Jobcenter will Geld vom Vorjahr zurück (1 Betrachter)

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Andy77

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hi Leute, lange nicht mehr hier gewesen :icon_smile:

Ich hatte letztes Jahr einen befristeten Arbeitsverhältnis ( ABM ).
Das Arbeitsverhältnis endete Ende Januar 2009.
Ich bekam letzte Woche einen Schreiben, bzw eine Art Zusammenstellung, bei den man wirklich etwas schwindelig wird. Muss man also genau gucken bei sovielen Blättern. ( Da stand als Betreff " Anhörung " )

Es standen Berechnungen seitens der Arge drin und das ich Geldbezüge zu Unrecht bezogen habe. ( Als ob ich das Geld geklaut habe , tststs )

Es waren wirklich viele Blätter und 4 unterschiedliche Geldbezugsangelegenheiten.

Im großen und ganzen kommen aufgerundet 1000 € zusammen.

Da war ich aber erstmal Baff. Und 2 von den Berechnungen stimmten glaub ich. Ich hatte im ersten Monat der Arbeit den vollen ALG2 Satz bekommen.
Ich hatte aber vorher auch bescheidgegeben, dass ich anfing zu arbeiten.
Irgendwann kamen 300 € aufs Konto dessen Zweck ich bis heute nicht weiß. Aber da viele die ich kannte etwa das gleiche bekamen, dachte ich mir nichts dabei.

Was soll ich nun tun ? Widerspruch einlegen ? Auf Ratenzahlung eingehen ?
Ich habe eh seit 2 Jahren eine Finanzkrise und den Dispo am äussersten Limit.

ich habe mich anderweitig schlau gemacht in Google und sah einen Beitrag wo nach einem geerichtsbeschluss jemand nicht das Geld zurückzahlen musste, da diese Person keine FÄLSCHLICHEN ANGABEN machte von seiner neuen Vergütung vom Arbeit.

Das heißt also für mich: Wenn jemand bei der Arge keine fehlangaben macht muss er nicht befürchten die zuviel bezahlten bezüge des Arge zurückzuzahlen.

Was mache ich am besten ? Hatte jemand mal Erfahrung ?
 

physicus

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hi,

da du eine ABM stelle hattest, musstest du normalerweise immer deine lohnabrechnungen beim amt abgeben, wenn du das nicht gemacht hast ist das natürlich bissel mist, aber auch nicht so problematisch.

Es standen Berechnungen seitens der Arge drin und das ich Geldbezüge zu Unrecht bezogen habe.
das steht immer auf den dingern, hat nichts zu bedeuten, stellt eigentlich nur der ARGE ihre inkompetenz dar, da sie ja eigentlich wissen das du eine ABM hast und die wissen normal auch ganz genau was du dort verdienst!

Es waren wirklich viele Blätter und 4 unterschiedliche Geldbezugsangelegenheiten.
sind das verschiedene bescheide?
wenn ja haben diese alle separat einen rechtsmittelhinweis?
wenn ja dann legst du gegen diese widerspruch ein, und stellst einen überprüfungsantrag, formlos und gibst diesen nachweislich bei der arge ab.
in dem antrag verlangst du die überprüfung deiner bewilligungsbescheide für diese zeiträume in denen die ABM lief.

Auf Ratenzahlung eingehen?
nicht bevor du den widerspruchsbescheid UND die überprüfung der bewilligungsbescheide für diese zeiträume in den händen hast.

du kannst der tante von der rechnungsstelle auch direkt schreiben das du über eine ratenzahlung erst dann nachdenkst wenn du den widerspuchsbeid und die überprüfung hast.
vorher wirst du nichts zahlen da du ja garnicht weist ob es wirklich um diese summen geht.
ebenfalls NACHWEISLICH abgeben, also mit eingangsstempel an der ARGE-theke etc.

ich habe mich anderweitig schlau gemacht in Google und sah einen Beitrag wo nach einem geerichtsbeschluss jemand nicht das Geld zurückzahlen musste, da diese Person keine FÄLSCHLICHEN ANGABEN machte von seiner neuen Vergütung vom Arbeit.
Das heißt also für mich: Wenn jemand bei der Arge keine fehlangaben macht muss er nicht befürchten die zuviel bezahlten bezüge des Arge zurückzuzahlen.
also das stimmt nicht, überzahlungen musst du natürlich zurück zahlen, ist wie bei falsch geleiteten geld auch...
es stand dir halt nicht zu, davon abgesehen das die sich eben dumm anstellen.
das liegt mitunter daran, das die argen für den laufenden monat zahlen, der arbeitgeber bei der ABM aber immer erst nach dem arbeitsmonat.

mfg physicus
 

Andy77

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Hi Phyicus,

danke erstmal für die tolle Antwort.

