Jobcenter verlangt (unter Fristsetzung) : "Fragebogen zur Beratung während der Corona-Pandemie"

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ShowCenterFulda

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Hallo liebe Leser*innen,

habe gerade mal ganz was Neues vom Jobcenter erhalten, und zwar einen
"Fragebogen zur Beratung während der Corona-Pandemie"

Dieser flatterte Mitte der Woche in meinen Briefkasten und "soll" unter Fristsetzung(!) beantwortet werden. So ein Ding hab ich noch nie gesehen, deshalb hab ich es gescannt mit der Bitte, da mal drüberzuschauen.

Auf der Rückseite des Anschreibens diverse "Angebote" zu versch. Online-Gesundheitskursen (unterstützt und gefördert von irgendwelchen GKVs bis zum geht-nicht-mehr). Was mich aber besonders daran ärgert ist schon der Wortlaut im Anschreiben (hab es auch im Scan rot unterstrichen). Da heisst es:
"...werden alles dafür tun, Sie in dieser schwierigen Lage zu unterstützen."

Hinweis vorab:
Im Gegensatz zu anderen Jobcentern wurden bis heute keinerlei Masken verschickt,
keine Bescheide/Infos über die Einmalzahlung des Corona-Bonus - einfach nichts !

Und nun präsentiert man es als "Unterstützung", die Leute mit dem Ausfüllen solcher Bögen zu beschäftigen. Mal ganz abgesehen davon, dass alle Antworten hinlänglich bekannt sind und vor der Pandemie so mit der vorherigen Fallmanagerin besprochen wurden.

Die Fragen:
1. Es ist im JC bekannt, dass ich die Speicherung meiner Telefonnummer nicht wünsche und (wie vom Gesetz vorgesehen) für das JC nur postalisch erreichbar bin.

2. Zur Frage, wie oft ich kontaktiert wurde: Die wissen doch selbst am besten, wann das JC mir den letzten Brief gesendet hatte (es handelte sich um ein Info-Schreiben auf den allerletzen Drücker zum Jahreswechsel wg . Erhöhung des Regelsatzes). Oder hatte das JC einen Computerabsturz und weiss es selber nicht mehr? Oder will man nur wissen, ob auch ich brav "aufgepasst" hab?

3. Der Lebenslauf wurde mehrfach eingesehen und daher ist im JC ebenso bekannt, dass ich über einen aktuellen verfüge und keine Unterstützung bei der Erstellung benötige.

4. Hätte ich derzeit einen Arbeitgeber, dann hätte es das JC logischerweise zuerst erfahren. Dann würde ich ja nicht vom JC einen solchen Brief erhalten. Dann wäre ich bei denen doch logischerweise gar nicht registriert. Denken die überhaupt, wenn die was fragen?

Die restlichen Fragen - geschenkt. Es gibt diesbezüglich keinerlei Bedarf an das JC . Wenn etwas zu klären ist, dann werde ich von mir aus auf das JC zugehen. Genau so wurde das mehrfach durchgekaut.


Kritikpunkte:
- Ich soll unter Fristsetzung(!) nochmal Fragen beantworten, die bereits (im pers. Gespräch) mehrfach beantwortet sind.
- Es kommt mir vor wie eine Art "Beschäftigungsmassnahme", die man mir als "Unterstützung" verkaufen will, obwohl es keine ist. Die einzige "Unterstützung" liegt vielleicht eher darin, dass die SB dann sooo viel zu tun hat, weil sie dann sooo viele Fragebögen auswerten muss. So kann sie dann ihr Gehalt rechtfertigen, obwohl sie selbst diese Doppelt- und Dreifachdatensammelei erst ausgelöst hat....
- Eher "beiläufig" der dreiste Versuch, durch den "Aushorchbogen" die Telefonnummern und email-Adressen rauszuleiern.

Fragen:
- Gibt es für all das überhaupt eine Rechtsgrundlage?
- Wie soll ich mich verhalten / antworten?

.
 

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HermineL

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Jobcenter verlangt (unter Fristsetzung) : "Fragebogen zur Beratung während der Corona-Pandemie"

Schon die Überschrift ist in Blöd-Zeitungs-Stil überzogen denn in dem Schreiben ist nichts davon zu finden das dieses Jobcenter dies verlangt. Es wird lediglich gebeten diesen Fragebogen auszufüllen und bis zum 07.04.2021 einzureichen. Von Pflicht oder Zwang steht dort rein gar nichts.

Also bitte was soll dann diese irreführende reißerische Überschrift?
Man kann sich auch aus allem etwas konstruieren und Dinge sehen die nicht da sind oder aber man übertreibt ganz gezielt und mit voller Absicht.


- Gibt es für all das überhaupt eine Rechtsgrundlage?
Mir ist keine Rechtsgrundlage gegen etwas freiwilliges bekannt. Ganz davon abgesehen kann man dies wenn es einem nicht passt in der Rundablage P entsorgen und gut ist es.
 

ShowCenterFulda

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denn in dem Schreiben ist nicht davon zu finden das dieses Jobcenter dies verlangt.
Meinethalben kann man die Ü-Schrift gerne abändern (sag mir wie und wo ich klicken muss, dann mache ich das selbst). Bloss im Schreiben steht ganz klar die Auffordung (Zitat): "Senden Sie diesen bis zum ... zurück"


Mir ist keine Rechtsgrundlage gegen etwas freiwilliges bekannt. Ganz davon abgesehen kann man dies wenn es einem nicht passt in der Rundablage P entsorgen und gut ist es.


Zum weiteren Hintergrund: Ich hatte zwischenzeitlich dort angerufen, die SB aber nicht erreicht. Also hab ich die Vertreterin kontaktiert und diese meinte: "Sie kenne den Hintergrund nicht, aber die neue SB wird dann sicher einladen". Es wird also darauf hinauslaufen, das spätestens dann beantworten zu müssen.

Es macht schon wg . der Fristsetzung also kaum Sinn, auf diese "Bitte" nicht zu reagieren (bzw. ignoriert). Dann wird vorhersehbar eingeladen muss dann eben zudem auch beantworten, warum man denn Bogen nicht beantwortet hat.

Vor allen Dingen ist alles bekannt. Drum wundert es sehr, warum die Leute Fragen beantworten sollen, die das JC schon weiss. Vor allem auch Fragen, wie oft man den Elo kontaktiert hat (als ob das JC das nicht selber ebenso wüsste). Schon aus dem Grund hätte ich Lust zu antworten.
 
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HermineL

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Meinethalben kann man die Ü-Schrift gerne abändern (sag mir wie und wo ich klicken muss, dann mache ich das selbst).
Nöö die hast du so gewählt und nun bleibt sie wie sie ist.


Bloss im Schreiben steht ganz klar die Auffordung (Zitat): "Senden Sie diesen bis zum ... zurück"
Steht da eine Aufforderung?
Mitnichten, dort steht in Gänze und nicht um das wesentlich gekürzt:
Senden Sie diesen bis zum bitte bis zum 07.04.2021 zurück........
Eine bindende Aufforderung das hier das Jobcenter "fordert" das dies zurück gesendet wird sieht anders aus.


"Sie kenne den Hintergrund nicht, aber die neue SB wird dann sicher einladen". Es wird also darauf hinauslaufen, das spätestens dann beantworten zu müssen.
Dem kann ich nur entnehmen das es evtl. eine Einladung gibt. Was dann dort gesprochen wird oder auch nicht sagt mir meine Glaskugel leider im Moment nicht.


Es macht schon wg . der Fristsetzung also kaum Sinn, auf diese "Bitte" nicht zu reagieren (bzw. ignoriert).
Doch denn einer Bitte kann man Folge leisten muss es aber nicht. Man kann sich zurücklehnen und es lassen.


