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Kampagne: “AufRECHT” bestehen – bundesweite Aktionen zur Praxis der Jobcenter

wolliohne

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By altonabloggt on 25. Juli 2014 • ( 7 )


Die Agenda 2010 konnte ihr Versprechen, Erwerbslose auf der Basis eines aktiven Menschenbildes intensiv zu fördern, nicht einlösen. Stattdessen wurden, wie der Skandal um den Bericht des Bundesrechnungshofs aus 2013 zeigt, Menschen zunehmend als statistisches Material begriffen, das als Manövriermasse für die Manipulation von Bilanzen der Bundesagentur für Arbeit und die Produktion einer arbeitsmarktpolitischen “Erfolgsgeschichte” zugunsten der politisch Verantwortlichen benutzt wird. Die Folgen dieser Politik (be)treffen alle: Die Agenda 2010 bewirkt eine Verelendungsspirale, indem sie Erwerbslose demütigt, stigmatisiert und ihrer Grundrechte beraubt und darüber Erwerbstätige für einen Niedriglohnsektor willfährig macht. Den Preis dafür bezahlt die Gesellschaft mit einem Abbau der sozialen Sicherungssysteme und einer Erosion demokratischer Normen, im internationalen Rahmen (Menschenrechte) und im nationalen Rahmen (unveräußerliche Grundrechte). Die größte Herausforderung in diesem Projekt ist der Umgang mit Ressentiments, die in den vergangenen zehn Jahren systematisch geschürt wurden und dazu führen, dass Erwerbslose nicht länger als gleichberechtigte Gesprächspartner gelten. Dies trifft auch dort zu, wo ihnen und ihrer Situation vermeintliches Verständnis entgegengebracht wird. Erwerbslose werden zu Objekten einer Mitleidsethik, die als privatisierte Versorgungsleistung (das augenfälligste Beispiel sind die Tafeln) oder immer neue technokratisch orientierte “Hilfsmaßnahmen” seitens der Politik in Erscheinung tritt. Die damit verbundenen Verwicklungen bewirken, dass sich Zorn, Ohnmacht und Verbitterung auf Seiten der Betroffenen in einem Ausmaß ansammeln, dass in vielen Fällen zu praktischen Handlungsunfähigkeit führt. Ebenso fühlen sich die Betroffenen auch oftmals in eine „Opferrolle“ hineingedrängt, welche es gilt aufzubrechen. Das Objekt einer Mitleidsethik muss einer aktiven Rolle weichen.
Kampagne: ?AufRECHT? bestehen ? bundesweite Aktionen zur Praxis der Jobcenter « altonabloggt
 

bla47

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Die Gesellschaft "zahlt" auch mit allgemeinem Zeitmangel.
Statt mit Opa von nebenan bei einem guten Gespräch Skat zu spielen, klappern die Betroffenen 2 - 3 mal in der Woche die Angebote verschiedener Supermärkte ab, nutzen zeitraubende Bus / Bahnfahrten, sind bis zu zugemuteter 3 Stunden / Arbeitstag auf dem Arbeitsweg...
Agenda 2010 = Armut, Armut = Zeitnot, Zeitnot macht einsam auch die Nichtbetroffenen!
Viele Grüße noch vom geklautem Feiertag ( 1995 Pflegeversicherung ) auch wenn keiner mehr drüber spricht. Weg ist der immernoch ! Tschüss Omi, ich muss zur Arbeit. Wenn
 

wolliohne

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Mehr:

Die Kampagne: Idee, Ziele, Aktionsideen
Die Kampagne stellen wir vor in der Juni-Ausgabe unseres Rundbriefs A-Info vor [PDF-Dokument]: Was können und was wollen wir erreichen? Wie kann eine Umsetzung vor Ort aussehen?
Ausführliche Handlungshilfe
Mehr Hintergrundinformationen, Tipps und Anregungen sowie Materialien bietet eine ausführlichen Handlungshilfe (PDF-Dokument, 29 Seiten).

Aufruf: "AufRECHT bestehen - kein Sonderrecht im Jobcenter
Der Aufruf zur Kampagne [PDF] wurde auf der KOS-Tagung am 13. Juni von rund 60 VertreterInnen örtlicher Erwerbslosengruppen verabschiedet.
Bitte beteiligt euch an der Kamapgne und informiert uns über eure Aktivitäten!
Weitere Inhalte und Ergebnisse der Tagung
Weitere Materialien werden noch ergänzt
Tagungsprogramm [PDF-Dokument]
Vortrag von Inge Hannemann zur Arbeitsweise der Jobcenter: „Oft rechtswidrig, bürgerfeindlich und unwürdig – Warum ist die Praxis der Jobcenter so schlecht wie sie ist?“
[PDF-Dokument]
Folien zum Vortrag (Controlling der Bundesagentur für Arbeit" [PDF-Dokument]

„Eigensinnige Kunden“
Zum Vortrag von Tine Haubner (Uni Jena) zu den Ergebnissen einer qualitativen Befragung von Hartz-IV-Beziehern und Jobcenter-Mitarbeitern (veröffentlicht als Buch: Klaus Dörre u.a.: "Bewährungsproben für die Unterschicht"), siehe:
Buchbesprechung auf den Nachdenkseiten [Externer Link]
Die Hartz-Reformen – Erfolg für die Einen, Scheitern für die Anderen
Artikel von Klaus Dörre in den Blättern für deutsche und internationale Politik [PDF-Dokument]

Pressemitteilung zur Tagung [PDF-Dokument]
Presseressonanz:
Junge Welt [externer Link]
Neues Deutschland [externer Link]

Materialhinweise:
Untersuchungen zur Jobcenterpraxis, herausgegeben vom Diakonischen Werk Hamburg:
Zwischen Vermessen und Ermessen
(Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hamburger Jobcenters) - Externer Link
Respekt Fehlanzeige?
(Befragung von Hartz-IV-Leistungsberechtigten in Hamburg) - [PDF-Dokument]
SGB-II-Änderungen in der Diskussion
(Entwurf eines Abschlussberichts zur Arbeit der Bund-Länder-AG) [PDF-Dokument]

Macht mit: Kampagne "AufRECHT bestehen" zur Praxis der Jobcenter
 

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Respekt Fehlanzeige?
(Befragung von Hartz-IV-Leistungsberechtigten in Hamburg) - [PDF-Dokument]
Respekt könnte ja eine Art "Wohlfühlklima" erzeugen - und das gilt es im SGB II Bereich ganz sicher zu vermeiden.

Theorie (Gesetzestext) und Praxis (Alltag in den JC) klaffen doch sehr weit auseinander.
 

wolliohne

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wobei wir in Bonn eine besondere Situation haben,
denn das BMAS (Erst Sitz)und JC liegen an einer stark befahrenen Strasse genau gegenüber-sind gerade 50 m auseinander.

Sicher gibt es eine unterirdische Verbindung zur schnelleren Umsetzung?
 
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