Jobcenter verlangt Bescheinigung vom ehemaligen Arbeitgeber für Antrag

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Hallo,

meine Frau und ich sind gerade aus den Staaten zurückgekommen und müssen jetzt leider erst mal ALG II beantragen. Bei der Antragsangabe wollte man den Antrag jedoch nicht bewilligen, da ich eine Bescheinigung meines ehemaligen Arbeitgebers in den Staaten vorlegen soll, dass ich dort nicht mehr angestellt bin und auch keine Bezüge mehr habe. Ich habe mit der Firma jedoch absolut nichts mehr zu tun, möchte mit ihr auch nichts mehr zu tun haben und ich bezweifle zudem, dass man mir irgendeine Bescheinigung ausstellen und nach Deutschland schicken wird. Ich habe der SB das auch so gesagt, ihr war es jedoch egal. Ich soll halt irgendwie versuchen so eine Bescheinigung zu bekommen. Ist das überhaupt zulässig? Wir haben ja schon in dem Antrag bzw. den X Tausend Anlagen unsere Finanzen offengelegt und versichern ja mit der Unterschrift, dass die Angaben korrekt und vollständig sind. Was kann und soll ich denn jetzt am besten machen?
Für sämtliche Hilfen und Tipps bin ich wirklich mehr als dankbar.

Beste Grüße
Jason
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.151
Bewertungen
18.356
Hallo Jason,

lies dich mal hier durch:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/100855-arbeitslosengeld-laengerem-aufenthalt-usa.html

Teil 2: Besondere Vorsicht: Länder außerhalb der EU und längerer Aufenthalt

Von Anne-Katrin Schulz, Bund der Auslandserwerbstätigen e.V. (BDAE e.V.)
Außerhalb der EU wird es problematisch

Während die soziale Sicherheit trotz einiger Einschränkungen und Einbußen in den EU-Staaten relativ gut geregelt ist, wird es umso schwieriger, sobald man europäisches Terrain verlässt. Zwar hält die Bundesrepublik mit gängigen Expatriate-Staaten wie den USA, Japan, China, Korea oder Israel Abkommen zur sozialen Sicherheit, allerdings regeln diese nur einzelne Zweige der Sozialversicherung. Wer sich diese Destinationen ausgewählt hat, sollte im Vorfeld unbedingt prüfen oder prüfen lassen, welche Bereiche der Sozialversicherung das jeweilige Abkommen umfasst.

Ist das überhaupt zulässig?

Ja, du brauchst doch auch ggf. Unterlagen für die Rentenversicherung Anwartszeit!?

Arbeitsvertrag vorhanden?

Wie lange warst du in der USA?

Lies bitte auch hier nach:

Besondere Vorsicht: Länder außerhalb der EU und längerer Aufenthalt - business-wissen.de

:icon_pause:
 

Purzelina

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
Beiträge
5.691
Bewertungen
2.050
Bei der Antragsangabe wollte man den Antrag jedoch nicht bewilligen, da ich eine Bescheinigung meines ehemaligen Arbeitgebers in den Staaten vorlegen soll, dass ich dort nicht mehr angestellt bin und auch keine Bezüge mehr habe. Ich habe mit der Firma jedoch absolut nichts mehr zu tun, möchte mit ihr auch nichts mehr zu tun haben und ich bezweifle zudem, dass man mir irgendeine Bescheinigung ausstellen und nach Deutschland schicken wird. Ich habe der SB das auch so gesagt, ihr war es jedoch egal. Ich soll halt irgendwie versuchen so eine Bescheinigung zu bekommen.
Ein einfacher Brief mit der Bitte um solch eine Bescheinigung an den ehemaligen Arbeitgeber sollte doch möglich sein? Eine Kopie davon legst Du dem JC als Nachweis deiner Mitwirkung vor.

Ob der AG dann wirklich antwortet, liegt nicht in deiner Macht und dem JC sind auch die Hände gebunden.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Hallo Jason,

lies dich mal hier durch:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/100855-arbeitslosengeld-laengerem-aufenthalt-usa.html





Ja, du brauchst doch auch ggf. Unterlagen für die Rentenversicherung Anwartszeit!?

Arbeitsvertrag vorhanden?

Wie lange warst du in der USA?

