Kann das Jobcenter mit dem Arbeitgeber mehr Arbeitsstunden aushandeln? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

hharge

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Hallo!

War lange nicht mehr hier. Es geht um folgendes:

Ich werde in meinem jetzigen Nebenjob so dermaßen unrechtmäßig schikaniert, dass ich aus Verzweiflung sogar bereit bin, zu einem Callcenter job(inbound) zu wechseln. Mir ist bewusst, wie stressig der Job im Callcenter sein kann, allerdings ist das, verglichen mit meiner aktuellen Chefin, genauso weit weg vom Stresspegel wie der Zwergplanet V774104 zu unserer Erde.

Dieser Callcenter steht im Kontakt mit der Arbeitsagentur. Es werden in einem zentral gelegenem Jobcenter regelmäßig "Vorträge" von diesem Callcenter gehalten, wo Arbeitssuchende quasi gezwungen werden hinzugehen und zuzuhören.

Zum Problem:
Ich habe an sich interesse, für 20 Stunden dort zu arbeiten, Allerdings mache ich mir sorgen, dass das Jobcenter sofort Blut lecken wird und mich auffordern könnte, weit mehr Stunden zu leisten als diese 20Std.
Frage:
Wie warscheinlich ist es, dass das Jobcenter mich nach Bekanntgabe meines neuen Jobs dazu auffordert, mehr Stunden zu leisten ODER gleich mit dem Arbeitgeber kommuniziert und mich zwingt, mehr zu arbeiten oder eine Sanktion in Höhe von 30% zu kassieren?



Dies hat den Grund, dass ich zu einem eine Fortbildung (privat) absolviere und mit einem Vollzeitjob im Callcenter total überfordert wäre, zumal schlecht bezahlt und hoher Arbeitsdruck. Desweiteren habe ich ADHS, wodurch ich glaube, dass ich VOLLZEIT in einem Jobcenter und den vielen Beschwerden, die regeläßig eintrudeln, nicht klarkommen würde und somit die nächste Depression in meinem Leben nicht lange warten würde. Darum bin ich der Meinung, dass 20 Stunden in einem Callcenter für meinen seelischen Zustand noch machbar wären, ohne darunter extrem zu leiden.

Frage2:
Kann ich nicht von einem Arzt oder Psychologen einen Attest bekommen, der bestätigt, dass MEHR als 20 Stunden im CALLCENTER nicht zumutbar für mich wären, wenn ich glaubhabft darlegen kann, wie schlecht es um meinen seelischen Zustand geht? Dies schließt natürlich nicht aus, dass ich weiterhin für den Arbeitsmarkt verfürbar bin und jede andere Tätigkeit auch in vollzeit ausführen könnte.
Falls also ein Arzt so etwas ausstellt, wird das beim Jobcenter auch akzpetiert?

Vielen Dank im Vorraus!
 

erwerbsuchend

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Wie warscheinlich ist es, dass das Jobcenter mich nach Bekanntgabe meines neuen Jobs dazu auffordert, mehr Stunden zu leisten ODER gleich mit dem Arbeitgeber kommuniziert und mich zwingt, mehr zu arbeiten oder eine Sanktion in Höhe von 30% zu kassieren?
Wenn du eine Teilzeitstelle antrittst, dann ist das eben so. Das JC kann zwar wünschen, dass du deine Stundenzahl aufstockst, allerdings bestimmt der AG, ob und wieviele Stunden du arbeitest. Er muss sich da nicht nach den Wünschen des JC richten.

Kann ich nicht von einem Arzt oder Psychologen einen Attest bekommen, der bestätigt, dass MEHR als 20 Stunden im CALLCENTER nicht zumutbar für mich wären, wenn ich glaubhabft darlegen kann, wie schlecht es um meinen seelischen Zustand geht?
Diese Frage wird dir nur dein Arzt beantworten können. Letztlich wird dich das JC zum äD schicken, der dann dich begutachtet und eine Empfehlung für deine zumutbare Arbeitszeit gibt.
 

hharge

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Wenn du eine Teilzeitstelle antrittst, dann ist das eben so. Das JC kann zwar wünschen, dass du deine Stundenzahl aufstockst, allerdings bestimmt der AG, ob und wieviele Stunden du arbeitest. Er muss sich da nicht nach den Wünschen des JC richten.
Theoretisch kann es aber auch passieren, dass das Jobcenter dort anruft und der Arbeitgeber sagt: wir haben noch mehr Arbeit zur Verfügung, aber Herr/Frau ... wollte nur 20 Stunden.:doh:

Und solange das nicht passiert, gehe ich davon aus, dass ich vorerst nichts zu befürchten habe..

Danke nochmals für die schnelle Antwort.

