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Jobcenter "zwingt" Wohngeld auf!

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

ArnoNym

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo! Ich bin neu hier und hab mich auch schon ein bisschen eingelesen, aber bin nicht wirklich daraus schlau geworden ...

Ich bin Geringverdiener und habe (ergänzendes) Alg2 beantragt ... (da der Lohn aus meiner Vollzeit!!beschäftigung nicht ausreichend ist)

Bis jetzt gab es auch keine Probleme; ich hab' jeden Monat mein' Lohnzettel abgegeben und bekam einen Betrag überwiesen bekommen ...

Doch nachdem ich einen Verlängerungsantrag gestellt habe, erhielt ich Post vom Jobcenter; worin steht, dass sie für mich Wohngeld beantragt hätten und ich die fehlenden (in dem Schreiben aufgelisteten) Unterlagen bei der zuständigen Behörde nachreichen solle ...

Ich hab dieses Schreiben ignoriert, weil ich irgendwo im Internet gelesen habe: "Das eine schließt das andere aus." und laut Wohngeldtabelle würde ich dann um ein Vielfaches weniger bekommen.

So. Nach 2 Wochen ca. bekam ich dann Post von der Wohngeldstelle. In diesem Brief wurde mir mitgeteilt, dass mir das Wohngeld versagt worden ist, da ich ja zur genannten Frist keine Unterlagen eingereicht hätte ... :D ... ich mich nur gefreut und dachte: "und wenn schon, ... ich wollte eh kein Wohngeld beantragen ..."

Und nun kommt der Hammer: Kurze Zeit später erhielt ich Post vom Jobcenter, in der stand: Ich solle Widerspruch & die erforderlichen Unterlagen bei der Wohngeldstelle einreichen und bis zum 10.10.'09 entweder einen Ablehnungs- oder Bewilligungsbescheid von dort vorlegen, da Wohngeld eine vorrangige Leistung ist.

Nun meine Fragen:

1.) Ist das rechtens was das Jobcenter mit mir da macht?

2.) Entstehen mir dadurch irgendwelche Nachteile, da ich
a) gelesen habe, das eine das andere ausschliesst
und b) wenn man Wohngeld beantragt entfallen einem sämtliche Zusatzleistungen, des Jobcenters, wie z.B. Zahnersatz und Sozialticket ...

Ich würde gerne Eure Meinungen höhren und hoffe einer kennt sich damit aus.

Falls mir keiner eine Antwort gibt, werde ich einfach das Wohngeld beantragen und versuchen trotzdem ALG2 zu bekommen, weil ohne eins von beidem komme ich nicht aus.

Vielen Dank
 

Arania

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#2
Wohngeld ist in der Tat vorrangig und Zahnersatz etc. zahlt die ARGE eh nicht, beides zusammen geht allerdings nicht und wird auch nicht bewilligt werden
 

redfly

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#3
Klar kann die ARGE das verlangen. Mit Wohngeld fällst du dann sicherlich aus dem Leistungsbezug. Auch ein Widerspruch zählt zu deinen Mitwirkungspflichten.
 

Annett

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#4
Ich soll für meine Tochter Wohngeld beantragen

Ich hatte gestern wieder schicke Schreiben vom Amt im Kasten.

Zwischenmitteilung zu IHrem Antrag auf ALG2
Bei der Prüfung des ALG2 Anspruches für Ihre Tochter ist aufgefallen, dass diese einen geringen Arbeitslosengeld2 Anspruch hat.
Für Ihre Tochter besteht die Voraussetzung Wohngeldleistungen in Anspruch zu nehmen.
Diese können u. U. höher sein als ALG2.
Reichen Sie beim Eigenbetrieb den Nachweis über die abschließende Entscheidung der Wohngeldstelle unverzüglich nach Erhalt ein.

Bitte kommen Sie ihrer Mitwirkungspflicht bis spätestens 11.12.2009 nach. Sollten Sie bis zu diesem Termin nicht antworten, wird die Leistung ganz oder teilweise gekürzt (§§ 60ff SGB2).

Dann wurden nochmal in einer Anlage §60 und § 66 aufgeführt.

Keine Rechtsfolgebelehrung zum Widerspruch.

Meinr Tochter hat einen Regelsatz von 287 €.
Gleichzeitig werden ihr Unterhalt 222,00 und das Kindergeld 164,00 als Einkommen abgezogen.

Kann ich nur für mein Kind Wohngeld beantragen?
Zählt sie dann noch zur BG ?
Wird das Kindergeld und der Unterhalt trotzdem als Einkommen angerechnet?

Vielen Dank für eure Hilfe.
Liebe Grüße Annett
 

Andrea123

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#5
AW: Ich soll für meine Tochter Wohngeld beantragen

Hallo Annett,
Kindergeld? lies bitte!



Wird Kindergeld als Einkommen angerechnet?

Kindergeld gilt als Einkommen des Kindes und wird in die Berechnung seines Arbeitslosengeldes II bzw. Sozialgeldes einbezogen.
Deshalb bekommen die Kinder von Arbeitslosengeld II Beziehern aber nicht weniger staatliche Leistungen. Die Regelleistungen für Kinder sind höher als das Kindergeld. Sie betragen für unter 14-Jährige 60 Prozent der Regelleistung, also derzeit 208 Euro, und für 14- bis unter 18-Jährige sowie für volljährige Kinder, die der Bedarfsgemeinschaft der Eltern angehören, 80 Prozent der Regelleistung, also 278 Euro. Außerdem werden die anteiligen Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen.

Kindergeld für volljährige Kinder wird bei den Eltern nicht als Einkommen eingerechnet, wenn das Kind nicht mehr im Haushalt lebt, und das Geld nachweislich an das Kind weitergeleitet wird.
Gruss von Andrea
 

Arania

Elo-User/in

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#6
Kann ich nur für mein Kind Wohngeld beantragen? JA
Zählt sie dann noch zur BG ? WENN SIE IHREN UNTERHALT DANN ALLEINE OHNE ALG II BESTREITEN KANN; NEIN
Wird das Kindergeld und der Unterhalt trotzdem als Einkommen angerechnet?
BEI DIR DANN NICHT MEHR
 
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