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Jobcenter ruft Wartende mit Namen auf!

Berenike1810

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#1
Moin,

eigentlich wollte ich über meinen heutigen Termin berichten, aber etwas kam dazwischen. :icon_dampf:

Gegen 07:50 Uhr kam ich in das große Entree der hiesigen Arge/JC und wollte zielstrebig eine Etage höher, verharrte aber aufgrund eines sehr aufgeregten Mannes der (richtig empört) einem andern lautstark entgegenschleuderte:

"ich glaub's nicht.... da wirst Du jetzt laut aufgerufen und jeder weiß deinen Namen...".

Der Ordnungsdiener der Arge sorgte gleich für Stille und ich bin erstmal zu meinem 08:00 Uhr-Termin. Der dann ca. 15 Minuten dauerte (tja: fixe Beratung..:icon_mued:..gell?)

Ich lag gut in der Zeit und wollte mir das mal näher anschauen.

Tatsächlich, die MA im ServiceCenter hocken hinter einer Milchglas-Mauer, Tisch an Tisch und die "Bittsteller" davor.

Man kann ausgezeichnet mithören um was es bei dem Einen oder dem Anderen geht !

Aufruf: "Herr Martin XYZ" ?! -Und dann, wenn es "zur Sache geht" auch gleich wie's läuft.....

Also: ich finde das hammerhart !!!!

Gibt es das woanders auch ? - Was macht man da ? GF anschreiben oder BA halte ich für wenig zielführend um das abzustellen, hat jemand einen besseren Tipp ?

Danke
Berenike
.
 

doppelhexe

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#2
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

hmmm, bei uns sind wartebereich und servicebereich getrennt (verschiedene räume durch nen flur getrennt.)

aufruf mit nummer. und nur wenn man im servicebereich ist kann man mithören, was bei einem von deinen beiden nachbarn abgeht.

auch nich unbedingt lustig, aber zumindest wissen es nicht gleich 30 mann (die aus dem wartebereich).

ob sich aufregen lohnt, wag ich zu bezweifeln... nur protest in großem stil könnte was bringen...
 

hartz5

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#3
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

hmmm, bei uns sind wartebereich und servicebereich getrennt (verschiedene räume durch nen flur getrennt.)

aufruf mit nummer. und nur wenn man im servicebereich ist kann man mithören, was bei einem von deinen beiden nachbarn abgeht.

auch nich unbedingt lustig, aber zumindest wissen es nicht gleich 30 mann (die aus dem wartebereich).

ob sich aufregen lohnt, wag ich zu bezweifeln... nur protest in großem stil könnte was bringen...
Genauso ist es hier auch......Im Wartebreich Nummer ziehen, warten, und dann zum MA in durch dünne Trennwände getrennte Kabuffs....(hier 24 an der Zahl....) wie im Grossraumbüro halt....
 

samus

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#4
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Bei der Agentur für Arbeit (nicht ARGE) in Regensburg,ist das ähnlich. Alle die sich neu für Alg I anmelden, landen in einem Großraumbüro. Tisch an Tisch nur getrennt nur eine Stellwand. Habe ich auch schon erlebt, bekam alle Krankheitsgeschichten der Frau am Nebentisch mit. So was gehört sich doch nicht.
 

Hartzeola

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#5
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Genauso ist es hier auch......Im Wartebreich Nummer ziehen, warten, und dann zum MA in durch dünne Trennwände getrennte Kabuffs....(hier 24 an der Zahl....) wie im Grossraumbüro halt....
So war es bei uns auch. Jetzt nach Anmeldung an der Infotheke wird man namentlich aufgerufen. Drinnen sind die Kabinen getrennt.
 

Berenike1810

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#6
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Danke @..allLeut's,

- ich bin echt platt, wenn ich nun auch noch lese, wie es bei Euch läuft ! -Als ich das letzte Mal im Service-Bereich, als Begleitung war (vor wenigen Monaten), zog man dort auch noch ein "Nümmerlein" und wurde per Digi-Anzeige an einen Schalter gebeten, das ging ja noch...

Jetzt klebt auf dem Automaten ein DIN A4 - Zettel: "Melden sie sich bitte am Empfang, sie werden aufgerufen"

Aber das, diese Art und Weise, macht mir Sorgen. ich finde es eine absolute Unverschämtheit !!!:icon_dampf:

Das Ganze hat doch auch was mit "Datenschutz", "Intimsphäre" u.s.w., zu tun ... - ich bin im Moment einfach nur geschockt.

Berenike
.





 
E

ExitUser

Gast
#7
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

... Jetzt klebt auf dem Automaten ein DIN A4 - Zettel: "Melden sie sich bitte am Empfang, sie werden aufgerufen" ...
Die Ämter empfinden es als kundenfreundlicher, die Leute persönlich und mit ihrem Namen anzusprechen.
 

Phine

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#8
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Bei uns geht es sehr ruhig zu. Man wird zwar von Etage zu Etage geschickt, aber da werden keine Namen durch die Gegend gerufen.
Die EG finden in den unteren Etagen statt, die entscheiden zu wem man wann u wohin kommt. Da ich aber nur KdU habe geht mich das nix an.
Leider wird mit dem Datenschutz nicht gerade zimperlich umgegangen. Wenn man sieht, wie voll die Hallen vor den Schaltern im Eingangsbereich sind. Von Datenschutz kann da keine Rede sein. Zum Glück bin ich jemand, dem es an der Schulter vorbei geht. Ich rege mich natürlich auf. Aber ändern können wir es nicht. Oder es müssten alle die "Bittsteller" auf die Straße.
Ich unterstelle den einzelnen JC noch nicht mal böse Absicht. Das Problem ist, die sind selbst völlig überfordert, haben zu wenig Leute für zu viel Arbeit.
Ich will auf keinen Fall, dass meine Name durch die Gegend gerufen wird. Aber was soll man dagegen tun???
 

ela1953

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#9
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Bei uns genauso (Nummer wird aufgerufen, Warte- und Servicebereich nur durch Trennwände abgegrenzt). Allerdings hängen überall Schilder, dass man bei Bedarf ein separates Zimmer zur Beratung in Anspruch nehmen kann.

So war es bei der Arbeitsagentur auch. Aber es wurde alles am Tresen bearbeitet. Ich bekam einmal mit, wie eine Ausländerin wegen ihres Minijobs "verarscht" werden sollte, genau so, wie sie es bei mir auch versucht hatten.

Als ich auf ein Einzelgespräch verwies, mussten die erst mal jemanden rantelefonieren. Ich musste dann länger warten, als die anderen am Tresen.

Beim Jobcenter steht man im einer Schlange am Tresen (wie bei der Arbeitsagentur). Wenn nur etwas abzugeben ist, wird das dort erledigt, ansonsten bekommt man die Zimmernummer genannt, vor der man dann warten muss und reingerufen wird.

Mit Termin kann man an der Anmeldung vorbeigehen und sofort zum Zimmer des SB

Viele Büros sind dort mit innenliegenden Türen verbunden, die offen stehen. Man kann auch auf das Schließen bestehen.

Beim Finanzamt sitzen immer zwei Leute in einem Büro mit zwei SB.

Das ist schon irritierender.
 

Vincet

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#10
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Nummer ziehen. So etwas gibt es bei unserer arge nicht. Schon seit zig Jahren muss man in einem Warteraum warten, bis dann die zuständige Person kommt und den nächsten aufruft. Das ist hier gängige Praxis und man hat sich daran gewöhnt.
Und auch hier ist es ein Raum mit mehreren Tischen, wo die Leute dann abgefertigt werden.
 

gast_

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#11
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Egal ob auf der Bank, der Post oder wo immer: Man kann aus Datenschutzgründen verlangen, in einem abgeschlossenen Raum Gehör zu finden... ich habe das in der AfA getestet, wo Neue auch in so einem Großraumbüro abgefertigt werden.

Man muß eben nur drauf bestehen!

In unserem JC muß man unten Nummern ziehen... die werden aufgerufen.
 

