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Kalifornien steht kurz vor dem Staatsbankrott

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#1
Kalifornien steht kurz vor dem Staatsbankrott
«Furchterregende Aussichten»

Schulen, Altenheimen, Gefängnissen und Krankenhäusern werden Zuschüsse gestrichen. Knapp eine Million Kinder aus sozial schwachen Familien würden nach Schwarzeneggers Plänen ihre Krankenversicherung verlieren. Stipendien für College-Studenten, Rehabilitationsprogramme für Häftlinge und medizinische Unterstützung für Aids-Patienten entfallen. «Das sind furchterregende Aussichten», sagte der 48-Jahre alte HIV-kranke Arturo Jackson bei einer Protestaktion in Sacramento dem «San Francisco Chronicle». Die Kürzungen, die vor allem Arme, Alte und Kranke treffen werden, sind «grausam, herzlos und sie werden Menschen buchstäblich umbringen», warnt Gary Passmore, Vorsitzender eines Seniorenverbandes.Zur Senkung des massiven Defizits sollen zudem 5000 Staatsangestellte entlassen werden, Hunderttausende werden jetzt schon an zwei Tagen im Monat in den Zwangsurlaub geschickt. 200 Naturparks von den Redwood-Wäldern in Nordkalifornien bis zu den Surfer-Stränden in San Diego, sollen dicht gemacht werden.
Milliarden-Einsparungen gegen die Pleite

Das Tauziehen zwischen Demokraten und Republikanern in Sacramento ging schon im November los, nachdem Schwarzenegger wegen sinkender Steuereinnahmen bei drastischer Verschlechterung der Wirtschaftslage den «Notstand» erklärte. Im Februar raufte sich das Parlament zu einem Sparpaket mit Milliardenkürzungen zusammen, um die drohende Staatspleite in letzter Minute abzuwenden. Im Mai erteilten die Wähler Schwarzeneggers Haushalts-Plänen eine deutliche Absage. Mit großer Mehrheit stimmten sie gegen Steuererhöhungen und neue Millionenanleihen.

Das Bild vom unbeschwerten Leben unter kalifornischer Sonne hängt schon lange schief. Mit einer Arbeitslosenquote von über 11 Prozent liegt der Westküstenstaat im US-Vergleich an fünfthöchster Stelle. Der Einbruch des Immobilienmarkts hat eine Welle von Zwangsversteigerungen ausgelöst. Zwischen Hollywood und Silicon Valley grassiert die Firmenpleite. Nicht erst die jüngste Rezession macht dem Staat zu schaffen. Schon 1991 besang das «Time»-Magazine in einer Titelgeschichte das Ende des «kalifornischen Traumes» mit überteuerten Immobilien, überfüllten Schulen und einem defizitären Haushalt.
NETZEITUNG POLITIK AUSLAND NACHRICHTEN: Kalifornien steht kurz vor dem Staatsbankrott
 

zebulon

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#4
.....solange der Wert des Papieres niedriger ist wie der Wert der Banknote.......
Das ist der springende Punk. Spätenstens da ist Ende.
Das Papier ist doch schon lange wesentlich mehr wert als die Banknote. Na und? Es interessiert niemanden und es hält sich niemand daran, also...
Ist natürlich Quatsch, da du ja für den Dollar immer noch Dinge kaufen kannst die höher liegen als der Papierwert. Tasächlich ist das ja nicht nur eine akademische Frage. Zur Zeit gelangt das Geld das die FED für die Banken bereitstellt, nicht als Kaufkraft, oder sagen wir mal, als Massenkaufkraft in die Realwirtschaft. Es verbleibt bei den Banken, wird vielleicht da gehortet um die Halter großer Vermögen zu beruhigen, damit es keine Bank-Runs gibt. Unten lässt aber die Massenkaufkraft stetig nach, auch Folge von Niedriglohn-Politik. Der Konsum geht großflächig zurück. ( in den USA, weil dort der Konsument keine Kredite mehr bekommt. Da sind die Beschäftigungsstrukturen schon seit den 80ern abgebaut worden und seit Clinton durfte auf Pump konsumiert werden).

Jetzt muß die Realwirtschaft durch bereitgestelltes Geld vom Staat gestützt werden. Besser wäre natürlich, die Realwirtschaft würde von Kaufkraft gestützt. (Das nennt man dann einen freien Markt)

Es ist auch noch umstritten was wirklich passieren wird, eine deflatonäre Implosion oder eine Hyperinflation. Weil eine Deflation in den Kollaps der Wirtschaft führt, werden die Regierungen das nicht zulassen und irgendwie immer mehr Geld bereitstellen, was sich dann irgendwann wie eine Flut in die Märkte ergießen wird. DANN haben wir eine Inflation. Das ist aber noch nicht der Fall und keiner weiß, WANN das passiert. Weil das Geld nicht von unten eingeleitet wird ( das wäre beispielsweise bei der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens der Fall ) sondern über das herkömmliche Bankensystem erst in die Pools der Vermögenden, sammelt es sich wie in Rückhaltebecken an (die geben es ja nicht aus, da die gesättigt sind) und wird dann irgendwann flutartig in die Märkte schwappen, wenn diese Vermögenden das Vertrauen verlieren, ihr Geld abheben und Sachwerte dafür haben wollen. Dann geht die Geldentwertung aber vermutlich ganz schnell.