Ok andere Frage,

muss ich dem Jobcenter den Namen der Firma mitteilen?? Könnte ich nicht einfach diesen Teil auslassen und bei der Lohnabrechnung die Stelle einfach schwärzen?
 

Doppeloma

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Hallo hharge,

du bist hier seit 4 Jahren schon angemeldet, da sollte dir schon bekannt sein, dass man seine Beiträge 60 Minuten lang ergänzen kann ...

Theoretisch kann es aber auch passieren, dass das Jobcenter dort anruft und der Arbeitgeber sagt: wir haben noch mehr Arbeit zur Verfügung, aber Herr/Frau ... wollte nur 20 Stunden.
Theoretisch kann viel passieren wenn du solchen direkten Daten-Austausch mit deinen zukünftigen AG erlaubt hast, ansonsten gilt Datenschutz auch für dich.

Und solange das nicht passiert, gehe ich davon aus, dass ich vorerst nichts zu befürchten habe..
Hat man dir denn mehr Arbeitsstunden angeboten, nach meiner Erfahrung haben gerade CallCenter viel lieber Teilzeitkräfte, weil die flexibler einzusetzen sind.

Habe selber mal Inbound gearbeitet und musste einige Jahre darauf warten dort Vollzeit arbeiten "zu dürfen", nicht weil ich den Stress so geliebt habe sondern weil ich gerne mehr Geld verdienen wollte ... Hartz 4 als "Zuschuss" gab es damals noch nicht.

muss ich dem Jobcenter den Namen der Firma mitteilen?? Könnte ich nicht einfach diesen Teil auslassen und bei der Lohnabrechnung die Stelle einfach schwärzen?
Nach meiner Kenntnis möchten die JC am Liebsten den kompletten Arbeitsvertrag haben, besonders wenn du weiterhin zusätzlich "aufstocken" musst, da werden die das wohl nicht akzeptieren wenn du den AG unkenntlich machst.

Man wird dich trotzdem weiterhin anhalten dich um eine Verbesserung deines Einkommens zu bemühen, damit du mal kein Geld mehr vom JC brauchst, das wird sich nicht ändern, weil du meinst mehr Stunden nicht zu schaffen ... :icon_evil:

Mit deinen Gesundheitsproblemen würde ich gar nicht im CallCenter arbeiten (wollen), aber das musst du selber wissen ... mich hat dieser Job letztlich auch krank gemacht und nach langem Kampf (bis zum Gericht) in die Rente wegen Erwerbsminderung.

MfG Doppeloma
 

Vyenna

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bereit bin, zu einem Callcenter job(inbound) zu wechseln.
da habe ich aber auch eine Frage. "Wechseln" bedeutet, dass du den jetzigen Job kündigen willst, um mit 20 Std / Woche ins Callcenter zu gehen. Geht das so problemlos?
 

hharge

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da habe ich aber auch eine Frage. "Wechseln" bedeutet, dass du den jetzigen Job kündigen willst, um mit 20 Std / Woche ins Callcenter zu gehen. Geht das so problemlos?
Ja klar, habe nur einen Minijob. Ich möchte gerne auf meine 400 Euro kommen, aber nichtmal das wird mir dort gewährt. Ich werde quasi nach Hause geschickt, sobald es keine Arbeit gibt. Urlaub ist unbezahlt. Reinste Schikane also. Und von mir wird verlangt, was man als "Akkordlohn" bezeichnet. Bezahlung nach Leistung. Man geht also davon aus, dass ich als Minijober keine Rechte habe. Es hat einigermaßen funktioniert, da ich "mitgespielt" habe. Als ich neulich aber erneut aufgrund meiner angeblich langsamen Arbeit schikaniert wurde (cholerische Cheffin um die 40, keine Kinder, kein Ehemann), ist mir der kragen geplatzt und ich muss (dank ADHS) meine Meinung ihr mal so richtig reindrücken. Alles im gesetzlichen Rahmen natürlich. Das wiederum hat ihr nicht gepasst, sodass ich seitdem noch schlimmer schikaniert werde also zuvor. Da ich aber unbedingt einen Job brauche und keinesfalls komplett Arbeitslos sein möchte, schlucke ich die Hasstriaden Woche für Woche. Aber so langsam geht es nicht mehr. Krankschreiben bringt nichts, da sie mich sofort kündigen würde. Ist ein Betrieb mit unter 10 Mitarbeitern, sodass gesonderte Rechte bei Kündigung für Arbeitgeber gelten. Leider.
 

Kerstin_K

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Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlter Urlaub stehen dir aber gesetzlich zu.

Wieviele Stunden sind in deinem Arbeitsvertrag vereinbart? Die bekommst du immer bezahlt, auch wen weniger Arbeit da ist.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Hyena

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hharge bitte lass dich nicht verar***!!!