Berenike1810

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#12
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

...Es ist ja so:

als ich gegen 08:20/25, da runter kam, 38 Wartende zählte und weitere ständig nachkamen, -die Leute waren alle nervös, so stand ich exact 7 Minuten bis der erste "Bittsteller" hinter der Glasmauer hervorkam, dann dauerte es gute ungrad 3 Minuten bis die Frau zyx aufgefordert wurde. (die haben hinter der Mauer eine Menge Arbeitsplätze, ein Drittel ist besucht, ca. 9 Angestellte.

.....Alles ziemlich erschütternd !

Berenike
 

gast_

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#13
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Das ist hier gängige Praxis und man hat sich daran gewöhnt.
Und auch hier ist es ein Raum mit mehreren Tischen, wo die Leute dann abgefertigt werden.
Tja, und weil Mensch sich an alles gewöhnt wird es immer schlimmer - und wer seine Rechte einfordert gilt schnell als Querulant...
 

Larina

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#14
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Hier bei uns ist es so das im Wartebereich darauf hingewiesen das man gleich sagen soll das man nicht möchte das man öffentlich aufgerufen wird und das ein Anliegen separat besprochen wird.
Eigentlich eine sehr gute Lösung wie ich finde...ich bin bisher auch wirklich nicht ein einziges Mal aufgerufen worden...aber in dem separaten Bereich, wo ich warten muss, habe ich IMMER alleine gesessen.
 

Inuliki

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#15
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

In Wunstorf Jobcenter gibt es einen kleinen Warteraum (Platz ca für 8Personen)

Die Namen werden sehr laut und deutlich gesprochen :icon_dampf:
Im Gespräch selber dann wird genuschelt dass man fast schon den FM knutschen muss um was zu verstehen... :icon_klatsch:

Naja so hat jeder sein Los zu tragen. Ich darf demnächst auch wieder hin. Und habe dort Spass. (Selbstständiger mit ein wenig aufstockendem Hartz 4)
Kriege da mehr Verpflichtungen als zu den Zeiten wo ich noch faul auffem Arsch zu Hause war.:icon_kinn:
 
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#16
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Bei uns gibts Termine und man wartet alleine vor der Tür, da is nix mehr mit aufrufen, früher beim Arbeitsamt war das auch son Nummernraum :icon_kotz:

Ich persönlich würde einfach unverbindlich ne mail an den Datenschutzbeauftragten schicken und mal nachfragen, was er so davon hält. Die werden meistens ganz schön fuchtig, grad wenns um die Arge und co geht, da die scheinbar (wie man liest) da nicht so bewandert sind (das aber grunsätzlich immer groß betonen ("warten Sie bitte kurz, die Tür ist offen, Datenschutz ist bei uns sehr wichtig...").
Je nachdem, wie oft diese Gesellen von dem Beauftragten "belästigt" werden, umso mehr merkt man, wie ihnen der Po wohin geht.
Testet das mal :biggrin:
(sollte aber auch begründet sein)
 

pinguin

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#17
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Gibt es das woanders auch ? -
Freilich, bei uns werden alle Hilfeempfänger mit dem Namen aufgerufen, so sie vor Ort einen Termin wahrnehmen und dafür warten müssen. Und das gilt nicht nur für den Eingangsbereich, bspw. zur Antragsabgabe, sondern bisher auch für einen Termin direkt beim zuständigen SB.

Die Gespräche selber, die im Empfangsbereich zwischen Amtsmitarbeiter und Hilfesuchendem geführt werden, kann kein anderer Hilfesuchender mithören, so nicht eben gerade geschrieen wird.
 
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#18
Wo ist das Problem? Und warum sollte es eines sein?

Ich bin verwundert...sonst regen sich die Leute darüber auf, wenn sie mit Nummer aufgerufen werden, weil sie sich nur noch als Nummer statt als Mensch wahrgenommen fühlen. Das demütigt viele. Nun werden Menschen als Mensch aufgerufen und das stört sie jetzt auch wieder.

Was wollen Erwerbslose eigentlich sein? Anonyme Nummer in einem anonymen System oder ein Mensch mit Namen?

Die Anonymität ist mit ein Grund dafür, dass wir bisher keine nennenswerte Gegenwehr auf die Beine bekommen haben, denn die Betroffenen sind viele, aber wie viele kennen sich davon? Wie viele leben anonym neben uns und tun alles, damit nur ja keiner mitbekommt, dass sie auch dazu gehören?

Ich erinnere in dem Zusammenhang an eine kleine Anekdote aus dem alten Rom.

Dort schlug ein Senator vor, man solle alle Sklaven kennzeichnen, denn es war inzwischen zum Problem gekommen, dass gerade reiche Sklavenhalter ihren "Besitz" so gut kleideten, dass "er" es den Bürgern gleichtun konnte und nicht auffiel. Darauf hin warnte man ihn die Idee weiterzuverfolgen, denn wenn erst alle Sklaven merken würden, wie viele sie sind, sie würden sich über ihre Herren erheben, denn zu dem Zeitpunkt hatte Rom mehr Sklaven als reguläre Einwohner.​

Natürlich will ich keine Kennzeichnung vorschlagen, das hätte zu viel Ähnlichkeit mit den Konzepten einer braunen Zeit, aber diese Angst, es könnte jemand merken, dass man ja auch arm ist, die muß aufhören.

Seien wir stolze Arme und kämpfen wir gemeinsam für unsere Rechte und dafür, dass die Armut endet, statt uns ängstlich in finstere Ecken zurückzuziehen, damit uns ja keiner sieht. Wir müssen endlich erkennen, dass wir viele sind und das nutzen.
 

Berenike1810

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#19
Moin Regelsatzkämpfer,

Deine Darstellung und Sicht ist ja auch völlig nachvollziehbar. Jeder kann das nur für sich selber entscheiden, wie es ihm lieber ist.

Dem Mann gestern Morgen hat es jedenfalls nicht gefallen !

Und mir persönlich würde es granatenmäßig stinken, wenn da ein/e MA'in durch die Wartenden meinen vollen Namen ruft ! :icon_dampf:.

(Fehlt nur noch Geb.-Datum, Anschrift und "Begehr".)

Berenike
.
 

Rounddancer

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#20
Ich bin verwundert...sonst regen sich die Leute darüber auf, wenn sie mit Nummer aufgerufen werden, weil sie sich nur noch als Nummer statt als Mensch wahrgenommen fühlen. Das demütigt viele. Nun werden Menschen als Mensch aufgerufen und das stört sie jetzt auch wieder.

Was wollen Erwerbslose eigentlich sein? Anonyme Nummer in einem anonymen System oder ein Mensch mit Namen?
So sehe ich das auch.Viele Jahre lang beschwerten sich viele von uns, daß sie im Amt bloß zur Nummer verkommen seien.
Dann machte man "Kunden" aus uns,- und unser Protest gegen die Nummern blieb. Zurecht, denn wer ruft oder begrüßt seine Kunden schon per Nummer? Im Gegenteil, da gilt: "Nennen Sie Ihren Kunden beim Schönsten, was er hat, bei seinem Namen!"

Im Arzt-Wartezimmer wird man schließlich auch per Namen gerufen.

Also: Menschen haben Namen. Und das ist auch gut so.

Outen wir uns. Dann outen sich auch andere. Das wiederum ist ein wichtiger Kampfpunkt gegen die Vereinzellung, die von "denen da oben" so gewünscht ist.

Outen wir uns. Gegen: "Teile und herrsche!"
 

nightangel

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#21
Also wirklich verstehen tue ich das Problem mit dem Namen auch nicht.
Man wird doch überall mit Name aufgerufen, sei es beim Arzt oder sonstwo.
Was ich wohl nachvollziehen kann ist wenn da auch der Vorname genannt wird, ein Frau xxx oder Herr xxx reicht da völlig aus.

