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Kampagne gegen Mangelernährung bei Hartz IV gestartet

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Martin Behrsing

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#1
[FONT=&quot]Alle Bundestagsabgeordneten zur Stellungnahme und Unterstützung aufgefordert. 500 Euro Eckregelsatz und 10 Euro lohnsteuerfreier Mindestlohn

[/FONT]
[FONT=&quot] Bonn/Frankfurt/Göttingen – Mit dem Start einer Kampagne gegen Mangelernährung bei Hartz IV ruft ein Bündnis dazu auf, sich für die sofortige Erhöhung des Eckregelsatz auf 500 Euro einzusetzen. Im derzeitigen Satz von 359 Euro monatlich ist für Ernährung und nicht-alkoholische Getränke täglich ein Betrag von 3,94 Euro vorgesehen. „Das reicht allenfalls für 1.580 kcal täglich. Ein erwachsener Mensch benötigt aber bei gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung täglich 2.550 kcal. Wer sich gesund ernähren möchte, muss somit ab dem 20. eines jeden Monats seine Ernährung einstellen oder er verzichtet auf alles andere“, so Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland.[/FONT]

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 

gelibeh

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#3
erledigt.
Habt Ihr die Aufschlüsselung, wie Ihr auf die Kalorienzahl kommt? Muss wegen meiner Erkrankung (Krebs) besonders drauf achten und brauche das eventuell als Argumentationshilfe
 

Martin Behrsing

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#4
erledigt.
Habt Ihr die Aufschlüsselung, wie Ihr auf die Kalorienzahl kommt? Muss wegen meiner Erkrankung (Krebs) besonders drauf achten und brauche das eventuell als Argumentationshilfe
Hier ein wenig Stoff dazu

Mit den 3,85 Euro pro Tag anerkannter Verbrauchsausgaben für Essen und Trinken jedenfalls können Alleinstehende täglich nur 1.504 Kilokalorien in Form gesunder Ernährung zu sich nehmen. Reicht das?
Als es noch Warenkörbe gab, mit denen die für eine gesunde Ernährung notwendigen Lebensmittel von Ernährungswissenschaftlern bestimmt wurden, hieß es: "Im Warenkorb 1970 ist zur Sicherung einer vollwertigen Ernährung, soweit es um den Energiebedarf geht, eine Tagesmenge von 2250 Kalorien zugrunde gelegt worden. In dieser Höhe wurde der Kalorienbedarf schon im Warenkorb 1962 zugrundegelegt. Er gilt für erwachsene männliche Hilfeempfänger und geht davon aus, dass sie einer Erwerbsarbeit nicht nachgehen." (Käthe Petersen 1972, 37) Frauen wurde trotz ihres geringeren Energiebedarfs derselbe Kalorienbedarf wie Männern zuerkannt, "um der Frau wegen ihrer Mehrbelastung durch Hausarbeit einen Ausgleich zukommen zu lassen." (ebda.) Heute dagegen geht man allgemein vom Mittelwert des Kalorienverbrauchs von Mann und Frau aus.