Lies bitte auch hier nach:

Besondere Vorsicht: Länder außerhalb der EU und längerer Aufenthalt - business-wissen.de

:icon_pause:

Das glaube ich nicht.

Die Voraussetzung für ALGII ist:

1. Arbeitsfähigkeit

2. Bedürftigkeit

3. Gewöhnlicher Aufenthalt in der BRD

Ob vorher in irgendwelche Sozialversicherungssysteme eingezahlt wurde oder nicht, ist nicht von Belang.

Was will das Amt mit einer Bescheinigung des vorherigen Arbeitgebers? Was soll er denn bescheinigen?

Im besten Fall ist das nur der Beweis der völligen Inkompetenz des/der SB.

Für mich ist das aber eher ein offener Versuch, die Ahnungslosigkeit von Antragstellern auszunutzen.

Hier nochmal die Voraussetzungen:


1.1. Begriff der Erwerbsfähigkeit
Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeits-marktes mindestens zu einem 3 Stunden - Arbeitstag erwerbstätig zu sein. Die Feststellung, ob Hilfebedürftige erwerbsfähig sind, trifft die Agentur für Arbeit. Zum Kreis der Anspruchsberechtigten gehören damit auch teilweise erwerbsgeminderte Personen.
1.2. Begriff der Bedürftigkeit
Hilfebedürftig sind nach dem SGB II erwerbsfähige Personen, die ihren eigenen Unterhaltsbedarf, ihre Eingliederung in Arbeit und den Unterhaltsbedarf der Personen der Bedarfsgemeinschaft nicht oder nicht aus-reichend aus eigenen Kräften und Mitteln sichern können. Zu den eigenen Kräften und Mitteln gehören insbesondere:

􀂃 der Einsatz der Arbeitskraft

􀂃 die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit

􀂃 der Einsatz eigenen Einkommens und Vermögens und des Einkommens und Vermögens des Partners*

􀂃 Geltendmachung von Ansprüchen auf vorrangige Sozialleistungen und von Unterhaltsansprüchen
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.151
Bewertungen
18.356
Was will das Amt mit einer Bescheinigung des vorherigen Arbeitgebers? Was soll er denn bescheinigen?
Kurzer Gedanke dazu, die Rückkehr nach D bedeutet nicht das ggf. noch Bezüge gezahlt werden.

Und hier hat Purzelina Pos 3 auch einen Hinweis gegeben.

Es muß auch geklärt werden, darum meine Frage wie lange der Aufenhalt in den Staaten bzw. in D vorher tätig war.

Ob nicht sogar ein Anspruch auf ALG I besteht?



:icon_pause:
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Kurzer Gedanke dazu, die Rückkehr nach D bedeutet nicht das ggf. noch Bezüge gezahlt werden.
Genau! Deshalb darf das JC das auch nicht einfach unterstellen. Es herrscht das Zuflußprinzip, die Kontoauszüge werden doch ohnehin angefordert.
Und hier hat Purzelina Pos 3 auch einen Hinweis gegeben.

Es muß auch geklärt werden, darum meine Frage wie lange der Aufenhalt in den Staaten bzw. in D vorher tätig war.

Ob nicht sogar ein Anspruch auf ALG I besteht?

:icon_pause:
Dann befragt man den Antragsteller entsprechend, es ist aber kein Grund, die Annahme des Antrages zu verweigern und den Antragsteller im Regen stehen zu lassen.

Der TE sollte mit Beistand nochmal die Abgabe mit dieser Begründung versuchen.

Wird sie wieder verweigert sofort zum SG und EA beantragen mit dem Inhalt, daß das JC zur Annahme verpflichtet wird.

Ist der erste Abgabeversuch nachweisbar erfolgt? Wenn nicht, beim zweiten Versuch unbedingt darauf achten.
Ab dem ersten, nachweisbaren Versuch werden dann die Leistungen berechnet.
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Hallo,

danke erst mal für die Antworten.
Das verlinkte Thema ist für mich leider nicht wirklich relevant, da ich hier keinen Anspruch auf ALG I habe.
Ich könnte meinem ehemaligen AG zwar einen netten Brief schreiben, jedoch werde ich mit Sicherheit keine Antwort erhalten, da wir so ziemlich auf Kriegsfuß stehen. Was das JC mit einem Schreiben von mir will, leuchtet mir nicht so ganz ein. Ich könnte dann doch genauso gut ein Schreiben verfassen, in welchem ich versichere, dass ich nicht mehr drüben in einem Arbeitsverhältnis stehe und auch keine Bezüge mehr erhalte. Das würde meiner Meinung nach sogar noch mehr Sinn machen, als auf ein Schreiben des ehemaligen AG zu warten.