Bei uns ist es so das man sich für Leistungsangelegeneheiten an einen Schalter anstellen muss, allerdings gibt es dort auch Markierungen so dass die dahinter wartenden einen gewissen Abstand halten müssen und man nicht versteht was am Schalter gesprochen wird (ausser jemand schreit), dort sagt man was man will z.B. nur Unterlagen abgeben oder wenn man zu einem SB will sagt man kurz worum es geht (ohne Details) und die schicken einen nach oben und melden einen oben über Computer an. Dort wird man dann eben mit Name aufgerufen.
Für Angelegenheiten beim Vermittler geht man in ein bestimmtes Zimmer und meldet sich dort an, anschliessend wird man dann auch beim Vermittler per Name kurz aufgerufen.

Ich persönlich finde das nicht schlimm es wird ja nur der Nachname bekannt und der steht sogar öffentlich an meiner Klingel und an meinem Briefkasten.
 

Faibel

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#22
Ich persönlich finde das nicht schlimm es wird ja nur der Nachname bekannt und der steht sogar öffentlich an meiner Klingel und an meinem Briefkasten.
hey nightangel, wie lautet denn dein nachname? ist doch kein geheimnis, oder?
 
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#23
Moin Regelsatzkämpfer,

Deine Darstellung und Sicht ist ja auch völlig nachvollziehbar. Jeder kann das nur für sich selber entscheiden, wie es ihm lieber ist.

Dem Mann gestern Morgen hat es jedenfalls nicht gefallen !

Und mir persönlich würde es granatenmäßig stinken, wenn da ein/e MA'in durch die Wartenden meinen vollen Namen ruft ! :icon_dampf:.

(Fehlt nur noch Geb.-Datum, Anschrift und "Begehr".)

Berenike
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Wobei Du durch Deine Radio-Aktivität eine Person des öffentlichen Lebens bist...nicht vergessen.

Wie soll man die Leute denn dann aufrufen? Ein vergrößertes Passfoto hochhalten mit dem Hinweis "Follow me?"

Die einen wollen keine Nummer sein, die anderen lieber anonym.

Einigen wir uns darauf, dass keiner von uns arm sein will und kümmern wir uns lieber um Lösungen für dieses Problem.
 

nightangel

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#25
hey nightangel, wie lautet denn dein nachname? ist doch kein geheimnis, oder?
Es stört mich nicht wenn ich damit aufgerufen werde und er nur flüchtig im Gedächtnis anderer verbleibt und schnell wieder in Vergessenheit gerät.
Aber für alle Welt sichtbar im Internet wo er für alle Zeiten stehen bleibt DAS ist was anderes.
Es macht auch einen Unterschied ob den nun 30-40 Leute flüchtig mit bekommen oder Millionen ihn dauerhaft lesen können.

Edit:
Achja, du wirst lachen aber als ich mit meiner Katze mal in der Tierklinik war und mein Name aufgerufen wurde standen doch glatt 3 Leute gleichzeitig auf, guckten sich erst dumm an und lachten dann.
Also echt "seltener" Name. :icon_mrgreen:
 

Spike88

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#26
Hat doch jeder das selbe Problem der da auftaucht. Also brauch man sich doch nicht vor anderen Leidtragenden schämen,oder?
 

Klaus Bonn

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#27
Moin Regelsatzkämpfer,

Deine Darstellung und Sicht ist ja auch völlig nachvollziehbar. Jeder kann das nur für sich selber entscheiden, wie es ihm lieber ist.

Dem Mann gestern Morgen hat es jedenfalls nicht gefallen !

Und mir persönlich würde es granatenmäßig stinken, wenn da ein/e MA'in durch die Wartenden meinen vollen Namen ruft ! :icon_dampf:.

(Fehlt nur noch Geb.-Datum, Anschrift und "Begehr".)

Berenike
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@Berenike, ich stimme Dir in allen punkten zu!
Bei so einer kriminellen Machenschaft die sich JC nennt und die sich der Metoden der Mafia bedienen möchte ich auch nicht mit vollen Namen aufgerufen werden unabhängig davon, wo hier der Datenschutz beleibt. Schlimm genug schon, dass man mit vollen Namen aktenkundig ist.
 

Berenike1810

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#28
:biggrin: ... @Regelsatzkämpfer,

-nette Idee, aber lösch das lieber - oder willst Du im JC, im Service-Bereich arbeiten ? :icon_kinn:

Und das mit dem Radio ist eine andere Schiene, da sitze ich auf der Seite jener, die Probleme haben. Ich habe den Weg bewusst gewählt. Und: ich habe sehr für so eine Sendung gekämpft, natürlich gibt es auch in der "Radio-Arbeit" (diese Sendung), nicht immer nur Sonnenschein, man macht sich dadurch, bei einer bestimmten Gruppe, auch recht unbeliebt.

- Aber auch hier und dort, muß jeder wissen, was er wie lange aushalten möchte.

Berenike
.
 
E

ExitUser

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#29
Lösung des Problems: Nummer ziehen und auf die Anzeige warten.

Geht im Bürgerbüro, geht bei Ikea. Geht bei der KFZ-Zulassung. So ist dem Datenschutz genüge getan und niemand wird "aufgerufen", sondern kann auf einer Anzeige ablesen, wann er dran ist.

Rein vom Zeitaufwand her auch die beste Variante.
 

Faibel

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#30
Datenschutz ist eine gute Sache, aber es gibt auch unsinnigen Datenschutz. Denn man kann alles auch bis ins "Idiotische" übertreiben.
und da jeder "idiotisch" anders definiert, sollte jeder auch sein recht auf informationelle selbstbestimmung selbst definieren dürfen.

wer der meinung ist, dass es ihm egal ist, dass er mit seinem namen aufgerufen wird - bitte!

ich möchte es nicht! und darum hätte ich ein kurzfristiges problem damit, wenn man meinen namen quer durch den saal rufen würde.
kurzfristig deshalb, da das das erste und letzte mal gewesen wäre.

schliesslich beinhaltet §35 sgb I den satz >
Die Wahrung des Sozialgeheimnisses umfaßt die Verpflichtung, auch innerhalb des Leistungsträgers sicherzustellen, daß die Sozialdaten nur Befugten zugänglich sind oder nur an diese weitergegeben werden.
und darauf würde ich bestehen.
 

hope40

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#31
AW: Wo ist das Problem? Und warum sollte es eines sein?

Ich bin verwundert...sonst regen sich die Leute darüber auf, wenn sie mit Nummer aufgerufen werden, weil sie sich nur noch als Nummer statt als Mensch wahrgenommen fühlen. Das demütigt viele. Nun werden Menschen als Mensch aufgerufen und das stört sie jetzt auch wieder.

Was wollen Erwerbslose eigentlich sein? Anonyme Nummer in einem anonymen System oder ein Mensch mit Namen?

Die Anonymität ist mit ein Grund dafür, dass wir bisher keine nennenswerte Gegenwehr auf die Beine bekommen haben, denn die Betroffenen sind viele, aber wie viele kennen sich davon? Wie viele leben anonym neben uns und tun alles, damit nur ja keiner mitbekommt, dass sie auch dazu gehören?

Ich erinnere in dem Zusammenhang an eine kleine Anekdote aus dem alten Rom.
Dort schlug ein Senator vor, man solle alle Sklaven kennzeichnen, denn es war inzwischen zum Problem gekommen, dass gerade reiche Sklavenhalter ihren "Besitz" so gut kleideten, dass "er" es den Bürgern gleichtun konnte und nicht auffiel. Darauf hin warnte man ihn die Idee weiterzuverfolgen, denn wenn erst alle Sklaven merken würden, wie viele sie sind, sie würden sich über ihre Herren erheben, denn zu dem Zeitpunkt hatte Rom mehr Sklaven als reguläre Einwohner.​
Natürlich will ich keine Kennzeichnung vorschlagen, das hätte zu viel Ähnlichkeit mit den Konzepten einer braunen Zeit, aber diese Angst, es könnte jemand merken, dass man ja auch arm ist, die muß aufhören.