http://www.500-euro-eckregelsatz.de/16-2009071551.html#obennach oben


Durchschnittsgröße und -gewicht heute

Der Durchschnitt des kcal-Bedarfs, den BezieherInnen von Arbeitslosengeld II brauchen, muss auf heutige Menschen mit Durchschnittsgewicht und Durchschnittsgröße bezogen werden. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2005, einer repräsentativen Befragung von rd. 52.000 Personen in Deutschland waren Männer im Alter von 18 bis 64 im Jahre 2005 im Durchschnitt 1,79 m groß und 82,5 kg schwer. Frauen zwischen 18 und 64 waren 1,66 groß und 66,8 kg schwer.
(http://www.destatis.de/jetspeed/ ... /Tabellen/Content50/Koerpermasse,templateId=renderPrint.psml; eigene Berechnung)
Der Body Mass Index (BMI) ist ein Maßstab, mit dem man Normalgewicht von Übergewicht unterscheiden kann. Er berechnet sich, indem das Gewicht durch die Körpergröße im Quadrat geteilt wird. Der BMI eines Durchschnittsmannes zwischen 18 und 64 war also im Jahr 2005 25,7, der einer Durchschnittsfrau 24,2. In beiden Fällen handelt es sich um leichtes Übergewicht. Denn das Normalgewicht eines erwachsenen Mannes liegt bei einem BMI von 20 bis 25, das einer erwachsenen Frau bei einem BMI von 19 bis 24. (https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/bmi.htm)
Den Berechnungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die sich in den Referenzwerten (Bezugswerten) für die Nährstoffzufuhr niederschlagen, liegen Menschen mit Körpergrößen zugrunde, die in den Jahren 1980 bzw. 1990 ermittelt wurden. Sie gehen davon aus, dass Männer von 19 bis 64 1,75m groß sind und Frauen 1,63 m. (DACH 2000, Tabelle 1, 24, eigene Berechnung)
Mit wachsender Größe erhöht sich auch das durchschnittliche Gewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht jedoch nicht vom tatsächlichen Durchschnittsgewicht bzw. Body Mass Index aus, sondern von einem "wünschenswerten Body Mass Index" (DACH 2000, Tabelle 1, Fußnote 3, 24). Der zugrunde gelegte BMI ist bei Männern 24, bei Frauen 22 (ebda.). Die Nährstoffzufuhr bezieht sich also auf Menschen mit Idealgewicht und berücksichtigt nicht den tatsächlichen Kalorienbedarf tatsächlicher Menschen mit tatsächlichem Gewicht. Das Gewicht, das die DGE unter diesen beiden Voraussetzungen für Körpergröße und -gewicht unterstellt, beträgt 73,4 kg bei Männern von 19 bis 64 und 58,5 kg bei Frauen (DACH 2000, 24, eigene Berechnung).


Durchschnittlicher Energiebedarf pro Tag

Der Energiebedarf eines Menschen ergibt sich grob aus dem Grundumsatz und dem Grad körperlicher Aktivität. Mit dem Grundumsatz werden alle notwendigen körperlichen Funktionen (Herz, Hirn, Verdauung usw.) im Ruhezustand aufrechterhalten. Der Grundumsatz ist natürlich bei Männern und Frauen verschieden. Als Ausgangspunkt wird der Mittelwert der Werte von Durchschnittsmann und Durchschnittsfrau angesetzt. Der durchschnittliche Grundumsatz beläuft sich unter diesen Bedingungen nach den Angaben der DGE auf 1.513 kcal pro Person (DACH 2000, 25, eigene Berechnung). Wohlgemerkt: dieser Grundumsatz bezieht sich auf einen Durchschnittsmenschen, der nicht dem heutigen tatsächlichen Durchschnittsmenschen entspricht.(siehe oben).