Wie Speedport schon richtig geschrieben hat, wurden ja sowieso die Kontoauszüge angefordert. Dazu hätte ich übrigens auch noch eine Frage....
Wir haben die Ausgänge auf den Auszügen geschwärzt, bzw. nur die Empfänger. Die Beträge und das Datum haben wir natürlich nicht geschwärzt. Es sind lediglich 4 oder 5 Positionen und jeweils nur minimale Beträge zwischen 10 und 100 Euro. Die SB meinte jedoch, dass sie die ungeschwärzten Auszüge sehen muss, um sicherzustellen, dass wir nicht (z.B.) regelmäßig Geld auf ein Sparkonto oder ähnliches überweisen. Sie könnten zwar die geschwärzten Auszüge zu den Akten nehmen, aber in jedem Fall müsse sie ein mal die ungeschwärzten Auszüge sehen. Ist das so zulässig und korrekt?

Bei der letzten (gescheiterten) Antragsabgabe waren meine Frau und ich anwesend und sonst niemand. Inwiefern meine Frau als Beistand gilt weiß ich leider nicht.
Schriftlich haben wir über die Antragsabgabe leider nichts. Man hat uns jedoch schon eine EGV vorgelegt, welche wir auch unterschrieben haben und außerdem sollten wir im Anschluss zur Arbeitsvermittlung und dort wurde uns jeweils ein Stellenangebot ausgedruckt, auf welches wir uns bewerben mussten. Einen Bewerbungskostenantrag hat man uns zwar mitgegeben, dieser ist aber erst gültig, wenn der Antrag genehmigt wurde.
Man drückt uns also schon sämtliche Pflichten aufs Auge, verweigert aber die Annahme des Antrags.
Ob man vor dem SG glaubhaft machen kann, dass die Antragsabgabe zusammen mit dem Unterzeichnen der EGV usw. erfolgt ist?
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
.............................................

Wie Speedport schon richtig geschrieben hat, wurden ja sowieso die Kontoauszüge angefordert. Dazu hätte ich übrigens auch noch eine Frage....
Wir haben die Ausgänge auf den Auszügen geschwärzt, bzw. nur die Empfänger. Die Beträge und das Datum haben wir natürlich nicht geschwärzt. Es sind lediglich 4 oder 5 Positionen und jeweils nur minimale Beträge zwischen 10 und 100 Euro. Die SB meinte jedoch, dass sie die ungeschwärzten Auszüge sehen muss, um sicherzustellen, dass wir nicht (z.B.) regelmäßig Geld auf ein Sparkonto oder ähnliches überweisen. Sie könnten zwar die geschwärzten Auszüge zu den Akten nehmen, aber in jedem Fall müsse sie ein mal die ungeschwärzten Auszüge sehen. Ist das so zulässig und korrekt?
Kontoauszüge in die Akten ist nicht.

Das JC hat das Recht auf Einsichtnahme - nicht mehr.

D.h.: Du mußt die Kontoauszüge nicht aus der Hand geben undkeine Kopien dulden.

Mit dem Schwärzen kenne ich mich nicht so aus, klar ist, daß Du Empfänger schwärzen kannst, wenn sie z.B. Politische Parteien oder Sexversand o.ä. sind, also was sehr privat ist.
Bei der letzten (gescheiterten) Antragsabgabe waren meine Frau und ich anwesend und sonst niemand. Inwiefern meine Frau als Beistand gilt weiß ich leider nicht.
Schriftlich haben wir über die Antragsabgabe leider nichts. Man hat uns jedoch schon eine EGV vorgelegt, welche wir auch unterschrieben haben und außerdem sollten wir im Anschluss zur Arbeitsvermittlung und dort wurde uns jeweils ein Stellenangebot ausgedruckt, auf welches wir uns bewerben mussten. Einen Bewerbungskostenantrag hat man uns zwar mitgegeben, dieser ist aber erst gültig, wenn der Antrag genehmigt wurde.
Man drückt uns also schon sämtliche Pflichten aufs Auge, verweigert aber die Annahme des Antrags.
Ob man vor dem SG glaubhaft machen kann, dass die Antragsabgabe zusammen mit dem Unterzeichnen der EGV usw. erfolgt ist?
Deine Frau ist ja auch eine interessierte Partei. Vor Gericht wäre sie kein glaubwürdiger Zeuge.

