Jobcenter Rückforderung 1200€

Anna1989

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Hallo
Ich war ab Oktober 2012 Arbeitslos.
Im Oktober bekam ich volles ALG2 da ich Krank war.Dabei wurde auch vereinbart das die Miete direkt an den Vermieter bezahlt wird da ich Mietschulden aufgrund der langen bearbeitungsdauer hatte.
Als ich wieder Gesund war stellte ich einen ALG1 Antrag(musste mit ALG2 Aufstocken).
Nun als der Berechnet wurde stand dort "dass das Geld bis zur Klärung des Erstattungsanspruches des Jobcenter einbehalten wird"
Anfang November erhielt ich dann ALG1 und Anfang Dezember ALG2.
Also musste ich davon ausgehen das der Erstattungsanspruch mit dem Jobcenter geklärt wurde.

Das gleiche im Januar und Februar.


Ich habe mit dem Geld meine Schulden bezahlt und wollte die Miete dann später bezahlen bzw.nicht die ganze im Monat(Mieter war bis dahin auch immer verständnisvoll wenn ich die Miete später bzw. In Raten nachgezahlt habe).
Als ich dann mit dem Mieter besprechen wollte wie wir das mit der Miete klären(war dann im Januar)hat er mir mitgeteilt das die Miete schon vom Jobcenter überwiesen wurde.
In dem moment war mir dann auch klar das die Arge und das JC geschlampt haben und die sache mit dem Erstattungsanspruch garnicht geklärt haben aber die Arge mir trotzdem Geld überwiesen hat.
Im endeffekt hat mir das Jobcenter 900€ zuviel überwiesen.

Den Sachverhalt habe ich dann dem JC auch so mitgeteilt(per Mail) mit der bitte einer überprüfung.
Ich sollte dann die Kontoauszüge nachreichen was ich auch Fristgerecht gemacht habe.

Nun habe ich erst diesen Anhörungsantrag bekommen und mir wird unter anderem vorgeworfen das ich meinen verpflichtungen nach SGB1 "zumindestens grob fahrlässig nicht rechtzeitig und nicht vollständig nachgekommen bin,§48 1 Satz Nr.2)"
Dieses Anhörungsdings ist ja offensichtlich noch keine Zahlungsaufforderung sondern es soll erstmal geprüft werden ob das alles so stimmt(tuts auch).
Soll ich dort irgendwas ankreuzen,von vornherein reinschreiben das ich Widerspreche oder soll ich Persönlichen Termin vereinbaren??
Klar ich hätte das früher mitbekommen wenn ich bei meinem Mieter angerufen hätte.
Das Klingt alles sehr böse was da drin steht und auch steht dort das beabsichtig wird das beabsichtigt wird "von bis zu 30 v.H. der für Sie maßgebenden Regelleistung monatlich aufzurechnen".
Das wären bald 100€ und ich habe auch noch andere Gläuber die etwa 100€ wollen,da bleibt mir fast garnichts mehr.

Und dann werde ich wohl die letzte Zahlung ALG2 auch zurückzahlen müssen da ich nun wieder eine Arbeit habe und der Lohn in dem Monat noch gezahlt wird an dem ich ALG2 bekommen habe.
Würde es was bringen wenn ich meinem Arbeitgeber versuche klar zu machen das sie mir den ersten Lohn erst nach dem Monat überweisen sollen oder geht das Amt nach Vertragslage(bei mir 15.Banktag)?

Insgesamt könnte das JC 1200€ von mir zurückverlangen und die höhe bestreite ich auch nicht da es berechtigt ist.
Aber kann ich dort eine Ratenzahlung vereinbaren?Würden die 30€ bei der höhe Akzeptieren oder können die soviel verlangen wie sie wollen?
Soll ich bei diesen Anhörungsding 30€ reinschreiben oder weniger,garnichts?
Verdiene in meinem neuen Job auch nur knapp 850€ und wenn ich alle Kosten abziehe die ich zu begleichen habe bleiben mir gerade noch 120€ übrig.
Mehr als 30 wären dann garnicht mehr drin.
Akzeptiert sowas das JC?

Lg
 
E

ExitUser

Gast
Anna, wenn Du wirklich eine Rückzahlung leisten musst, dann erkläre dem SB, was Du an finanziellen Mitteln zur Verfügung hast. 3o,- E erscheinen mir in diesem Fall zu hoch, wovon willst Du denn leben. Lass das JC einen Vorschlag machen und gehe dann auf den geringsten Betrag ein.
 

HajoDF

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Hallo Anna,
eine Rückzahlung/Aufrechnung (<-- click) von maximal 10 % des Regelsatzes ist gesetzlich statthaft. Gegen andere höhere Festsetzung würde ich Widerspruch einlegen, denn Du hast nicht schuldhaft gehandelt. Du hast alle nötigen Angaben gemacht und kannst/musst davon ausgehen, dass das JC die Berechnung richtig vornimmt.
 
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