Ich musste selbst einmal gegen eine Teamleitung vorgehen, die meinte, dass man als Minijobber weder Urlaub noch bezahlte Krankentage hat.

Das stimmt nicht!

Auch als 450ger hast du wie alle anderen Arbeitnehmer das recht auf bezahlten Urlaub, wenn du krank bist ebenso.

Und callcenter würde ich als adhs nicht unbedingt vorschlagen, suche lieber etwas in dem du dich "auskennst" und wohl fühlst. Das ist sehr wichtig.
Selbst wenn du erst einmal ohne Job sein solltest, ist es immer noch besser als im Job immer auf Dauerstress zu sein und sich zu quälen
 

hharge

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Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlter Urlaub stehen dir aber gesetzlich zu.

Wieviele Stunden sind in deinem Arbeitsvertrag vereinbart? Die bekommst du immer bezahlt, auch wen weniger Arbeit da ist.
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Darum geht es ja. Mir wurde in den 2 Jahren immernoch kein Vertrag vorgelegt, sodass die gesetzlichen Regelungen gelten, also 10 Stunden die Woche. Jedoch ist meine Cheffin der Meinung, dass kein Arbeitsvertrag+ Minijobber auch = weniger Rechte bedeutet und mir somit versucht klarzumachen, dass ich jederzeit nach Hause zu gehen habe, sollte keine Arbeit vorhanden sein. Bei hoher Auftragslage soll ich entsprechend maximale Akkordleistung erbringen, damit die Arbeit während meiner Schicht auch erledigt wird.

Wenn ihr euch jetzt fragt, was mich dann solange dort gehalten hat, ganz einfach:
Zum einen, wohne ich ausserhalb der Stadt und brauche nur 5 Min mit dem Fahrrad zur Arbeit. Desweiteren
durfte ich zumindest Musik hören, den Arbeitsbeginn selbst bestimmen und wenn ich mal "Urlaub" wollte, spontan nehmen ABER natürlich unbezahlt. Geschweige denn bei Feiertagen und Neujahrswoche usw. nach wie vor keine Lohnfortzahlung. Ich sprach Sie mal neulich drauf an und mir wurde zunächst vorgeschlagen, dass ich dann die Stunden kostenlos "nacharbeiten" solle.

Und mal locker einen anderen Job finden geht nun mal auch nicht. So einfach ist das wirklich nicht, Überall im Niedriglohn Sektor lauern cholerische Chefs, die einen dann jederzeit mit Kündigung drohen, sollte mann nicht bereit sein, sich versklaven zu lassen.

Übrigens war ich bei einem Vorstellungsgespräch im Call Center und ich bin überrascht, weshalb so viel negativ über CallCenter berichtet wird. Abgesehen von den schlechten Arbeitszeiten empfand ich die Arbeitsatmosphere sehr angenehm und mir wurde natürlich auch gesagt, dass die Abteilung, in welche ich einsteigen wollte, zu den harmloseren Callcenter Tätigkeiten gehört, also kein Beschwerdemanagement usw. Ich könnte mir zum jetzigen Zeitpunkt durchaus max 20 Stunden vorstellen, verglichen mit meiner jetzigen Tätigkeit ist das ein wahres Paradies.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich keine plötzlichen Überraschungen erhalte und auf einmal regelmäßig Überstunden leisten muss sowie jederzeit Verfügbar und am Besten 1 Tag vorher schon bereit für jemand Anderes zu springen.
 

Kerstin_K

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Bei Deiner Chefin hilft wohl nurnoch das Arbeitsgericht. Als ertes sollte sie mal enen Blich in das Nachweisgesetz werfen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Bei dieser Frage fällt mir nur eine Gegenfrage ein:

Kann das JC mit dem AG meinen jährlichen Gehaltszuwachs aushandeln, bitte? :icon_lol:

Profitiert es ja auch von, wenn es dann mehr Lohn aufrechnen kann.

Zurück zum Thema: Das JC setzt die "Kunden" unter Druck, wird aber in der Regel nicht selbst AG ansprechen. Irgendwann wird dann der ÄD befragt und dann kann es auch mit dem Druck vorbei sein, wenn der Gutacher es entsprechend formuliert.
 

hharge

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Hier meine Mail an die "Chefin". Gibt wohl zwar 99% eine Kündigung aber das ist mir nun egal. Ich fühle frei wie ein Vogel:)

***************************+
Hallo ***,



unsere mündlichen Gespräche haben leider nicht dazu beigetragen, dass du Einsicht gezeigt hast, im Gegenteil, du hast dich nun entschieden, mich unbegründet noch mehr zu schikanieren und willkürlich zu kontrollieren und dabei erneut falsche Darstellungen aufzubauen, die gegen das Arbeitsgesetz verstoßen. Dabei habe ich mich immer an die rechtlichen Vorschriften und Vereinbarungen gehalten (was dir ja gar nicht gefallen hat, dass ich gesetzestreu bin). Bis heute habe ich von dir keine beweiskräftigen Anschuldigungen bekommen, viel mehr waren es Behauptungen, die meist nicht der Wahrheit entsprechen oder Sammelklagen von *** und oft in einen Topf geworfene Allgemeinzustände im Lager betrafen, wofür aber nicht ich allein verantwortlich bin.