Ein Fehler war die Unterschrift unter die EGV.

Grundsätzlich sollte man einen Weg finden die EGV für ungültig zu erklären.

Mein Weg wäre folgende Argumentation:

Eine gültige EGV kann nur zwischen JC und einem ALGII-Empfänger abgeschlossen werden.

Da der Antrag nicht angenommen wurde, ward ihr noch keine Mitglieder, also konnte mit Euch kein solcher Vertrag geschlossen werden.

Erkläre mit dieser Begründung den Rücktritt von dem Vertrag (nicht nur mit Datum sondern auch genaue Uhrzeit), der im Übrigen nur durch Täuschung und Pflichtverletzung des SB (versäumte Aufklärungspflicht) zustande kam und sämtlichen Verpflichtungen wie z.B. aus der Arbeitsvermittlung.

Erst danach (genaue Uhrzeit nach der Rücktrittserklärung auf dem Antrag vermerken) reichst Du nachweislich erneut den Antrag ein.

Einen Versuch dann eine gültige EGV abzuschließen unterläufst Du, indem Du den Entwurf zur Prüfung mitnimmst. Das RECHT steht Dir zu. Du fragst also nicht, ob Du das darfst, sondern Du steckst das Dokument ein und nimmst es mit.

Dann stellst Du die EGV hier anonymisiert ein und wir zerpfücken sie auf rechtswidrige Inhalte.

Falls das JC dann wieder Schwierigkeiten macht, sollte man über einen Gang zum SG nachdenken.

Alles in allem meine ich, daß es für Euch günstig war, dass Euer Antrag nicht angenommen wurde.
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Gut zu wissen. Dann werden wir beim nächsten Termin kurz die Kontoauszüge vorzeigen, Kopien für die Akten jedoch untersagen. Auf den Auszügen ist eigentlich nichts was man verheimlichen müsste, jedoch war ich der Meinung, dass es das JC nichts angeht.

Mit der EGV haben wir eigentlich kein Problem und können damit ganz gut leben. Es stehen lediglich 2 Bewerbungsbemühungen pro Monat als Pflichten drin und diese müssen wir ja sowieo vorweisen. Wäre das nicht der Fall, hätten wir diesen Wisch auch auf keinen Fall unterschrieben, da wir schon so einiges dazu hier im Forum gelesen haben.
Uns geht es also eigentlich nicht darum aus dem Vertrag durch die EGV wieder rauszukommen, sondern "lediglich" darum, dass unser Antrag endlich genehmigt wird.
Gibt es evtl. irgendein Druckmittel in Form von Paragraphen etc., mit welchem man die SB davon überzeugen kann, den Antrag ohne das Schreiben aus den Staaten doch zu bewilligen?
Wie du schon geschrieben hast, sind die Voraussetzungen für ALG II bei uns ja erfüllt. Diese Behauptung alleine wird uns jedoch mir Sicherheit nichts bringen, da sie trotzdem auf das Schreiben bestehen wird.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
................................................
Uns geht es also eigentlich nicht darum aus dem Vertrag durch die EGV wieder rauszukommen, sondern "lediglich" darum, dass unser Antrag endlich genehmigt wird.
Gibt es evtl. irgendein Druckmittel in Form von Paragraphen etc., mit welchem man die SB davon überzeugen kann, den Antrag ohne das Schreiben aus den Staaten doch zu bewilligen?
Wie du schon geschrieben hast, sind die Voraussetzungen für ALG II bei uns ja erfüllt. Diese Behauptung alleine wird uns jedoch mir Sicherheit nichts bringen, da sie trotzdem auf das Schreiben bestehen wird.
Na gut, dann hat die EGV doch noch einen Nutzen, denn damit kannst Du den gestellten Antrag beweisen.

Wie bei jedem ordentlichen Vertrag hast Du ja sicher auch eine Version für Deine Unterlagen.

