Kaltmiete angemessen, Heizkosten aber nicht

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schemesch

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Ich habe in diesem Jahr das erste Mal Probleme bei der Übernahme der Heizkostennachzahlung.
In den vorherigen Jahren wurden diese Nachzahlungen immer problemlos übernommen.
In diesem Jahr hieß es auf dem Anlehnungsbescheid:
Der Heizkostenabschlag, der monatlich gezahlt wird, liegt schon über dem angemessenen Betrag für eine Person.
Habe dann telefonisch nachgefragt, wie ich das zu verstehen habe, da es ja in den Jahren vorher auch übernommen wurde.
Bekam keine rechte Auskunft (es ist ein neuer SB ), nur einen Verweis auf den Ablehnungsbescheid.

Wer kann mir helfen? Wie muss ich jetzt vorgehen?
Dazu muss ich noch sagen, dass es in meinen Kreis keinen Miet- bzw. Heizspiegel gibt.

Ich wohne alleine in einer 70 qm großen Altbauwohnung (Erdgeschoss) und zahle nur 130,-- Euro Kaltmiete.
Die Gesamtmiete (Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten) beträgt 275,-- Euro.

Habe jetzt erfahren, dass die angemessene Kaltmiete bei 240,-- Euro liegt und die angemessenen Heizkosten bei 62,-- Euro. Das sind ja zusammen schon 300,-- Euro (ohne Nebenkosten).
Das verstehe ich jetzt aber nicht.

Meine Gesamtkosten liegen unter den angemessenen Gesamtkosten und mir werden die Heizkosten nicht übernommen.

Wie kann ich einen Widerpruch schreiben?
Was habe ich aber davon, wenn so eine Bearbeitung ewig dauert. Das Geld für die Nachzahlungsforderung habe ich jetzt aber nicht.
 

martinpluto

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Hallo, du kannst bei der Arge einen Vorschuss oder ein zinsloses Darlehen beantragen um die Nachzahlung leisten zu können.
"Hiermit widerspreche ich Ihrem Ablehnungsbescheid für die Nachzahlung meiner Heizkosten vom....Dabei berufe ich mich auf das Urteil des BSG vom 23.11.2006 mit Aktenzeichen [FONT=&quot]B 11b AS 3/06 R in dem zu lesen ist "[/FONT][FONT=&quot]dass eine Pauschalierung der Heizkosten unzulässig ist und im Regelfall die tatsächlichen Aufwendungen zu berücksichtigen sind". Des weiteren verweise ich darauf dass meine Warmmiete als angemessen zu betrachten ist. [/FONT][FONT=&quot]Der Leistungsbehörde obliegt im Falle einer "nicht Angemessenheit" die Darlegungs- und Beweislast in Form von konkreten und ausführlichen Ermittlungen zur Angemessenheit des Heizkostenverhaltens. Daran haben Sie sich nicht gehalten (siehe auch BSG vom 02.07.2009 mit Aktenzeichen [/FONT][FONT=&quot]B 14 AS 36/08 R). Deshalb sind die tatsächlichen Heizkosten zu übernehmen. Ich erwarte Ihren rechtsmittelfähigen Bescheid mit einer Frist bis zum .....(vielleicht mal 3 wochen rechnen) weil ich aufgrund der Nachzahlung unter das Existenzminimum falle
[/FONT]
 
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