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Jobvernichtung bei Caro Kaffee trotz Megagewinnen bei Nestlé

Dagegen72

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#1
Link: http://www.beobachternews.de/2018/0...i-caro-kaffee-trotz-mega-gewinnen-bei-nestle/
Ludwigsburg. Der Nestlé-Konzern hat einen massiven Stellenabbau in Deutschland angekündigt. Auch Caro-Kaffee in Ludwigsburg gerät unter die Räder der Profitinteressen des Nestlé-Konzerns und soll als Standort komplett nach Portugal verlagert werden. Die Folge ist die Vernichtung von 100 Arbeitsplätzen in Ludwigsburg.
Bernd Riexinger von Die Linke äußert sich dazu (siehe weiter Link):
Es macht mich wütend, dass der Konzern Nestlé, der im letzten Jahr 6,2 Milliarden Euro Gewinn machte, jetzt hunderte Arbeitsplätze platt machen will. Weil Hedgefonds-Manager eine Rendite von mehr als 18 Prozent abkassieren wollen, müssen die Beschäftigten und ihre Familien um ihre Zukunft bangen.
Nestlé in wikipedia, beachtet auch den Punkt "Kritik":
https://de.wikipedia.org/wiki/Nestlé

mich schaudert, wenn auf einem Produkt "Nestlé" steht
 

Dirk 1962

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#2
Der Verkauf von Caro Kaffee (Ersatzkaffee aus Getreide) geht zurück,das heisst weniger Umsatz bei gleichen Lohnkosten.
Durch die Verlagerung in ein Land,wo die Lohnkosten geringer sind,können die Umsatzverluste wieder aufgefangen werden.
 

dagobert1

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#3
Super, da geht's den Neu-Arbeitslosen mit Sicherheit gleich vieeel besser. :icon_party:
 
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Gast1

Gast
#4
Der Beitrag von Dagegen3000 hat seine volle Berechtigung.

Ich kaufe Fertigsoßen von Maggi. Gehört Maggi mittlerweile zu Nestlé? Ich schau mal nach ...

Auf Wikipedia steht:

Seit 1947 gehört Maggi als Marke zur heutigen Nestlé AG.
https://de.wikipedia.org/wiki/Maggi

Tja, dann kann ich diese Fertigsoßen also auch nicht mehr kaufen. Und was ist mit Knorr-Fertigsoßen? Wikipedia sagt:

Knorr ist ein für seine Fertigsuppen bekannter Lebensmittelhersteller in Heilbronn, der heute zur Unilever-Gruppe gehört.
https://de.wikipedia.org/wiki/Knorr_(Lebensmittelhersteller)

Unilever ist doch aber auch so ein Kackkonzern?!

Also eigentlich dürfte ich jetzt keine Fertigsoßen mehr kaufen, und ich mache meine Soßen jetzt selber. Letzteres ist aber so umständlich. Hm.
 

TazD

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#6
"Umständlich" oder "zu zeitaufwendig" höre ich immer wieder, wenn es darum geht Fertigprodukte wegzulassen.
Die 10 Minuten sollte es einem eigentlich schon wert sein, wenn man dafür auf Chemie verzichten kann und stattdessen auch weiß, was in der Suppe, im Auflauf oder in der Pfanne generell so drin ist.
Ein größerer zeitlicher Aufwand ist es nämlich wirklich nicht. Wenn überhaupt....

Außerdem noch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Keine Großkonzerne unterstützt und noch gesünder ernährt. :wink:
 
E

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Gast
#7
Eine Soße selber machen, das geht RatzFatz.
Und schmeckt um Welten besser als der Fertigfraß.
 
G

Gast1

Gast
#8
Okay, Leute, ich lese mich mal rein ins Soßenmachen. Das Prinzip kenne ich ja: Fett erhitzen, Mehl rein, Wasser oder Milch rein, umrühren, danach die ganzen Ingredienzen für die Soße reintun.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Eine Mehlschwitze ist nicht dringend nötig.
Wir machen ja am liebsten eine Chamignonrahmsoße.

Frische Champignons anbraten, einen Becher Schamd einrühren, aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ist zwar etwas hell die Soße, aber schmeckt sehr gut.
 
G

Gast1

Gast
#10
@Domino, frische Champignons kommen bei mir eh schon 2 Mal pro Woche rein in die Soßen (bisher: Fertigsoßen). Und Schmand habe ich auch meistens vorrätig. Habe mir grade folgende weitere Zutaten für Soßen aufgeschrieben:

Knoblauch
Gemüsebrühe
Tomaten
Gorgonzola => teuer
verschiedene Gewürze => die muss ich mir wieder großmaßstäbig zulegen, das ist auch ein teurer Spaß.
 