Ich würde mich sofort hinsetzen und beim zuständigen Sozialgericht eine EA (einstweilige Anordnung) beantragen, in der das JC zur sofortigen Annahme und unverzüglicher Bearbeitung des Antrages verpflichtet wird.

Begründung:
1. Euch stehen keinerlei Geldmittel oder Vermögen zur Verfügung (Beweismittel letzter Kontoauszug in Kopie), es geht für Euch um die nackte Existenz.

2. Ihr seid arbeitsfähig und -willig.

3. Ihr seid seit dem XX.XX.XX wieder in Deutschland ansässig und deutsche Staatsbürger.

Das alles in jeweils doppelter Ausführung (Anschreiben und Kopien) an das SG schicken oder, noch besser, damit zu SG fahren, den Rechtspfleger aufsuchen und von diesem den Antrag rechtssicher formulieren lassen. So geht es sicher am schnellsten.

Beim SG hast Du keine Kosten, Du mußt bei Anträgen auch nicht §§ zitieren, das Gericht ist per Gesetz verpflichtet, dem nicht gesetzeskundigen Antragsteller zu helfen und fehlerhafte Anträge immer im Sinne des Antragsstellers zu interpretieren.
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Es ist zwar traurig, dass man quasi noch nichts mit dem Verein zu tun hat, jedoch schon das SG mit so einem Mist belästigen muss, aber scheinbar will das JC es ja nicht anders.

Eine weitere Frage hätte ich jedoch noch. Die SB wollte eine Meldebescheinigung von uns sehen, welche wir ihr auch vorgezeigt haben. Diese Bescheinigung ist jedoch noch von 2007 und sie wollte sie nicht akzeptieren, da sie ihr nicht aktuell genug ist. Eine andere Bescheinigung haben wir jedoch nicht, da man sich ja schon seit X Jahren in Deutschland nicht mehr abmelden, sondern bei einem Umzug lediglich ummelden muss. Die Adresse hat sich aber nicht geändert und daher ist die Meldebescheinigung ja auch noch gültig.
Ohne eine aktuelle Bescheinigung will sie den Antrag nicht bewilligen.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Es ist zwar traurig, dass man quasi noch nichts mit dem Verein zu tun hat, jedoch schon das SG mit so einem Mist belästigen muss, aber scheinbar will das JC es ja nicht anders.

Eine weitere Frage hätte ich jedoch noch. Die SB wollte eine Meldebescheinigung von uns sehen, welche wir ihr auch vorgezeigt haben. Diese Bescheinigung ist jedoch noch von 2007 und sie wollte sie nicht akzeptieren, da sie ihr nicht aktuell genug ist. Eine andere Bescheinigung haben wir jedoch nicht, da man sich ja schon seit X Jahren in Deutschland nicht mehr abmelden, sondern bei einem Umzug lediglich ummelden muss. Die Adresse hat sich aber nicht geändert und daher ist die Meldebescheinigung ja auch noch gültig.
Ohne eine aktuelle Bescheinigung will sie den Antrag nicht bewilligen.
Das JC hat eine Ermittlungspflicht.

Es muß also prüfen, ob Euer Anspruch zu Recht besteht.

Es darf aber nichts Unmögliches verlangen.

Vor allem kann es sich durch einfache Anfrage beim Meldeamt von der Richtigkeit Eurer Angaben, daß sich die Adresse seit 2007 nicht verändert hat und es keine aktuelle Meldebescheinigung gibt, überzeugen.

Wenn die Arbeitsweisen der Ämter inkompatibel sind, darf das nicht zu Lasten des Bürgers gehen.

Euer Anspruch entsteht durch Euren dauerhaften Aufenthalt in Deutschland. Der wird durch eine gültige Bescheinigung aus 2007 bestätigt.

Ich sehe nicht, daß das JC die Richtigkeit dieser Bescheinigung bezweifeln darf.
Wenn es das aber tut, muß es das mit der austellenden Behörde klären.

Das ist nicht Eure Aufgabe.

Nur zur Info: Habt Ihr versucht, eine aktuelle Bescheinigung zu erhalten?
 

