Jobcenter - Zwang zu Kündigen, oder zweitjob...

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VaMu1217

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Schönen guten Tag,

ich versuche mich Kurz zu halten.

Ich bin seit 6 Jahren bei der gleichen Zeitarbeit und deren Firma tätig. Ich wurde von der Zeitarbeitsfirma nur an eine Stelle vermittelt und das seit 6 Jahren. Bald soll (so hoffe ich auch) eine übernahme stattfinden. Allerdings erst ab Februar.

Ich habe nur einen Teilzeitvertrag, wodurch ich max 1200,- verdienen könnte. Aber in letzter zeit stand es mehr zwischen 830-1100,-€. Wie ich beim ALG 2 gelandet bin, ist durch meine Partnerin, mit der ich letztes Jahr zusammen zog. Wir haben einen Sohn im Mai bekommen, dadurch wurde ich mit ins AlgII hinein genommen. Sie ist Zuhause mit den Kindern, bis der kleine einen Kindergarten besucht.

Zu meiner Frage

Ich hatte letzte Woche einen Termin beim Zuständigen Jobcenter und dort wurde ich gezwungen eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben. Daraufhin kam noch der Satz

1. Entweder ich suche mir noch einen Zweiten Job
oder
2. Ich muss mir einen komplett anderen Job suchen.

Mitunter wurde mir gesagt, dass die Tochter meiner Partnerin, im PC zu mein Kind gesetzt wurde. Also ich hätte zwei Kinder. Ich habe zwar vor Sie zu Adoptieren, habe es aber bislang noch nicht getan. Mein Kind ist unser Sohn. Das habe ich dort auch gleich Klar gestellt.

Für die Tochter bekommt meine Partnerin Unterhaltsvorschuss, da der Vater nicht Zahlt und auch kein Kontakt besteht.

Frage:

Darf das Jobcenter wirklich von mir Verlangen einen neuen Job zu nehmen oder einen Zweitjob? Denn ich arbeite schon im Monat mehr als 96 Std im Schichtsystem, manchmal sogar den kompletten Monat von Mo.-Fr.- 4 Wochen lang.

Er verlangt das nun von mir, weil ich nicht genug verdiene, um aus dem ALG2 raus zu kommen. Was der fall jedoch wäre, wenn wie mit der Chefin besprochen (nichts schriftliches) im Februar eine übernahme stattfindet. Ich weiß dass es nicht Feststeht, da ich niemanden damit festnageln kann, aber ich bin sehr guter dinge, da ich weiß wen ich da dann ablösen werde.

Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Ansonsten waren wir auch am überlegen, ob wir statt der weiterbewilligung Wohngeld und Kinderzuschlag beantragen, denn wir wollen auch da heraus. Was meint ihr?
 

erwerbsuchend

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Du bist verpflichtet, deinen Lebensunterhalt möglichst selbst zu finanzieren. Daher kannst du auch verpflichtet werden, einen Zweitjob anzunehmen, sofern dies zeitlich mit deinem Hauptjob passt. Es wäre daher zu klären, was in deinem Haupt-AV zu den Themen Verdienst, Arbeitszeiten und Nebenjob vereinbart wurde. Sofern die Übernahme realistisch sein sollte, solltest du dir diese schriftlich bestätigen lassen.

Womit wurdest du gezwungen eine EGV zu unterschreiben? Verträge muss man nicht unterschreiben. Was wurde in der EGV genau zum Thema Arbeitssuche vereinbart? Kannst du diese EGV in anonymisierter Form hier in das Forum hochladen?
 

VaMu1217

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Habe die EGV gescannt, und hoffentlich alle Relevanten intimen dinge raus gezeichnet. Ich hoffe das da jetzt nichts mehr ist, was zu Problemen führen könnte.

Ist es denen Gestattet, obwohl ich selber nicht Antragssteller bin/war? Würde ja auch ohne JC auskommen. Aber ich bin da mit drin gefangen, wegen meiner Partnerin..
 

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VaMu1217

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Er legte mir diese EGV vor, und meinte zu mir, unterschreiben Sie bitte. Woraufhin ich meinte " Ich würde es mir gerne vorher nochmal durchlesen" , daraufhin meinte er"Nein, Sie müssen sich das nicht durchlesen, unterschreiben Sie bitte, weil es wichtig ist"
Daraufhin war ich ziemlich angepisst von diesem Typen, da ich ohnehin nicht den Grund für den Besuch dort kannte und nicht verstand wieso ich an meinem Freien Tag dorthin muss..
 

