JobPerspektive 50plus Tagebuch einer sinnlosen Maßnahme bei der AWO Teil IV und

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Martin Behrsing

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Die erste und mit Sicherheit letzte Maßnahme, der ich mich ausgesetzt habe, zeigt mir überdeutlich, wie entwürdigend, skrupellos und dilettantisch die AWO für sich eine neue Gelegenheit ausnutzt, um sich zu profilieren, aber mitnichten den Betroffenen wirklich zu helfen. Das Gegenteil ist der Fall. Und hier im Kurs sind die allermeisten wesentlich demotivierter als noch zu Beginn dieser Maßnahme. Da nützen auch keine „geschönten“, ja sogar mit Lügen bespickte Zeitungsartikel, sie halten dem Vergleich mit der Wirklichkeit nicht im geringsten Stand. Letztlich benutzen die Parteien, die Wohlfahrtsverbände, die dortig Beschäftigten, die Langzeitarbeitslosen, um sie zu bevormunden, sie in Billiglohnbeschäftigungen unterzubringen, ja sogar für die eigenen Zwecke einzustellen, aber mitnichten, um sie erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt zurückzuführen. Mit anderen Worten, die Verantwortlichen kreieren eine verfälschte Statistik, um als „Samariter getarnt“ aufzutreten und sich darüber hinaus auf Kosten der älteren Menschen zu bereichern.
Lesen Sie das ganze Tagebuch der »sinnlosen« Maßnahme bei der AWO
1. Teil
2. Teil
3. Teil



weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 

Gubor

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Hallo Martin,
Teil 1 funzt nicht.

freundliche Grüße
siggi
 

Mario Nette

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Die AWO - Steigbügelhalter der SPD-Schrottpolitik. Hatten wir im Mai 2008 ja schon einmal hier gesehen. Und jeder - ob nun Dozent, Maßnahmeteilnehmer, Büromitarbeiter - soll dabei als kleines Rädchen seinen Teil zum Gelingen beitragen.

Mario Nette
 

Hexe45

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Teil IV und V waren für mich die besten Teile des Tagebuches. Hier ist erkennbar- hier schreibt jemand mit Tiefgang und ich habe auch den Eindruck, hier schreibt eine Maßnahmeteilnehmer, der für jeden Tn steht.

An den TeilenI und II störte mich manchmal die Aufgesetztheit, zusehr war der Autor da noch bemüht sich von TN abzugrenzen die noch vermeintlich tiefer da standen.

Ab Teil III wandelte sich das aber. Aber grad die Teile IV und V waren beklemmend, hier hat es der Autor und TN verstanden diese ganze Verarsche und Hoffnungslosigkeit authentisch rüber zu bringen.

Ich glaube jetzt die größte Geißel von HartzIV sind die Maßnahmeträger, schlimmer wohl als jede Arge.

Sollte es gute Maßnahmeträger geben, die wären wohl sehr sehr selten.

Auch zeigt der Autor Außenstehenden auf, aus solchen Maßnahmen kannste du nichts aber auch gar nichts mitnehmen.

LG
Hexe
 

Atlantis

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Teil IV und V waren für mich die besten Teile des Tagebuches. Hier ist erkennbar- hier schreibt jemand mit Tiefgang und ich habe auch den Eindruck, hier schreibt eine Maßnahmeteilnehmer, der für jeden Tn steht.

An den TeilenI und II störte mich manchmal die Aufgesetztheit, zusehr war der Autor da noch bemüht sich von TN abzugrenzen die noch vermeintlich tiefer da standen.

Ab Teil III wandelte sich das aber. Aber grad die Teile IV und V waren beklemmend, hier hat es der Autor und TN verstanden diese ganze Verarsche und Hoffnungslosigkeit authentisch rüber zu bringen.

Ich glaube jetzt die größte Geißel von HartzIV sind die Maßnahmeträger, schlimmer wohl als jede Arge.

Sollte es gute Maßnahmeträger geben, die wären wohl sehr sehr selten.

Auch zeigt der Autor Außenstehenden auf, aus solchen Maßnahmen kannste du nichts aber auch gar nichts mitnehmen.

LG
Hexe


die Teile IV und V waren beklemmend,
hab ich tomaten auf den augen ja wo sind sie den.
 

Hexe45

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ähm den Link von pro sozial anklicken da stehen sie.

