Kampf um die Würde trotz Hartz IV - Mehrbedarf bei Krankheit

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Kampf um die Würde trotz Hartz IV

Hunger versus Leben

Kerstin Koepke und Michael Lange sind chronisch krank, chronisch arbeitslos und chronisch unterfinanziert. Ihren Mehrbedarf an Medikamenten bestreiten sie von Hartz-IV.

Kerstin Koepke hat "Kaiser, wie viel Schrittchen darf ich gehn?" nie gespielt. Es gibt Gänseschrittchen oder Riesenschritte oder Sprünge - und der, der der Kaiser ist, befiehlt. Manchmal befiehlt er Schritte zurück. Ein blödes Spiel. Zählen sollen die Kinder dadurch lernen, aber was sie eher kapieren: Manche kommen vorwärts und manche nicht. Denn selten lässt der Kaiser den siegen, den er nicht mag. Michael Lange kennt das Spiel. Gern mitgemacht hat er nicht. Seine Kindheit hat er sowieso in schlechter Erinnerung.

Jetzt allerdings haben Koepke, die in Mannheim lebt, und Lange aus Hamburg etwas gemeinsam: Sie kämpfen um ihre Würde. Die zwei Hartz-VI-Betroffenen sind chronisch krank, aber die Medikamente, die sie brauchen, der Mehrbedarf, der ihnen zusteht, werden ihnen von den Arbeitslosengeld-II-Behörden, die mancherorts Jobcenter, andernorts Arge heißen - nicht erstattet. "Mich hat die Hartz-IV-Willkür politisiert", sagt Koepke. Und Lange: "Ich bin jemand, der Widerstand leistet. - Jobcenter, wie viel Schritte darf ich gehen?"

Auch Martin Behrsing vom Erwerbslosenforum Deutschland berichtet von vielen Betroffenen...
... Vor allem bei chronisch Kranken, bei Leuten mit Rückenleiden, mit Allergien, mit Atemwegserkrankungen, selbst bei Leuten mit Krebs komme es zu großen finanziellen Härten. "Starke Medikamente mit vielen Nebenwirkungen kriegt man finanziert, aber was es im Vorfeld an sanften Behandlungsmöglichkeiten gibt, nicht." Die Gesundheitsreform habe das Problem verstärkt, weil so viele Medikamente nicht mehr von den Kassen bezahlt werden.


WEITERLESEN ..... Kampf um die Würde trotz Hartz IV: Hunger versus Leben - taz.de
 
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