Du hast erwähnt, dass eine familiäre Arbeitsatmosphäre herrscht. Dieser kann ich leider nicht (mehr) zustimmen, denn familiär bedeutet für mich, dass man auch die Minijober gleichbehandelt und ihnen die gesetzlichen Vorzüge nicht enthält (z.B. Urlaubsentgelt oder Lohnfortzahlung bei weniger Arbeitsaufträgen, denn das ist ein Betriebsrisiko und gesetzlich für den Arbeitgeber fest definiert). Ganz zu schweigen von willkürlichen Anschuldigungen, welche einen psychisch sehr belasten können(z.B. „Du bist ja immer noch nicht fertig, was hast du denn seit 9 Uhr gemacht? Also da gibt es deutlich schnellere als dich!“). In den 2 Jahren mussten wir uns immer nur anhören, wie langsam wir sind und motivierende Worte gab es auch noch nie.

Die Geschenke zu Weinachten schätze ich sehr, dennoch kann man damit nicht unsere Grundrechte nehmen und behaupten, dass doch eine familiäre Atmosphäre herrscht.

Der Grund, warum ich mich erst jetzt beschwere, liegt daran, dass mir zwar meine Arbeitsrechte von Anfang an klar waren, ich jedoch mit meiner Arbeit und der Freiheit insgesamt sehr zufrieden war.


Schlimm wurde es, nachdem du die letzten 2 Wochen willkürliche Anschuldigungen und allgemeine Unstimmigkeiten im Lager (z.B. Streit zwischen *** und ***) in einen Topf geworfen und mich dafür verantwortlich gemacht hat, und ich angeblich dadurch nun das Vertrauen bei dir verloren hätte. Deine Anschuldigungen haben es sogar dazu gebracht, dass ich nicht mehr mit *** kommuniziere, da ja behauptet wurde, dass wir nur quatschen und unserer Arbeit nicht nachkommen. Ich kam also eigentlich mit jedem gut klar. Ich muss auch zugeben, ich war etwas respektlos zu ***, aber ich habe mich sofort entschuldigt und alles mit ihm geklärt.



Dazu im Detail:



Bei unserem Gespräch mit dir und *** kamen folgende Anschuldigungen auf mich zu:

1. Ich arbeite zu lang an einem einzigen Tag.

Lösung: Da haben wir uns geeinigt und "meinen" Vorschlag angenommen, dass ich 2 Tage die Woche komme und nicht länger als 8 Stunden am Tag arbeite. Die Anschuldigung ist dennoch unbegründet, da es die Pflicht des Arbeitgebers ist, den Arbeitnehmer niemals länger als 10 Stunden am Tag arbeiten zu lassen, egal wie viel Arbeit noch zu erledigen ist. Selbst wenn ich oder *** länger arbeiten wollten, warst du dazu verpflichtet uns wegzuschicken oder zu kündigen, falls wir der Pflicht nicht nachkommen. Ich darf niemals dafür verantwortlich gemacht werden (ArbZG §3), auch wenn ich unwissend darüber war.

Als du mich gefragt hast, wie lange ich noch brauche (nach 19 Uhr), und ich dir "nicht mehr lange" gesagt und danach die Zeit völlig verschätzt habe und dann noch weitere 2 Stunden gebraucht habe, hast du mir vorgeworfen, dass ich falsche Angaben gemacht habe und dein Vertrauen mißbraucht hätte. Dies ist völliger Irrsinn, denn zunächst einmal habe ich die ganze Arbeit innerhalb von 12 Stunden erledigt. Verglichen mit diesem Dienstag sollte dir mittlerweile klargeworden sein, dass ich durchaus extrem schnell gearbeitet habe, zwar 2 Stunden mehr nach 19 Uhr, aber dennoch nicht mehr als 12 Stunden. Meine falsche Einschätzung ist kein Vertrauensbruch und zudem ist es wie oben beschrieben deine Pflicht als Arbeitgeber, mich nach Hause zu schicken, sobalt ich meine Stunden erreicht habe. Desweiteren habe ich als Minijobber (Zeitlohn, dazu unten gleich mehr) nicht die Verantwortung, ein bestimmtes Volumen an Arbeit zu vollrichten. Da ich aber zugesagt habe, die Arbeit zu erledigen, musste ich meiner Treuepflicht nachkommen und somit den ganzen Volumen erfüllen(z.B. am nächsten Tag). Dennoch hättest du mich, wie oben geschildert, egal was ich sage oder einschätze, sofort nach Hause schicken müssen, da die Arbeitszeiten gesetzlich geregelt sind.