Fabiola

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#11
Habe mir grade folgende weitere Zutaten für Soßen aufgeschrieben:
Knoblauch
Gemüsebrühe
Tomaten
Gorgonzola => teuer
verschiedene Gewürze => die muss ich mir wieder großmaßstäbig zulegen, das ist auch ein teurer Spaß.
Wobei Du schauen solltest, von welcher Firma Du die Gemüsebrühe kaufst.
Wenn Du oder Freunde mal in die Schweiz fahren - bei MIGRO (vielleicht auch in anderen Läden) sind Gewürze deutlich günstiger als in D.
 
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Gast1

Gast
#12
Wobei Du schauen solltest, von welcher Firma Du die Gemüsebrühe kaufst.
Ich hatte noch Brühwürfel, musste ich heute nicht neu kaufen, die sind - wen wundert's - von Knorr ...

Wenn Du oder Freunde mal in die Schweiz fahren - bei MIGRO (vielleicht auch in anderen Läden) sind Gewürze deutlich günstiger als in D.
Das ist zu weit weg von hier. Leute, die von hier aus dorthin fahren, kenne ich nicht.

Habe mir heute noch ein paar Tomaten gekauft, für ne Tomatensoße. Aus lokalem Anbau.

Nur, wenn man es nicht kann ...
Ich kann Soßen kochen, denn ansonsten hätte ich mich anders ausgedrückt :wink:
 

franky0815

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#14
Um mal zum Thema zurück zu kommen, dass was Nestle macht ist eine ganz normale Reaktion auf den Umsatzrückgang, durch das verlagern gehn die Arbeitsplätze wenigstens nicht ganz verloren, sie sind eben nur nicht mehr in Deutschland.

Was sollte Nestle denn tun deiner Meinung nach, Geld aus anderen Sparten zuschiessen um die Arbeitsplätze in DE zu erhalten um dann nach gewisser Zeit die Produktion ganz einzustellen?
Oder solange überall zubuttern bis der Konzern ganz am ende is?

Wenn man das EU-Weit betrachtet war das ein Richtiger und notwendiger Schritt, auch wenn mir die Beschäftigten leid tun.
 

Fabiola

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#15
Was sollte Nestle denn tun deiner Meinung nach, Geld aus anderen Sparten zuschiessen um die Arbeitsplätze in DE zu erhalten um dann nach gewisser Zeit die Produktion ganz einzustellen? Oder solange überall zubuttern bis der Konzern ganz am ende is?
Dann schau mal in Post #1 von Dagegen72
Die Antwort kannst Du dem entnehmen.
Bernd Riexinger von Die Linke äußert sich dazu (siehe weiter Link):
Zitat:
Es macht mich wütend, dass der Konzern Nestlé, der im letzten Jahr 6,2 Milliarden Euro Gewinn machte, jetzt hunderte Arbeitsplätze platt machen will. Weil Hedgefonds-Manager eine Rendite von mehr als 18 Prozent abkassieren wollen, ...
 

franky0815

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#16
Was seid ihr kommunisten? Ein konzern will Geld verdienen und lebt nicht vom zubuttern, die 18% betreffen den Gesamtkonzern und nicht Karo.

Im übrigen ist der Titel auch falsch, die Jobs sind nicht vernichtet, die gibt es nach wie vor noch, nur eben nicht mehr in DE.

Der Riexinger is auch so einer nur grosse Fresse damit die Wähler bei der Stange bleiben, aber selbst die fetten Gehälter einstreichen, der is genauso ein Pharisäer wie die meisten Politiker und auch hier gibt es davon sehr viele.

Hier noch ein paar Zahlen zu Nestle: https://wertpapiere.ing-diba.de/DE/Showpage.aspx?pageID=24&ISIN=CH0038863350&
 
Zuletzt bearbeitet:

franky0815

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#18
Soziale Verantwortung? Nicht im Sinne der Aktionäre... aber Anstand geht anders.
Als der " Arme Herr Müller " mit seiner Molkerei mit Steuergeldern und EU mitteln in die neuen Bundesländer Glockt wurde und so mehrere 100 Arbeitsplätze verlagert wurden weil in Bayern zugemacht wurde, wo war den da der Aufschrei der Linken, damals hätte man das Ganze sehr wohl noch verhindern können, wenn man die Fördermittel gestrichen hätte.

Soll mir hier keiner mit Sozialer verantwortung oder Anstand kommen, jeder ist sich selbst der nächste, die Linken machen es sehr schön vor wie das geht.
 

