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Kann der alte Mietvertrag vom Vermieter geändert werden ?

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Knoellchen

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#1
Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus ??
Am 1.02.04 bezog ich die Wohnung und laut mein Mietvertrag mit dem Vermieter zahle ich Warmmiete ohne Strom 401,- Euro
Ein ganzes Jahr später kommt die Vermieterin und gibt mir ein Schreiben das ich ab den 1.2.05 nun 456,- euro zahlen soll.
Jetzt soll ich mehr Wassergeld zahlen und mehr Gasgeld und mehr Müllgebühren und ein Autostellplatz mtl. 10,- (der Hof hat garkeinen) und 7 Euro für die Küche hatte sie doch glatt vergessen im Mietvertrag zu schreiben.
Küche ist uralt und ohne Kühlschrank.
Ich zahle ausser die Küche und Stellplatz die geforderten Miete zzgl. erhöten NK, habe aber noch nie eine Endabrechnung erhalten.
Wir sind hier in dem Haus 3 Mietparteien und jeder hat einen anderen Mietvertrag.
Ich zb. mußte letztes Jahr 10 Euro Staffelmiete zahlen ,das brauchen die anderen nicht.
Vermieter ist eine Erbengemeinschaft.
Naja ,hat der alte Mietvertrag nicht vorrangig seine Gültigkeit ??
Muß sogar 3 Euro für Kompost und 3 Euro für Dachrinnenreinigung zahlen..Kompost läuft über und Dachrinne nie gereinigt.
Ach nun soll ich noch 2 Euro mtl. auch noch Antenne zahlen.

Ist das rechtens ??? alles ???
 

Knoellchen

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#2
Achja , die Nebenkosten im Mietvertrag ist komplett aufgeführt.
 

Martin Behrsing

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#3
Haben die Mietparteien Vorauszahlungen vereinbart, muss der Vermieter jährlich über die Betriebskosten abrechnen. Dies muss grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode erfolgen. Nach diesem Zeitraum sind eventuelle Nachforderungen durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, er kann berechtigte Gründe für eine spätere Abrechnung vorbringen. Dies gilt für alle Abrechnungszeiträume, die ab dem 1. September 2001 enden.
Einwendungen gegen die Betriebskostenabrechnung sind innerhalb von 12 Monaten nach dem Zugang der Abrechnung dem Vermieter mitzuteilen. Mieter und Vermieter können nach der Betriebskostenabrechnung durch eine Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe der Vorauszahlungsbeträge vornehmen.

Hat der Vermieter die Jahresabrechnung versäumt bedeutet dies nicht, dass der Mieter die von ihm gezahlten Vorauszahlungen zurückfordern kann. Der Vermieter kann dann lediglich keine weiteren Nachforderungen stellen. Jeder Mieter sollte also darauf achten, ob er nicht eventuell wesentlich höhere Vorauszahlungen geleistet hat. Er hat dann die Möglichkeit, den Vermieter auf Abrechnung zu verklagen.

Soweit Betriebskostenänderungen (z.B. aufgrund Wechsel des Dienstleisters) erfolgen, muss der Vermieter den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachten.
http://www.mietrecht-ratgeber.de/mietrecht/miete/content_02.html
 

Quirie

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#4
Dann guck noch mal in Deinen Mietvertrag. Da steht sicher bei den Nebenkosten etwas von Pauschalen und späterer Abrechnung.

Mußtest Du eine Nachzahlung leisten für letztes Jahr?

Wenn Du magst, kannst Du die einzelnen Beträge , also Kaltmiete und Nebenkosten mal hier einstellen. Vielleicht ist da ja Einiges nicht richtig. Das passiert manchmal. :mrgreen:
 

nele

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#5
nebenkosten, einfach so erhöhen, ist nicht.

es muss jährlich eine korrekte nebenkostenabrechnung seitens des vermieters erfolgen. du hast das recht, die entsprechenden belege , welche der nebenkostenabrechnung zugrunde liegen, einzusehen. den nachweis muss der vermieter erbringen!

ups, kompostgebühren und dachrinnenreinigung? nein, das gehört in keine nebenkostenabrechnung. auch für die antenne musst du nichts bezahlen, etwas anderes ist es bei kabel-oder SAT-anschluss.

so, eine 'küchengebühr' kann sie auch nicht erheben.
einseitige änderung des mietvertrages, hinsichtlich der kosten, geht nicht. wenn eine küche integriert ist, ist diese bereits in der grundmiete einkalkuliert.