Da du ja eigentlich sagst, das Geld müsse so oder so zurückgezahlt werden,
werde ich wohl eine Ratenzahlung in Betracht ziehen.

Ich will kein Ärger jetzt mit der Arge. :cool:

Und ja, alle Bescheide hatten Extrablätter wo man was ankreuzt oder eine Antwort schreiben muss.

Was mir jetzt noch wichtig ist. Wie soll ich am besten vorgehen ?
Soll ich auf den ganzen 4 Antwortschreiben jeweils Ratenzahlungswunsch reinschreiben ?

Wie würde denn die Arge eigentlich das machen mit den Zurückzahlen in Raten? Wahrscheinlich Abzüge vom monatlichen ALG2 Geld ne ?
 

eppione

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Solange Du im Alg2 Bezug bist und die Überzahlung nicht Verursacht hast,ist eine Aufrechnung auf den Regelsatz Rechtswiedrig...

Siehe SGBII §43
 

physicus

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Soll ich auf den ganzen 4 Antwortschreiben jeweils Ratenzahlungswunsch reinschreiben ?
ich würde, wie gesagt, erstmal einen überprüfungsantrag für die genannten zeiträume stellen.
dann guck dir die nummer an also die vorgangsnummer/aktenzeichen, die summieren das eigentlich fortlaufend, das heist nur der letzte bescheid ist ausschlaggebend, wenn dem so ist.
bitte überprüf das mal.

ansonsten stimmt das was eppione geschrieben hat.

Und ja, alle Bescheide hatten Extrablätter wo man was ankreuzt oder eine Antwort schreiben muss.
hat jedes schreiben eine rechtsmittelbelehrung?
wenn ja sind es separate sachen und du musst diese dann auch also solche behandeln, sprich für jeden einzelnen eine ratenzahlung beantragen, aber nicht bevor du den bescheid über die überprüg hast, vorher würde ich weiter garnichts machen ausser warten auf den wisch.

gruß physicus
 

Andy77

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Hi Leute,

ist echt lieb von euch. Danke für die Antworten.

Ich denke einen Uberprüfungsantrag zu stellen wäre zwecklos, da nach meinen Berechnungen fast das gleiche rauskommt. Die fast 1000 € sind richtig.
Ich werde wohl auf eine Ratenzahlung eingehen.

WAS aber diesmal komisch ist... ich habe heute den Bewilligungsbescheid für
die nächsten 6 Monate bekommen. Seltsam ist hier folgendes...

Ich habe VOR der ABM und NACH der ABM 1238 € bekommen. ( Familie mit 3 Kindern ) Nu steht hier aber 01.04.09 - 31.07.09 = 1203 €
Und nach 01.08.09 - 30.09.09 = 1278 €

Ömmm, muss ich das jetzt verstehen ? Hat jemand eine logische Erklärung dafür ? Wenn nicht, muss ich beim Jobcenter mal nachfragen gehen.

Ihr seid Spitze ! :icon_knutsch:

Hab heute dem Forum Geld per Paypal gespendet :icon_daumen:
Ist das mindeste was man hier machen sollte :icon_klatsch:
 

Andy77

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Habe heute mal das Jobcenter angerufen.

Es ist nicht zu fassen.

Meine Frau bekommt 375 € Erlterngeld. also + 75 € für irgendwelche Kinderbonus.

Und diese 75 € rechnet das Jobcenter an. Man kann quasi 300 € maximal bekommen als Elterngeld ohne das es dazugerechnet wird zum ALG 2.

Wird man ja immer schlauer :D

Am Telefon sagte der Jobcentermitarbeiter, das ich entweder die ganzen Papiere ausfüllen kann ( Anhörungsschreiben ) und abschicken kann, womit dies zu irgendeiner Stelle geht und da noch eine Berechnung kommt.
Oder ich soll gar nichts machen und die Sachbearbeiter/innen machen das nach Aktenlage automatisch.
 
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