Jobcenter vs. Amt für Soziale und Wohnen (Wohnberechtigungsschein) (1 Betrachter)

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Heyho

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Hallo Zusammen,

folgende Situation besteht die ich kurz beschreibe:
Trennung im Jahr 2013, unsere gemeinsames Kind (beide gleichermaßen Sorgeberechtigt) zog mit Mutter von hier weg. Der Ort ist wie gehabt!
Im Dezember hab ich Erstantrag (Hartz4) gestellt, das ganze wird derzeit noch bearbeitet und entschieden.
Die Wohnung in der ich Lebe ist mit 35qm zu groß, auch die Miete ist zu hoch. Laut Spiegel steht mir in meiner Stadt eine Wohnung bis 50qm und Kaltmiete 410 Euro zu.
Jobcenter teilt mir mit, die Kosten zu senken! Natürlich gehe ich meine Mitwirkungspflicht nach und besorge mir beim Amt ein Wohnberechtigungsbescheid.
Im Antragsformular habe ich dem Amt mitgeteilt, das ich gelegentlich mein Kind zuhause haben werde und auch bei mir übernachten wird. Auch der Familienzusammenhalt mir Wichtig ist! Jetzt kommt es, die Stadthauptsekretärin hat mir im Wohnberechtigungsschein eine geförderte Wohnung bis 63qm zugesprochen!

Im Wortlaut: Herr XXX ist berechtigt mit den Haushaltangehörigen und den innerhalb von 6 Monaten nach Bezug der Wohnung zum Haushalt rechnenden Haushaltsangehörigen eine geförderte Wohnung bis zu folgender Größe zu beziehen:
63qm Wohnfläche oder 2 Wohnräume zuzüglich Arbeitsküche (bis 15qm) und Nebenräume bei Mehrpersonenhaushalten und Mehrbedarf.

Korrekt habe ich mir gedacht! Und meiner Meinung nach hat die Stadthauptsekräterin Familienfreundlich gehandelt.

Das Jobcenter zahlt aber Unterkunftskosten bis 50qm für Singlehaushalt,wenn der SB korrekt ist, dann genehmigt er sicherlich auch 53qm, dennoch darf ich auch 35qm Wohnungen suchen. Völliger Irrsinn denn 35qm sogar 50qm Wohnungen sind zu zweit, das ja gelegentlich der Fall ist, zu klein...Ich denke Ihr versteht was ich meine...
Mein Frage nun: Darf/Muss der Sachbearbeiter (Jobcenter) mir auch 63qm genehmigen, wenn ich die Kaltmiete von 410 Euro beachte???

Ich bin der Meinung, dass was eine Stadthauptsekräterin genehmigt (Rangordnung), hat Vorang vor das was der Sachbearbeiter (Jobcenter) genehmigt!?
Wie sieht Ihr das? Welchen Weg soll ich nun einschlagen?

Mir ist auf jedenfall Wichtig, das das Kind genügend Schlafraum und Spiel Möglichkeiten hat, wenn es bei mir Zuhause ist!

Ich freue mich auf Antworten!

Vielen Dank und freundliche Grüße
 

saurbier

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Texter50 hat ja schon ein spezielles Urtei aufgeführt.

Ungeachtet dessen stehen einer Einzelperson nach dem Urteil des LSG-NRW grundsätzlich mal 50m² Wohnfläche zu. Den Zwang in eine kleinere Wohnung gibt es demnach nicht, auch wenn die SBs das gerne hätten.

Wer einen WBS hat, hat auch Anspruch auf entsprechenden Wohnraum, was seitens des Jobcenters zu akzeptieren ist.

Den WBS bekommen z.B. auch Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen aG, B,H, weil diese bedingt durch Rollator bzw. Rohlstuhl oder anderer Hämnisse größerer Räumlichkeiten benötigen.

Ich würde auf den vorliegenden WBS Bezug nehmen und notfalls in Widerspruch gehen. Das Geld ist damit ja nicht verloren, kommt höchsten in einer späteren Nachzahlung.

Im Widerspruch dann einfach ausführen - unter Bezug auf den bereits vom zuständigen Wohnungsamt ausgestellten WBS liegt bei Widerspruchsführer eine anerkannte Bedarfsgröße von 63m² vor, dessen Anerkennung gefordert wird -.

Den Widerspruch kurz und bündig halten und das Pulver nicht schon verher verschießen.


Gruß saurbier
 

Heyho

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Supi! Vielen Dank!

Werde dem SB mal was schriftliches Zukommen lassen. Ok, ich nehme Bezug auf dem WBS, können weitere Aspekte für ein gelingen ausschlaggebend sein z.B. "Familienzusammenhalt" ?

Viele Grüße
 

HartzVerdient

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Ungeachtet dessen stehen einer Einzelperson nach dem Urteil des LSG-NRW grundsätzlich mal 50m² Wohnfläche zu. Den Zwang in eine kleinere Wohnung gibt es demnach nicht, auch wenn die SBs das gerne hätten.
Der explizite Zwang, dass die Wohnung nur 50m² betragen muss ist nach meiner Kenntnis auch nicht richtig, da in erster Linie der Preis die entscheidende Aussagekraft hat.
 
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