Jobcenter versteht meine Sprache nicht...

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

nachtwind

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2012
Beiträge
71
Bewertungen
1
Hallo Zusammen,

ich habe in der nächsten Woche einen Termin bei meinen SB und wollte Euch gerne mal fragen, was Ihr an meiner Stelle machen würdet.
Und zwar arbeite ich auf geringfügiger Basis und um zur Arbeitsstelle zu kommen, hat mir eine Bekannte ihr Zweitauto zur Verfügung gestellt. Es ist also nicht mein Auto, sondern das Auto meiner Bekannten.
Vor einiger Wochen, auch bei einem Termin bei meinem SB, erwähnte ich auf die Frage, ob ich ein Auto habe, dass ich kein eigenes Auto habe, sondern nur ein geliehendes Auto, was mir meine Bekannte zur Verfügung gestellt hat. Allerdings auch nur für kurze Fahrstrecken bis zu 20 Kilometer.
Nun geht das JC immer davon aus das es mein Auto wäre und versucht mir oft Jobs zu vermitteln, die ich ohne Auto auch nicht erreichen würde. Das sind dann oft Stellen die wesentlich mehr Kilometer weiter weg sind. Weil das JC ja davon ausseght ich habe ein Auto.
Nun habe ich schon versucht denen klar zu machen, dass ich kein (!) eigenes Auto habe und die Stellen dann schon mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein müssen. Meine Bekannte ist auch nicht damit einverstanden, dass ich solch weite Touren mit ihrem Auto fahren würde.

Was muss ich tun damit man mich beim JC versteht? Es kann doch nicht so schwer sein, dass zu verstehen, oder?

Hat da von Euch nicht jemand einen Tipp für mich? Ich wäre Euch wirklich sehr dankbar dafür.

Viele Grüße von
nachtwind
 
E

ExitUser

Gast
--es war ein Fehler darauf hinzuweisen, dass Du ein geliehenes Auto nutzt. Ich würde Arbeitsstellen, die ich mit öffentlichen Verkehrsmiteln nicht erreichen kann, oder wo es unzumutbar wäre ablehnen.

Und zwar schriftlich und mit der Begründung, dass Du nicht über ein eigenes Auto verfügst.
 

kelebek

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 November 2010
Beiträge
1.883
Bewertungen
604
Zum anstehenden Meldetermin und dem Thema des nicht vorhandenen Autos:

1. Nimm Beistand mit.
2. Schreibe anschliessend Protokoll. Beistand muss gegenlesen + gegenzeichnen.

3. Benutze für den folgenden Teil des Gespräches mit dem SB beim Meldetermin ausschließlich Hauptsätze mit zwölf (12!) oder weniger (<12!) Worten. Sprich langsam und deutlich:
Du: "Ich habe kein Auto. Haben Sie das verstanden?"

--- Warte nunmehr auf die Antwort des SB. Sprich erst wieder, nachdem der SB geantwortet und vollständig ausgeredet hat.

Sollte der SB nicht eindeutig "Ja." gesagt haben ("Ja, aber ..." etc. sind nicht verwertbar!), wiederhole die Frage.

Wiederhole dies bis ...

SB: "Ja."

Notwendigen Rest besprechen.
Aufschreiben.
Fertig.

Ist ein ein bisschen blödes und lästiges Prozedere. Dafür ist es idiotensicher. (Mir scheint, das JC / der SB hat es so gewollt; nicht Deine Schuld.)
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.096
Bewertungen
21.736
Jaaaaa, aber ... da wäre ich ein wenig vorsichtig und "vorausschauend" - nicht dass der SB dann mit der Zumutbarkeit kommt!

Handelt es sich um eine Vollzeitstelle, dann wäre der Tagespendlerbereich zumutbar. Heisst: 1 1/2 Stunden pro Strecke. Macht dann 3 Stunden Pendelzeit am Tag.

Bei einer gut bezahlten Vollzeitstelle wird aufgrund des vorausgesetzten "Eigeninteresses" unterstellt, dass dies ausreicht, um sich dann irgendwann einen PKW anzuschaffen ... oder eben umzuziehen!!!

Also würde ich persönlich - um keinen "Hund" rein zu bringen, ein freundliches Schreiben schicken, indem ich mitteile, dass hier wohl "leider ein Missverständnis vorliegt. Sie gehen bei der Übermittlung von Arbeitsangeboten offensichtlich davon aus, dass ich mich im Besitz eines PKW befinde. Im Zusammenhang mit meinem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis habe ich jedoch mitgeteilt, dass ich nur für diese wenigen Zeiten auf ein Leihauto zugreifen kann. Ansonsten bin ich darauf angewiesen, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die sich in der Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs befindet. Ich bitte Sie - um sinnlose Bewerbungen zu vermeiden - dies bei Ihren Vorschlägen zu berücksichtigen. Sollte es jedoch möglich sein, dass mir zwecks Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches seitens des Jobcenters ein Darlehen für einen PKW gewährt werden kann, bitte ich hier um kurze Mitteilung."

:icon_twisted:
 

kelebek

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 November 2010
Beiträge
1.883
Bewertungen
604
Ich gestehe (fast neidlos, gila :)) ein, dass ...

...