Seien wir stolze Arme und kämpfen wir gemeinsam für unsere Rechte und dafür, dass die Armut endet, statt uns ängstlich in finstere Ecken zurückzuziehen, damit uns ja keiner sieht. Wir müssen endlich erkennen, dass wir viele sind und das nutzen.
kein "dankebutton "schade !

ich schliesse mich den ausführungen zu 100 % an ..denn ich denke, nur, wenn wir aus der (selbstgewählten ,selbstgewünschten in diesem falle )anonymität herraustreten , können wir auch der unbetroffenen masse der mitbürger bewusst machen , das armut keine seltenheit ist , alle und jeden, in jeder sozialen schicht betreffen kann .

naja..nun hat nunmal jeder nen namen zur identifikation (und viele sind stolz auf ihren guten namen )und...ausser auf dem JC scheints ja die wenigsten zu stören , das dieser im umgang auch genutzt wird .

also, bevor ich zur nummer degradiert werde ...ziehe ich das persönliche ansprechen mit namen aber vor !!!!!!!!!!!!!

es gibt ja nur 2 möglichkeiten :die ansprache mit namen ..oder die ansprache mit ner nummer (wie im knast "gefangener Nr.xyz :eek::eek:)
 

Faibel

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#32
Es macht auch einen Unterschied ob den nun 30-40 Leute flüchtig mit bekommen oder Millionen ihn dauerhaft lesen können.
richtig, der unterschied ist, das die millionen sich (theoretisch) über die ganze welt verteilen und es recht unwahrscheinlich ist jemanden davon über den weg zu laufen.
im gegensatz zu den 30-40 anderen - die wohnen direkt in meiner nachbarschaft.
 
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ExitUser

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#33
Bei uns hier in der Eifel läuft alles richtig Deutsch ab.Alles Streng nach Termin.So Streng das noch nicht einmal jemand ans Telefon geht und das tagelang. :biggrin:
 

hope40

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#34
richtig, der unterschied ist, das die millionen sich (theoretisch) über die ganze welt verteilen und es recht unwahrscheinlich ist jemanden davon über den weg zu laufen.
im gegensatz zu den 30-40 anderen - die wohnen direkt in meiner nachbarschaft.
naja..wenn die in deiner nachbarschaft wohnen ..die gelegenheit , sich ggf kennen zu lernen , sich zusammen zu schliessen ..zB. für aktive /passive gegenwehr gegen willkür/erfahrungsaustausch ..oder einfach nur mal zu nem grillabend !

naja..irgendwie hat die vereinzelungspolitik schon ganze arbeit geleistet ..früher war man mal stolz , einen "guten" namen zu haben ..heut zu tage ist mans nicht mehr , da denkt man nur noch ans "abtauchen "/"verschwinden "unsichtbar machen "...

nur...wie solls gehen ?

also, man will nicht mit namen aufgerufen werden , nicht mit ner nummer (finde ich persönlich schlimm-respektlos , entmenschlicht ) )..vielleicht sollte man bunte kärtchen verteilen :biggrin:..aber, auch das lässt ne identifikation in irgendeiner form zu ..

quark..wenn ich einen identifizieren will(von seiten der behörden ), da brauche ich nich unbedingt seinen durch den flur geplärrten namen ....bei so vielen daten (die ohne nennenswerte gegenwehr )über uns gespeichert sind ...
 

Berenike1810

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#35
@Faibel, Du hast es getroffen !

Anno 2007 stand ich vor der Arge herum und unterhielt mich mit meinem ersten Beistand, ich fing gerade an mich zu organisieren und kam so in den Genuß einen Beistand zu haben.

Das elo-Forum kannte ich damals noch nicht.

Der Beistand, war sehr erfahren, er beriet damals schon über eine Initiative. Während er mir die wichtigsten "Verhaltensregeln" verständlich machte, sah ich jemanden an uns vorbei, in die "Arge", marschieren.

Es war mein ehemaliger Vorgesetzter/Übergeordneter, mich traf fast der Schlag - er war es !

-Was glaubst Du, wie der gelitten hätte, wenn ...... u.s.w.

... also: ich möchte das nicht ! -Auch nicht: daß es anderen angetan wird.

Berenike
.
 

hope40

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#36
@Faibel, Du hast es getroffen !

Anno 2007 stand ich vor der Arge herum und unterhielt mich mit meinem ersten Beistand, ich fing gerade an mich zu organisieren und kam so in den Genuß einen Beistand zu haben.

Das elo-Forum kannte ich damals noch nicht.

Der Beistand, war sehr erfahren, er beriet damals schon über eine Initiative. Während er mir die wichtigsten "Verhaltensregeln" verständlich machte, sah ich jemanden an uns vorbei, in die "Arge", marschieren.

Es war mein ehemaliger Vorgesetzter/Übergeordneter, mich traf fast der Schlag - er war es !

-Was glaubst Du, wie der gelitten hätte, wenn ...... u.s.w.

...du ihn gesehen hättest ?

hätte er sich gedanken um dein "leiden "gemacht , wenn er dich zuerst gesehen hätte ..oder er noch in seiner stellung gewesen wär ?

offenbar trifft ihn genausowenig "schuld "den gang ins JC antreten zu müssen , wie dich !

also, warum schämen wir uns da ?sind wir daran schuld ?ich denke, die wenigsten , aber, es wird uns ja eingeredet , es ist ein schämenswerter zustand , da aufn amtsflur sitzen zu müssen !

naja, also, im allgemeinen , kennt man doch , wenn man mit wem nicht näher bekannt ist , das gesicht/die figur , nicht den namen .

also, die identifikation einer person, wenn ich das will, erfolgt doch eher über das "ansehen "..der name is doch eher ein wissenswertes(oder auch nicht ) "beiwerk "

wie will ich verhindern , das ich über mein aussehen ..identifiziert werde /identifiziert werden kann ?

gar nicht ..oder , ich verhülle mich (burka :eek:)

in dem moment , wo ich , zB. beim JC , arzt ..sitze , also, in einem öffendlichen raum, ist die identifikation meiner person möglich , egal , zu welchem zwecke .
nur, wenn ich nirgendwo auftauche ..naja, dann gibts mich offiziell eben nicht und ich biete keine angriffsfläche für eine identifikation für gute oder schlechte zwecke .

also, ich bin mir sicher ..so sehr wir uns auch mühen , unser "hartzIV-dasein "zu verbergen ..bekannt isses eh ..schon eben durch solche äusserungen wie "die /den habe ich aufn JC gesehen " und dann den namen /wohnort rauskriegen , wenn das einer will...kein problem !

... also: ich möchte das nicht ! -Auch nicht: daß es anderen angetan wird.

Berenike
.
wer uns das "antut "sind ganz andere ..und die gehen mit ihrem schlechten ,verrufenen namen noch "hausieren "!
 

Berenike1810

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#37
@Regelsatzkämpfer,

noch ein Nachsatz:

als endlich klar war, daß es ein (damals noch:) "Arbeitslosenradio" geben wird. Nämlich ab Februar 2008, wurde mir von erfahrenen Redakteuren/innen dringend geraten nicht meinen Real-Namen zu nennen...... -was ich von Anfang an abgelehnt habe.

Ich wollte von Anfang an zu dem stehen, was ich tat.

Heute bin ich immer noch sehr froh darüber.

Die Sendung und der Wartebereich, eines JC, sind zwei verschiedene Kanäle.

Berenike:icon_daumen:
.
 