LG
Hexe
 

Hexe45

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du meinst bestimmt PR sozial nun dort geht es auch nur von Teil 1-3
ich kann dort kein teil IV und V entecken.:cool:

Ja genau nicht die Links Teil I II III anklicken sondern weiter untern weiterlesen das ist Teil IV :) ich bekam sie heute Morgen als Teil IV und V auf Pro sozial ists zusammengefaßt
LG
Hexe
 

Martin Behrsing

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Ich habe die AWO zu einer Stellungnahme aufgefordert und ihr deutlich gemacht, dass dieser Bericht exemplarisch für viele andere Maßnahmen der AWO bundesweit steht. Mal sehen was kommt, wenn nicht, dann werden sie von mir öffentlich aufgefordert mit einer Zusammenfassung des Tagebuchs.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe die AWO zu einer Stellungnahme aufgefordert und ihr deutlich gemacht, dass dieser Bericht exemplarisch für viele andere Maßnahmen der AWO bundesweit steht. Mal sehen was kommt, wenn nicht, dann werden sie von mir öffentlich aufgefordert mit einer Zusammenfassung des Tagebuchs.

Nicht nur für die AWO, auch für andere Träger.
 

elemka

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Auch zeigt der Autor Außenstehenden auf, aus solchen Maßnahmen kannste du nichts aber auch gar nichts mitnehmen.

Danke Dir für die konstruktive Kritik, liebe Hexe.
Mein Tagebuch habe ich stets noch am selbigen Tag als "Reflektion" niedergeschrieben, ohne großartig daran zu feilen. Es war mir von Anfang an ein inneres Bedürfnis, dieses "anzulegen" und konsequent dranzubleiben.
Eine gute Freundin von mir hatte ein Jahr zuvor ebenso einer 50plus Maßnahme sich ausgesetzt, im Frankfurter Raum, mit fast den selben fatalen Mißständen; in sofern war ich "vorgewarnt".
Die "stillschweigende Duldung", diese Mischung aus "Erpressung ( wegen Sanktionierungsandrohung) und Unfähigkeit" ist es, die mich im besonderen "gestört" hat, sehr wohl wissend, daß dies der erste Kurs der AWO-Neuwied war. Dies ist aber damit eben NICHT zu entschuldigen !!! Wer den Anspruch erhebt, über 50 Jährige IN den ersten Arbeitsmarkt "vermitteln" zu wollen, dafür nicht geringe Staatsmittel erhält, muß sich NICHT wundern, wenn er bei nachweisbarem Versagen, öffentlich gescholten wird. Es kann und darf eben NICHT sein, daß die Mehrheit "de-motiviert" den Kurs verläßt, damit eine Minderheit in AWO-Jobs = Billiglohnjobs, und NOCH weniger mit Glück in den Genuß eines NORMAL-Jobs gelangen. Genau ein solch "vernichtendes" Ergebnis stellt die AWO berechtigterweise in Frage, unabhängig von manch ungenannter Misère.

LG elemka
 

Hexe45

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Danke Dir für die konstruktive Kritik, liebe Hexe.
Mein Tagebuch habe ich stets noch am selbigen Tag als "Reflektion" niedergeschrieben, ohne großartig daran zu feilen. Es war mir von Anfang an ein inneres Bedürfnis, dieses "anzulegen" und konsequent dranzubleiben.
Eine gute Freundin von mir hatte ein Jahr zuvor ebenso einer 50plus Maßnahme sich ausgesetzt, im Frankfurter Raum, mit fast den selben fatalen Mißständen; in sofern war ich "vorgewarnt".
Die "stillschweigende Duldung", diese Mischung aus "Erpressung ( wegen Sanktionierungsandrohung) und Unfähigkeit" ist es, die mich im besonderen "gestört" hat, sehr wohl wissend, daß dies der erste Kurs der AWO-Neuwied war. Dies ist aber damit eben NICHT zu entschuldigen !!! Wer den Anspruch erhebt, über 50 Jährige IN den ersten Arbeitsmarkt "vermitteln" zu wollen, dafür nicht geringe Staatsmittel erhält, muß sich NICHT wundern, wenn er bei nachweisbarem Versagen, öffentlich gescholten wird. Es kann und darf eben NICHT sein, daß die Mehrheit "de-motiviert" den Kurs verläßt, damit eine Minderheit in AWO-Jobs = Billiglohnjobs, und NOCH weniger mit Glück in den Genuß eines NORMAL-Jobs gelangen. Genau ein solch "vernichtendes" Ergebnis stellt die AWO berechtigterweise in Frage, unabhängig von manch ungenannter Misère.

LG elemka

Für mich verdichten sich langsam die Heinweise, daß es wohl für mind.90% solcher Maßnahmen gilt.
Dazu kommt noch, daß die Macht und Einfluß solcher Maßnahmeträger immer größer wird.

Das man ab 09 dazu gezwungen werden kann, selbst einen 400€ Job zu kündigen um an eine Maßnahme teilzunehmen. ist ja ein Indiz dafür daß hier die Maßnahmelobby mitgemischt hat.

Was ja ein Bruch des ersten Satzes einer fast jeden EGV ist. Dort heißt es ja alles zu tun seine bedürftigkeit zu verringern.
Und mit der Maßnahme erhöhen sich ja die Ausgaben auch wenn der Betroffene davon gar nichts hat. Mehr noch ihm fehlt das Geld aus dem 400€ Job.