Dann wird vorhersehbar eingeladen muss dann eben zudem auch beantworten, warum man denn Bogen nicht beantwortet hat.
Wenn das der Fall sein sollte, was meine Glaskugel leider auch nicht bestätigen kann, dann antwortet man darauf das man den Bogen nicht beantworten möchte. So what?


Vor allen Dingen ist alles bekannt.
Das dies alles dem Jobcenter bekannt ist weißt du dann Kraft deiner Wassersuppe oder wie ?


Drum wundert es sehr, warum die Leute Fragen beantworten sollen,
Das sind wir wieder am Anfang denn von "soll" , "muss" oder wird "verlangt" ist keine Rede und dafür gäbe es auch gar keine rechtliche Handhabe.


Schon aus dem Grund hätte ich Lust zu antworten.
Tue dir keinen Zwang an und mache es einfach aber beantworte doch bitte wofür der Trööt hier über ein "Verlangen" das gar keines ist dann eigentlich gut sein soll?
Man kann auch Probleme sehen wo gar keine sind wenn man nur genügend Phantasie hat.
 

abcabc

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Hey,
wozu hast du denn angerufen, wenn du keine Telefonate oder Kontakt wünschst?
Ich würde den Spieß umdrehen: Einen Brief schreiben, in dem du dich bedankst, dass sie dir versprechen alles tun wollen um dich zu unterstützen. Dementsprechend dann mal eine Liste hinschicken, was du so brauchst zur Unterstützung - also vor allem mehr Geld (für Masken, Fitnessausstattung für zu Hause, etc. pp.).
Am Besten so formulieren, dass der SB bei der Ablehnung zugeben muss, dass alles inhaltsloses Gelaber war von wegen "wir tun alles für sie". ;)

Und den Fragebogen einfach erstmal ignorieren. Durch diese Antwort hast du schon bewiesen, dass du postalisch erreichbar bist. Und schon kann nichts mehr passieren.
 

ShowCenterFulda

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Viele Zeitgenossen neigen zu Dauerempörung ... und sei der Anlass noch so geringfügig.


:icon_wink:
Verständlich, dass es so gesehen wird. Das ist aber vielmehr das "Tüpfelchen auf dem i".

Nachdem ich dort mehrfach all diese Fragen beantwortet hatte, nachdem man bei einem Coaching versuchte, alles mögliche zu unterstellen von wegen: Nimmt die Person denn Drogen? Oder spielt Alkohol eine Rolle? Dann wird es halt dies sein oder jenes usw. usf.

All das ist mitnichten der Fall. Der Coach hatte (ohne mein Wissen und erst durch Beantragung der Akteneinsicht) eine Beurteilung (noch dazu mit Rechtschreibfehlern) zusammengereimt, die absolut haltlos war. Es hatte deswegen auch vor dem SG schon "gekracht".

Das dies alles dem Jobcenter bekannt ist weißt du dann Kraft deiner Wassersuppe oder wie ?

Danach wurde ich von einer anderen FM an den nächsthöheren Service verwiesen. Es folgte ein mehrstündiges Gespräch auf angenehmem Niveau und natürlich auch die Sichtung meiner Unterlagen. Es wurde Frage für Frage und noch viele Fragen mehr abgeklappert und vor meinen Augen so im PC eingetragen.

Wir hatten uns darauf verständigt, dass ich auf das JC zukommen werde, insofern sich etwas ändert. Auch das wurde so vermerkt.

Dass die Daten bekannt sind, weiss ich also nicht Kraft meiner Wassersuppe, sondern Kraft eines Gerichtsprozess plus zweier Gespräche mit zwei Fallmanagern plus einem mehrstündigen Gespräch mit dem AG -Service plus einem Telefontermin. Zudem habe ich meine Datenmaske einsehen können, dass alles registriert wurde.

Weiteres geht aus der Logik hervor
Wenn bei einem Elo ein LLF nicht vorläge, dann wäre auch das im PC und die Sichtung würde nachgefordert. Wenn ein Elo eine Arbeitsstelle hätte, dann wäre er nicht beim JC gemeldet, würde also von dort also von vornherein keine Briefe erhalten. Die Frage ist also überflüssig. Würde eine AU vorliegen, dann wäre auch dies klar.

Alle diese Fragen werden dort bei jedem durchgearbeitet. Ich selbst komme übrigens aus dem Bürobereich und mal ganz ehrlich: In meinem ehem. Job als SB weiss ich, wann und wie oft ich wen kontaktiert habe. Das ist ja schon peinlich, wenn man als Absender soweit nicht mitdenkt oder die kontaktierte Person erst danach fragen muss.
 

HermineL

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...und das alles hat ja auch so wahnsinnig viel mit einem Serienbrief der wohl an jeden Elo dort gehen dürfte und ausfüllen des absolut freiwilligen Fragebogens ja auch so wahnsinnig viel zu tun. Oder glaubst du allen Ernstes das dieser Fragebogen exclusiv für dich ist?

Egal was du dir da in deiner Phantasie daraus bastelst es bleibt dabei das du dies genau so wie jede Postwurfsendung entsorgen kannst oder wenn du Spaß daran hast es auch ausfüllen kannst. Ganz wie dir beliebt. Mit allem anderen machst du dich lediglich lächerlich. Anders würde dies nur aussehen wenn dort wirklich ein Zwang zu erkennen wäre und/oder sich ein Verweis auf die Mitwirkungspflichten finden lassen würde. Nichts davon ist aber der Fall.

Sorry aber du solltest vielleicht nicht versuchen aus allem eine Verschwörungstheorie zu machen.

Nachdem ich dort mehrfach all diese Fragen beantwortet hatte,
Ganz davon abgesehen hast du es selber zu verantworten wenn du alle Fragen beantwortest. Es gibt weder einen Zwang noch eine Rechtsgrundlage persönliche Dinge Preis zu geben. Der Rest von dem was du schreibst wäre es sicherlich wert genauer betrachtet zu werden aber das ist dann ein anderes Thema als dieser Fragebogen.
 

ShowCenterFulda

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Hey,
wozu hast du denn angerufen, wenn du keine Telefonate oder Kontakt wünschst?

Weil ich wütend und deshalb impulsiv war. Allein der Inhalt der Fragen... da dachte ich mir: Das kann es ja wohl jetzt nicht mehr sein. Lesen die überhaupt, was ich mit der damaligen SB (übrigens auf sehr angenehmen Niveau) besprochen hatte und das Geleier geht von vorne los? Es ist doch alles klar.


Am Besten so formulieren, dass der SB bei der Ablehnung zugeben muss, dass alles inhaltsloses Gelaber war von wegen "wir tun alles für sie". ;)

Das hatte ich vor Jahren bei Angehörigen nämlich so bitter erlebt, dass da plötzlich kollektive Unzuständigkeit herrschte, als diese zeitweilig pflegebedürftig waren. Das kann jeden treffen (Unfall genügt). Als es damals drauf ankam, haben sich alle erstmal weggeduckt und die Person eiskalt hängenlassen. Nur: Eine schutzbedürftige hilflose Person kann doch den Zoff und die Prozessiererei mit den versch. Institutionen um jedes Fitzelchen gar nicht schultern. Also war ich eingesprungen und es ging soweit, dass ich wegen der Kosten manchmal nur jeden 3. Tag zu essen hatte. Aber ich hatte es gepackt und durchgestanden.

Eins halte ich für ziemlich sicher: Wäre ich selbst bspw. erkrankt oder gar im Koma und würde deshalb nicht antworten können, dann wäre das dem JC aller Voraussicht nach gleich. Wenn so etwas in den Zeitraum eines Weiterbewilligungsantrags fallen sollte, dann würde das JC vermutl. erst gar nicht nach dem Verbleib eines Elo fragen, sondern vermutlich einfach nur sozialverträglich die Leistung einstellen. Wenn dieser dann aus dem Krankenhaus kommt, dann ist dieser obdachlos und obendrein nicht krankenversichert.

