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Kacke am Dampfen...

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EvaSch

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28 Jun 2005
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#1
Hallo

Sorry für den Thementitel, aber besser kann ichs grad net beschreiben.
Zum besseren Verständnis muss ich allerdings weiter ausholen.

In dem guten alten Kaff wo ich wohne, gabs mal eine Post.
Eine richtige Post.
Tja, diese Postfiliale wurde von der Post aus Kostengründen geschlossen, brachte scheinbar net genug ein...
Dann wurde so eine kleine Annahmestelle für Briefe und Pakete in die hiesige Buchhandlung verlegt.
Tja, immerhin was.
Leider gibts auch keinen Briefmarkenautomat mehr und auch die Postkästen werden nicht mehr jeden Tag geleert.
Aber all dies erfuhr ich erst vor einigen Tagen.

Donnerstag, also der letzte Tag im Juni, schickte ich meinen Widerspruch gegen alle Bescheide weg. Es war der vorletzt mögliche Termin, damit dem ersten Bescheid noch widersprochen werden konnte.
Letzte Woche rief dann mein Freund auf der Widerspruchsstelle an und wollte wissen, ob sein Widerspruch eingegangen sei.
Tja, dann die Schocknachricht: Ja, am 4.07.2005
So, Poststempel war nicht in Erfahrung zu bringen.
Wenn wir jetzt die Arschkarte gezogen haben, dann bleibt der erste Bescheid gültig so wie wir ihn bekommen haben, wenn er auch net stimmt (deswegen ja auch Widerspruch) und wir müssen nun die 270€ ALG2 zurück zahlen...

Ja, bloß von was?
Mein Freund hat einen Bedarf von 713€ inkl. KdU.
Hatte letzten Monat ein Gehalt von 442,78€, abzgl. Freibetrag.
Tja, meiner Rechnung nach hat er dann da einen Anspruch auf 270,22€ ALG2 und nicht nur 179,95€, was die ihm nur zugestehen.
Zumindest auf dem ersten Bescheid.
Nach dem ersten Bescheid kam ein zweiter Bescheid mit ca. 270€ ALG2, dann ein dritter Bescheid, mit allen Bezügen seit Januar 2005.
Da stand dann im Juni wieder nur ALG2 von 179,95€.
Hab deswegen gegen alle Bescheide Widerspruch eingereicht, da ich KEINE Rechnung nachvollziehen kann.....
Auch weiß ich nun einfach nicht mehr, welchem Bescheid ich nun glauben soll, denn es stimmte bisher KEINER.
Entweder wurde die KdU nicht voll übernommen oder aber eben mit falschem Gehalt gerechnet.

Jetzt seh ich aber, dass die ihm diesen Monat 243,37€ ALG2 überwiesen haben...
Argh, ich weiß einfach nicht mehr, was die da für ein Schindluder treiben!!!!
Dennoch seh ichs net ein, für Juni mehr zurückzuzahlen, was er eigentlich müsste....
Haben wir noch eine Chance, den richtigen Betrag zurückzahlen zu müssen?

Verwirrte Grüße, Eva
 
E

ExitUser

Gast
#2
Zwei Fragen :

1. warum wird immer erst auf dem letzten Drücker Widerspruch eingelegt und

2. hast du dich schon mal mit dem Gedanken befasst, evtl. durch einen Beratungsschein - anwaltliche Hilfe zur Rate zu ziehen???

In deinen unzähligen Fallkonstellationen, wäre ein Anwalt das Beste, was du in deiner Situation machen könntest. Ein ständiges "Nachdümpeln" gegen die Fouls deiner ARGE ist ein ständiger Kampf gegen den Wind. Versuche bitte mal schneller zu sein, als die Gegenseite und entsprechende Reaktionen deinerseits, gebündelt zum Abschluss zu bringen.

Sollte der letzte Widerspruch nicht anerkannt werden, ist immer noch der § 44 SGB X zur Auswahl, welches dein Anwalt, in umfassenderer Ausführung begründen kann.

;)
 

EvaSch

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#3
Mir war es einfach nicht möglich, aufgrund, dass meine Mutter nun den EEJ hat, mal einfach so auf die Post zu schlappen.
Ohne Jemanden, der mir den Kinderwagen die Treppe runterschleppt, denn mein Vater und ich dürfen zur Zeit noch nichts schwres heben, ich nur bis 5kg und er gar nichts Schweres, kann ich meinen Sohn ja auch schlecht zuhause lassen, vor allem, wenn mein Vater erst um zwölf wieder kommt, da die "Post" zu hat und um dreiviertel eins schon wieder weg muss....
Ich weiß, Alles nur faule Ausreden, aber die Post ist nicht grad einen Katzensprung entfernt.

Und dann ist es ja auch so, dass der letzte Bescheid eine Zusammenfassung von allen bisher bezogenen Leistungen ist, gegen den hab ich ja auch Widerspruch eingereicht, und der ist von Mitte Juni.
Und da ist auch die Juni-Leistung aufgeführt, theoretisch müsste Patrick also die 270€ nicht zahlen, da ja dennoch Widerspruch eingereicht...
Alles recht verzwickt.