Der Grundumsatz berechnet sich nach einer Faustformel mit Körpergewicht x 24 (Stunden) x 0,9 bei Frauen und x 1,0 bei Männern. (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundumsatz) Gehen wir vom jeweiligen Mittelwert des tatsächlichen
Zum Grundumsatz hinzu kommt der Energiebedarf für körperliche Aktivitäten(DACH 2000, 27). Die DGE hat untersucht, welche Kosten für Lebensmittel im Rahmen einer vollwertigen Ernährung aufgewendet werden müssen (Georg Karg, Kornelius Wagner, Kurt Gedrich, Lebensmittelkosten im Rahmen einer vollwertigen Ernährung, April 2008). Der notwendige tägliche Energiebedarf des zugrundeliegenden Durchschnittserwachsenen soll bei einem PAL-Wert von 1,4 pro Tag 2.200 kcal sein (ebda. 3). Daraus ergibt sich ein unterstellter Grundumsatz von 1.571 kcal.
Immerhin legt die DGE noch etwas zu, denn in ihrem Standardwerk über die Referenzwerte kommt man, wenn man den Durchschnittsmenschen im Alter von 19 bis 64 berechnet, bei einem PAL-Wert von 1,4 auf einen täglichen Energiebedarf von 2.110 kcal (DACH 2000, 32, eigene Berechnung) und einen Grundumsatz von rd. 1500 kcal.
Den PAL-Wert von 1,4 begründet die DGE wie folgt: "Bei mehr als 500 Messungen an berufstätigen Erwachsenen mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten lag der PAL-Wert im Durchschnitt bei 1,55-1,65. Angesichts der allgemein geringen körperlichen Aktivität und des häufigen Übergewichts sollte im Einzelfall für den Richtwert der Energiezufuhr eher ein niedrigerer PAL-Wert (1,4) verwendet werden." (DACH 2000, 25).
Die Berechnungen gehen also zwar von einem wünschenswerten Gewicht aus, das nicht dem tatsächlichen Durchschnittsgewicht entspricht, aber nicht von einem wünschenswerten Ausmaß körperlicher Bewegung. Der allgemein beklagte Bewegungsmangel wird zur Grundlage des Ernährungsbedarfs.
Andere Untersuchungen kommen deshalb zum genau entgegengesetzten Schluss. "Da körperliche Aktivität der Entstehung von Übergewicht ... entgegenwirkt, gilt als wünschenswerter Richtsatz für Erwachsene eine Erhöhung des Ruheumsatzes um das 1,7 fache." (Petra Lührmann, Monika Neuhäuser-Berthold Gießen, Energiebedarf von Erwachsenen phoenix aktuell; www.cma.de/extensions/modules/phoenix/phoenix_download.php?id=781).
Eine Studie mehrerer deutscher Universitäten, die sich auf eine der weltweit größten Datenbanken für den Ruheenergieverbrauch einer Bevölkerung stützt, hat ebenfalls den notwendigen Grad an körperlicher Aktivität berechnet. "Der so berechnete PAL-Wert beschreibt das Ausmaß der körperlichen Aktivität, welches bei der nach DACH empfohlenen Energieaufnahme für eine ausgeglichene Energiebilanz d.h. für eine Gewichtskonstanz notwendig ist. Der PAL-Wert beläuft sich für Männer und Frauen im Alter von 18 bis 64 durchschnittlich auf 1,575. Von 18 bis 50 ist er durchschnittlich sogar 1,7" (M.J. Müller u.a., Neue Referenzwerte für den Energieverbrauch - eine aktuelle Datenbank für den Ruheenergieverbrauch der deutschen Bevölkerung, Aktuelle Ernährungs-Medizin 2005, 67, eigene Berechnung).
Gesunde Ernährung auf der Basis ausreichender, wünschenswerter Bewegung müsste also die Formel sein.
Ulla Schmidt: "Einen gesunden Lebensstil ohne ausreichende Bewegung gibt es nicht. Rund 30% der Erwachsenen sind körperlich kaum aktiv." Schmidt und Seehofer verabschiedeten ein Papier mit dem Titel "Gesunde Ernährung und mehr Bewegung" (BELV 09.Mai 2007 PM 069). Bewegung bzw. irgendein Grad körperlicher Aktivität ist allerdings mit Hartz IV nicht vorgesehen. Die von Hartz IV erlaubten 1.504 kcal für gesunde Ernährung entsprechen nicht einmal dem Ruheenergieverbrauch eines Menschen, der sich nicht bewegt. Die Bundesregierung bringt es aber fertig, sich über den indirekt von ihr selbst verordneten Bewegungsmangel der Hartz-IV-Bezieher zu beschweren. Um die Bewegungsmöglichkeiten einzuschränken, erkennt die Bundesregierung nicht einmal den Bedarf nach einer Monatskarte mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Monatskarte hält aber selbst Commerzbank-Professor Thießen aus Chemnitz für den zweitwichtigsten Bestandteil seines 132 Euro-Regelsatzes.

Der von der DGE anerkannte Grad an körperlicher Aktivität von 1,4 ist auf jeden Fall zu niedrig. Wenn wir dennoch den realen Bewegungsmangel beim Grad körperlicher Aktivität berücksichtigen, können wir den PAL-Wert mit 1,5 ansetzen. Wir erhalten dann auf der Basis des Grundumsatzes eines "tatsächlichen" Durchschnittsmenschen im Alter von 19 bis 64 einen notwendigen Energiebedarf von 2.550 kcal (1.700 kcal Grundumsatz x 1,5 PAL-Wert). Das würde die Formel gesunde Ernährung und Bewegung auf vorsichtige Art und Weise berücksichtigen.
Statt Mangelernährung - Eckregelsatz von mindestens 500 Euro
 