Als die Pandemie kam, war dem JC auch egal, als die Masken gerade in der Anfangsphase vergriffen waren. Also wurde selbst genäht. Als dann der nächste Typ ffp nur für teuer Geld (4,50 Euro pro Stück) zu erwerben waren war, da war es ebenfalls wurschtig (keiner zuständig). Weil ich das aber nicht immer konnte, hab ich den ständig überfüllten Bus gemieden und bin über weite Strecken gelaufen.

Drum ist es mir so sauer aufgestossen, wie grossartig jetzt auf einmal verkündet wird, dass man sich der Verantwortung bewusst sei und "alles" dafür tun will, die Elos zu "unterstützen". Echt jetzt? Ich bin fast gerührt.

Und den Fragebogen einfach erstmal ignorieren. Durch diese Antwort hast du schon bewiesen, dass du postalisch erreichbar bist. Und schon kann nichts mehr passieren.

Inhaltlich ist ja alles bereits mehrfach bekannt. Das weiss das JC aus der EDV am besten (wurde ja in meinem Beisein dort eingegeben). Als ob ich nicht wüsste oder mich nicht erinnern könnte, dass das JC bereits alles weiss und erfasst hat. Von daher sind die Fragen schon beinahe eine Beleidigung an die Intelligenz. Da schwang natürlich auch mit, dass es womöglich nur ein billiger Vorwand sein könnte. Was wollen die also eigentlich wissen?

Natürlich bin ich zu Hause und postalisch erreichbar. Wo soll ich denn sonst sein? Stay home. Dann soll das JC es auch so schreiben und vor allem ohne den plumpen Versuch, auf diese Weise die Telefonnummer speichern zu können. Oder wenigstens ein bisschen elegant sein. Zum Beispiel den Elos einen Bogen mit den gespeicherten Daten zusenden (auf sowas warte ich noch heute) mit der Bitte um Prüfung, ob diese noch aktuell sind. Aber: In der Datensammelwut ist das JC grosse Klasse, nur bei der Dateneinsicht muss man erst streiten.


Ich würde den Spieß umdrehen: Einen Brief schreiben, in dem du dich bedankst, dass sie dir versprechen alles tun wollen um dich zu unterstützen. Dementsprechend dann mal eine Liste hinschicken, was du so brauchst zur Unterstützung - also vor allem mehr Geld (für Masken, Fitnessausstattung für zu Hause, etc. pp.).


Das mal ein Vorschlag - finde ich richtig gut !

Sehe ich auch so. Unterstützung geht nämlich anders anstatt irgendwelche Fragebögen (über bereits Bekanntes) ohne Freiumschlag zu versenden und damit unnötig zusätzliche Portokosten zu verursachen. Wie wäre es zum Beispiel wenigstens mal mit Masken, so wie es andere JC getan haben? Das wurde aber als Möglichkeit zum Ankreuzen ja leider erst gar nicht angeboten. Also Unterstützen beim Kosten sparen (f. Masken) und nicht noch Kosten verursachen (auch wenn es "nur" Porto ist). Aber das wäre eine Unterstützung, die ich gut gebrauchen könnte!

Danke erstmal, die Idee gefällt mir :)
 
E

ExUser 69161

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@ShowCenterFulda. Das Datum steht in den Fragebogen nicht umsonst drin. Meiner Meinung und Recherche nach.
Der Fragebogen ist so konzipiert, dass Bedarf gleich erkannt wird. Aber- es kann durchaus aktuell der Bedürftige neue Teilnehmer Kandidat für eine aktuelle Massnahme sein, der sich hier selbst dazu machen soll.
Dazu besonders mit dem Augenmerk auf geringfügig Beschäftigte oder schon in Teilzeit, aber auch Erwerbslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Ü25. Für 6 Monate.
Allerdings nur dann, wenn das noch bis 12. APRIL 2021 erfolgt. Der Fragebogen passt in der Ausforschung zu dieser Massnahme.
Denn diese Ganzheitliche Massnahme endet vorerst am 13. DEZEMBER 2021. Ich kenne die darin benannten Hemmnisse, die Du im Fragebogen erfolgreich umschiffen kannst und solltest, um hier (hoffentlich) nicht als Bedürftige dafür gewählt zu werden.
Der Fragebogen ist tricky. Aber mit dem Wissen zur Gefahr der Zuordnung zu der Massnahme würde ich dem so entgehen wollen und gleichzeitig Nichtbedarf danach und überhaupt zum Ausdruck bringen. An Deiner Stelle. Aber nicht offensiv. Nur per Bogen.
Wenn Du also möglichst verschont werden willst, ich rate dazu, dass der rot unterstrichene Satz entkernt werden muss. Streiche bei diesem Satz die Wörter" dafür".,Sie,schwierigen.. Bei passender Unterstützung würde ich "Ihnen" vorher durchstreichen. Also alles, was den Eindruck von "schwierig" mit Deiner Person in Verbindung bringen will. Und schicke die Seite so "korrigiert" mit zurück.
Das Gesundheitsangebot ist dagegen nicht nur auf Nachforschungen aus. Das ist aber trotzdem eine Wettbewerbsverzerrungen, die zudem aber auf der Homepage des Jobcenters zu finden ist.
 

ShowCenterFulda

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...und das alles hat ja auch so wahnsinnig viel mit einem Serienbrief der wohl an jeden Elo dort gehen dürfte und ausfüllen des absolut freiwilligen Fragebogens ja auch so wahnsinnig viel zu tun. Oder glaubst du allen Ernstes das dieser Fragebogen exclusiv für dich ist?

Das glaube ich natürlich nicht. Aber es ändert nix daran, dass man z.B. so eine Frage nicht bringen kann, wann der Kontaktierende jemand anderen kontaktiert hat. Das ist einfach nur Panne. Da fragt man sich schon, ob die ihre Daten dazu verschlampt haben. Es geht auch nicht darum, dass es "wahnsinnig" viel zu tun ist. Es geht darum, warum man das nicht alles weiss und warum EDV-technisch der Fragebogen z.B. nur in den Fällen ausgelöst wird, wenn Angaben fehlen.

Kann man ja vorher alles so einstellen vor dem Datenexport. Es sei denn, der-/diejenige hat die EDV nicht im Griff oder nur auf niedrigstem Niveau. Guck Dir mal die Bewertungen des betreffenden JC auf anderen Seiten an. Dort ist zu nachzulesen, dass man im JC mitunter angeblich nicht mal ein PDF öffnen konnte. Teilweise hat man auch erwartet, dass die Elos irgendwelche Dinge ausdrucken, damit dies im JC wiederum eingescannt wird. Die Akten dort werden schliesslich digital geführt.

Inzwischen hat man in einem anderen Schreiben angeboten, dass man z.B. auch Dokumente als Handy-Foto schicken kann. Daraufhin hab ich nachgehakt, ob man die Leute wohl für zu blöd hält, ein blitzsauberes PDF zu erstellen. Um denen entgegenzukommen wollte ich wissen, welcher Auflösung und welche Standards bevorzugt werden. Das war aber wohl schon zu viel verlangt, denn dazu konnte keiner Auskunft geben. Dann frage ich mich schon, mit wem man es da eigentlich zu tun hat oder was man eigentlich können muss, um dort tätig zu sein.

Ehem. Kommilitonen von mir schütteln dazu nur den Kopf. Dabei wollen die SB im betreffenden JC ja studiert haben (wie ich in Erfahrung bringen konnte zumeist vermutl. Sozialwesen). Man fühlt sich manchmal einfach veralbert bei dem, was die Optionskommune hier bringt.