Und wieso soll Patrick denn einen RA zu Rate ziehen?
Ich versteh das net ganz...
Klar, die treiben arg Schindluder, aber was soll denn da ein RA machen?
Vielleicht wird am Ende gar festgestellt, dass sie uns noch mehr Leistungen fehlgezahlt haben... wer weiß (und ich weiß es zumindest nicht...).
Ich kann deren Rechnungen einfach nicht mehr nach vollziehen...

Und dann noch die Aussage der SB:
Die Rückzahlung des ALG2 hat nix mit Ihrem Gehalt zu tun.
Klar, aber wenn man eben einen Anspruch von 270€ hat, kann man doch keine 270€ von 450€ zurückzahlen, denn dann hat man ja Miese gemacht...
 
E

ExitUser

Gast
#4
EvaSch sagte :
Und wieso soll Patrick denn einen RA zu Rate ziehen?
Ich versteh das net ganz...
Klar, die treiben arg Schindluder, aber was soll denn da ein RA machen?
Vielleicht wird am Ende gar festgestellt, dass sie uns noch mehr Leistungen fehlgezahlt haben... wer weiß (und ich weiß es zumindest nicht...).
Ich kann deren Rechnungen einfach nicht mehr nach vollziehen...
..
Hi Eva , Du hast die Frage oben selbst beantwortet warum ein Anwalt unbedingt nötig ist.
Du hast offensichtlich keine Zeit , und schlechte Möglichkeiten um zu Handeln ( Widersprüche usw. ) .
Also sollte sich doch ein Anwalt damit auseinandersetzten , so wie Janchen geschrieben hat ,und euch zu eurem Recht verhelfen , da Ihr sichtlich überfordert seid mit der Arge :kratz: :kinn: , außerdem kostet ein Anwalt ja nix bis auf 10 Euro , dfür habt Ihr aber jemanden , der sich mit den Gesetzen und Paragraphen auskennt ( Sozialanwalt / Gelbe Seiten ).
Wenn Ihr diesen nicht beauftragt , seid Ihr selbst schuld , seid doch nicht sooo dumm !!!!
:shock: :shock: :shock: :| :| :|

Gruss und viel Glück
Rüdiger
 

Martin Behrsing

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#5
Iebe Eva,

falls Du einen Anwalt in Deiner Gegend benötigst, wende dich bitte an mich. Zufällig weiß ich zumidest von 2 in in Deiner Gegend, die nicht schlecht sind und sehr engagiert sind.
 

EvaSch

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#6
Hallo

Martin, na dann her damit ;-)

Zum Widerspruch:
Ich hab nochmal nachgeschaut.
Bescheid vom 31.05.2005 war der Bescheid zum Folgeantrag.
Am 1.06.2005 erhielten wir eine Zahlungsaufforderung.
Am 6.06.2005 erhielten wir einen Änderungsbescheid zum Folgeantrag, zumindest nehme ich das an, da ein Änderungsbescheid den vorhergehenden Bescheid ja aufhebt.
Da ich gegen den Bescheid vom06.06.2005 auch Widerspruch erhoben habe, kann mein Freund nun bei der Zahlungsstelle anrufen und denen sagen, dass wir Widerspruch eingelegt haben.
Denn ich hab ja Widerspruch erhoben.
Zwischen dem Bescheid vom 31.05.2005 und dem Bescheid vom 06.06.2005 lagen noch zwei Änderungsbescheide, gegen die ich auch Widerspruch eingereich habe.
Dürfte also nix schiefgehen.
Dennoch denke ich werden wir einen RA beauftragen, sich in Zukunft um die GfA zu kümmern, dann haben wir weniger Sorgen und der RA mal was zu tun :p

MfG Eva
 

EvaSch

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#7
Patrick hat nun bei der Zahlungsstelle angerufen und darauf hingewiesen, dass er einen Widerspruch gegen die Zahlung eingereicht hat.
Tja, die Dame am Telefon sagte zu ihm, dass er trotz Widerspruch zahlen muss, da die Zahlung vom Widerspruch unberührt bleibt.

Wieso soll er aber mehr zurückzahlen, als er ALG2 erhalten hat, wo ihm der Betrag zu steht, den er zurückzahlen soll?
 

Silvia V

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#8
Hallo Eva,

das kann so nicht sein.Hast Du der Stelle von der ihr die Zahlungsaufforderung bekommen habt(incl.Zahschein) auch schon mitgeteilt,das ein Widerspruch läuft?
Ich habe heute von meiner ARGE die Eingangsbestätigung für 2 Widersprüche
bekommen und gleichzeitig den Hinweis,das die Widersprüche selbstverständlich aufschiebende Wirkung haben und der Forderungseinzug davon unterrichtet wurde.


Gruß

Silvia
 

EvaSch

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#9
Hallo

Ja, genau das haben wir der Dame da gesagt.

MfG Eva
 
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