autostellplatz ebenfalls nicht. oder steht im mietvertrag, dass du einen solchen angemietet hast? kann ja nicht, wenn keiner im hof verhanden, nicht wahr?

so, zahle diese mieterhöhung nicht!!!! wenn deine vermieter die nebenkosten erhöhen wollen, mögen sie doch bitte eine spezifizierte nebenkostenabrechnung fertigen, welche du nachvollziehen und überprüfen kannst.
sollten sie dieses tun, dann verlange auch die dazugehörigen belege einzusehen.


um noch einmal nachzulesen, setze ich dir einen link:

[url]http://www.mieterverein-muenchen.de/mietrecht/Mietrechtsthemen/be triebskostenab.htm [/url]

na, da hast du aber einen schlechten fang mit deinem vermieter gemacht..:-(( ich halte dir die daumen, dass der stress nicht zu gross wird. viel glück
 

nele

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#6
*lach* während ich noch 'rumtippe, habt ihr zwei schon gepostet..... :)
 

Knoellchen

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#7
Ersteinmal vielen Dank :stern: , ich habe noch nie eine Nebenkostenabrechnung bekommen.
Laut meinem Mietvertrag müßte ich nur 401 Euro zahlen.

Habe dann nur einen karrierten Zettel erhalten das ich nun mehr zahlen muß (das war der Witz) und das obwohl das Jahr nichteinmal um war.
Damals meinte ich zur Vermieterin sie kann doch nicht einfach so nach paar Monaten mehr NK haben wollen und nach 2 Monaten dann wieder und wieder.

ich muß sagen das ich das hier nun auch seit dem 1. 2.05 zahle.

Mietvertrag vom 1.02.2004

Kaltmiete 320,-
Heizkosten 45,-
Kompost 3,-
Wasser 21,-
Grundsteuer 5,-
Müll 6,-
Dachrinne 3,-
Schornstein
reinigung 12,20

einfacher Zettel für Mehrzahlung vom 20.02.2005
Betreff : Mietnebenkosten 2005 und Miete

Kaltmiete 320,-
Heizkosten 60,-
Kompost 3,-
Wasser 20,64
Grundsteuer 5,12
Feuer und
Haftpflicht ! 18,33 (soetwas steht überhaupt nicht in mein Mietvertrag
Antenne 2,-
Autostellplatz 10,-
Küchenbenutzung 7,-

Warum soll ich für neue Sachen bezahlen die nicht im Mietvertrag stehen ?? zb. Feuer und Haftpflicht ??

Die Nachbarin hat die NK garnicht aufgeführt bekommen im Mietvertrag.
Die Vermieterin ist auf Doofenfang und ich bezahl immer schön.
 

RobertKS

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#9
Hallo Knoellchen,
Also dazu sei folgendes gesagt:

Ein ändern des Mietvertrages ist nicht möglich.Was möglich ist, ist das der alte aufgehoben wird, und ein neuer geschlossen wird.Ist aber hier nicht notwendig.

Abrechnungsfähige Nebenkosten sind nur solche die umlagefähig sind, das wäre in deinem Falle:

Heizkosten = 60.- Euro; Wasser = 20,64; Grundsteuer = 5,12 Euro; Gebäuderversicherung (Feuer & Gebäudehaftpflicht) = 18,33 Euro; (dies kann als Ergänzung aufgenommen werden.); Müll = 6.- Euro; Schornsteinfeger = 12,20 Euro.

Dazu kommt noch die Kaltmiete = 320.- Euro.

Die Posten: Kompost und Antenne sowie Küchenbenutzung sind nicht umlagefähig, und daher auch nicht zu zahlen.Im übrigen gehört die Küche zur Wohnungsausstattung und ist in der Kaltmiete drin.Der Autostellplatz müßte auch nur dann bezahlt werden, wenn er gemietet wurde.Da er aber - wie Du sagst - nicht vorhanden ist, muß er nicht bezahlt werden..Die Dachrinnenreinigung muß der Eigentümer zahlen.

Gruß Robert ;)
 

Arco

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#10
hi Knoellchen,

meine Vorschreiber haben ALLE nicht unrecht und dein Vermieter ist schon ein seltsamer "Hund" und dein Mietvertrag ist auch rekordverdächtig, aber jetzt kommt mein

aber .....

(mal sehen was Quirie dazu schreibt)

ich sehe da in der folgenden Aussage ein Problem;

ich muß sagen das ich das hier nun auch seit dem 1. 2.05 zahle.