Da kam dein Tagebuch grad zur rechten Zeit. Zumal die letzten Teile einen guten Einblick in den Seelenzusatnd der armen Betroffenen geben.

Es war wirklich beklemmend was da Menschen angetan wird die ja zum Teil auf 30 Jahre Berufsleben zurückblicken.

LG
Hexe
 

Kikaka

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Ausgegrenzt für einen Euro - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - info@nrhz.de - Tel.: +49 (0)221 22 20 246 - Fax.: +49 (0)221 22 20 247 - ein Projekt gegen den schleichenden Verlust der Meinungs- und Informationsfreiheit - Köln, Kölner, Leverkuse

Bei einer vergleichbar entlohnten Arbeit würde einem Arbeitgeber in etwa Lohnkosten in Höhe von 1.629 Euro monatlich brutto entstehen, das sind 986 Euro netto. Von der Arbeitsagentur erhielt Peter Zalewski für seinen Ein-Euro-Job 897 EUR. Der Arbeitsagentur entsteht insgesamt eine Belastung von 1.630 EUR, darin enthalten sind Mietanteil, Regelsatz, Monatskarte, 130 EUR Mehraufwandsentschädigung sowie 260 EUR Verwaltungsaufwand und 200 EUR Maßnahmenpauschale für die AWO.

-Es könnte so einfach sein : 1630 Bruttogehalt für den vormals Arbeitslosen....

Aber die Rechnung ist ohne den Wirt der Dumpingkneipe mit Sitz in Berlin gemacht :
- Hartz IV ist und bleibt der Hebel für Niedriglohn- und Dumpingpolitik. Die Verfestigung prekärer Arbeitsverhältnisse schafft die Optionen für das vordergründige Gesundschrumpfen des Staatsgefüges. Die Quittung dafür wird die Altersarmut sein. Niemals werden die SPDCDUFDPGRÜNE dieses Instrumentarium aufgeben. Selbst der eine Euro beim Ein-Euro-Job ist denen ein Dorn im Auge, aber die (Zwangs)Bürgerarbeit ist noch nicht durchsetzbar ...Aber man bastelt und tüftelt daran..
 

Martin Behrsing

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.

Sehr geehrter Herr Behrsing,

Vielen Dank für Ihre Mitteilung. Das von Ihnen angegebene Forum und die Einträge sind uns und der ARGE bekannt.

Bitte konkretisieren Sie Ihre Fragestellung und ich nehme gerne zu Ihren Fragen Stellung.

Mit freundlichen Grüßen


Siegbert Esser
________________________________
Von:
Gesendet: Montag, 17. November 2008 07:42
An: geschaeftsfuehrung


________________________________
Von: "Martin Behrsing (Erwerbslosen Forum Deutschland)" Gesendet: 16.11.08 17:26:20
An:
Betreff:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie um eine Stellungnahme zu dem im Link angegeben Artikel
bitten. Wir glauben nicht, dass dies ein Einzelfall ist, sondern bekommen
auch aus anderen Kreisverbänden, die ähnliche Maßnahmen anbieten, ähnliche
Rückmeldungen. Im Interesse von Erwerbslosen Maßnahmeteilnehmern kann dies
kaum sein.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Behrsing
JobPerspektive 50plus Tagebuch einer sinnlosen Maßnahme bei der AWO Teil IV
und V
" ....Die erste und mit Sicherheit letzte Maßnahme, der ich mich ausgesetzt
habe, zeigt mir überdeutlich, wie entwürdigend, skrupellos und dilettantisch
die AWO für sich eine neue Gelegenheit ausnutzt, um sich zu profilieren,
aber mitnichten den Betroffenen wirklich zu helfen. Das Gegenteil ist der
Fall. ...."
Vollständiger Artikel
https://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-200811162050.html
 

Mario Nette

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Konkretisieren? Die Leute können oder wollen den Unterschied zwischen konkreten Fragen und der Bitte um eine Stellungnahme nicht unterscheiden. Aber OK, wenn sie eben ganz explizit eine Frage brauchen: "Welche Stellung nimmt die AWO hinsichtlich der dargestellten Situation ein?"

Mario Nette
 

elemka

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Wenn ich allein schon DIESE Behauptung lese, könnte ich IN den Monitor springen !!!
Wo sind denn all DIE Mitarbeiter, die bei täglichen Firmenpleiten arbeitslos geworden sind ? Alle sofortigst wieder in Arbeit ?
Natürlich ist die Arbeitslosenquote am Sinken, aber es wird vertuscht, daß die "Differenz" angekommen ist IM Billiglohnsektor, in fragwürdigen Maßnahmen, in EEJ's. So lange das Volk diese Lügen weiterhin schluckt, es zeigt dies ja durch das Wählen ihrer "Schlächter", werden Medien-Lügen nonchalant fortgesetzt.
 
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