Wenn etwas unterzeichnet werden musste, dann war man tlw. nicht mal imstande, den Kugelschreiber richtig herum zu reichen, sondern so ungeschickt mit der Spitze in Richtung Empfänger. Selber aber nur eine Sprache sprechen und selbst da waren tlw. gravierende Rechtschreibfehler drin. Die Unterlagen des Vorgängers lagen tlw. so offen in den Aktenkörben auf den Schreibtischen, dass man die Daten (auch von aussen durch die Fenster nach Feierabend) einsehen konnte. Damit ist doch alles gesagt.

Dann nur einen Beruf haben, d.h. die Qualifikationen des Elo gar nicht beurteilen können oder damit überfordert sein, aber anderen Lektionen erteilen oder durch einen Coach von oben herab "abqualifizieren" wollen, bis man dies widerlegt hat. Und nun setzt man den Leuten wieder dieses Geleier vor von wegen alles zu tun, diese zu "unterstüzten". Selbst wenn das noch so vollmundig verkündet wird, wie soll einem denn jmd. unterstützen, der selbst manche Abläufe nicht beherrscht? Das ist der Punkt.

Und ich weiss, dass es (u.a. auch hier im Forum) durchaus die ein oder andere berechtigte Kritik an der Arge gibt. Aber bei meinem Berufsstart als junger Mensch hatte ich NIEMALS solchen schrottigen Vorgänge mit der Arge . Meine letzte SB im JC kam übrigens von der Arge und das hat man sofort gemerkt ! Die Frau war top, hat aber leider den Posten gewechselt. Mit ihr war alles klar.

Was aber mit dem Fragebogen als "Unterstützung" verkauft wird, ja heideiei aber auch, das ist doch unterste Schublade. Das mag ja vlt. auf einen Schulkind zutreffen, und selbst bei der Berufsberatung ist die Arge wesentlich besser. Aber das passt doch nicht auf gestandene Leute, die bereits im Berufsleben standen. Umso peinlicher, dass dies als Serienbrief an alle verschickt wird. Da sträubt sich doch der normale Verstand und ich würde schon gerne wissen, was die sich dabei eigentlich gedacht haben.
 
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@ShowCenterFulda. Hallo, die Gefahr ist erkannt, aber von Dir auch? Denn um die zu bannen, da Bedarf es Deiner Konzentration, um nicht noch in dieser einen Massnahme zu landen, wie vorher beschrieben. Dazu erachte ich es für wichtig, den Fragebogen unverfänglich und eindeutig auszufüllen. Das kann bedeuten, nicht alles so anzukreuzen, wie angedacht.
Bei Kontakt zum Jobcenter, da besser alle 3 Antworten durchstreichen. Dafür daneben schreiben," Offensichtlich nach Kundenkontaktdichtekonzept, vor Corona." Bei der Anzahl. K. A. Keine Angaben. Denn Du kannst ja nicht wissen, wie oft die das womöglich versucht haben. 😁. Bei der Lebenslauf Abfrage wäre es schön, wenn dort kein Bedarf wäre, was Unterstützung betrifft.
Optimal wäre es,, wenn dort die nicht angekreutzten Sachverhalte daneben gekennzeichnet würden, mit "nicht zutreffend". Damit dlas Risiko der zusätzlichen Fremdankreuzung ausgeschlossen wird! Das sollte überall bedacht und angewandt werden, nach meiner Meinung.
Im Feld der Nachfrage zur Arbeitssuche Deine Aktivität betonen. Feld der Nachfrage" keine Arbeit "aufnehmen am allerbesten diesen Eingangssatz wieder vollständig durchstreichen. Die Fragen Kinderbetreuung als unzutreffend kennzeichnen oder mit" Kein Bedarf". Bei "Sonstige Gründe" einfach quer mit Buchhalternase sperren. Also nichts darin ausfüllen. Nun der wichtigste Part. Die Frage mit dem Unterstützung bedarf "weiterhin" ☹️. Hier würde ich unbedingt zum Durchstreichen des gesamten Satzes raten. Zu welchen Themen Du Fragen hättest,, da würde ich unbedingt dazu raten, bis evtl. Weiterbildung alles sonstige einzeln mit kein Bedarf zu kennzeichnen und dazu, dass das unzulässig sei, weil zu privat.und zudem beruflich sowieso irrelevant.!
Von allen ausgefüllten Seiten vor Versendung eine Kopie machen.
 

abcabc

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Lesen die überhaupt, was ich mit der damaligen SB (übrigens auf sehr angenehmen Niveau) besprochen hatte und das Geleier geht von vorne los? Es ist doch alles klar.
Nein, die lesen nichts, weil das ein Standard-Serienbrief ist. Da hat irgendein Hans Wurst im JC auf "Serienbrief an alle Kunden schicken" geklickt und anschließend sind die Briefe automatisch gedruckt und verschickt worden - falls die schon im 21. Jahrhundert angekommen sind. Vielleicht haben die auch die Adressen der Kunden in Adressbüchern aus Papier und alle verfügbaren Mitarbeiter haben haben die letzten 2 Wochen von Hand die Adressen eingetippt, die Briefe ausgedruckt und eingetütet.

Zum Beispiel den Elos einen Bogen mit den gespeicherten Daten zusenden (auf sowas warte ich noch heute) mit der Bitte um Prüfung, ob diese noch aktuell sind. Aber: In der Datensammelwut ist das JC grosse Klasse, nur bei der Dateneinsicht muss man erst streiten.
Stichwort DSGVO: Einfach schriftlich und nachweisbar eine Anfrage faxen und mitteilen, was du haben willst: Eine Kopie aller Daten, die über dich gespeichert sind und die Auskunft woher die Daten stammen und an wen Daten weitergegeben wurden. Ab dann läuft die Uhr: Binnen eines Monats muss dir alles kostenlos geliefert werden. Ansonsten kannst du dich an den Landesdatenschutzbeauftragen (Optionskommune ) oder Bundesdatenschutzbeauftragen (echtes JC ) wenden, damit der mal kräftig den SBs in den Hintern tritt.
Kannst du mal zur Beschäftigungstherapie beantragen (ist schließlich viel Arbeit ALLES rauszusuchen), falls man deinen Wunsch nach Unterstützung ablehnt. Dann hast du genug Lesestoff für den Lockdown - schließlich müssen dir bei DSGVO Anfragen auch alle Aktenvermerke, Gesprächsprotokolle, Berichte, handschriftlichen Notizen in der Akte, etc. pp. zugeschickt werden. Kann evtl. interessant sein, was der SB dir gegenüber so erzählt und was er in die Akte schreibt. ;)


Ich habe mal etwas gebastelt. Müsstest du nochmal überarbeiten und etwas raffinierter formulieren.
Das Ziel ist, dass der SB zugibt, dass es nur leere Worte waren und man niemals den Kunden wirklich helfen wollte, obwohl man es schwarz auf weiß zugesichert hat. ;)


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom xx.xx.xxxx, in dem Sie mir versprechen, dass sie alles tun, um mich in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Sehr gerne möchte ich Ihr Angebot in Anspruch nehmen, da mir aufgrund der Corona-Krise erhebliche Mehrkosten entstanden sind, die nicht ansatzweise im Regelsatz enthalten sind, z.B. durch Masken, Desinfektionsmittel, aber auch durch höhere Lebenshaltungskosten. Die Tafel verteilt nur eingeschränkt Lebensmittel und zur Vermeidung von unnötigen Kontakten, war es mir nicht mehr möglich, durch eine geschickte Aufteilung meiner Einkäufe auf verschiedene Supermärkte erhebliche Einsparungen durch Sonderangebote und Preisdifferenzen zu erzielen.
Auch sportliche Aktivitäten sind nur noch eingeschränkt möglich, obwohl diese für einen gesunden Körper und ein starkes Immunsystem von essentieller Bedeutung sind. Hier wäre eine grundlegende Ausstattung für Fitnesstraining in der eigenen Wohnung erforderlich.

Zur Unterstützung bitte ich um eine Erhörung des Regelsatzes um 60€ monatlich, so wie einmalig 850€ für eine grundlegende Ausstattung für das Fitness-Training zu Hause.