2. *** du BIST langsam!

Lösung: Ich habe laut unserer Vereinbarung einen Minijob und werde mit einem Zeitlohn vergütet (https://www.arbeitsrechte.de/zeitlohn/). Zitat: „Beim Zeitlohn setzt sich der Lohn aus der Arbeitszeit und dem Stundenlohn zusammen. Unabhängig davon, wie viel der betroffene Arbeitnehmer geleistet hat, wird er danach bezahlt, wie lange er gearbeitet hat.“

Um zu definieren, was eine Durchschnittsleistung ist, muss ein Richtwert erschaffen werden, der sich mit gleichwertigen Lagermitarbeitern vergleicht, die ähnliche Arbeit und im selben Arbeitsmodell (z.B. Minijob) voll richten. Es ist von daher nicht möglich, mich mit *** oder *** zu vergleichen, da diese Beiden nicht nach dem Minijob (Zeitlohn) Prinzip arbeiten, sondern als Freiberufler ein ganz anderes Arbeitsmodell und somit eine andere Motivation haben. Somit bleiben nur noch *** oder *** als Vergleichswert (angebliche schnellere Päckler aus der Vergangenheit sind nur Behauptungen, die man nicht beweisen kann). Deine Aussage, dass ich also zu langsam bin, wäre nur dann zulässig, wenn ich 1/3 der Leistung von *** oder *** erbringen würde. Dies wird schwer zu beweisen sein, da ich bei weitem nicht diese langsame Arbeitsleistung erbringe. Ich erfülle also meine Pflicht und habe immer durchschnittlich, aber meist eher schell (Eigenmotivation) gearbeitet. Das lässt sich leicht beweisen, wenn man einfach mal auf meine Stundenzettel schaut und feststellt, dass ich im Schnitt nie über 400€ gekommen bin.

Was Ihr von mir verlangt, nennt sich Akkordlohn (Vergütung nach Leistung). Dabei wird üblicherweise schnellere Leistung auch höher Vergütet. Auch hier muss klargestellt werden, dass man mich nicht mit *** oder *** vergleichen kann, da ich ein Minijob (Zeitlohn) habe. Dennoch sollte offensichtlich sein, dass ich die letzten 2 Jahre IMMER relativ schnell und zuverlässig gearbeitet habe. Als Gegenbeispiel: *** macht fast jeden Monat weit mehr als 450€ bei geringerem Arbeitsumfang. Hierbei berufe ich mich auf den Gleichbehandlungsgrundsatz, Zitat: „Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz besagt, dass der Arbeitgeber bei begünstigenden Maßnahmen gegenüber seinen Arbeitnehmer keinen einzelnen Arbeitnehmer aus willkürlichen Gründen schlechter als andere, mit ihm vergleichbare Arbeitnehmer behandeln darf.“
Hättest du meiner Arbeitsleistung zumindest etwas Anerkennung geschenkt, wäre ich sogar in der Lage, durchgehend maximale Arbeitsleistung mit voller Motivation zu erbringen. Aber deine Definition von Leistung ist eben nicht gleichzusetzen mit der gesetzlich definierten Leistung, welche nun mal in unserem Rechtsstaaat gültig ist.


Wenn du dein Arbeitsvolumen nicht schaffst, können wir dir ja einfach Stunden wegnehmen und du arbeitest dann zB. nur noch 6 Stunden wie Woche.

Lösung:

Wie im 2. Absatz bereits erwähnt, haben wir einen Zeitlohn(Minijob) vereinbart und keinen Akkordlohn. Dies bedeutet allerdings nicht, dass ich keine Rechte habe. Es gelten automatisch die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Minijob. Bei unserem Vertrag haben wir keine Stundenzahl vereinbart. Dadurch habe ich per Gesetz automatisch das Anrecht auf 10 Stunden die Woche. Ich werde jedoch bei niedriger Auftragslage nach Hause geschickt, was gegen das Teilzeit & Befristungsgesetz verstößt. Von mir wird Arbeit auf Abruf verlangt („Arbeit auf Abruf“ nach § 12 des Teilzeit– und Befristungsgesetzes (TzBfG). Wenn ich früher nach Hause geschickt werde, habe ich Laut Gesetz also Anrecht auf eine 10 Stunden/Woche und somit auf eine Lohnfortzahlung, auch wenn ich nach Hause gehe. Selbst bei einem Vertrag mit „Arbeit auf Abruf“ müssen 10 Stunden mindestens im Vertrag definiert werden. Hier werden also klar Gesetze missachtet und als Dank dafür, dass ich freiwillig nie von meinem Anspruch Gebrauch gemacht habe, musste ich mir sogar demotivierende Anschuldigungen anhören, da ich ja als Minijobber laut eurer Definition "langsam und unzuverlässig" arbeite. Da bin euch also schon seit langem sehr entgegen gekommen.