Also würde ich persönlich ... ein freundliches Schreiben schicken, indem ich mitteile, dass hier wohl
"leider ein Missverständnis vorliegt. Sie gehen bei der Übermittlung von Arbeitsangeboten offensichtlich davon aus, dass ich mich im Besitz eines PKW befinde. Im Zusammenhang mit meinem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis habe ich jedoch mitgeteilt, dass ich nur für diese wenigen Zeiten auf ein Leihauto zugreifen kann. Ansonsten bin ich darauf angewiesen, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die sich in der Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs befindet. Ich bitte Sie - um sinnlose Bewerbungen zu vermeiden - dies bei Ihren Vorschlägen zu berücksichtigen. Sollte es jedoch möglich sein, dass mir zwecks Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches seitens des Jobcenters ein Darlehen für einen PKW gewährt werden kann, bitte ich hier um kurze Mitteilung."
...

... richtiger, schöner, zielführender und die Eigeninteressen wahrend ist.
 
E

ExitUser

Gast
Jaaaaa, aber ... da wäre ich ein wenig vorsichtig und "vorausschauend" - nicht dass der SB dann mit der Zumutbarkeit kommt!

Handelt es sich um eine Vollzeitstelle, dann wäre der Tagespendlerbereich zumutbar. Heisst: 1 1/2 Stunden pro Strecke. Macht dann 3 Stunden Pendelzeit am Tag.

Bei einer gut bezahlten Vollzeitstelle wird aufgrund des vorausgesetzten "Eigeninteresses" unterstellt, dass dies ausreicht, um sich dann irgendwann einen PKW anzuschaffen ... oder eben umzuziehen!!!

Also würde ich persönlich - um keinen "Hund" rein zu bringen, ein freundliches Schreiben schicken, indem ich mitteile, dass hier wohl "leider ein Missverständnis vorliegt. Sie gehen bei der Übermittlung von Arbeitsangeboten offensichtlich davon aus, dass ich mich im Besitz eines PKW befinde. Im Zusammenhang mit meinem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis habe ich jedoch mitgeteilt, dass ich nur für diese wenigen Zeiten auf ein Leihauto zugreifen kann. Ansonsten bin ich darauf angewiesen, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die sich in der Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs befindet. Ich bitte Sie - um sinnlose Bewerbungen zu vermeiden - dies bei Ihren Vorschlägen zu berücksichtigen. Sollte es jedoch möglich sein, dass mir zwecks Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches seitens des Jobcenters ein Darlehen für einen PKW gewährt werden kann, bitte ich hier um kurze Mitteilung."

:icon_twisted:

Besitz und Eigentum sind zwei verschiedene Dinge. 's ist besser, man überlässt dem Amt keine Hintertür.
Für meinen Geschmack enthält der obige Text viel zu viel Erklärungen. Will Sachbearbeiter den LB ärgern, wüsste er jetzt ganz genau, was er zu tun hätte.

Anderer Vorschlag: Ich bitte Sie bei all Ihren auf mich bezogenen Aktivitäten zu berücksichtigen, dass mir kein Kfz zur Verfügung steht. Oder so ähnlich.
 

nachtwind

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2012
Beiträge
71
Bewertungen
1
Danke für Eure Antworten!

Wie wäre es denn wenn ich eine Überlassungsvereinbarung des Autos dem JC vorlege? Da steht drin, dass meine Bekannte mir ihr Auto nur zur Verfügung gestellt hat und das es halt ihr Auto ist.
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.096
Bewertungen
21.736
Brauchste nicht. NOCH muss man erstmal dem Bürger glauben!

Und: Besitz oder Eigentum ist hier eigentlich nicht relevant - es ist ja auch keines auf ihn zu gelassen, dass man das diskutieren müsste ... es geht darum: "Isch habbe gaaar kain Auto" :biggrin:
 
G

gast_

Gast
Bei einer gut bezahlten Vollzeitstelle wird aufgrund des vorausgesetzten "Eigeninteresses" unterstellt, dass dies ausreicht, um sich dann irgendwann einen PKW anzuschaffen ... oder eben umzuziehen!!!

Unterstellen können die, was sie wollen: Deshalb muß man sich aber keinen PKW anschaffen!
Wenn ich nur öffentliche Verkehrsmittel nutzen will - meine Sache!


Also würde ich persönlich - um keinen "Hund" rein zu bringen, ein freundliches Schreiben schicken, indem ich mitteile, dass hier wohl "leider ein Missverständnis vorliegt. Sie gehen bei der Übermittlung von Arbeitsangeboten offensichtlich davon aus, dass ich mich im Besitz eines PKW befinde. Im Zusammenhang mit meinem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis habe ich jedoch mitgeteilt, dass ich nur für diese wenigen Zeiten auf ein Leihauto zugreifen kann. Ansonsten bin ich darauf angewiesen, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die sich in der Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs befindet. Ich bitte Sie - um sinnlose Bewerbungen zu vermeiden - dies bei Ihren Vorschlägen zu berücksichtigen. Sollte es jedoch möglich sein, dass mir zwecks Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches seitens des Jobcenters ein Darlehen für einen PKW gewährt werden kann, bitte ich hier um kurze Mitteilung."

:icon_twisted:
Sorry, aber ein Darlehen, das man zurück zahlen muß, auch wenn einem in der Probezeit gekündigt wird?
Einen PKW würde ih mir erst anschaffen, wenn ich eine gut bezahlte Stelle habe und die Probezeit bereits um ist! Ansonsten ist das Schreiben ok...

Und wenn PKW, dann ne Beihilfe :biggrin:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten