Jobcenter schiebt Hartz 4 Empfänger auf Campingplatz ab

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gila

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Da frage ich mich aber schon, warum ein 84 Jahre alter und "gebrechlicher" Mann nicht versucht (oder die angebliche Betreuerin) in einem Seniorenheim oder Pflegeheim (gebrechlich!) unterzukommen. Da hätte er gewiss eine weitaus bessere Zeit noch in seinem Leben ...
:cry: manchmal schämt man sich nur noch wenn man so um sich schaut ...
 

ela1953

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Pflegeheim ist teurer.

Die Stellungnahme des Bürgermeisters war auch krass: (sinngemäß)

Es gibt viele Menschen, die so ein Leben im Einklang mit der Natur vorziehen...
 

Frank71

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faalk

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Die abschiebe Mentalität (ab ins Pflegeheim) ist in Deutschland anscheinend immer noch hoch. :rolleyes:
 

gila

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Das wäre ja noch eher ein Vorteil für einen Mann von 84, der gebrechliche ist. Wahrer Luxus zum Lebensende gegenüber diesem Campingplatz :(
Sowas ist einfach nur entwürdigend und respektlos gegenüber so einem alten Menschen.
 

Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

diese 'Attraktivität' des 'Abstellens von Menschen' ist hoffähig geworden, ja den Jobcentern
ist nichts zu schade:

Zum Frontal 21-TV-Beitrag vom 19.03.2019:
Doch die Behörden tolerieren diese Lebensbedingungen - die letzte Station vor der Obdachlosigkeit.
Im rheinland-pfälzischen Westerburg etwa lässt es das Jobcenter zu, dass die HartzIV-Bezieher auf
einem Campingplatz leben müssen.

Frontal21 über Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, mit einer kleinen Rente oder
Grundsicherung auskommen müssen und um die sich niemand kümmern will.
von Manka Heise

Abgeschoben mit Hartz IV

***
Dazu kleine Ergänzung am Rande:

Aus der Pressemitteilung fordert der DV vom September 2018:

https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/presse/pm/2018/pm_tag-der-wohnungslosen.pdf
Für die passende Unterstützung wohnungsloser Menschen müssen daher Sozialämter, Jugendämter,
Krankenkassen und Jobcenter zusammenarbeiten. Der Deutsche Verein fordert Kommunen und
freie Träger dazu auf, vor Ort gemeinsam Netzwerke der Wohnungsnotfallhilfe aufzubauen.

Und die BAG Wohnungslosenhilfe vom November 2018 sieht die bedrohliche Lebenslage so:

Verhinderung des Wohnungsverlustes ist die beste Hilfe

***

Die gravierenden Umsetzungsdefizite und das die Zahnräder bei Ämtern und Behörden immer
noch NICHT ineinander laufen, sind mehr wie offensichtlich, zum prekären und unwiderruflichen
Nachteil der betroffenen Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet:

gila

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Ist doch der gleiche Beitrag wie oben schon
 

Atze Knorke

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... entschuldige bitte gila, ohne zu wissen, dass das Thema schon publik ist ...
ich hatte den Beitrag unter "KdU-Mobiles Wohnen- rein gesetzt,
die MODs haben das dann jetzt hierein verschoben. Doppelt hält besser.
 

Zerberus X

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Warum bekommt ein 84 Jahre alter und "gebrechlicher" Mann Harz 4 ???
 

AsbachUralt

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Ich empfinde den Bericht als zu reißerisch. Schließlich gibt es nicht all zu viele Campingplätze, auf denen man sich mit Hauptwohnsitz anmelden darf. Ich glaube kaum dass Jobcenter Listen mit solchen Plätzen haben, zumal die Wohnungsvermittlung doch sowieso nicht deren Sache ist.
Dass es natürlich Menschen gibt, die sich aus Kostengründen auf einem Campingplatz eingemmietet haben trifft natürlich zu, aber die wurden kaum vom JC dorthin geschickt.
Von den Verhältnissen wie in den US-Trailer-Parks sind wir zum Glück noch weit entfernt.
 

Fabiola

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Warum bekommt ein 84 Jahre alter und "gebrechlicher" Mann Harz 4 ???
Er bekommt als Rentner aufstockende Grundsicherung.
Wie ich das verstanden habe, lebt er seit ca. 20 Jahren schon dort auf dem CP. In der Zeit war wohl dann der Übergang von AlgII in die aufstockende Grundsicherung für Rentner
Pflegeheim ist teurer.
Stimmt - aber, wenn die Rente dafür nicht reicht, springt das Sozialamt ein. Dem 'Insassen' bleibt dann allerdings nur ein Taschengeld um die 100€ ...
Die Stellungnahme des Bürgermeisters war auch krass: (sinngemäß) Es gibt viele Menschen, die so ein Leben im Einklang mit der Natur vorziehen...
Mehr an Zynismus geht eigentlich nicht - PFUI. Der sollte eigentlich einen Shitstorm bekommen ...
 

Matt45

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Habe den Bericht auch gesehen. Traurige Geschichte.
 

Kerstin_K

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Das wäre ja noch eher ein Vorteil für einen Mann von 84, der gebrechliche ist. Wahrer Luxus zum Lebensende gegenüber diesem Campingplatz :(
Gegenüber dem Campingplatz schon, aber die meisten Heime sind auch nicht das Gelbe vom Ei.
 

Atze Knorke

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... und ein dickes (Vorschlags)Ei wird von der Berliner Sozialsenatorin, Frau E. Breitenbach, gelegt ...

Berlins Sozialsenatorin plant Zeltstädte für Obdachlose
Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) prüft die Unterbringung von Obdachlosen in sogenannten Zeltstädten. "Es geht um Obdachlose, die Angebote in Notquartieren nicht in Anspruch nehmen können oder wollen", sagte die Senatorin in der Zeitung "B.Z. am Sonntag".

Obdachlose sollen in Berlin auf Campingplatz umziehen
Deshalb gibt es jetzt den Plan, Obdachlose in einer Art offiziellem Campingplatz unterzubringen, in dem ganz andere sanitäre Bedingungen herrschen. Die Idee ist in der Senatssozialverwaltung entstanden, sie ist erst einmal in einem Arbeitspapier dokumentiert, das in Kürze ausgiebig diskutiert wird.

Plattform für diese Debatte ist die Arbeitsgruppe "Umgang mit Obdachlosencamps", die am 20. Februar gegründet wurde und in der Experten der Bezirke und der Senatsverwaltung sitzen. Am Ende der Diskussionen sollen Antworten auf die zentralen Fragen stehen: "Wie geht man einheitlich in Berlin mit diesen wilden Camps um, wie verhindert man sie am besten?!"

... und das alles auf Brachen in "unproblematischen Lagen" ...

... in einem Land, in dem man gut und gerne lebt.
 
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lino

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Ein Bundestagsabgeordneter kostet dem Steuerzahler gerne 50.000 Euro im Monat. Da kann man ja nicht erwarten, das für einen Obdachlosen noch etwas übrig ist.
 
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