Gehatzter

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#19
Deutschland stellt sich selbst ein Bein, durch Haupt-Zahlmeister für EU, durch pedantische Auslegung von EU- und deutschen Richtlinien/Verordnungen und durch jahrzehntelange ausländische Einwanderung in die Sozialkassen, wird dieses Land durch immer weiter steigende Abgaben immer unlukrativer für die Kapitalgeber, das muss man sich klar machen. Das Kapital ist unerbittlich. Das wird erst richtig bitter werden, wenn in den Zugpferd-Branchen Maschinen-/Kfz-/Anlagenbau durch Aufholen der Konkurrenz die relativ hohen Gehälter nicht mehr durchsetzbar sind, also spätestens in 10 Jahren.
Zudem ist unsere Infrastruktur gänzlich einfach im internationalen Maßstab Müll. Im Prinzip ist das Land schon verloren, weil Umsteuern würd ewig dauern und es sind auch keine Mittel mehr da. Wir werden den Eisberg rammen.
 

faalk

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#21
die Jobs sind nicht vernichtet, die gibt es nach wie vor noch, nur eben nicht mehr in DE.
Was interessieren mich die Arbeitsplätze in Timbuktu, wenn dafür in Deutschland die Menschen zum Amt laufen dürfen.?
 
E

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Gast
#22
Was interessieren mich die Arbeitsplätze in Timbuktu, wenn dafür in Deutschland die Menschen zum Amt laufen dürfen.?
Ist das im Zeitalter der Gutmenschen und der Massenflucht nicht ein wenig Egoistisch?
Frau Merkel ware über diese Aussage gar nicht glücklich.
 
G

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Gast
#23
Jetzt fällt mal wieder der Begriff "Gutmensch" hier im Forum, mannmannmann .... Die, die diesen Begriff verwenden, sind wahrscheinlich nicht hilfsbereit und empathisch. Sind sie gar Schlechtmenschen?
 
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#24
Jetzt fällt mal wieder der Begriff "Gutmensch" hier im Forum,
Ok, ich ziehe den Gutmenschen zurück und ersetze ihn durch Bahnhofswinker oder Bärchenschmeißer.
Im Übrigen hängt es vom Zusammenhang ab, in dem vom Gutmenschen die Rede ist. Allein die Nennung des Wortes "Gutmensch" ist noch nicht negativ behaftet.

Was ich damit sagen will: "der Deutsche Arbeiter verzichtet gerne auf den Arbeitsplatz um in Timbuktu neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen.
Was Faalk da sagt, das es ihm egal ist was in Timbuktu passiert, ist in heutigen Zeiten eben nicht PC.
 
G

Gast1

Gast
#26
IchKannNichtTanzen, das Problem ist nicht der deutsche oder nicht-deutsche "Arbeiter" (ich würde hier lieber das Wort "Arbeitnehmer" verwenden, denn die Arbeiterklasse als solche gibt es eigentlich nicht mehr), sondern das globale Wirtschaftssystem.

Arbeitnehmer sollten international denken und sich international vernetzen, aber nicht jeweils auf nationaler Ebene gegeneinander arbeiten. Also nicht von Land gegenüber Land, und auch nicht innerhalb eines Landes.

Und kein deutscher oder nicht-deutscher Arbeitnehmer verzichtet "gerne" auf seinen Arbeitsplatz, das ist Humbug.
 
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#28
Aber was passiert wenn die Leute jetzt meinen sie müssten Nestle Produkte boykottieren? Nestle wird es am Umsatz in Deutschland merken und als Folge dann noch mehr Arbeitsplätze verlagern in andere Länder. Ist das die Lösung? Ich denke mit Sicherheit nicht und das will hier wohl auch niemand.
 
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Gast1

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#29
Ein aktueller Bericht aus dem Nicht-Maggi-Kochstudio:

Ich stelle gerade fest, dass das Erzeugen einer Tomatensoße aus ganzen Tomaten erheblich länger dauert als das Erzeugen einer Tomatensoße aus einer Fertigsoße ;-)

Ich gebe hiermit wieder zurück zum Hauptthema dieses Fadens ;-)
 
E

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Gast
#30
Aber was passiert wenn die Leute jetzt meinen sie müssten Nestle Produkte boykottieren? Nestle wird es am Umsatz in Deutschland merken und als Folge dann noch mehr Arbeitsplätze verlagern in andere Länder. Ist das die Lösung? Ich denke mit Sicherheit nicht und das will hier wohl auch niemand.

Es geht bei Nestle doch nicht nur um Arbeitsplätze.
Die führen weitaus schlimmeres im Schilde.
Ich sag nur, Privatisierung des Trinkwassers.
 

Dagegen72

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#31
also, ich habe auch keine Zeit zum kochen :biggrin: Muss im Internet Links checken und Infos auf Tagesschau24, euronews, Welt, n-tv ... abgreifen :icon_mrgreen: und Nestlé kaufe ich selbstverständlich nicht mehr. Bleibt im Regal.
Und im Thread - Titel steht .."trotz Mega-Gewinnen"

Selbst wenn Carokaffee zurückgeht und es leichte Umsatzeinbußen deswegen gibt, würde Nestlé wohl immer noch Gewinn machen, bloß etwas weniger, aber selbst dieses etwas weniger ist Nestlè zuviel - die Gier im Kapitalismus ist riesengroß - sie ist unendlich! Und das gehört abgeschafft!
 
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