Mietvertrag vom 1.02.2004

Kaltmiete 320,-
Heizkosten 45,-
Kompost 3,-
Wasser 21,-
Grundsteuer 5,-
Müll 6,-
Dachrinne 3,-
Schornstein
reinigung 12,20

einfacher Zettel für Mehrzahlung vom 20.02.2005
Betreff : Mietnebenkosten 2005 und Miete


Kaltmiete 320,-
Heizkosten 60,-
Kompost 3,-
Wasser 20,64
Grundsteuer 5,12
Feuer und
Haftpflicht ! 18,33 (soetwas steht überhaupt nicht in mein Mietvertrag
Antenne 2,-
Autostellplatz 10,-
Küchenbenutzung 7,-
:kinn: :kinn: Verträge sind nicht an einer Form gebunden (wobei ich hier nicht sagen will das der Inhalt dann rechtens ist oder nicht) und der karierte Zettel im Februar 2005 mit der Angabe der Erhöhung ist nach meiner Meinung eine Änderung des Mietvertrages vom 1.02.2004 gewesen und durch die Zahlung dieser Summen seit dem Februar 2005 so von dir eigentlich anerkannt worden.

Ich bin kein Fachmann in Rechtsfragen, auch keiner im Mietrecht, aber so würde ich das mal erst sehen wollen.

Da rauszukommen bedarf es wohl einen RA und ich bin gespannt was der sagen wird.....

So meine Laienmeinung :pfeiff: :pfeiff:
 

Quirie

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#11
Da liegt ein Problem. Ohne den Mietvertrag zu kennen, läßt sich da wenig sagen.

Natürlich könnte eine stillschweigende Änderung der Nebenkostenvereinbarung vorliegen. Allerdings, wenn der Mietvertrag für weitere Absprachen Schriftform verlangt.....

Alles nicht ganz so einfach. Käme auch sehr darauf an, wie der betreffende Richter das sieht.

Allerdings, Dinge, die es gar nicht gibt, die können auch nicht verlangt werden.

Ich würde mich darauf berufen, dass die Nebenkosten nur so zu zahlen sind wie im Mietvertrag geregelt und würde sofortige Abrechnung verlangen.Mit Hinweis darauf, dass Du die Nebenkosten zurückbehalten wirst, wenn nicht unverzüglich abgerechnet wird.

Und die "neuen Positionen" würde ich dann herausnehmen und auf die zu Recht geforderten Positionen verrechnen.
 

Arco

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#12
.... war ja nur mal so eine Ideeeeeee


hier kann aber nur der Mieterbund oder gleich ein RA helfen - allerdings sind die Summen auch nicht sehr hoch - will damit aber nicht sagen es lohnt sich nicht ....

Richtig man müßte den Mietvertrag kennen, aber ich nehme mal an der ist auch recht seltsam :twisted:
 

Zwergenmama

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#13
Eine doofe Frage von mir:
Gibt es bei Euch einen Mieterschutzbund und könntest Du dir einen Beitritt leisten ? Kostet zwischen 40 €-100 € im Jahr, je nach Anbieter.
Ich habe hier in Hamburg mit denen nur die allerbesten Erfahrungen gemacht. Alle, die dort arbeiten, sind Anwälte für Mietrecht. Die setzen entsprechende Widerspruchsschreiben auf, kontrollieren gerechtfertigte und ungerechtfertigte Mietforderungen und sind sich auch nicht zu einem Telefonat mit Vermietern zu schade. Bei mir hat ein einziges Schreiben des Mieterschutzbundes ausgereicht, um meinen damaligen Vermieter mal ganz gepflegt auf den Pott zu setzen.
:daumen:

Zwergenmama
 

Zwergenmama

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#14
Eine doofe Frage von mir:
Gibt es bei Euch einen Mieterschutzbund und könntest Du dir einen Beitritt leisten ? Kostet zwischen 40 €-100 € im Jahr, je nach Anbieter.
Ich habe hier in Hamburg mit denen nur die allerbesten Erfahrungen gemacht. Alle, die dort arbeiten, sind Anwälte für Mietrecht. Die setzen entsprechende Widerspruchsschreiben auf, kontrollieren gerechtfertigte und ungerechtfertigte Mietforderungen und sind sich auch nicht zu einem Telefonat mit Vermietern zu schade. Bei mir hat ein einziges Schreiben des Mieterschutzbundes ausgereicht, um meinen damaligen Vermieter mal ganz gepflegt auf den Pott zu setzen.
:daumen:

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