Emma13

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#38
In "meinem" Jobcenter geht es diskret und verbindlich zu - Wartende (mit Termin) werden mit Namen aufgerufen - womit ich kein Problem habe :biggrin:

Wenn sich jemand über so etwas aufregt, werde ich das Gefühl nicht los, dass sich dieser Jemand für seine Erwerbslosigkeit schämt - und nicht zu seinem momentanen sozialen Status steht - und das sollte jeder Erwerbslose tun - Heimlichtuerei ist absolut schädlich für das Selbstwertgefühl - schließlich ist das Gros von uns unverschuldet erwerbslos geworden .... :icon_smile:

Grüße - Emma
 

Faibel

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#39
naja..wenn die in deiner nachbarschaft wohnen ..die gelegenheit , sich ggf kennen zu lernen , sich zusammen zu schliessen ..zB. für aktive /passive gegenwehr gegen willkür/erfahrungsaustausch ..oder einfach nur mal zu nem grillabend !
hope, da wo ich wohne existiert eine sehr gute nachbarschaft. man kennt sich, man trifft sich, man hilft sich, man passt aufeinander auf. ich fühle mich wohl hier!

trotzdem entscheide ich immer noch selbst, wer was von mir erfährt.

ich hab auch kein problem mich als elo zu outen - aber ich muss damit auch nicht hausieren gehen.

privatsphäre hat nichts mit arbeitslosigkeit zu tun. die habe ich auch schon vorher gepflegt und daran hat sich nichts geändert.
 

hope40

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#40
hope, da wo ich wohne existiert eine sehr gute nachbarschaft. man kennt sich, man trifft sich, man hilft sich, man passt aufeinander auf. ich fühle mich wohl hier!

trotzdem entscheide ich immer noch selbst, wer was von mir erfährt.

ich hab auch kein problem mich als elo zu outen - aber ich muss damit auch nicht hausieren gehen.

privatsphäre hat nichts mit arbeitslosigkeit zu tun. die habe ich auch schon vorher gepflegt und daran hat sich nichts geändert.
gebe ich dir recht !

Nuuuur ....wie anders sollte mans denn realisieren ..ne ansprache einer person im öffendlichen raum ?
der eine will nicht , das sein name genannt wird, der andere will keine "nummer "sein ...also, wie ???????????????

bunte fähnchen:biggrin: , am arm wegzerren (stösst bestimmt auch auf wenig gegenliebe )..

irgendwie ..naja, es gibt , so glaube ich , nichts , an dem man Nichts aussetzen kann..also, gegner finden sich für alles und jedes ..nur, wenn man was kritisiert (aus , für die person sicher berechtigten gründen )wäre vielleicht ein sinnbringender , praktikabler gegenvorschlag nicht schlecht ...den vermisse ich !

wenn ich was verändern will /verändert haben will , dann muss ich mir auch über das "wie "gedanken machen , ansonsten ist es nur "mosern um des moserns willen" .
 

Faibel

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#41
die lösung?

das system mit den wartemarken.

das bedeutet ja nicht, dass man als nummer runter degradiert wird. sondern dient alleine dazu, das geregelter ablauf organsiert wird. hier wird die anonymität gewahrt und zwar solange bis man die türe beim sb hinter sich geschlossen hat. ab da gehts weiter mit dem namen.
 

Rounddancer

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#42
Genau dadurch wird man zur Nummer degradiert. Und statt Solidarität mit den anderen Anwesenden kommt Vereinzellung. Und Desinformation.

Warum soll man sich unter Gleichgesinnten verstecken? Das braucht es nicht im Wartezimmer des Arztes, denn dort sind alle krank,
nicht am SM-Stammtisch, nicht beim Bondage-Workshop, denn auch da sind nur Gleichgesinnte, nicht bei den Freimaurern,-
und auch nicht im Wartezimmer des Arbeitslosenamts, denn da sind alle arbeitslos.
 

Faibel

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#43
Genau dadurch wird man zur Nummer degradiert. Und statt Solidarität mit den anderen Anwesenden kommt Vereinzellung. Und Desinformation.
so´n schnickschnack!

noch suche ich mir mein persönliches umfeld selber aus. nur weil es eine gewisse schnittmenge gibt (hier arbeitstlos) muss ich nicht gleich alle liebhaben. ich entscheide für mich selbst wenn ich mag und wenn nicht. und da ist es egal, ob beim arzt (wo mich mangelnde privatsphäre übrigens auch stört) oder im sm-club.
 

hope40

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#44
die lösung?

das system mit den wartemarken.

das bedeutet ja nicht, dass man als nummer runter degradiert wird. sondern dient alleine dazu, das geregelter ablauf organsiert wird. hier wird die anonymität gewahrt und zwar solange bis man die türe beim sb hinter sich geschlossen hat. ab da gehts weiter mit dem namen.
hm..die wartemarken ?

ja..man sitzt , verschämt , mit seiner marke in der hand auf seinem stühlchen , traut sich nich rechts und links zu sehen ..man is ne nummer unter vielen !

naja..MIR fällt es leichter, mit menschen in kontakt zu kommen, die ich vielleicht nett finde und eines gespräches wert , wenn ich ihren namen schon mal mitbekommen habe ...man ist sich zwar noch fremd , aber nicht ganz sooo fremd .

und , damit man sich auch fremd bleibt , wurde auch das nummernsystem eingeführt , wohl wissend um den psychologischen effekt der "vernummerung "/anonymität !

also, kühe haben ohrmarken ...hunde /katzen chips , mit ner registriernummer ...

ok. man schmeisst die marke nachn JC -besuch zwar weg ...aber, solange ich da sitze und auf die anzeige starre ..bin ich ne nummer !
und, es hindert eigentlich nichts und niemanden daran , mich auch weiter unter der nummer zu führen ..ähnlich wie ne identifikationsnummer ..vielleicht isses dann der nächste schritt ?

wo haben wir denn schon alles ne nummer ?
eigentlich überall..beim finanzamt , der krankenkasse ...und, wir regen uns auf , wenn wir dann eben nur noch als "sache "bearbeitet werden ,ohne die persönliche ansprache ..eben , entmenschlicht !

es gibt ja nur noch wenige bereiche, des öffendlichen lebens, wo man eben ein individuum ist ..eben herr x oder frau y ...und, die wenigen bereiche wollen wir jetzt auch noch "vernummern "..weil wir uns schämen , erwerbslos zu sein ?

ich kann die logik , die dahinter steht , nicht verstehen ..wie ein user schon mal schrieb ..am briefkasten hängen oft zu,-nachname..ganz öffendlich, von jedem zu lesen(oftmals kann man leider aus dem wohnort auf den status der bewohner schliessen ) ..man steht im telefonbuch ..noch mit kontaktdaten ..viele sind bei facebook /twitter ...und da isses ein problem , wenn beim JC man mit namen aufgerufen wird ????????

ok, ich gebe ja zu , man muss den namen nicht durch den ganzen raum brüllen , so, wie in der damals witzigen werbung mit der hella von sinnen und den kondomen :biggrin:..aber, solange wie dem namen noch ein freundliches "herr "/"frau "vorangestellt is und nich bloss gebrüllt wird "müller reinkommen "und dann stehen 5 "müllers "auf und gehen zur tür und 4 werden wieder auf ihren platz gewiesen, wie die hunde ...
 
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#45
Wenn man die Diskussion so mitverfolgt, dann wird einem klar, warum wir nach so vielen Jahren Agenda 2010 keinen Schritt weiter sind, im Gegenteil unsere Gegner mit jedem Jahr noch erfolgreicher immer miesere Ideen umsetzen können.

Soll sich halt jeder freiwillig zur Nummer degradieren lassen, statt die Person zu sein die er ist. Wer zu sich selbst nicht stehen kann, der kann auch gegen Unrecht nicht kämpfen, weil er dazu auch nicht den Mut hat. Daher sind die Demos und andere Veranstaltungen ja auch immer so toll besucht und das seit Anbeginn. Daher suchen Initiativen am Ort so oft vergeblich Mitstreiter die mehr sind als anonyme Nicks im Internet oder "Nummern" im Wartebereich. Denn hier müßten sie als Person in Erscheinung treten und das ist ja unmöglich, man würde sich ja schämen, dass man auch dazu gehört.

Da bleibt dann nur die Anonymität der Foren mit der man zwar Hilfe leisten, aber keine Ursachen bekämpfen kann. Nur hilft man nur den wenigen, die auch im Internet sind und Millionen bleiben ohne Hilfe und Unterstützung. Und die kranken Auswüchse der Agendapolitik bleiben wie sie sind...
 