So stelle ich mir die Situation vereinfacht in etwa vor. In Wirklichkeit ist es natürlich komplizierter, weil Deflation und Inflation in verschiedenen Anlage- und Vermögensklassen gleichzeitig herrschen kann, weil die Regierungen über weitreichende Manipulationstechniken verfügen und weil es zu sozialen Unruhen kommen wird, da immer größere Bevölkerungsgruppen aus dem Verteilersystem rausfallen bzw. das Verteilersystem extrem ungerecht ist (HartzIV versus Selbstbedienung der Eliten über subventionierte Finanzprodukte versus nach Luft schnappenden Arbeitnehmern in einem immer schneller drehenden Hamsterrad). Diese Unruhen werden dann auch stark destabilisierend auf das allgemeine Vertrauen wirken, und zwar nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung, sondern auch der Eliten und der Bürger (...oder des Pöbels, jeder darf sich selber aussuchen wo er sich da ansiedelt) untereinander.

Soweit eine kurze Situationsbeschreibung wie ich die Sache wahrnehme..
 
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#5
Dank an Zebulon für seine Ausführung. Ich frag mich schon geraume Zeit, bekommen wir einen kompletten Crash (der Papierwährungen) oder nicht?
 
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#6
Dank an Zebulon für seine Ausführung. Ich frag mich schon geraume Zeit, bekommen wir einen kompletten Crash (der Papierwährungen) oder nicht?
Was dabei auch noch eine ziemlich große Rolle spielen dürfte ist China und die Anleihen:

China will Yuan-Anleihen

Ein führender chinesischer Banker hat die US-Regierung und die Weltbank aufgefordert, Yuan-Anleihen aufzulegen - meldet Reuters.

Die Nachricht kommt einer Sensation gleich. Denn, sollte dies tatsächlich passieren, ist es mit dem Leben auf Pump in den USA vorbei. Dollar und US-Staatsanleihen dürften kräftig an Wert verlieren, die Zinsen in den USA müssten zwangsläufig steigen, was in einem Staatsbankrott enden könnte.

Die Anleihen auf die chinesische Währung könnten in Hongkong und Shanghai verkauft werden, sagte Guo Shuqing, Chef der staatlichen China Construction Bank (CCB) im Reuters-Interview. Es sei im Interesse der USA, den Yuan zu einer internationalen Währung zu machen, die weltweit gehandelt werde, sagte der Chef der weltweit zweitgrößten Bank weiter.

Noch wollen die Chinesen den Yuan gar nicht konvertibel machen. Eine klare Warnung an die USA ist es allemal.


China will Yuan-Anleihen - International Business Times
http://www.elo-forum.org/finanzkris...ellsten-meldungen-bankenkrise.html#post429224 Beitrag Nr. 8033
 

destina

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#7
Jetzt muß die Realwirtschaft durch bereitgestelltes Geld vom Staat gestützt werden. Besser wäre natürlich, die Realwirtschaft würde von Kaufkraft gestützt. (Das nennt man dann einen freien Markt)
Wenn die USA eigenes Staatsgeld bereitsstellt, um die Kreditklemme zu überwinden, wäre das eine Möglichkeit. Dazu muß aber die FED entmachtet werden, also Verstaatlichung aller Banken.
 
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#8
US-Geschäftsleute kämpfen ums blanke Überleben

Jahrelang war der Konsum die Lokomotive der US-Wirtschaft. Nun kämpfen Laden- und Restaurantinhaber ums Überleben. Dabei entwickeln sie eine bemerkenswerte Kreativität. Doch alle Bemühungen ändern nicht an der Tatsache: Die Vereinigten Staaten befinden sich im Ausverkauf.

Die USA befinden sich im Ausverkauf. In den Touristengegenden von Los Angeles, San Francisco und New York lockten die Geschäfte zwar schon zu Boomzeiten Kunden mit großen „Sale“-Schildern. Da es in Amerika keine Regeln für den Schlussverkauf gibt, hängt in manchen Schaufenstern das ganze Jahr ein Lockangebot von 90 Prozent Preisnachlass. Doch während die Inhaber damit früher einfach nur verdienen wollten, kämpfen sie heute ums Überleben und versuchen verzweifelt, die Menschen zum Kaufen zu animieren.

US-Geschaeftsleute-kaempfen-ums-blanke-Ueberleben
 
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#10
Schwarzenegger ruft finanziellen Notstand aus

Das Haushaltsloch in Kalifornien wird immer größer: Gouverneur Schwarzenegger beziffert das Defizit auf 26,3 Milliarden Dollar. Der Republikaner hat jetzt den Finanznotstand ausgerufen - und als erste Sparmaßnahme unbezahlten Zwangsurlaub für mehr als 200.000 Staatangestellte angeordnet.
Milliardendefizit in Kalifornien: Schwarzenegger ruft finanziellen Notstand aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Milliardendefitzit in Kalifornien


Arnie ruft Notstand aus

Im Kampf gegen die tiefen Löcher im kalifornischen Haushalt hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger den finanziellen Notstand ausgerufen. Damit kann der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA vorläufig alle Zahlungen an Vertragspartner und lokale Behörden aussetzen.

... Unbezahlter Zwangsurlaub

Schwarzenegger drängt auf milliardenschwere Einsparungen vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Soziales. Vorschläge, die Steuererhöhungen oder nur kosmetische Änderungen vorsehen, würde er nicht akzeptieren. Als sofortige Sparmaßnahme ordnete er für über 200.000 Staatsangestellte unbezahlten Zwangsurlaub an. Drei Tage pro Monat werden sie nicht zur Arbeit gehen und damit auch keinen Lohn kassieren. Der Gouverneur stellte auch in Aussicht, dass der Staat ab sofort einige seiner Verpflichtungen mit Schuldscheinen - sogenannten IOUs - bezahlen wird ...
Milliardendefitzit in Kalifornien : Arnie ruft Notstand aus - n-tv.de
 
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