Ab sofort verbiete ich dir, Musik während der Arbeit zu hören

Lösung:

Dies ist dein Recht, denn es gilt das Direktionsrecht und ich habe diese Anweisung zu befolgen. Dennoch ist es Schikane und verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und dem Gesetz der Fürsorgepflicht, wenn alle Anderen im Lager Musik hören dürfen, nur ich nicht. Drum ist es gerecht, entweder allen das Hören von Musik zu verbieten, oder es auch mir zu erlauben.Andernfalls handelt es dich hier um Diskriminierung auf dem Arbeitsplatz. Sicherlich hast du bestimmt aus der Wut heraus auf mich so gehandelt, aber es gibt als Arbeitgeber nun mal die Fürsorgepflicht und ich fühle mich momentan diskriminiert, zumal die Musik das einzige war, was die Monotone Arbeit durchaus spannend und motivierend gemacht hat.


5. *** hilft immer wenn Lieferanten kommen oder *** Hilfe braucht und du bist nicht hilfbereit.

Lösung:

Wenn ich nicht unter Akkordlohn-Zwang(Arbeitsvolumen muss unter Maximalleistung erfüllt werden) arbeiten würde und stattdessen nach dem Zeitlohn Prinzip, was ja auch mein Vertrag vorgibt, würde ich sogar mit Freude bei anderweitigen Tätigkeiten helfen, solange ich mir dann nicht zu Schichtende immer anhören muss, warum ich immer noch nicht fertig bin. Desweiteren kommt noch hinzu, dass ich alles nur an einem Tag erledigen wollte, was allerdings nun durch die 2 Tage/Woche behoben sein sollte. Desweiteren wurde auch hier immer nur das negative von euch genannt. Ich habe durchaus mal *** geholfen oder Packete geschleppt, aber auch das war leider während unseres Gespräches niemals Thema.



Hätte man von vornherein solche Dinge beachtet, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mich zu beklagen. Im Gegenteil, ich war sogar bereit, freiwillig manchmal früher nach Hause zu gehen, wenn mal weniger Arbeit war. Aber im Gespräch mit dir und *** wurde wieder klar, dass ihr die gesetzlichen Grundlagen gar nicht beachtet und mir während des Gesprächs versucht habt, meine sachlichen und gesetzestreuen Aussagen ständig zu Wiedersprechen und zu ignorieren. Seit dem Gespräch wurde im Gegenteil sogar noch mehr Misstrauen erzeugt als zuvor (unbegründet natürlich). Dies wurde mir klar, als diesen Dienstag sofort nach meinem Schichtende die Anschuldigung eintrudelte, warum ich denn immer noch nicht fertig wäre und dass ich angeblich vor 2 Wochen schneller fertig war. Leider ist *** meist auf deiner Seite aber ich kann versichern, dass er davon weiß, dass ich einmal sogar bis 21.55 Uhr gearbeitet habe und auf einem Zettel geschrieben habe, dass ich bis 21:55 da war. Um aber bloß eine Konfrontation mit dir zu meiden, habe ich auf eine weitere Stunde verzichtet. Somit war ich offiziell 13 Stunden arbeiten, inoffiziell aber nur bis 21 Uhr (auf dem Stundenzettel eingetragen). Du hast hingegen diesen Tag als Richtwert genommen(12 Stunden), und mich damit konfrontiert, warum ich das an diesem Tag alles in 12 Stunden geschafft habe und jetzt (diesen Mittwoch) immer noch nicht fertig bin. Dabei sollte klar sein, dass ich auch diese Woche genau 12 Stunden gebraucht habe und somit sogar 1 Stunde weniger als euren Richtwert. Das berechtigt dennoch nicht willkürliche Schikanen gegenüber mir. Denn ich bin keine Maschine und besitze als Mensch auch meine Würde, welche laut Gesetz Unantastbar ist.


Außerdem verstößt diese Anschuldigung erneut gegen das Zeitlohnprinz (nicht Akkordlohn) und ist nicht zulässig. Das von euch geforderte Arbeitsvolumen in einer exakt von euch angegebenen Zeit (Richtwert) zu erreichen ist nicht möglich, zumal die Postkarten vom Volumen UND von der Dicke immer variieren und somit schlecht Vergleichbar sind und dazu *** eigene Einschätzung total übertrieben ist. Zudem kommt noch, dass ich nicht zur Maximalleistung gezwungen bin, denn es handelt sich um einen Minijob und wie bereits zu Beginn definiert, erfülle ich meine Durchschnittsleistung und verstoße nicht gegen die Firmenrichtlinien.