Auch wenn ich in der Vergangenheit leider öfter Enttäuschungen bzgl. Zusagen des Jobcenters erleben musste, hoffe ich, dass die Geschäftsführung des Jobcenter Fulda zu Ihrem Wort in diesem Brief steht.

Mit freundlichen Grüßen
XY




@Enkomion Warum sollte er überhaupt den Fragebogen ausfüllen? Den kann er doch einfach abheften und ignorieren. Durch einen Brief, welche Wunschunterstützung er haben will, beweist er doch schon, dass er postalisch erreichbar ist.
 
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ExUser 69161

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Auch wenn Du glaubst, dass Deine Methode dann besser die Zuordnung oder Auswahl als Kandidat für die besagte Massnahme verhindern hilft.. sollte die Wahl doch besser @ShowCenterFulda in letzter Entscheidung selbst treffen, ist meine Meinung dazu. Wenn es schlecht läuft, dann könnte das Ignorieren dessen als mangelnde Mitwirkung ausgelegt werden,was gerade OK gerne schon viel zu oft machen. Und um reines Wünsch Dir was geht es gerade nicht. Um reine postalische Erreichbarkeit auch nicht. Ich persönlich würde einen solchen Brief nicht ohne entsprechende Quittungen schreiben. Und auch nicht den Eindruck komplett fehlender Fitness erwecken wollen. Und den Bedarf dann nicht einzig an Innenräumen orientieren wollen. Das finde ich persönlich zu provokativ.
 

ShowCenterFulda

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Das Datum steht in den Fragebogen nicht umsonst drin. Meiner Meinung und Recherche nach.....

Ja, das mit dem Datum machte schon irgendwie stutzig. Dass es natürlich darum geht, einen Elo aus dem Bezug zu drücken, falls dieser krank ist (was bei mir nicht der Fall ist) war irgendwo offensichtlich. Und das es beim Beratungsbedarf möglicherweise darum geht, die Leute zwecks Statistikschönung in irgendwelche Massnahmen einzubuchen, hab ich geahnt...

Allerdings nur dann, wenn das noch bis 12. APRIL 2021 erfolgt. Der Fragebogen passt in der Ausforschung zu dieser Massnahme. Denn diese Ganzheitliche Massnahme endet vorerst am 13. DEZEMBER 2021.

Oha, als ob ich es gerochen hätte von wegen "Aushorchbogen".... Jetzt werde ich aber so richtig hellhörig! Da will ich doch glatt ganzheitlich meine "Hausaufgaben" zu machen. Vielen Dank für diesen Wink ! :geek:

Der Fragebogen ist tricky. Aber mit dem Wissen zur Gefahr der Zuordnung zu der Massnahme würde ich dem so entgehen wollen und gleichzeitig Nichtbedarf danach und überhaupt zum Ausdruck bringen. An Deiner Stelle. Aber nicht offensiv. Nur per Bogen. Wenn Du also möglichst verschont werden willst, ich rate dazu, dass der rot unterstrichene Satz entkernt werden muss.

Jetzt wird es spannend. Viele Leute lesen zwar einen Satz, machen sich aber nicht klar, was dieser oder gar ein Wort inhalt. eigentlich bedeutet. Du "tickst" anscheinend genau wie ich... Und ich liebe es!

Erfahrungsgemäss hat das JC aber tlw. schon Juristen im Hintergrund und da ist nichts denn juristisch haltbare Fakten gefragt ohne jeden Spielraum für Interpretationen.

Streiche bei diesem Satz die Wörter" dafür".,Sie,schwierigen.. Bei passender Unterstützung würde ich "Ihnen" vorher durchstreichen. Also alles, was den Eindruck von "schwierig" mit Deiner Person in Verbindung bringen will. Und schicke die Seite so "korrigiert" mit zurück.

Stimmt ! :oops:

Dem Wesen des JC war eine Pandemie-Hilfe völlig fremd. Sonst hätte man auf kommunaler Ebene (ebenso wie andere JC von sich aus) irgendeine Leistung erbracht (selbst wenn diese nicht vom Bund beschlossen wurde). Das ganze Schreiben hatte also von vornherein irgendwie sowas pseudo-fürsorgliches. Aber jetzt wird es deutlich:

Hopla, alles liest sich zwar so "locker-flockig", aber je öfter man liest, was der Verfasser eigentlich aussagt, desto mehr stolpert, ja fällt man über manches. Und tatsächlich: Nur der wird mit "schwieriger Situation" verknüpft und dem Elo mal fast unbemerkt unterstellt, dass man ihn in einer solchen wähnt. Wenn man dies unwidersprochen so stehen lässt, so könnte es (juristisch gesehen) als wahr gedeutet werden. Und was soll das eigentl. heissen "in der schwierigen Lage unterstützen". Also nur dann? Ergo die "entschlüsselte" Übersetzung: Bei "schwieriger" Lage ist Bedarf nach "Unterstützung" z.B. in Form einer Massnahme. Bingo!

Immerhin ist man sich "der Verantwortung bewusst". Ja, wäre ja auch schlimm, wenn sie bewusstlos wären. Es bedeutet aber nicht, dass auch Verantwortung übernommen wird. Mal ganz abgesehen davon, dass diese nicht weiter präzisiert wurde, um welche Verantwortung es sich eigentlich handelt. Von der für die Elos war nie die Rede. Es kann also auch möglicherweise gemeint sein, dafür verwantwortlich zu sein, die Zahlen zugunsten der Statistiken zu drücken (wobei seit Oktober letzten Jahres auf der Website des JC keine mehr veröffentlicht wurden). Kein Wort zuviel und alles wurde offengelassen (damit eben die Neigung ausgenutzt wird, zu interpretieren).

Drum nehme ich das schon sehr genau und will versuchen, diesem Tipp präzise zu folgen. Da will ich auch hier erstmal meine "Hausaufgaben" machen. Das Auseinandernehmen von Sprache in den Feinheiten hat für mich durchaus ihren Reiz schon von Natur wegen. Für solche Streichkonzerte bin ich deshalb mit Freuden zu haben - und jetzt bin ich getriggert :)

Das Gesundheitsangebot ist dagegen nicht nur auf Nachforschungen aus. Das ist aber trotzdem eine Wettbewerbsverzerrungen, die zudem aber auf der Homepage des Jobcenters zu finden ist.

Nicht nur. Und ja, das auch ;-)


An dieser Stelle ein grosses Dankeschön für den Anstoss in diese Richtung.
 
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ShowCenterFulda

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Hallo, die Gefahr ist erkannt, aber von Dir auch? Denn um die zu bannen, da Bedarf es Deiner Konzentration, um nicht noch in dieser einen Massnahme zu landen, wie vorher beschrieben.

Und ob! Habe alles sorgfältig gelesen. Und werde es gewiss wieder tun. Ich glaube verstanden zu haben.


Dazu erachte ich es für wichtig, den Fragebogen unverfänglich und eindeutig auszufüllen. Das kann bedeuten, nicht alles so anzukreuzen, wie angedacht. Bei Kontakt zum Jobcenter, da besser alle 3 Antworten durchstreichen. Dafür daneben schreiben," Offensichtlich nach Kundenkontaktdichtekonzept, vor Corona." Bei der Anzahl. K. A. Keine Angaben. Denn Du kannst ja nicht wissen, wie oft die das womöglich versucht haben. 😁.

Hochinteressant! Vollste Zustimmung: Auch wenn ich die Schreiben habe (insofern Bescheide dazuzählen), so könnte jede Festlegung sinnverdreht werden. Fuchs... ;-)


Bei der Lebenslauf Abfrage wäre es schön, wenn dort kein Bedarf wäre, was Unterstützung betrifft.

Ist tatsächlich so. Kein Bedarf.