pinguin

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#5
Habt Ihr die Aufschlüsselung, wie Ihr auf die Kalorienzahl kommt? Muss wegen meiner Erkrankung (Krebs) besonders drauf achten und brauche das eventuell als Argumentationshilfe
Wende Dich dazu mal hierhin:
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Bergholz-Rehbrücke
Tel: 033200-88-0
DIfE -- Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Die waren letztens bei der langen Nacht der Wissenschaften an der Potsdamer Uni mit dabei und hatten auch so einen Stand mit der Möglichkeit, sich seinen individuellen Ernährungsbedarf ausrechnen zu lassen. Die können Dir auf jeden Fall weiterhelfen.

ciao
pinguin
 

gelibeh

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#6
Dank schon mal. Hilft mir allerdings nur bedingt. Denke mal, mein Kalorienbedarf liegt im Durchschnitt. Das Problem bei mir ist, dass ich säurehaltige und scharfe Lebensmittel nicht essen kann. Außerdem haben meine Speicheldrüsen den Betrieb eingestellt. Also gehen auch "trockene" Lebensmittel nicht, Dazu gehören u.a. auch Fleisch, Käse, Brot etc.
Hab täglich damit zu kämpfen, die notwendigen? Kalorien in mich reinzubekommen.

Zur Zeit bekomme ich ja einen Mehrbedarf von 10% zugestanden. Wenn ich in die Sozialhilfe wechsel, muss ich den Mehrbedarf für Ernährung durch ein ärztliches Attest belegen.
 

nightangel

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#7
Auch unterzeichnet.

Und direkt in einem anderen Forum verlinkt wo es auch gerade das Thema Hartz4 gibt. :icon_wink:
Hoffe das auch von dort noch einige mitmachen.
 
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ExitUser

Gast
#8
Unterzeichnet und an jeden weitergeleitet den ich kenne.#

geht denke ich mal jeden was an.:icon_daumen:
 

mercator

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#10
Schon erschreckend, wenn man das so liest. Da fragt man sich einmal mehr, in was für einem Scheißland wir leben.
 

Martin Behrsing

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#12

Martin Behrsing

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#13
Hier auch noch eine agenturmeldung des epd

Hartz-IV-Aktionsbündnis startet "Kampagne gegen Mangelernährung"

Bonn (epd). Mit einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten und einer Unterschriftensammlung will ein Aktionsbündnis gegen Mangelernährung bei Hartz IV protestieren. Wer sich mit dem Hartz-IV-Satz gesund ernähren wolle, müsse aus Geldmangel ab dem 20. eines Monats die Ernährung einstellen oder auf alles andere verzichten, erklärte Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland am Montagabend in Bonn. Im derzeitigen Satz von 359 Euro monatlich seien für Ernährung und nicht-alkoholische Getränke täglich nur 3,94 Euro vorgesehen.
Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West

und auch bei der dpa-tochter news-aktuell
Presseportal: Erwerbslosen Forum Deutschland - Kampagne gegen Mangelernährung bei Hartz IV gestartet / Alle Bundestagsabgeordneten zur Stellungnahme und Unterstützung aufgefordert / 500 Euro Eckregelsatz und 10 Euro lohnsteuerfreier Mindestlohn
 
E

ExitUser

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#14
500 Euro Regelsatz für ALLE, dann ja, da aber einige Menschen hier nicht dazu gehören - nein danke, so nicht!
 
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#15
*mal kurz dazwischenschieb*

Wäre ich Politiker (wir nehmen jetzt mal die CDU), würde ich gleich ab sofort auf 500€ erhöhen, (achtung, das wird klasse, denkt mal kurz aus deren Sicht).
Dann haben sie nämlich "uns" als Wählerstimmen gewonnen (wie gesagt, denkt mal von deren Seite aus). Sodalla, jetzt sind die natürlich wieder drin, besser wie zuvor samt ihrer FDP. Die gehen dann her und senken ihre versprochenen 30%. Dann sind die Anwälte und Bankenchefs zufrieden, weil sie´s dem Schmarotzerpack (denkt dran, ihr seid noch Politiker) gezeigt habe und voila!!
Wir sind wieder bei exakt 350€!! :icon_daumen:

Also wäre ich Plitiker, ich würds nutzen, besser gehts doch echt nicht.