Zusammenfassend lässt sich sagen, ich würde mir wünschen genau wie vor diesen 3 Wochen auf freiwilliger Basis eine sehr schnelle Leistung erbringen und gleichzeitig unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften nicht mehr willkürlich Angeschuldigt zu werden. Dazu gehört auch die Beachtung des Zeitlohnprinzips und das Anrecht auf meine 8-10 Stunden/ Woche, auch bei knapper Auftragslage.



Sollte es nun zu einer (warscheinlich) sofortigen Kündigung kommen, bitte ich die Kündigungsfrist von 4 Wochen einzuhalten. Aber auch hier gilt, dass der „Verstoß gegen die guten Sitten“ (z.B. Kündigung aufgrund von Rache) gesetzeswidrig ist.


Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde ich Gebrauch von meinen Rechten machen und leider (bis ich einen anderen Job gefunden habe ), Notfalls meine Rechte durch das Arbeitsgericht einklagen.


Schade dass eine sachliche Einigung mit dir nicht möglich war.


Mit freundlichen Grüßen

***
 

Kerstin_K

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Etwas zu lang, meinst du, das liest sie bis zum Ende?
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hharge

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HI ENTSCHULDIGT, DASS ICH GROSS SCHREIBE. MEINE TASTATUR IST SCHROTT UND ICH KANN NUR NOCH MIT UMSCHALT-TASTE ARBEITEN.

KLAR, DIE HABEN ALLES DURCHGELESEN. WAS WÜRDET IHR MIR RATEN? SOLL ICH FOLGENDE MAIL AKTEPZIEREN ODER KANN ICH DA PROBLEME MIT DEM AMT BEKOMMEN, SANKTION USW?
Hallo ***,

gerne dürfen wir Dich hiermit ab sofort, und jederzeit widerruflich, von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung unter Anrechnung auf etwaigen Resturlaub und unter Fortsetzung der vertragsgemäßen Vergütungen freistellen.



Zudem möchte ich Dich bitten, von weiteren halbjuristischen und endlosen Mailtiraden abzusehen, da diese jeder Grundlage entbehren und meist nur unbegründete Vorwürfe und Anschuldigungen enthalten; siehe hierzu und beispielsweise die Mail vom 19. Oktober 2018.



Wir haben somit also kein Interesse an einer weiteren wie auch immer gearteten Kommunikation mit Dir.



Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für die Zukunft verbleibt
----------------------------------

DA ICH IMMERNOCH KEINE FESTGELEGTEN WOCHENSTUNDEN HABE UND ZUDEM ICH NICHT ERKENNEN KANN, OB ER MEINEM URLAUBSANSPRUCH ZUSTIMMT, BIN ICH MIR NICHT SICHER, OB ICH NICHT WIEDERSPRECHEN SOLLTE ODER NOCH EINMAL UM EINE GENAU SUMME BITTEN, DAMIT KEINE ÜBERRASCHUNGEN KOMMEN. WOZU RATET IHR?

GRUß
 

atasteofbunny

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Na ja, du bist jetzt eh von der Arbeit freigestellt. Ob bzw. welche Tage davon mit Urlaub verrechnet werden, kann dir im Grunde genommen egal sein. Ich persönlich würde auf die E-Mail nicht reagieren. Anscheinend ist das Ganze total festgefahren.

Vermutlich wirst du in den nächsten Tagen die Kündigung bekommen. Wie das Jobcenter darauf reagieren wird, kann hier niemand voraussagen, da wirst du wohl oder übel abwarten müssen.

So wie sich das anhört, ist es wohl doch das kleinere Übel, den Job los zu sein. Und falls du deswegen Probleme mit dem Jobcenter bekommen solltest, meldest du dich hier wieder, wir helfen gern :wink:
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
gerne dürfen wir Dich hiermit ab sofort, und jederzeit widerruflich, von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung unter Anrechnung auf etwaigen Resturlaub und unter Fortsetzung der vertragsgemäßen Vergütungen freistellen.
Das geht so nicht.
Kann der Arbeitgeber statt einer Urlaubsabgeltung Resturlaub auch durch eine widerrufliche Freistellung gewähren?