Optimal wäre es,, wenn dort die nicht angekreutzten Sachverhalte daneben gekennzeichnet würden, mit "nicht zutreffend". Damit dlas Risiko der zusätzlichen Fremdankreuzung ausgeschlossen wird! Das sollte überall bedacht und angewandt werden, nach meiner Meinung.

Absolut! Da könnte im Nachhinein alles möglich dazugekreuzt werden sozusagen als "Einschätzung" (wie im Anschreiben erwähnt). Man könnte es (selbst durch Halten einer beglaubigten Kopie) nicht mal als Fälschung ankreiden, sondern als "Ergänzung" auslegen. Denn inzwischen ist mir aufgefallen, dass der Antwortbogen nirgendwo unterschrieben werden soll...

Im Feld der Nachfrage zur Arbeitssuche Deine Aktivität betonen. Feld der Nachfrage" keine Arbeit "aufnehmen am allerbesten diesen Eingangssatz wieder vollständig durchstreichen. Die Fragen Kinderbetreuung als unzutreffend kennzeichnen oder mit" Kein Bedarf". Bei "Sonstige Gründe" einfach quer mit Buchhalternase sperren. Also nichts darin ausfüllen.

Wie passend. Buchhaltung kann ich. :D

Nun der wichtigste Part. Die Frage mit dem Unterstützung bedarf "weiterhin" ☹️. Hier würde ich unbedingt zum Durchstreichen des gesamten Satzes raten. Zu welchen Themen Du Fragen hättest,, da würde ich unbedingt dazu raten, bis evtl. Weiterbildung alles sonstige einzeln mit kein Bedarf zu kennzeichnen und dazu, dass das unzulässig sei, weil zu privat.und zudem beruflich sowieso irrelevant.!

Ja eben, wieso steht da eigentlich "weiterhin"? Das sieht ja beinahe so aus, als sei es das bisher der Fall. Ist aber nicht so und war auch noch nie so gewesen.

Die Fragen sind ja auch nicht leistungsrelevant. Es mag ja Menschen geben, auf die diese zutreffen und ich verurteile das auch nicht. Mit welchem Recht auch. Im Gegenteil tun sie mir eher leid, dass sie sich vlt. aus Naivität hoffnungsvoll an das JC wenden. Dieses verweist sie dann an diverse Massnahmeträger, bei denen sie für solch vielschichtige Problematiken eher keine professionelle Hilfe erfahren oder erwarten können. Schlimmstenfalls werden sie dort mit einer EGV bei irgendwelchen sog. Coaches vorgeführt, denen sie sich in ihrer Verzweiflung anvertrauen, der aber einfach nur für das JC alle möglichen Daten sammelt und diese weitergibt. Im Hinblick auf die Würde dieser Menschen finde ich solche Fragen und das Herumfuhrwerken in deren Privatsphäre unverschämt.

Wenn ich so darüber nachdenke wird mir gerade bewusst, dass ich mich eigentlich glücklich schätzen kann, die Fragen auf mich tatsächlich nicht zutreffen. Und in der Weiterbildung sind die Angebote des JC extrem niedrigschwellig angelegt. Dazu habe ich keine Fragen. Sollte sich eine Gelegenheit zu passender Weiterbildung ergeben, dann würde ich auf das JC zugehen, indem ich z.B. einen Bildungsgutschein beantrage.

Von allen ausgefüllten Seiten vor Versendung eine Kopie machen.

Sowieso immer. Nachdem die Vorgehensweise klargeworden ist sowieso. Was meint das JC denn eigentlich? War also doch 'ne gute Idee, das zu posten, nicht das andere da vlt. drauf reinfallen.

Wenn es schlecht läuft, dann könnte das Ignorieren dessen als mangelnde Mitwirkung ausgelegt werden,was gerade OK gerne schon viel zu oft machen. Und um reines Wünsch Dir was geht es gerade nicht.

Sehe ich auch so. Dann kommt die nächste Stufe von wegen Stellungnahme und "Einladung" unter Sanktionsandrohung. Und zwar so, damit die "Ignoranten" bis 12. "anzutanzen" haben und eben dann versucht wird, denn betreffenden Elos eine ganzheitlich sinnlose Massnahme zwecks Statistikschönung reinzudrücken. Das mit dem Datum wird immer offensichtlicher...

Um reine postalische Erreichbarkeit auch nicht. Ich persönlich würde einen solchen Brief nicht ohne entsprechende Quittungen schreiben. Und auch nicht den Eindruck komplett fehlender Fitness erwecken wollen.

Fehlt auch nicht. Mal so formuliert: Ich meide die öffentlichen und nehme aufgrund der örtl. Gegebenheiten regelmässig Fusswege bis zu einer Stunde (einfache Strecke) oder bei besserem Wetter das Rad.

Erneut erstmal Danke für das sorgfältige Lesen, auch des Bogens. Und danke für die vielen Tipps, nach denen ich auf das erstmal satzweise mit dem Lineal durcharbeiten werde. :)
 

ShowCenterFulda

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Stichwort DSGVO: Einfach schriftlich und nachweisbar eine Anfrage faxen und mitteilen, was du haben willst: Eine Kopie aller Daten, die über dich gespeichert sind und die Auskunft woher die Daten stammen und an wen Daten weitergegeben wurden. Ab dann läuft die Uhr: Binnen eines Monats muss dir alles kostenlos geliefert werden. Ansonsten kannst du dich an den Landesdatenschutzbeauftragen (Optionskommune ) oder Bundesdatenschutzbeauftragen (echtes JC ) wenden, damit der mal kräftig den SBs in den Hintern tritt.

So einfach war das in der Vergangenheit nicht. Es ist in Hessen, wo ein gewisser Datenschützer sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, wie man auch der Presse entnehmen konnte. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat er auch bei versch. Datenerhebungungen kein Problem "erkennen" konnte. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hatte zwar zuvor eindeutig anderslautende Anweisungen veröffentlicht, aber das kam wohl trotz Verweis darauf nicht an.

Hab es dann durch Beantragung auf Akteneinsicht beim SG erfahren, wo anstandslos in Ruhe alles durchgeblättert werden konnte und von den gewünschten Seiten Kopien angefertigt. Inzwischen hat der Datenschützer aber gewechselt, kann also nur noch besser werden.

Kannst du mal zur Beschäftigungstherapie beantragen (ist schließlich viel Arbeit ALLES rauszusuchen), falls man deinen Wunsch nach Unterstützung ablehnt. Dann hast du genug Lesestoff für den Lockdown - schließlich müssen dir bei DSGVO Anfragen auch alle Aktenvermerke, Gesprächsprotokolle, Berichte, handschriftlichen Notizen in der Akte, etc. pp. zugeschickt werden. Kann evtl. interessant sein, was der SB dir gegenüber so erzählt und was er in die Akte schreibt. ;)

Das scheint mir aber auch, dass man im JC scheinbar nicht ausgelastet ist, wenn man Zeit für solche fadenscheinigen Fragebögen findet. Die kpl. Akte sollte ich ohnehin mal anfordern schon aus eigenem Interesse. Da ja alles gescannt ist, dürfte das ja eigentlich kein Problem sein - eigentlich. Deshalb auch hier danke für den Tipp, muss ich echt mal nachholen. :)


Ich habe mal etwas gebastelt. Müsstest du nochmal überarbeiten und etwas raffinierter formulieren.
Das Ziel ist, dass der SB zugibt, dass es nur leere Worte waren und man niemals den Kunden wirklich helfen wollte, obwohl man es schwarz auf weiß zugesichert hat. ;)

Ich weiss ja, dass es ein Vorschlag ist und dass man an der Formulierung noch feilen kann. Aber vielen lieben Dank hierfür ! Vlt. kann ich das ja kombinieren und in das Anschreiben einbauen, mit dem ich den Brief korrigiert zurücksende...