Merse

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Lässt du dich eigentlich gern entmündigen und andere über dein Leben bestimmen? Warum lässt du dir dann vorschreiben, dass du einen Vertrag, den du gern lesen würdest, nicht lesen darfst? Und was noch wesentlich schlimmer ist, warum lässt du dir vorschreiben, dass du einen Vertrag, den du nichtmal gelesen hast, gefälligst zu unterschreiben hast? Überleg dir mal bitte, was du da überhaupt tust und welche Folgen das haben kann.

Du hast noch Glück gehabt, dass die EGV keine schädlichen Inhalte hat. Im Grunde genommen hat sie überhaupt keinen Inhalt, denn sie plappert nur ohnehin bereits bestehende gesetzliche Regelungen nach und enthält weder Pflichten noch Leistungen des Jobcenters. Soviel auch zum Thema "das ist wichtig".

Evtl mal beim Kundenreaktionsmanagement nachfragen, warum eine Meldeaufforderung ergeht, nur um so einen Sauhaufen einer EGV vorgelegt zu bekommen. Und ob es neuerdings üblich ist, dass eine selbige nicht nur nicht geprüft, sondern nichtmal mehr gelesen werden darf.
 

VaMu1217

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Als ich nach Hause kam, wurde ich das selbe von meiner Partnerin gefragt. Ich selber war noch nie in so einer Lage, und dachte dass ich keine andere Wahl gehabt hätte. Als mir meine Partnerin dann erklärte, dass man nicht so was unterschreiben müsste, und man so was auch mit nehmen dürfte,... naja... deswegen wollte ich schon noch vor gehen. Danke für die hilfe schon mal, dadurch weiß ich nun wenigstens das da drin nichts schlimmes drin steht, nichts "wichtiges" und wo ich mich dann auch melden kann.

:icon_frown:

Ich wollte lediglich nur noch das gespräch hinter mir haben und von dort weg. Jedoch kam erst nach der EGV die aussagen, dass ich mir einen zweiten Job zulegen müsse, oder einen anderen Job suchen muss. Sonst würden diese eingreifen und mich zu einen anderen bringen. Ab da war ich im kopf dann fertig... Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich bestand darauf dass ich bei meiner Arbeitsstelle verbleiben möchte und habe somit dem Arbeitsvermittler keinen Grund mehr gegeben, mir noch irgendwelche anweisungen zu geben.
Seitdem versuche ich mich zu informieren, ob diese es dürfen, und ob ich nun wirklich auf mein "vielleicht" Glück verzichten muss. Ich liebe die Arbeit, die Leute dort und diese Firma hat sehr viel Geld in mich investiert. Sonst könnte wahrscheinlich nicht mal das Arbeitsamt etwas mit mir anfangen.
 

ela1953

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Ich lese nichts davon, dass du kündigen sollst oder einen Nebenjob annehmen musst.

Du sollst dich nur um den Ausbau deiner jetzigen Tätigkeit bemühen.

Und das machst du ja.

In der EGV steht sogar, dass du im Fall einer Kündigung noch mehr hilfebedürftig werden kannst.
Deshalb wird auf Maßnahmen verzichtet.

Da nur das schriftliche zählt, kannst du das Gelaber des SB vergessen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

VaMu1217

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Also rein theoretisch gesehen, ist das alles was er mir da gesagt hat, total egal. Und andernfalls, könnte ich dann auch auf die EGV zurückgreifen, da dort davon nichts mit drin stand?

Hat er mir ein hintertürchen geschenkt?:idea:
 

Solanus

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In dieser EGV ist ein Haken untergebracht!

AUB-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Diese Bescheinigung musst Du nicht beim JC abgeben, die bekommt IMMER Dein Arbeitgeber.

Hier (Seite 2 Punkt 5 vierter Absatz) maßt sich das JC etwas an, für das es keinen Grund gibt.

Somit hast Du u. U. einen Sanktionsgrund selbst festgeschrieben.

Ich wäre da sehr vorsichtig, zumal Du den Quatsch unterschrieben, damit Dein Einverständnis damit freiwillig erklärt hast.
 

Matt45

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Vorsichtig bei Kündigung eines bestehenden Jobs!

In der EGV steht es sogar richtig(meine ich). dein SB hat wohl keine Ahnung.

Wenn es so wäre, dürfte keiner mehr ein Aufstocker" sein!

Lass dich nicht so "bequatschen" im Gespräch und biete auch Kontra. Natürlich im Rahmen des Gesetzes.
 
G

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