Jobcenter unterstellt mir persönliche Probleme

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PeterLustig

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Hallo,

ich hatte letzte Woche einen Gesprächstermin im Jobcenter, bei dem es etwas härter zuging.

Mein Sachbearbeiter hat mich mit allerlei Behauptungen bombardiert in etwa "Sie sind selbst schuld, dass Sie keine Arbeit finden" oder "Sie leben auf Kosten der Allgemeinheit".

Auf diese Unterstellungen habe ich mich natürlich durch entsprechende Gegenargumente zur Wehr gesetzt wie z.B.
"Dann besorgen Sie mir doch einen adäquaten Job" etc.

Am Ende des Gesprächs hat er mir dann die Wahl zwischen zwei Maßnahmen gelassen. Eine, die diesen Monat beginnt und 6 Monate dauert und eine, die nächsten Monat beginnt und 4 Monate dauert.

Habe mich dann für Alternative 2 entschieden.

Gestern trudelte dann per PZU die Zuweisung für die Maßnahme Nr.2 ein.

Auf der Zuweisung steht aber nicht wie sonst üblich unter Bezeichnung der Maßnahme "Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung" sondern

"Zur Bewältigung persönlicher Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren, erhalten Sie in Maßnahme XY
professionelle, sozialpädagogische Unterstützung"

Hat dies nun Nachteile oder Vorteile für mich, wenn mein Sachbearbeiter mich als "Psycho" abstempelt? Würdet Ihr dagegen etwas unternehmen oder die Sache auf sich beruhen lassen?
 

Seepferdchen 2010

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@PeterLustig

hilfreich wäre es wenn du mal die Zuweisung ohne persönliche Daten in das Forum stellen kannst?

Vorher bitte aber folgende Angaben unkenntlich machen:

- Ortsbezeichnungen, Straßen
- Namen (Deinen wie auch der der Sachbearbeiter)
- Barcodes bzw. QR-Codes (das sind diese viereckigen Barcodes)
- j Telefonnummern
- Emailadressen
 
E

ExUser 1309

Gast
Es ist deine Entscheidung, nur wenn ich selbst nicht von diesen unterstellten Problemen betroffen bin, würde ich diese Maßnahme nicht freiwillig antreten.

Ich sollte mal u.a. wegen angeblicher, vermeintlicher Schuldenprobleme an ner Maßnahme und bei so einer Carikativen Einrichtung aufschlagen. Machte ich erst gar nicht und bekam die üblichen Kürzungsandrohungen. Nur plöd für die SB, das ich das abwehren konnte, weil ich schon längst meine Probleme (Insolvenz) selbst gelöst hatte - das stand sogar in meinen Unterlagen.

Nach meiner Ansicht versuchen die einen da nur, aus der Statistik zu drücken, für eine gewisse Zeit. Wenn jemand so ein Angebot benötigt und freiwillig annimmt ist das ja soweit ok, aber wenn es nicht zutrifft nur eine sinnlose Maßnahme.

Könntest du die Zuweisung mal anonymisiert einstellen?
 

0zymandias

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[...]
Habe mich dann für Alternative 2 entschieden.
[...]

Du hättest Dich überhaupt nicht entscheiden müssen und wäre dieser Wahlzwang schriftlich gekommen, hätte man ihn angreifen können.
Das JC muss nämlich die beste Maßnahme und ihre Notwendigkeit erkennen können, und dann die Geschichte in die Wege leiten.

Vor Ort im JC sollte man sich nicht für oder gegen etwas entscheiden, sondern die Entscheidung vertagen, bis man sich informiert oder jemanden dazu befragt hat.

Aber eine Zuweisung stellt doch nach herrschender Meinung kein Verwaltungsakt dar. Also dürfte ein Widerspruch nicht möglich sein.

Wo herrscht denn diese Meinung und wie wird sie belegt?

Eine Zuweisung, wenn sie denn eine ist, ist ein Verwaltungsakt (VA), und dazu existiert das Rechtsmittel des Widerspruchs.
 

noillusions

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Auf der Zuweisung steht aber nicht wie sonst üblich unter Bezeichnung der Maßnahme "Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung" sondern

"Zur Bewältigung persönlicher Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren, erhalten Sie in Maßnahme XY
professionelle, sozialpädagogische Unterstützung"

Dir wurde im Meldetermin also ein anderer Massnahmeinhalt vorgegaukelt, oder wie?
 
Zuletzt bearbeitet:

AnonNemo

Super-Moderation
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PeterLustig meinte:
Aber eine Zuweisung stellt doch nach herrschender Meinung kein Verwaltungsakt dar. Also dürfte ein Widerspruch nicht möglich sein.
Erklärst du nach welcher Grundlage ein Nichtantritt oder ein Abbruch sanktioniert wird, wenn das kein VA war?

Diese Frage stelle ich mir ständig, wenn da Zuweisungen (hier im Forum) eingetrudelt sind, gegen diese Widerspruch eingelegt und dieser - auch gemäß deiner Ansicht - vom JC abgewiesen wurde ... und trotzdem wird sanktioniert.

Für mich stellt sich die kausale Kette so dar:
Zuweisung ist VA deshalb ist Widerspruch zulässig Ergebnis: Sanktion bei Fehlverhalten möglich.

Zuweisung ist kein VA deshalb kein Widerspruch zulässig Ergebnis: trotzdem wird sanktioniert.

Meiner Meinung nach, kann man bei der Klage vor dem SG dem JC vor das Schienbein treten, wenn es den Widerspruch mit der Begründung; Zuweisung ist kein VA, ablehnt und trotzdem sanktioniert.

Ich glaube, dass das JC und das SG den unwissenden HE da regelmäßig austricksen ~> wenn es dem JC passt (bei Widerspruch) ist die Zuweisung kein VA aber im nächsten Schritt (für die Sanktion) wird es wieder ein VA.
 
D

Dinobot

Gast
Gestern trudelte dann per PZU die Zuweisung für die Maßnahme Nr.2 ein.

"Zur Bewältigung persönlicher Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren, erhalten Sie in Maßnahme XY
professionelle, sozialpädagogische Unterstützung"

Stell doch mal die Zuweisung anonym ein -nur Namen oder Bezeichnung der Maßnahme , Beginn und bezeichnete Inhalte leserlich lassen. Dann kann ich mal ermitteln, was als Inhalt noch darin enthalten ist und für welche Zielgruppe tatsächlich . Denn oftmals wollen die SB einfach den Elo in eine genehme Problem-Form pressen, damit das Versagen der Jobcenter nicht ersichtlich wird. Und -weil es der einfachere Weg der Zeilerfüllung für den Sb ist.

Hättest Dir erstmal Info zur Maßnahme geben lassen sollen. Bevor Du womöglich blind in eine dir unbekannte Image Falle
tappst. Denn die Jobcenter werden dich anhand der Maßnahme "einordnen". Oftmals wird so ein endloses Hamsterrad von Maßnahmen -Hopping verordnet, denn die Träger können fast alle Maßnahmen verlängern -insbesondere die für Problemgruppen.
 
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