Die Tafel verteilt nur eingeschränkt Lebensmittel und zur Vermeidung von unnötigen Kontakten, war es mir nicht mehr möglich, durch eine geschickte Aufteilung meiner Einkäufe auf verschiedene Supermärkte erhebliche Einsparungen durch Sonderangebote und Preisdifferenzen zu erzielen.

Die Tafel ist für mich gar nicht erreichbar. Sie liegt im ausgemusterten Industriegebiet am anderen Ende der Stadt. Bei Vermeidung der öffentlichen Verkehrsmittel (da Bus stets überfüllt) bedeutet der einfache Weg zum Stadtzentrum 1 Stunde Fussweg, der weitere zur Tafel noch einmal so lange. Stundenlanges Warten und zurück dann nochmal zwei Stunden (bepackt und durch hügeliges Gelände).

Hinweis: In normalen Zeiten würde der Bus um die 5 Euro kosten und die Tafelausgabe nochmal 3 Euro, also insgesamt 8 Euronen. Dafür, was es für eine Person zu verteilen gibt, lohnt es sich wirklich nicht. Denn vieles ist in so schlechtem Zustand, dass man es entsorgen muss, wenn man nicht alles spätestens am nächsten Tag verwertet. Da hilft auch keine Kühlung. Für das Geld hält man für den selben Zeitraum im Disounter besser Ausschau nach den Dingen, die z.B. Samstagabend preisreduziert werden.


Auch sportliche Aktivitäten sind nur noch eingeschränkt möglich, obwohl diese für einen gesunden Körper und ein starkes Immunsystem von essentieller Bedeutung sind. Hier wäre eine grundlegende Ausstattung für Fitnesstraining in der eigenen Wohnung erforderlich.

Nee, eben nicht. Hier sind Wälder und echt weite Wege. Bedarf für noch mehr Fitness im Haus besteht wirklich nicht. Konntest Du ja nicht ahnen, deshalb auf jeden Fall trotzdem danke für die Idee und diesen Ansatz!

Zur Unterstützung bitte ich um eine Erhörung des Regelsatzes um 60€ monatlich,

Das wissen die auch, dass den Leuten das helfen würde, nur das bieten sie ja erst gar nicht an. Unterstützen ja, aber im Gegensatz zu einigen anderen Gemeinden darf doch eine Unterstützung bloss "nüscht" kosten - so wie alles und wie immer. Die Infrastruktur ist abgeranzt bis zum geht-nicht-mehr und selbst die Vorzeigeobjekte schlecht restauriert nach dem Motto: Hauptsache billig. Und genau so sieht es halt auch aus.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten gibt es für das Wenige generell nicht mal ein Sozialticket oder Preisnachlässe (Bus, Freibad), worüber sich auch schon Studenten gewundert haben. Da wäre ein finanzieller Zuschuss wäre zum Beispiel mal eine echte Unterstützung ! Und JC wollte ja wissen, wo und wie sie unterstützen können. Da wäre es schon interessant, das einzubringen. Ich muss da nochmal drüber nachdenken, aber auf jeden Fall schon mal vielen Dank! :)
 

0zymandias

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Wenn das wirklich nichts ist, dann hätte ich gerne das Geld für die entzückende Aktion. :biggrin:
Dürfte für ein paar Monate reichen.

Das Erheben schon erhobener Daten dürfte wenig zweckerforderlich sein, dem Grundsatz
der Datenminimierung widersprechen und mit nicht unverhältnismäßigen Aufwand bei der
Behörde selber und nicht dem Betroffenen beschafft werden können.
(<- Da könnte ein kleines, buntes LOL drin versteckt sein. Ostern und so.)
 

HermineL

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Das Erheben schon erhobener Daten dürfte wenig zweckerforderlich sein, dem Grundsatz
der Datenminimierung widersprechen und mit nicht unverhältnismäßigen Aufwand bei der
Behörde selber und nicht dem Betroffenen beschafft werden können.
Zustimmung wenn das Jokecenter die Angaben zwingend, z.B. mit Mitwirkungspflichten, "verlangen" würde. Solange das ab freiwillig ist geht das ins Leere.
 

0zymandias

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Die §§ 67 SGB X ff. stellen aber nicht auf die Freiwilligkeit des Betroffenen, sondern
auf die Zulässigkeit ab.

Es wäre mir ein Vergnügen, wenn auf der Basis des Fragebogens eine Maßnahmenzuweisung
konstruiert würde. :biggrin:

Es bleibt allerdings die schwierige Wahl, ob man das Dingsbums eher an den Bund der
Steuerzahler, Extra 3 oder die heute show schickt.
Knifflig. :biggrin:
 

ShowCenterFulda

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...dem Grundsatz der Datenminimierung widersprechen und mit nicht unverhältnismäßigen Aufwand bei der Behörde selber und nicht dem Betroffenen beschafft werden können.

Ach was?

Es war auch schon so, dass in kurzer Zeit hintereinander wiederholt eingeladen wurde immer aus ein und demselben Grund, und zwar "möchten mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen".

Da dachte ich mir schon: Was anderes fällt denen wohl nicht ein, wie so eine Schallplatte mit Sprung. Und ob ich im Gegenzug vlt. mal ein Tonband mitbringen sollte, damit ich auf Knopfdruck dann die jeweilige Antwort abspulen kann. Also dasitzen wie ein Puppe, sozusagen ein Robotter mit Playback-Chip, bevor man von dem Wiederkauen noch rammdösig wird.

Ich meine, es war ja alles doppelt und dreifach besprochen. Die "berufliche Situation" ist also bekannt, also meine berufl. Quali und auch, dass ich nicht erwerbstätig bin, sonst wäre ich ja logischweise nicht beim JC gemeldet. Von daher wüsste ich nicht, was es da noch zu "sprechen" gibt. Und sollte sich daran etwas ändern, dann erfährt es das JC von mir zuerst.

Übrigens: Die Kontakte zu ehem. Studienkollegen pflege ich bis heute regelmässig. Einige davon sind inzwischen im Ausland, aber wir schreiben uns (chat) oder telefonieren gelegentlich. Das hilft mir beim Ausbau von Sprachkenntnissen und dadurch kenne ich die dortigen Gepflogenheiten. Als die mal mit dem dortigen JC zu tun hatten, lief das ganz anders: Da wird alles relevante erfasst und ab und an wurde nachgefragt, ob die Daten noch aktuell sind oder ob sich was änderte. Falls nicht, dann ist ja alles klar und das war es auch schon.

Für Menschen mit breitgefächerter Berufserfahrung, Höherqualifizierte und Akademiker gibt es dort übrigens eine Extra-Abteilung. Auf die konnten die Suchenden zugehen und die arbeitet u.a. auch mit der dortigen Universität zusammen. Und falls die dortige Behörde was im Sortiment hat, z.B. eine passgenaue(!) Stelle oder ein wirkliches Weiterbildungsangebot, dann wurde das der/dem Suchenden mitgeteilt nach dem Motto: "Hey guck mal, wär das vielleicht was für Sie?". Die mussten also nicht jedes Mal antanzen aus dem gleichen Grund für das gleiche Geleier. Als ich denen von den Abläufen hier berichtete kam direkt die Gegenfrage (Zitat): "Ja sag mal, wie oft denn noch? Sind die bei euch blöd oder was soll der Schwachsinn?"

Und es drängte sich der Verdacht auf, dass es sich bei manchen Stellen im JC vlt. auch um sog. "Bullshit-Jobs" handelt (siehe auch Kulturanthropologe und Publizist David Graeber), also Jobs die keine sind und die auch keiner braucht, die aber gut bezahlt werden. Sprich die Verwaltung verwaltet sich selbst bloss um der Existenz der Verwaltung willen. Es könnte also möglich sein, dass das JC also jede Menge "Arbeit" hat, die es ohne die FMs von vornherein gar nicht gäbe. Einige SBs lösen ihre eigene Arbeit in Form von unnötigen Doppelterfassungen sozusagen selbst erst aus, um sich nicht überflüssig zu machen. Es ist spekulativ, aber es sieht manchmal halt schon danach aus.

