Jobcenter will mich ab Dezember komplett kürzen, wie vorgehen? (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 2, Gäste: 1)

saurbier

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Hallo HermineL,

Ein Einschreiben ist kein sicherer Nachweis weil du damit nur nachweisen kannst das du denen etwas geschickt hast aber nicht was im Umschlag war.
Nun ja ich frag mich jetzt gerade nach diesem Exkurs von euch doch ernsthaft - ist dir das schon passiert -.

Also ich hab bisher in all den Jahren und unzähligen Gerichtsverfahren erst zwei mal erlebt, daß die Gegenseite die Behauptung aufstellte ein Schreiben sei nicht eingegangen. Übrigens den Einwand der Gegenseite (Krankenkasse) konnte ich vor Gericht durch Zeugenbeweis wiederlegen, als aktuell im September diesen Jahres bei der AfA in einem klärenden Telefonat/Email mit der zuständigen SB, insofern man mein Einschreiben doch im System auffand. Da reichte bereits der Hinweis das ich entsprechende Unterlagen per Einschreiben verschickte und es dem Gericht nachweisen könne um die Sachlage kurzfristig aufzuklären.

Mir ist natürlich auch klar, daß die Herrschaften inzwischen mit allen Tricks arbeiten, nur irgendwo sollte man doch die Lebensrealität nicht verlassen.

Also vorab per Fax ist zweifellos ein guter Weg, gefolgt von Einschreiben und wird auch von mir empfohlen.

Allerdings stünde hier dann auch wieder die Möglichkeit der technischen Unzulänglichkeit im Raum, denn auch ein Fax kann leider unbeabsichtigt abhanden kommen und nicht immer funktionieren die Geräte bzw. sind mit ausreichendem Papier versorgt und dann.

Ich persönlich bezweifle eher, daß z.B. ein Gericht ohne konkreten Verdachtsmoment jemanden pauschal unterstellt das er ein weit teureres Einschreiben ohne tatsächlichen Inhalt an eine Behörde verschickt, nur um den Nachweis zu haben, er habe doch "sicher" alles per Einschreiben verschickt.

Abseits dessen arbeiten heute auch immer mehr Behörden mit Email (so z.B. jetzt bei meinem Wohngeldantrag der bei uns bereits komplett Online zu stellen ist), wo die zuständige SB über ihre eigene Email-Adresse erreichbar ist. Warum bitte soll da der Bürger noch auf teure Post zurück greifen. (und ja ich kenne die unzägligen Manipulationsmöglichkeiten beim Email-Verkehr)


Grüße saurbier

Grüße saurbier
 

HermineL

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Nun ja ich frag mich jetzt gerade nach diesem Exkurs von euch doch ernsthaft - ist dir das schon passiert -.
Um es kurz zu machen: Ja wir haben das hier und im Nachbarlandkreis schon mehrfach in der Beratung erlebt.
Das muss ja nicht bedeuten das es anderen auch passiert aber wenn man so etwas mit verhältnismäßig einfachen Mitteln (Fax mit qual.Sendebericht) verhindern kann sollte man das auch nutzen.

Allerdings stünde hier dann auch wieder die Möglichkeit der technischen Unzulänglichkeit im Raum, denn auch ein Fax kann leider unbeabsichtigt abhanden kommen und nicht immer funktionieren die Geräte bzw. sind mit ausreichendem Papier versorgt und dann.
Dazu hat @Kerstin_K schon das passende gesagt.


Ich persönlich bezweifle eher, daß z.B. ein Gericht ohne konkreten Verdachtsmoment jemanden pauschal unterstellt das er ein weit teureres Einschreiben ohne tatsächlichen Inhalt an eine Behörde verschickt, nur um den Nachweis zu haben, er habe doch "sicher" alles per Einschreiben verschickt.
Es geht bei so etwas nicht darum was wer wem unterstellt sondern es geht um konkrete Nachweise. Ein Anscheinsbeweis ist dafür im Zweifel nicht ausreichend auch dann nicht wenn der Richter Zweifel an den Ausführungen eines Amtes hat das behauptet es wäre nur ein leeres Blatt im Umschlag gewesen. Letztlich muss der physische Beweis erbracht werden.
 

DoppelPleite

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mit verhältnismäßig einfachen Mitteln (Fax mit qual.Sendebericht) verhindern kann
Dazu wäre es ratsam jedes Blatt einzeln zu faxen, um für jedes Blatt einen Bericht zu erhalten. Habe schon erfahren wie das Rechnungswesen auf einmal darauf pochte, angeblich nicht den vollständigen Antrag erhalten zu haben, weil ich ein zusammenhängendes mehrseitiges Fax in einem Zug versandte. !Achtung
 

Mampfi

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Wie lange dauert es eig. bis man da mal was hört? Kam bis jetzt nichts. Gruß
 

Mampfi

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Hallo @Mampfi,

sehr schön. (y)


Du kannst die Kosten, die Dir durchs Einreichen entstanden sind, nun beim JC geltend machen, § 63 SGB X.

Hattest Du diesbezügliche Belege (Einschreiben, etc.) aufgehoben, wie in ich in Post 65 angeraten hatte ?
Danke für deine Hilfe, ne habe ich nicht aufgehoben, die 2 Euro schenke ich denen.
 

JobcenterAffe

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Ne, habe ich nicht aufgehoben, die 2 Euro schenke ich denen.
Du mußt da ordentlich nachlegen und auch 'mal zurückschießen. Gerade diese 2 € hätten eine nicht zu unterschätzende Wirkung bei der Gegenseite gehabt, auf daß sich sowas nicht mehr so schnell wiederholt. - So nach dem Motto "Da kennt sich einer aus und lässt sich nix gefallen".

Auch hätte man damit diese ausufernde Bürokratie, wo man sich ständig um Kleinstbeträge streiten muß, und die sich im Normalfall immer gegen ELO's richtet, als unsinnig bloßstellen können.
 
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