Faibel

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#46
ja..man sitzt , verschämt , mit seiner marke in der hand auf seinem stühlchen , traut sich nich rechts und links zu sehen ..man is ne nummer unter vielen !
das würde sich m.e. auch nicht ändern, wenn man den namen seines sitznachbarn kennt.

naja..MIR fällt es leichter, mit menschen in kontakt zu kommen, die ich vielleicht nett finde und eines gespräches wert , wenn ich ihren namen schon mal mitbekommen habe ...man ist sich zwar noch fremd , aber nicht ganz sooo fremd .
mir fällt das auch nicht schwer mit anderen in kontakt zu kommen. aber ein gepflegtes du bzw. sie (je nach situatiuon) ist für den anfang ausreichend.

und , damit man sich auch fremd bleibt , wurde auch das nummernsystem eingeführt , wohl wissend um den psychologischen effekt der "vernummerung "/anonymität !
das halte ich für eher unwahrscheinlich.

also, kühe haben ohrmarken ...hunde /katzen chips , mit ner registriernummer ...
macht ja auch irgendwo sinn, oder? bei hunderten von kühen im stall wäre der bauer ganz schön überfordert, jedes rindvieh mit individuellen namen auszustatten. ähnlich bei hund und katze - da ansonsten millionen von muschis, minkas, lunas oder sentas sich schwer zuordnen lassen würden.


ok. man schmeisst die marke nachn JC -besuch zwar weg ...aber, solange ich da sitze und auf die anzeige starre ..bin ich ne nummer !
ich nicht :)

und, es hindert eigentlich nichts und niemanden daran , mich auch weiter unter der nummer zu führen ..ähnlich wie ne identifikationsnummer ..vielleicht isses dann der nächste schritt ?
könnte sein, aber dann kann man immer noch intervenieren


wo haben wir denn schon alles ne nummer ?
eigentlich überall..beim finanzamt , der krankenkasse ...und, wir regen uns auf , wenn wir dann eben nur noch als "sache "bearbeitet werden ,ohne die persönliche ansprache ..eben , entmenschlicht !
wenn ich post von denen bekomme, steht da immer noch mein name als anrede drin. und ob das nun menschlicher beim FA zugeht, wenn anstatt 08154711 herr müller bearbeitet wird wage ich auch zu bezweifeln.

es gibt ja nur noch wenige bereiche, des öffendlichen lebens, wo man eben ein individuum ist ..eben herr x oder frau y ...und, die wenigen bereiche wollen wir jetzt auch noch "vernummern "..weil wir uns schämen , erwerbslos zu sein ?
nocheinmal - ich schäme mich nicht als elo! nur geht mein name dort niemanden was an. genausowenig wie beim einkaufen, im kino oder im schwimmbad....

ich kann die logik , die dahinter steht , nicht verstehen ..wie ein user schon mal schrieb ..am briefkasten hängen oft zu,-nachname..ganz öffendlich, von jedem zu lesen(oftmals kann man leider aus dem wohnort auf den status der bewohner schliessen ) ..man steht im telefonbuch ..noch mit kontaktdaten ..viele sind bei facebook /twitter ...und da isses ein problem , wenn beim JC man mit namen aufgerufen wird ????????
da hat jeder für sich selbst entschieden, wie weit er sich zu erkennen gibt. das ist auch ok. genauso ok, wie man nicht bei facebook odere twitter mitmacht oder in internet nur als pseudonym erscheint.
 

hope40

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#47
"
Zitat:
also, kühe haben ohrmarken ...hunde /katzen chips , mit ner registriernummer ...
macht ja auch irgendwo sinn, oder? bei hunderten von kühen im stall wäre der bauer ganz schön überfordert, jedes rindvieh mit individuellen namen auszustatten. ähnlich bei hund und katze - da ansonsten millionen von muschis, minkas, lunas oder sentas sich schwer zuordnen lassen würden."


richtig ..den sinn machts bei millionen von erwerbslosen auch ..nummern ..da braucht man keine individuelle person zuordnen !

das prinzip mit den nummern hat ja mal ne perversität erreicht ..kannste selber mal nachlesen, was der sinn und zweck des ganzen war !

und,,,ne nummer ermöglicht es , von einer person einen emotionalen abstand zu bekommen/oder besser..emotionalität gar nicht erst aufkommen zu lassen ...so soll es sein (in deren logik )..kein mensch mit schicksal ..nee, ne nummer , ne sache ..
 

Berenike1810

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#48
....Also: langsam wird das hier zum Krampf ! :icon_kinn:

Der Eine hat "die" Einstellung, der Andere" die".


Ich stimme dem Posting #44 von @Faibel voll zu !!!

Und so ist es. - der Eine kann das ab und der Andere eben das ganz andere......:icon_mued:.

Ich bekomme langsam das Gefühl, daß man hier, heute, schreibend "erklären" kann, was immer man möchte.....:icon_pause:.

Berenike
.
 
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#49
Ich glaube sie begreifen es einfach nicht, wollen es wahrscheinlich auch gar nicht begreifen. Namen sind besser als Nummern und wollen wir als Personen wahrgenommen werden, dann sollten wir es dabei belassen.
 

Faibel

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#50
hope, nun wird es aber albern!

noch reden wir von wartemarken deren einziger grund der ist, das das sozialgeheimnis gewahrt bleibt! punkt!

ich würde dir ja recht geben, wenn mich mein sb mich mit 0123456789 ansprechen würde - das ist aber nicht der fall. auch sehe ich keinerlei tendenzen, dass es soweit kommt.
 

Rounddancer

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#51
Richtig. Auch Gott, unser Herr, ruft uns schließlich mit Namen,- nicht mit Nummer.

Schlimm genug, daß wir alle nun, von Geburt, bis über den Tod hinaus, eine (Steuer-)ID haben.

Sozialgeheimnis unter Reichen, ok. Aber gerade da weiß jeder, wer wer ist und wieviel wer hat.

Aber unter Armen? Nein. Sozialgeheimnis=Vereinzellung statt Zusammenhalt, statt Solidarität.
 
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#52
hope, nun wird es aber albern!

noch reden wir von wartemarken deren einziger grund der ist, das das sozialgeheimnis gewahrt bleibt! punkt!

ich würde dir ja recht geben, wenn mich mein sb mich mit 0123456789 ansprechen würde - das ist aber nicht der fall. auch sehe ich keinerlei tendenzen, dass es soweit kommt.
Sorry, aber ein purer Name ist kein Sozialgeheimnis.
 
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#55
Wem willst Du denn was vormachen,wenn Dein Name dort aufgerufen wird?Dir selbst oder den anderen ?????

Es gibt da wirklich schlimmere Themen ,über die man sich wirklich aufregen sollte!

Man verstrikt sich nur noch in NOCH MEHR LÜGEN,selbst wenn man Hartz vier Bezug verheimlichen wolle vor irgendwen?????:biggrin::biggrin::biggrin:Würde es Dich stören wenn Du am HBF(DURCHSAGE) aufgerufen wirst ,weil das Job Center darüber hinaus dich so erreichen zu versuchen würde!:biggrin::biggrin::biggrin:
 

hope40

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#56
hope, nun wird es aber albern!

noch reden wir von wartemarken deren einziger grund der ist, das das sozialgeheimnis gewahrt bleibt! punkt!

sozialgeheimnis ?

also, faibel , ich schätze deine beiträge ..aber, irgendwie ...ich frage dich , was ist denn heute noch geheim ???????????
und mit welchem aufwand /druck /lügen man die preisgabe von wirklich sensiblen daten erpresst !

und ..meinen namen raus zu kriegen , erfordert ja noch den wenigsten aufwand ..und, das der gewusst /bekannt ist ..also, das stört mich am allerwenigsten , wenn ich mir mal so manchen fragebogen ansehe , was man da alles von mir wissen will..das sind SOZIALGEHEIMNISSE , weil man mit diesen daten rückschlüsse auf "sack und seele "ziehen kann (und es auch macht !)

naja, da mein name zu mir gehört ...ich find ihn nicht schön , aber er gehört nun mal zu mir, möchte ich auch, das er benutzt wird und ich keine nummer bin !
naja, ich habe zwar keinen "allerweltsnamen "..aber, ich bin auch nicht die einzige , die damit rum rennt ..also, das nun alle bei MIR vor der tür stehen , nur weil ich so heisse ..ausgeschlossen !

die diskussion entfernt sich für mich hier völlig aus der realität , sorry !


ich würde dir ja recht geben, wenn mich mein sb mich mit 0123456789 ansprechen würde - das ist aber nicht der fall. auch sehe ich keinerlei tendenzen, dass es soweit kommt.
du siehst keine tendenzen :eek:?

hm..ich jede menge , an jeder "ecke "zu jeder zeit und gelegenheit ..aber, ich WILL sie auch sehen ..und da bin ich nun wahrlich keiner , der hinter jedem busche einen sitzen sieht , der mir was böses will ..nur weil er vielleicht meinen namen gehört hat !
 