Smiley32

Elo-User*in
Mitglied seit
11 Dezember 2011
Beiträge
481
Bewertungen
71
Eine Meldebescheinigung gibt es für etwa 5 Euro beim zuständigen Bürgerbüro. In der wird bestätigt das ihr derzeit unter Adresse xyz euren Hauptwohnsitz habts.
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Danke für die Antworten. Das hilft uns auf jeden Fall schon mal weiter.
Nein, wir haben bisher noch nicht versucht eine neue Bescheinigung zu besorgen.
Wir könnten uns zwar problemlos eine neue Meldebescheinigung besorgen, das wären aber ca. 10 Euro für zwei Schriftstücke, welche wir ja eh schon haben und welche auch noch gültig sind. Daher sehe ich es ehrlich gesagt nicht so wirklich ein, warum wir unnötig Geld ausgeben sollen.
 

snafu

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Februar 2010
Beiträge
382
Bewertungen
138
Eine Meldebescheinigung gibt es für etwa 5 Euro beim zuständigen Bürgerbüro. In der wird bestätigt das ihr derzeit unter Adresse xyz euren Hauptwohnsitz habts.

Nach meinem Verstaendnis ist die Meldebescheinigung kostenlos und wird von der Meldebehoerde [Gemeinde- Stadtverwaltung] unter Vorlage des Reisepasses ausgestellt. Btw. fuer den ALG 1 Antrag darf die Meldebescheinigung nicht aelter als 6 Monate sein.

LG aus dem Sueden
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Danke für die Antworten. Das hilft uns auf jeden Fall schon mal weiter.
Nein, wir haben bisher noch nicht versucht eine neue Bescheinigung zu besorgen.
Wir könnten uns zwar problemlos eine neue Meldebescheinigung besorgen, das wären aber ca. 10 Euro für zwei Schriftstücke, welche wir ja eh schon haben und welche auch noch gültig sind. Daher sehe ich es ehrlich gesagt nicht so wirklich ein, warum wir unnötig Geld ausgeben sollen.

Na dann versucht es doch erstmal.

Wie willst Du eine Bedürftigkeit glaubhaft machen, wenn Du aus Prinzipienreiterei die Antragsabgabe selbst verzögerst/unmöglich machst?

Siehe Beitrag @snafu!
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Wie bereits erwartet kostet eine Bescheinigung 4,80€.
Wir müssten also unnötigerweise knapp 10,00€ ausgeben, nur weil die SB scheinbar eine Extrawurst braucht :icon_neutral:
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Wie bereits erwartet kostet eine Bescheinigung 4,80€.
Wir müssten also unnötigerweise knapp 10,00€ ausgeben, nur weil die SB scheinbar eine Extrawurst braucht :icon_neutral:

Laß Dir schriftlich geben,daß die Bescheinigung für den Antrag gebraucht wird.
Dann holst Du die Bescheinigung, zahlst gegen Quittung und wenn Du die Leistungszusage hast, stellst Du Antrag auf Rückerstattung.

Wo ist das Problem?
 

snafu

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Februar 2010
Beiträge
382
Bewertungen
138
Wie bereits erwartet kostet eine Bescheinigung 4,80€.
Wir müssten also unnötigerweise knapp 10,00€ ausgeben, nur weil die SB scheinbar eine Extrawurst braucht :icon_neutral:

Ich habe heute [Feb. 19, 2013] in meiner Heimatgemeinde die angehaengte Meldebestaetigung beantragt und kostenlos erhalten.

---

Nachdem deine Heimatgemeide in die greedy bastard category eingeordnet werden koennte, wuerde ich folgendermassen vorgehen.

Als erstes stellt du nachweislich einen Antrag auf Kostenuebernahme fuer die Meldebescheinigungen bei deinem Sozialhilftetraeger [per Fax mit qualifiziertem Sendenachweis oder Kopie mit Empfangsbestaetigung am Schalter].

Der naechste Schritt ist zur Meldebehoerde. Dort beantragst du die Meldebestaetigung[en] zur Vorlage beim Arbeitsamt. Du beantragst keine Meldebestaetigung ohne eine bestimmte Spezifikation.

Sollten die Sesselpupser der Meldebehoerde wider erwarten hier Gebuehren erheben wollen/sollen musst du notgedrungen in Vorauskasse gehen und dir die Vorausgelegten Kosten ggf. auf dem Klageweg uebers Sozialgericht zurueckholen. Auch hier gilt das BGB § 670 [a.k.a. wer bestellt, der bezahlt.]