So und jetzt mal ernsthaft:
Bin natürlich dabei, vielleicht bewegen wir ja doch mal was :icon_pause:
(die sollen doch einfach mal so denken,d ass Mangelernährungen auch zu Krankheiten führen _können_....sowas kostet dann die Kassen wieder, also die Allgemeinheit. so also gleich richtig machen, dann gibts auch keine negativen Folgen :icon_klatsch:
 

Trajan

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#16
Tolle Idee. Habe auch unterschrieben und werde versuchen, noch mehr Leidensgenossen zur Unterschrift zu bewegen.
 
E

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Gast
#17
Auf der einen Seite soll man sekündlich bereit sein, um sofort jede angebotene "Tätigkeit" anzunehmen und auf der anderen Seite mit fast garnix zum Leben um die Runden kommen, aber der Anreiz jedes noch so "zumutbare" Arbeitsangebot anzunehmen soll ja auch noch vorhanden sein. Dazu noch der ständige Druck und die Sorge eventuell mal ruckzuck obdachlos zu werden. Gleichzeitig wird aber ganz selbstverständlich verlangt und erwartet das man hochmotiviert und topfit ist.

IRONIE:ON

Am Ende des Monats ist man dann so geschlaucht, dass man den großen "ANREITZ" verspürt am Monatsanfang zu seiner PaPnase zu hecheln und darum fleht, jeden "Job" anzunehmen der gerade zu kriegen ist, koste es was es wolle.....bis zum "KOTZREITZ".

Kurz, ich habe wenig zu fressen, liege aufem Sofa und trinke Bier, weil das im Vergleich zu "gesunden" Nahrungsmitteln viel günstiger ist. Weil man aber trotzdem Hunger hat, bleibt es selten aus, das man frustriert ist und auf seine Umwelt agressiv reagiert.

Das führt dann selbstverständlich dazu, das man regelrecht nach einem "Job" im Niedrieglohnbereich bettelt, von dem man zwar auch nicht leben kann, aber dafür ist es doppelt Notwendig, (gesunde) Nahrung zu sich zu nehmen um die Arbeit ausführen zu können, ergo...

IRONIE:OFF

:icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
#18
Ich höre schon den ersten Politiker "500 Euro sind nicht drin, es muss ein Anreiz zur Arbeitsaufnahme bleiben" :icon_neutral:

Dann wärs schon mal gut, wenn man glasklare Argumente gegen diese
Verleumdnung hat. Es muss ganz klar werden, das Hartz 4-Empfänger hochgradig stigmatisiert und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden. Die Arbeitslosigkeit verlängert die Gesllschaft selbst, in dem sie die Betroffenen mit Vorurteilen in die Ecke drängt.

"Die Verfolgung" von Betroffenen muß beendet werden, das ist ein
menschenrechtlicher Skandal.

Argumente ließen sich finden, wenn so ein "Kapital- und Ausbeutervertreter" wie immer mit den "Anreizen" kommen würde.
 

Martin Behrsing

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#19
3,94 Euro für Essen sind ungesund

Bündnisprotest gegen Hartz-IV-Mangelernährung

Bonn (epd/ND). Mit einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten und einer Unterschriftensammlung will ein Aktionsbündnis gegen Mangelernährung bei Hartz IV protestieren. Wer sich mit dem Hartz-IV-Satz gesund ernähren wolle, müsse aus Geldmangel ab dem 20. eines Monats die Ernährung einstellen oder auf alles andere verzichten, erklärte Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland am Montagabend in Bonn. Im derzeitigen Satz von 359 Euro monatlich seien für Ernährung und nichtalkoholische Getränke täglich nur 3,94 Euro vorgesehen. Neben der Mangelernährung würden Hartz-IV-Bezieher auch in allen anderen Bereichen von der Teilhabe in der Gesellschaft ausgeschlossen. So lässt der monatliche Eckregelsatz für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln einen täglichen Satz von 0,49 Euro zu.--------------


05.08.2009: 3,94 Euro für Essen sind ungesund (Tageszeitung Neues Deutschland)
 
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