Faibel

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#57
Sind Name, Vorname und Telefonnummer schon schützenswerte Daten?

Im § 3 Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes steht die Definition der personenbezogenen Daten. Danach sind personenbezogene Daten "Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener)." Daraus wird deutlich, dass Name, Vorname und Telefonnumer bereits solche Einzelangaben sind. Bei der Einordnung in Datenkategorien (offen, intern, vertraulich, geheim) werden diese Daten von ihrer Schutzwürdigkeit her in die Kategorie "offen" eingestuft werden. Damit wird an diese Daten auch ein anderer Schutzgrad angelegt werden.
....

Personenbezogene Daten, das sind auch schon Name, Vorname und Geburtstag, müssen sorgfältig behandelt werden. Das schließt ein, dass diese Daten auch nicht Unbefugten zur Kenntnis kommen.
gefunden beim datenschutzbeauftragten des helmholzinstituts >
Datenschutz - FAQ - Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, HZDR

wie jeder damit umgeht ist ihm selbst überlassen. ich für mich möchte meine daten für mich behalten - jedenfalls so gut es geht. und daran hat sich das JC nunmal zu halten.

wer es anders möchte - bitte schön...
 

Banquo

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#61
Es ist nicht an der Behörde zu entscheiden, ob jemand seine Identität im Kreis der Wartenden aufdecken will - wenn, kann das nur jeder einzelne selbst.

Das Jobcenter ist auch nicht mit dem Arztwartezimmer um die Ecke vergleichbar.

Das Jobcenter ist dem Sozialdatenschutz verpflichtet. Ich würde die Praxis jenes Jobcenters dem Datenschutzbeauftragten melden! Leider ist aus dem Eingangsposting nicht ersichtlich, welches Jobcenter betroffen ist. Und falls der Datenschutzbeauftragte des Jobcenters darin kein Problem sieht, geht das halt weiter an den Landesdatenschutzbeauftragten.
 
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#63
Ich persönlich habe ja ein größeres Problem damit in der Apotheke ein Mittel gegen Pilze zu kaufen und das so laut sagen zu müssen (inkl. der Beratung zur Anwendung), dass alle anderen gleich eine kostenlose Beratung mitbekommen.

Und mal ne ganz doofe Frage: Wen in der Wartezone interessiert denn bitte schön mein Name? Wer sitzt denn dort, nur um Namen von Menschen mitzubekommen? Es gibt doch auch tausende von Kai Müllers, Martin Schmitts usw.
Und: Was sollen die denn dann mit dem Namen machen? Ist ja nicht so, dass man auch noch mit Kontoverbindung aufgerufen wird oder Adresse.
 

teddybear

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#65
AW: JobCenter hat eine neue Foltermethode ausgegraben

Die Ämter empfinden es als kundenfreundlicher, die Leute persönlich und mit ihrem Namen anzusprechen.
Die Irren empfinden auch Sanktionen für sehr "Kundenfreundlich"!
 
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#66
Man _könnte_ als Gegenargument vielleicht noch anbringen, dass man beim Arzt im Wartezimmer auch mit Namen aufgerufen wird und das ist der Arzt, da weiß also jeder, dass Herr Müller beim Arzt ist vielleicht irgendeine komische Krankheit hat....oder in der Schule, in der Maßnahme, in der Arbeit.
Da werde ich doch lieber von jemanden aufgerufen undjemand, der in der gleichen Situation ist (nämlich arbeitslos...nicht krank :biggrin: ) hört meinen Namen.

Abernatürlich würde ich trotzdem mal beim Datenschutzbeauftragten nachfragen, steht jedem frei, geht fix per email. Wie gesagt, bei Arbeitsämtern/argen sind die immer schnell hellhörig.
 

ethos07

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#67
Jetzt übertreibt mal bitte nicht! - es IST menschenfreundlicher, mit Namen statt als Nummer aufgerufen zu werden.

Wir können nicht einerseits das menschenverachtende Auftreten mancher SBs anprangern und umgekehrt uns dann doch wieder ein Element Menschenverachtung unsereins wünschen - nur damit die blöde Geheimnistuerei: ich bin zwar Hartz IV, aber ich tue so, als ob ich's gar nicht wäre, ständig auch noch untereinander vorzutäuschen :eek:.

Was solltest du denn dagegen haben, wenn Herr oder Frau X, der ebenfalls als Erwerbsloser dort wartet, weiss, dass du Frau oder Herr Y heisst...
 

Berenike1810

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#68
Moin,

also irgendwie haben wir jetzt nur noch über "das Aufrufen mit Namen" diskutiert.

-das kann ja jeder halten wie er will.



"Tatsächlich, die MA im ServiceCenter hocken hinter einer Milchglas-Mauer, Tisch an Tisch und die "Bittsteller" davor.

Man kann ausgezeichnet mithören um was es bei dem Einen oder dem Anderen geht !"


Da liegt bestimmt das eigentliche Problem. Wenn es an einem Tisch ein wenig lauter wird, hören auch noch die Leute vor der Milchglasscheibenmauer zu.



Berenike
.
 

teddybear

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#69
Man _könnte_ als Gegenargument vielleicht noch anbringen, dass man beim Arzt im Wartezimmer auch mit Namen aufgerufen wird
Nun das ist meines Erachtens auch nicht okay. Wenn ich beim Arzt nicht mit meinem Namen aufgerufen werden möchte, dann kann ich, wegen der doch recht überschaulich Wartenden schon am Tresen des Arztes sagen, dass man mich bitte nicht mit Namen aufrufen soll. Die Schwester könnte mich dann ansprechen und sagen, dass ich nun zum Arzt kann.

Im Wartebereich eines Jobcenters sitzen und stehen aber in der Regel die totalen Massen und dam muss schlichtweg das Aufrufen der Hartz IV Patienten anders geregelt sein, da hier nicht etwa die Schwester des Arztes, sondern irgendein fremder Sachbearbeiter aufruft, der den Namen des Patienten nicht einer bestimmten Person zuordnen kann. Zudem würde das in meinem Jobcenter auch überhaupt nicht mit dem Aufruf per Namen funktionieren, weil, wenn man in etwa Herrn Müller aufrufen würde, sich mal gleich 10 verschiedene Herren mit dem gleichen Namen auf dem Weg in das Zimmer des Sachbearbeiters machen würden. :biggrin:
 

nightangel

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#70
Zudem würde das in meinem Jobcenter auch überhaupt nicht mit dem Aufruf per Namen funktionieren, weil, wenn man in etwa Herrn Müller aufrufen würde, sich mal gleich 10 verschiedene Herren mit dem gleichen Namen auf dem Weg in das Zimmer des Sachbearbeiters machen würden. :biggrin:
Das ist hier sogar schon vorgekommen, allerdings standen dann nur zwei auf, keine zehn, aber nach kurzem grinsen wurde dann (nur zu den beiden) der Vorname genannt und es war geklärt wer gemeint ist.
Den Vornamen haben dann aber nur die beiden mitbekommen weil die eben schon vor der Türe standen.
Aber auch zu dem Aufruf mit Nachname, was bitte kann ein Fremder der mich garnicht kennt mit meinem Nachnamen schon anfangen?
Der wird von den anderen wartenden doch sofort wieder vergessen, wer macht sich um den Namen da noch gross Gedanken?