Du kannst deinen Sachbearbeiter fuer diese Meldebestaetigung auch nicht auf die s.g. Amtsermittlungspflicht hinweisen.

---

You will painfully learn this is not the country were Government Agencies exist to aid the people. [Like the country that you left.]
Actually it is the other way around. They'll do everything to avoid, defer the payment which are you entitled to.

LG aus dem Sueden
 

Anhänge

  • Copy of 13-02-19.jpg
    Copy of 13-02-19.jpg
    63,4 KB · Aufrufe: 5.816

joelle

Elo-User*in
Mitglied seit
10 August 2012
Beiträge
310
Bewertungen
78
Von unserem Jobcenter werden die Kosten für eine Meldebescheinigung übernommen, wenn sie eine neue anfordern.
Hierfür braucht man bei uns nicht einmal einen Antrag zu stellen. Es kann aber nicht schaden.
 

ItsJason

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Februar 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Nachdem das JC jetzt noch ordentlich Zeit geschindet hat, habe ich heute Post erhalten und wie nicht anders zu erwarten, bestehen sie noch immer auf ein Schreiben aus den USA. Eher wollen sie unseren Antrag nicht bewilligen :icon_neutral:

Ich will mich morgen also per Einschreiben an das Sozialgericht wenden und eine einstweilige Anordnung beantragen. Muss ich dem Schreiben noch mal den kompletten ALG II Antrag beifügen? Diesen hat das JC ja bereits und einschließlich aller Anlagen kommt man ja auch "mal eben" auf 26 Seiten.
Reicht es, wenn ich dem SG mitteile, dass der Antrag bereits seit dem XX beim JC liegt und ich nur begründe, warum ich eine einstweilige Anordnung beantrage?
Dem Schreiben würde ich zudem unsere unterschriebenen EGV und die Vermittlungsvorschläge beifügen als Nachweis, dass wir wirklich bereits an Tag XY den Antrag abgegeben haben.

@snafu: Leider gibt es auch in den Staaten mittlerweile ziemlich viele Behörden, welche scheinbar nur existieren um dem Bürger Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Es gibt zudem das Sprichwort, dass die Deutschen zwar die Bürokratie erfunden, die Amerikaner sie jedoch perfektioniert haben :icon_mad:
 

Purzelina

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
Beiträge
5.691
Bewertungen
2.050
Muss ich dem Schreiben noch mal den kompletten ALG II Antrag beifügen?
Nein, der Antrag ist ja unstrittig eingegangen, das Aufforderungsschreiben des Jobcenters belegt das Wichtigste, ohne das Schreiben an den alten AG erfolgt keine Bearbeitung.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Nachdem das JC jetzt noch ordentlich Zeit geschindet hat, habe ich heute Post erhalten und wie nicht anders zu erwarten, bestehen sie noch immer auf ein Schreiben aus den USA. Eher wollen sie unseren Antrag nicht bewilligen :icon_neutral:

Ich will mich morgen also per Einschreiben an das Sozialgericht wenden und eine einstweilige Anordnung beantragen. Muss ich dem Schreiben noch mal den kompletten ALG II Antrag beifügen? Diesen hat das JC ja bereits und einschließlich aller Anlagen kommt man ja auch "mal eben" auf 26 Seiten.
Reicht es, wenn ich dem SG mitteile, dass der Antrag bereits seit dem XX beim JC liegt und ich nur begründe, warum ich eine einstweilige Anordnung beantrage?
Dem Schreiben würde ich zudem unsere unterschriebenen EGV und die Vermittlungsvorschläge beifügen als Nachweis, dass wir wirklich bereits an Tag XY den Antrag abgegeben haben.

@snafu: Leider gibt es auch in den Staaten mittlerweile ziemlich viele Behörden, welche scheinbar nur existieren um dem Bürger Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Es gibt zudem das Sprichwort, dass die Deutschen zwar die Bürokratie erfunden, die Amerikaner sie jedoch perfektioniert haben :icon_mad:

Alle Schreiben an das SG in zweifacher Ausfertigung. Die Kopie des Anforderungsschreibens auch.

Ich würde auch hinterhertelefonieren und mich in der Geschäftsstelle erkundigen, ob noch etwas fehlt usw.

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten