Jobcenter und Aufforderung zum Antrag für Sozialhilfe und Rente (2 Betrachter)

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ExitUser

Gast
Hallo. Vorab ein großes Danke für dieses Forum. Auch wenn ich mir bereits meine Fragen teilweise beantworten konnte, so möchte ich gerne sicher gehen und besser nochmal fragen. Vom Jobcenter habe ich eine schriftliche Aufforderung erhalten, sowohl Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Sozialhilfe zu beantragen. Der Aufforderung voraus ging ein Gutachten des Ärztlichen Dienstes. Laut diesem bin ich täglich für weniger als 3 Stunden arbeitsfähig; dies für einen Zeitraum von wahrscheinlich mehr als 6 Monaten. Soweit ich verstanden habe, kann ich gegen das Gutachten keinen Widerspruch einlegen. Allenfalls gegen die Aufforderungen, denen ich aber trotzdem nachkommen werde müssen. Doch wie kann ich mich gegen Sozialhilfe (Negativbescheid?) und Rente wehren?

Warum ich mit dem Gutachten nicht einverstanden bin: Nach einer sehr langen (psychischen) Erkrankung habe ich vom Jobcenter eine Maßnahme zur Rehabilitation angeboten bekommen. Ziel war die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Die Maßnahme lief nach rund acht Monaten vor ziemlich genau einem Jahr aus. Laut des Ärztlichen Dienstes gilt die Maßnahme als gescheitert anzusehen, da ich keine feste Anstellung finden konnte. Obwohl mir zum Ende der Maßnahme von einer Firma, bei der ich ein Praktikum absolviert hatte, die feste Anstellung in Aussicht gestellt wurde. Dazu kam es wegen eines Todesfalls nicht. Auf diese Situation (insbesondere musste ich mich um alle Dinge selbst kümmern) war ich nicht vorbereitet. Es trat zudem wieder eine psychische Verschlechterung ein, die auch im ärztlichen Gutachten als solche erwähnt wird.

Im Verlauf der o. g. Maßnahme, bei der ich die meiste Zeit in verschiedenen Schulklassen "geparkt" wurde, zeigte sich, dass ich zwischen 4 und 6 Stunden arbeitsfähig bin. Unter sehr günstigen Umständen wären sogar mehr als 6 Stunden denkbar gewesen. Die Praktika fanden in unterschiedlichen Berufsfeldern statt. Prinzipiell würde ich zwar in meinem erlernten Beruf wieder arbeiten. Optimal ist das aber nicht. Zumal ich wegen meiner langen Krankheitsphase aus dem Beruf sozusagen raus bin. Das war auch für die Suche nach einem Praktikum bzw. Job hinderlich. Wie dem auch sei: Das Gutachten spiegelt keineswegs den tatsächlichen Zustand wider. Ich plane ab Mitte des Jahres von hier wegzuziehen und erhoffe mir in einer größeren Stadt bessere Möglichkeiten auf einen Job.
 

Max555

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Hallo,

Da ich selbst in ähnlicher Situation war: ein Ansatz könnte sein, sich der vermuteten erwerbsunfähigkeit nach par. 8 sgb2 entgegenzustellen kann nicht so viel schreiben Da nur Handy.....
 
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ExitUser

Gast
Entgegenstellen - wie könnte das aussehen?

Inzwischen habe ich einen RA zur Sache befragt. Der hat mir dazu geraten die Anträge zu stellen und abzuwarten. Die Rentenversicherung würde sowieso ein medizinisches Gutachten durchführen und in meinem Fall würde das höchstwahrscheinlich zu mehr als drei Stunden führen. Eventuell auch zu einer Rehabilitation. Seit heute weiß ich allerdings: Wenn ich die Beitragsjahre zur Rentenversicherung nicht erfülle und in meinem Fall ist das so, dann wird mein Rentenantrag sehr wahrscheinlich abgelehnt werden. D. h. ich werde kein medizinisches Gutachten der Rentenversicherung erhalten. Eine Reha sowieso nicht. Ich falle daher zwangsläufig in Grundsicherung und kann mich nicht dagegen wehren, richtig?
 

Kerstin_K

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Normal müsste in Deinem Fall das Sozialamt die DRV auffordern, zu prüfen, ob Du aus medizinischer Sicht die Voraussetzungen fuer eine Rente erfüllst. Das Ergebnis ist dann fuer alle Leistungstraeger bindend. Bis dahin müsste das JC weiter zahlen.
 
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ExitUser

Gast
Aha! Die Sachbearbeiterin (RV) hatte die Aufforderung für ein medizinisches Gutachten sogar erwähnt. Es ist mir aber wieder entfallen gewesen. Danke für deinen Hinweis. Weißt du vielleicht, ob ich den Antrag für Sozialhilfe trotzdem stellen muss (sprich: Formular ausfüllen und Nachweise vorlegen) oder kann ich das umgehen (sprich: das Sozialamt fordert ein solches Gutachten direkt an)?
 

Kerstin_K

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Also eigentlich ist de Antrag auf Sozialhilfe Danke6ueberfluessig,so lange es keine Feststellung der Erwerbsminderung durch die DRV gibt. Es soll aber auch Sozialaemter geben, die einfach zahlen und sich auf den Aerztlicher Dienst des JC verlassen.
 
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