Nein, denn wenn der Arbeitnehmer damit rechnen muss, während einer Freistellung noch einmal arbeiten zu müssen, kann er nicht Urlaub machen. Und wenn er keinen Urlaub machen kann, sind die am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses noch offenen Urlaubstage abzugelten, d.h. der Arbeitnehmer kann Urlaubsabgeltung verlangen.
https://www.hensche.de/Urlaubsabgeltung_Arbeitsrecht_Urlaubsabgeltung.html#tocitem7
 

hharge

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Na ja, du bist jetzt eh von der Arbeit freigestellt. Ob bzw. welche Tage davon mit Urlaub verrechnet werden, kann dir im Grunde genommen egal sein.
Ups, da habe ich vergessen mitzuteilen, dass ich bereits eine "betriebsbedingte Kündigung" diese Woche erhalten habe.
Ich werde diese zügig zum Jobcenter schicken und dachte eigentlich, dass sich vielleicht Jemand auskennt über das Thema "Freistellung" von der Arbeit und die daraus folgenden Probleme mit dem Jobcenter oder Sanktionen.
In dem Fall wäre es nämlich besser, wenn ich der Freistellung wiederspreche und mir stattdessen Krankschreiben lasse bis zum Ablauf meiner Kündigung, welche noch 4 Wochen gültig ist.

Gruß


Heißt die Formulierung meines Chefs nun, dass er mir KEINEN Urlaub sowie bezahlte Arbeit gewähren will?
Es ist nämlich so, dass meine Arbeitsstunden pro Woche nicht feststehen und ich mir sorgen mache, dass er nun diese Freistellung nutzt, um mir dann gar nichts auszuzahlen. Denn das war ja eines der Probleme, warum ich unglücklich war.

Was soll ich denn nun am Besten machen?:icon_frown:

Ich habe nun folgende Möglichkeiten:
1. Freistellung ablehnen (reicht es schriftlich?) und Krankschreiben, wobei mein Arbeitgeber sicherlich auch versuchen wird, mir keine Fortzahlung bei Krankheit zu überweisen
2. akzeptieren und weiterbezahlt werden. ABER! mir kommt die Formulierung in der Mail so vor, als wolle man mir damit Arbeitsstunden durch die Freistellung vorenthalten, Urlaub auch)
3. Kann ich nach Ablauf meiner Kündigung noch Urlaubsentgelt beantragen oder muss dies währed der folgenden 4 Wochen geschehen?
 

hharge

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Die Lohnabrechnung kannst du ach nach Ablauf der Kündigungsfrist noch angreifen, du musst dabei aber die im Arbeitsvertrag stehende Ausschlussfrist beachten.
Das Problem ist, es gibt keinen Arbeitsvertrag :S Somit gelten doch gesetzliche Rahmenbedingen oder nicht?
 

Kerstin_K

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Ist das eine kleine Klitsche? Vom Arbeitsrecht scheinen die wenig bis keine Ahnung zu haben.
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atasteofbunny

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Ich verstehe die E-Mail so, dass du von der Arbeit freigestellt bist und weiterhin Gehalt bekommst.

Mit Urlaubsabgeltung ist es so eine Sache, die wird - meine ich - als Einkommen gewertet. Ist die Frage, ob du "unterm Strich" etwas davon hättest.

Vielleicht findest du ja kurzfristig einen neuen Minijob. Zurzeit werden ja viele Weihnachtsaushilfen gesucht.
 

hharge

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Ich verstehe die E-Mail so, dass du von der Arbeit freigestellt bist und weiterhin Gehalt bekommst.

Mit Urlaubsabgeltung ist es so eine Sache, die wird - meine ich - als Einkommen gewertet. Ist die Frage, ob du "unterm Strich" etwas davon hättest.

Vielleicht findest du ja kurzfristig einen neuen Minijob. Zurzeit werden ja viele Weihnachtsaushilfen gesucht.
Aber klar, bei 400 Euro sind das 160, die mir das Jobcenter als Freibetrag gewährt. Von daher wäre mir es egal, ob es als Gehalt angerechnet wird.

Ich habe dem Typ einen Deal vorgeschlagen, dass er mir schriftlich mitteilt, wie viele Arbeitsstunden ich pro Woche laut "Vertrag" (welchen ich bis heute nicht vorgelegt bekommen habe) habe. In diesem Fall verzichte ich auf meinen Urlaubsentgelt und bin froh, wenn er mich in Ruhe lässt und mir November auszahlt. Ansonsten werde ich sofort schriftlich widersprechen.

Nun könnt ihr euch hoffentlich ein Bild davon machen, was für ekelhafte Geschäftsleute da draußen existieren. Reine Ausbeute und dann auch noch keine Einsicht zeigen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Aber klar, bei 400 Euro sind das 160, die mir das Jobcenter als Freibetrag gewährt. Von daher wäre mir es egal, ob es als Gehalt angerechnet wird.
Ein höheres Brutto führt zu einem höheren Freibetrag.
Auch wenn es nicht viel ist, mir wär das nicht egal.
Ich habe dem Typ einen Deal vorgeschlagen, dass er mir schriftlich mitteilt, wie viele Arbeitsstunden ich pro Woche laut "Vertrag" (welchen ich bis heute nicht vorgelegt bekommen habe) habe.
Guckst du § 12 TzBfG
 
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