt wenn der mir jetzt schon nicht vertraut.
Und meine Antwort wäre da ganz eindeutig NEIN.


Administrationshinweis...

Zitate sind IMMER als solche kenntlich zu machen, sowie mit einer Quelle zu versehen …!



 

Jan_E

Elo-User*in
Mitglied seit
29 Oktober 2020
Beiträge
42
Bewertungen
37
Ums kurz und Schmerzlos zu machen, wenn du weiterhin darauf bestehst, und siehe mein Spoiler: ein Chef ist nicht verpflichtet den Vertrag mit nach hause zu geben, wirst du den Job nicht kriegen vermute ich.

Wenn es dir das wert ist, dann gut, dann such halt vorsichtshalber schon einmal weiter nach was neuem.
 

fluppe

Neu hier...
Mitglied seit
4 August 2011
Beiträge
111
Bewertungen
47
Ums kurz und Schmerzlos zu machen, wenn du weiterhin darauf bestehst, und siehe mein Spoiler: ein Chef ist nicht verpflichtet den Vertrag mit nach hause zu geben, wirst du den Job nicht kriegen vermute ich.

Wenn es dir das wert ist, dann gut, dann such halt vorsichtshalber schon einmal weiter nach was neuem.
😊 Vergiss es, einfach machen lassen.

Das der AG den Vertrag vor Unterschrift nicht rausrücken muss, scheint auch egal zu sein.

Aber es ist schon besser so einen Arbeitsvertrag als Beikoch, von speziell geschulten Experten prüfen zu lassen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß da geschickt hinterlistige Passagen drin stehen , ist sehr sehr hoch. Es ist unmöglich so etwas als Laie zu verstehen und allein die Tatsache, daß er den Arbeitsvertrag vor Unterschrift nicht hergibt ist ein eindeutiges Indiz, das du deine Seele verkaufst..... Der SB wird das auch honorieren, das man Eier gezeigt hat, das man darauf bestanden hat, da bin ich überzeugt. 🙄😂

Auf die Frage, wie sehr du diesen Job willst, kam keine Antwort.....
Ich zb. hätte da keinen Bock drauf, eventuell, wenn da ein erfreulicher Stundenlohn im Vertrag steht.... Also sollte das bei dir auch sein, rate ich auf Herausgabe zu bestehen...
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
8.615
Bewertungen
23.046
Aber es ist schon besser so einen Arbeitsvertrag als Beikoch, von speziell geschulten Experten prüfen zu lassen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß da geschickt hinterlistige Passagen drin stehen , ist sehr sehr hoch. Es ist unmöglich so etwas als Laie zu verstehen und allein die Tatsache, daß er den Arbeitsvertrag vor Unterschrift nicht hergibt ist ein eindeutiges Indiz, das du deine Seele verkaufst..... Der SB wird das auch honorieren, das man Eier gezeigt hat, das man darauf bestanden hat, da bin ich überzeugt. 🙄😂
Die Information, dass es lediglich um eine Stelle als Beikoch geht, kam erst nach meinem Beitrag, du Schlaumeier.
Des Weiteren ist es gerade in der Gastronomie, mit den unregelmäßigen Arbeitszeiten und auch oftmals am Wochenende durchaus wichtig, was in einem Arbeitsvertrag dazu steht. Also mal den Ball flach halten.
Ich war selbst ein paar Jahre in der Gastronomie tätig und weiß, wovon ich da rede.

Meine Frage an dich ist im Übrigen noch unbeantwortet, was aber schon Antwort genug ist.
 

xj3Qr1nL7ys

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 Januar 2012
Beiträge
1.634
Bewertungen
3.203
Die Gewerkschaften von Heute sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren, keine Frage. Trotzdem sollte imho jeder Arbeitnehmer den Beitritt suchen und nirgendwo mehr, als in der Gastronomie. Und ja, auch ich kenne mich in der Branche gut aus.
 

fluppe

Neu hier...
Mitglied seit
4 August 2011
Beiträge
111
Bewertungen
47
Meine Frage an dich ist im Übrigen noch unbeantwortet, was aber schon Antwort genug ist.
Die Frage ist mir ganz entgangen.
Nein ich bin kein Jurist.
Deshalb habe ich dir ja beigepflichtet

Aber es ist schon besser so einen Arbeitsvertrag als Beikoch, von speziell geschulten Experten prüfen zu lassen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß da geschickt hinterlistige Passagen drin stehen , ist sehr sehr hoch. Es ist unmöglich so etwas als Laie zu verstehen und allein die Tatsache, daß er den Arbeitsvertrag vor Unterschrift nicht hergibt ist ein eindeutiges Indiz, das du deine Seele verkaufst...

Das Wort "Beikoch" kann durch jeden typischen ZAF Job ersetzt werden
 
Oben Unten