Einmal "argumentierte" man damit, dass der FM gewechselt hätte und dieser nun den Elo persönlich "kennenlernen" will. Wegen des Rotationsprinzips. Aha. Dann sollen sie gefälligst ein für alle Mal ein Meeting einberufen, bei dem ich ein Referat halte (das Sprechen vor grösseren Belegschaften bin ich durch frühere Grosskonzerne und Vereinsarbeit gewohnt). Bei der Gelegenheit könnten mich dann auch alle kennenlernen. Dann können sie die Fälle unter sich dann wie im Karussell rotieren lassen. Dafür muss die/der Elo dann aber nicht jedes mal den aufs Neue den "Tanzbär" spielen.

Bisher hatte ich das halt defensiv gehandhabt, weil ich dachte "die Abläufe sind halt so". Die lesen den LLF vermutl. doch eh nicht und wenn, dann können sie sich vermutl. nix darunter vorstellen. Manches ist den FMs einfach zu abstrakt, was ich ihnen nicht unbedingt vorwerfen mag. In ihrem hermetisch abgeriegelten Verwaltungsapparat mit typischen Verwaltungslaufbahn hatten sie selbst eben keine oder kaum Berührungspunkte damit. Draussen in der Wirtschaft ist es in den jeweiligen Branchen klar, aber zum JC geht man dann doch besser hin, um die Kompetenzen zu klären.

Auch wenn ich den Einladungen gefolgt bin so frage ich mich doch, ob die Elos durch sinnlose Wiederholungseinladungen dafür herzuhalten haben, den FMs einfach nur den Tagesablauf zu fülllen. Solche Einladungen kommen ein bisschen so rüber wie "den FM gelüstet nach Unterhaltung, also lasse man heute diesen und jenen Elo zum Begaffen laden. Wer nicht kommt, dem kann man die Leistung küzren. Und wer kommt, dem versucht man mit ein wenig schwarzer Pädagogik und Küchenpsychologie eine Unterschrift abzuringen und/oder eine nicht passgenaue Sinnlosmassnahme reinzudrücken, auf die sich die betroffenen Elos hoffentlich nicht vor dem SG wehren. Und falls doch, dann hat man ja erst recht wieder was zu tun, sich also selbst Arbeitsaufwand beschafft, womit dann die Rechtsabteilung ihr Gehalt rechtfertigen kann. Da sich aber nicht alle wehren, rechnet sich das insgesamt."

Wenn das JC was Neues zu bieten hätte, z.B. einen Katalog von wirklich interessanten Fortbildungen versenden von wegen "gucken Sie mal durch, vlt. ist ja für Sie was dabei." Aber nein, jetzt kommt so ein Fragebogen zur Doppelterfassung von Daten und möglicherweise zum Konstruieren der Zuweisung in eine Sinnlosmassnahme (die in der Optionskommune tlw. auf das Niveau zugeschnitten sind, wie es dem Bild einer Klientel entspricht, welches z.B. von RTL & Co. gezeichnet wird). Oder davor eben Wiederholungseinladungen aus identischem Grund.

Jetzt überlege ich schon, nicht nur diesen Fragebogen mit Verweis auf diesen Grundsatz der Datenminimierung entsprechend zu kommentieren, sondern ebenfalls die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, das nächste Mal einer solcher Einladung mit wiederholtem unspezifischem Grund als unzulässig zu widersprechen. Oder wenigstens eine Begründung für das Doppel-Gemoppel zu verlangen. Weil irgendwann ist ja auch mal gut. Drum bin ich sehr dankbar für diesen Hinweis. :)
 
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ShowCenterFulda

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Da hat irgendein Hans Wurst im JC auf "Serienbrief an alle Kunden schicken" geklickt und anschließend sind die Briefe automatisch gedruckt und verschickt worden - falls die schon im 21. Jahrhundert angekommen sind. Vielleicht haben die auch die Adressen der Kunden in Adressbüchern aus Papier und alle verfügbaren Mitarbeiter haben haben die letzten 2 Wochen von Hand die Adressen eingetippt, die Briefe ausgedruckt und eingetütet.

Die Akten werden beim JC alle gescannt und gespeichert. Beim Versand hab ich bisher nicht näher darauf geachtet, aber deshalb nochmal nachgeguckt. Nur so als Info: Als mir eingereichte Dokumente zurückgesschickt wurden, war der offizielle Hausstempel der städtischen Poststelle drauf.

Für den Versand sämtlicher anderer Briefe / Bescheide werden die Daten anscheinend einfach bei der Post eingespielt, welche wohl als externer Dienstleister das Ausdrucken und das Eintüten übernimmt. Steht nämlich überall drauf "Dieser Brief wurde Ihnen per E-Post zugestellt."
 
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E

ExUser 69161

Gast
@ShowCenterFulda. Dein Jobcenter ist enorm vernetzt und nutzt dazu alle Ministerien inkl. deren Förderung und dazu ESF Förderung zu Hauf. In zig Projekten. Die Fallkonferenzen sind über "Olov" dazu inzwischen rechtsübergreifend in der Zusammenarbeit.
Dazu kommt, dass es zuerst Hessen war und deren Jobcenter, die das holländische Modell der Arbeitssuche etablierten und weiter propagieren. "Es ist Ihr Job, einen Job zu finden. (Werkakademie).
Also auch da- Aktionismus pur.
Sozusagen gibt es dort Beschäftigungsgruppen für jede Problemlage.
Und dazu gibt es seit 2016 eine gesteigerte Beratungspflicht der Jobcenter, die bei Beratungspflicht Verletzung eine gesteigerte Amtshaftung bedeuten kann. Und deshalb ist nun dieser Bogen da, als temporärer Ersatz, denke ich, wegen Corona.
Genau deswegen erachte die vorherigen Achtsamkeiten damit für weiterhin aktuell.
Die Bögen sind nicht harmlos, weil Dir das mögliche Abhaken dessen keine Vorteile verschafft. Egal, was Du selbst davon hältst. Es gilt, Prioritäten zu setzen. Und psychische Problemlagen können jeden treffen.
Woher soll Deine IFK wissen, daß das nicht zutrifft, wenn sie das nicht nach Termin und Vorgabe überprüft?
In deren Umfeld sind sicherlich auch zig Plüschologen an der kurzen Leine und wollen wissen, wo Problemlösung wartet bzw.zu vermtteln wäre. Rein theoretisch.
Positioniere Dich präventiv, um nicht ins Fadenkreuz zu geraten, was auch mit Verweigerung oder Marginalisierung passierte kann.
Auf jeden Fall hilft die konstante Meldung und Bestätigung Deiner aktiven gesunden Befindlichkeit gegen ansonsten schnell erwecktes Misstrauen der Jobcenter. In diesen Corona Zeiten ist überall zu ersehen, das alle Jobcenter ein Maximum an Zuständigkeit via Träger Versammlung zurück auf die BA übertragen haben. Vieles wird nunmehr auch zentral gesteuert. Und das Schreiben ist schon deshalb ungewöhnlich weil das Jobcenter ansonsten sehr karg fördert, was individuelle Erstattungen betrifft. Zum Beispiel. Ich kann und darf aus eigener Erfahrung mit einem geizigen Jobcenter mitteilen, dass die nie einfach so agieren oder gar mal eben Werbung in eigener Sache versenden, wenn es nicht sein muss. Ic diesem Fall glaube ich einen weiteren Grund dessen in Erfahrung gebracht zu haben. Denn verrate ich aber noch nicht, weil der nur Sinn macht, wenn es zu einer Konfrontation Deinerseits mit Deinem Jobcenter käme,wegen einer Massnahme.
 
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