Wer meinen Namen kennt, der kennt normal auch mich. Und da braucht es keinen namentlichen Aufruf, die Person erkennt mich dann schon beim rein kommen in den Wartebereich.

In manchen Geschäften/Betrieben mit Kundenverkehr ist es sogar üblich das die Angestellten Namensschildchen tragen damit die Kunden wissen mit wem sie es zu tun haben, da beschwert sich komischerweise auch keiner von wegen Datenschutz. Es steht ja nicht der halbe Lebenslauf oder Geb. Datum, Adresse und Familienstand etc. dabei.
 
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#71
Habe nicht alles hier gelesen. Aber wenn ich irgendwo beim Arzt bin...... schon immer......... werden die Leute namentlich aufgerufen. :icon_kinn:
 

Berenike1810

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#72
@nightangel,

nix Tür .... Großraum, das "Milchglas..." ist aufgestellter Raumteiler, auf Füsschen ! und reichlich "Luft" bis zur Decke.

Hier geht es um den ServiceBereich, wo Du Anträge, Unterlagen, Terminerbittungen u.a.m. einreichst, wenn Du z.B. etwas nicht erhalten hast, oder aber etwas erhalten hast, was Du nicht verstehst, diskutierst Du das dort. Und jeder, der will kann schon mal was "lernen".


.
 

teddybear

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#73
In manchen Geschäften/Betrieben mit Kundenverkehr ist es sogar üblich das die Angestellten Namensschildchen tragen damit die Kunden wissen mit wem sie es zu tun haben, da beschwert sich komischerweise auch keiner von wegen Datenschutz.
Nur ist aber ein Leistungsberechtigter kein Angestellter oder sonst wer mit einem Arbeitsvertrag, wo bereits bei Vertragsabschluss klar ist, dass man ein Namensschild tragen muss! Zudem sagt es in diesem Fall auch nichts über die soziale Lage des jeweiligen Mitarbeiters aus und man ist auch keinen Vorverurteilungen unterlegen.

Im Jobcenter können hingegen aber auch nicht Leistungsberechtigte sitzen und jeder denkt dann, dass, wenn in etwa Frau Merkel aufgerufen wird, dass sich diese neben ihrem Bundestagsbezügen auch noch Sozialleistungen erschleichen will, obwohl sie sich aber in Wirklichkeit nur über eine Bildungsmaßnahme im sozialen Bereich, zwecks dringendem Nachholbedarf ihrer leider nicht vorhandenen Sozialkompetenzen näher informieren wollte. Du verstehst?
 

nightangel

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#74
Ok, das ist natürlich eine andere Situation aber da spielt es doch keine Rolle ob man mit Name oder Nummer aufgerufen wird, der andere neben einem kriegt das Gespräch mit und das darf nicht sein.
Da würde ich drauf bestehen das Gespräch in einem geschlossenen Raum vortzusetzen damit nicht jeder alles mit bekommt.

Es ging aber doch die ganze Zeit hier um den reinen Aufruf per Name und nicht das andere Gesprächsdetails mit bekommen.

Wie gesagt, reine Abgabe von Unterlagen oder Terminvereinbarungen werden hier auch an einem Schalter gemacht aber da stellt man sich einfach hinten an und wenn man dran ist stehen die anderen Wartenden in gewissem Abstand zu einem so das die nichts mit bekommen wenn man in normaler Lautstärke spricht.
Angelegenheiten der Vermittlung meldet man in einem Zimmer an wo andere dann vor der Türe warten, da habe ich auch schon Gesprächsfetzen mit bekommen weil die Türe immer offen steht. Tja, ich mache dann einfach die Türe zu wenn ich dran bin, bin dafür zwar schon blöd angeschaut worden aber das ist mir dann egal.

In diesen zwei Bereichen wird also garnicht aufgerufen, man stellt sich einfach nur an und wartet bis man dran ist, muss sich dann wenn es in den Raum für Vermittlung geht natürlich merken wer vor und/oder nach einem kam das sich keiner Vordrängeln kann. Klappt hier aber recht gut.
 

Berenike1810

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#75
Danke @teddybear !:icon_klatsch:

(Ich träume mal...)

- Schön wäre es: wenn dann neben Frau Merkel auch noch Frau von der Leyen und Herr Rösler um eine Bildungsmaßnahme, im Sozialen Bereich, nachfragen würden.

Berenike
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nightangel

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#76
Nur ist aber ein Leistungsberechtigter kein Angestellter oder sonst wer mit einem Arbeitsvertrag, wo bereits bei Vertragsabschluss klar ist, dass man ein Namensschild tragen muss! Zudem sagt es in diesem Fall auch nichts über die soziale Lage des jeweiligen Mitarbeiters aus und man ist auch keinen Vorverurteilungen unterlegen.

Im Jobcenter können hingegen aber auch nicht Leistungsberechtigte sitzen und jeder denkt dann, dass, wenn in etwa Frau Merkel aufgerufen wird, dass sich diese neben ihrem Bundestagsbezügen auch noch Sozialleistungen erschleichen will, obwohl sie sich aber in Wirklichkeit nur über eine Bildungsmaßnahme im sozialen Bereich, zwecks dringendem Nachholbedarf ihrer leider nicht vorhandenen Sozialkompetenzen näher informieren wollte. Du verstehst?
Klar verstehe ich das, aber ehrlich gesagt ist mir egal was andere sich denken. Die können auch auf der Straße im vorbei gehen denken "man hat die alte Schuhe an, die ist sicher Hartz4 Bezieherin". So kann man auch ganz schnell schon anhand der Kleidung oder sonstigen Dingen vorverurteilt werden.
Ehrlich gesagt ich verstecke mich da nicht mehr, ok ich hängs auch nicht an die grosse Glocke und posaune es überall hinaus das ich Erwerbslos bin und wo ich mein Geld her bekomme aber ich mache auch kein riesen Geheimnis daraus. Und bisher wurde ich deswegen auch noch nie angegriffen oder sonstwas.
Wem das nicht gefällt der hat Pech gehabt. Selbst mein Vermieter weiß das und es hat mir dort sogar schon Vorteile eingebracht.
Zur Zeit habe ich eine befristete Arbeit und selbst da ist es bekannt und überhaupt kein Problem.

Wie gesagt was andere, die ich nicht kenne, sich denken ist mir völlig schnuppe. Denken ist nicht wissen.
 

teddybear

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- Schön wäre es: wenn dann neben Frau Merkel auch noch Frau von der Leyen und Herr Rösler um eine Bildungsmaßnahme, im Sozialen Bereich, nachfragen würden.

Berenike
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Nun, dass sehe ich anders! :icon_party:

Frau Angela Merkel ist ja sozusagen der Vorstand dieser im Bundestag rumstrickenden Bedarfsgemeinschaft. Somit sollte es aus steuerlichen Gründen auch ausreichen, wenn nur Frau Merkel als Vorsitzende dieser asozialen Bedarfsgemeinschaft eine Maßnahme zwecks Aneignung von Sozialkompetenzen zur Eingliederung in den 1. Artikel des Grundgesetzes ausübt. Diese sodann erlernten Fähigkeiten könnte sie wiederum an ihre Bedarfsmitglieder, wie Rösler, von der Lügen, Schäuble, Westerwelle und den weiteren Rest, dann auch weiter herantragen.

Es ist dem deutschen Steuerzahler und den Griechen einfach nicht zumutbar, dass die alle aus der Regierung eine derartige Weiterbildungsmaßnahme bewilligt bekommen. Irgendwo muss hier auch der Grundsatz fördern und fordern zum Einsatz kommen.
 
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