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Jobcenter muss Durchwahlnummern herausgeben

Minimina

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#1
Urteil: Aktenzeichen: 5 K 981/11

Das Gesetz sieht den umfassenden Zugang zu amtlichen Informationen vor, sofern nicht Sicherheits- und Datenschutzgründe dagegen sprechen. Diese liegen nach Ansicht des Gerichts beim Jobcenter nicht vor. Die Telefonnummern von Behördenmitarbeitern unterlägen nach dem IFG nicht dem persönlichen Datenschutz. Die innere Organisation des Jobcenters allein sei kein Kriterium, um Informationsansprüche zurückzuweisen.
Jobcenter muss Durchwahlnummern herausgeben - Boulevard Baden

LG MM
 

Kaleika

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#3
E

ExitUser

Gast
#4

hartaber4

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#6
obiter dictum:

Bleibt ja immer noch die Frage, welchen großen "Nährwert" (also Beweiswert) Telefonate mit dem JC haben (sollen) ?

Im Zweifel hört der SB eh nur das was er für "sinnvoll erachtet"....
 

Sprotte

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#7
obiter dictum:

Bleibt ja immer noch die Frage, welchen großen "Nährwert" (also Beweiswert) Telefonate mit dem JC haben (sollen) ?

Im Zweifel hört der SB eh nur das was er für "sinnvoll erachtet"....
Egal,hartaber4 .....es geht nur um's Prinzip : Wenn ich eine bestimmte Person sprechen will,dann will ich die sprechen und nicht irgendeine JC-HotLineNullnummer,ergo will ich ,wenn's nur eine Zentralnummer gibt,nur einen Satz hören : Guten Morgen.....ich verbinde.... :cool:
 

hemmi

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#8
Waren das noch Zeiten als man von freundlichen Damen weiterverbunden wurde.:biggrin::biggrin::biggrin:
 
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#11
obiter dictum:

Bleibt ja immer noch die Frage, welchen großen "Nährwert" (also Beweiswert) Telefonate mit dem JC haben (sollen) ?

Im Zweifel hört der SB eh nur das was er für "sinnvoll erachtet"....

Naaajaaaa, mit der "Logik" kann man das ja bei sämtlichen Telefonnummern hinterfragen.

Im Empfangsbereich der JC sind ja noch nicht einmal Namensschilder angebracht um zu sehen, welchen Hansel vom JC man da gerade vor sich hat. Das allein zeigt doch schon, wie bürgerFERN und distanziert die Arbeitsverwaltung ist.
 

rechtspfleger

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#13
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie die Aktenverwaltung beim Jobcenter organisiert ist (oder gibt es da elektronische Akten? - ich muss so doof fragen, da das bei der Justiz noch ein Fremdwort ist). Jedenfalls, wenn der Sachbearbeiter die Akte nicht bei sich im Zimmer oder eben als elektronische Akte auf dem PC hat, ist es relativ sinnfrei, den Sachbearbeiter direkt anzurufen.
 
E

ExitUser

Gast
#14
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie die Aktenverwaltung beim Jobcenter organisiert ist (oder gibt es da elektronische Akten? - ich muss so doof fragen, da das bei der Justiz noch ein Fremdwort ist). Jedenfalls, wenn der Sachbearbeiter die Akte nicht bei sich im Zimmer oder eben als elektronische Akte auf dem PC hat, ist es relativ sinnfrei, den Sachbearbeiter direkt anzurufen.
Es gibt eine elektronische und eine Papierakte.

Allerdings weiß ich nicht, ob die Papierakte u.U. geteilt ist. Bei mir sind das durch die unzähligen Widersprüche und Klagen bereits zwei sehr dicke Ordner. :biggrin:
 

Kleeblatt

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#15
Herausgabe UND Nutzung der Durchwahlnummer sind für die SB doch geradezu ideal.
Sie können hören was ihnen gefällt, erzählen was ihnen gerade paßt, hinterher von nichts wissen, die Betroffenen per Telefon beruhigen oder an der langen Leine laufen lassen .... und sehr VIELE werden diese Telefonnummern wegen der Bequemlichkeit auch nutzen, - bis sie irgendwann merken welchen Schaden sie davon haben.

Zudem, - wer seine eigenen Nummern nicht unterdrückt hat liefert denen die eigene Telefonnummer auch noch frei Haus, - per Displayablesen dort.

Na super !
 

schwanenritter

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#16
Zudem, - wer seine eigenen Nummern nicht unterdrückt hat liefert denen die eigene Telefonnummer auch noch frei Haus, - per Displayablesen dort.
Aber, aber, dazu gibt es doch die Funktion ACR, die man bei der Telekom in Auftrag geben kann und die nichts (in Worten: NICHTS) kostet. Denn das Arbeitsamt ruft ja normalerweise mit unterdrückter Rufnummer an, und die wird dann in der Telekom-Vermittlung sofort abgewiesen. Also, wo ist das Problem?
 

Banquo

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#19
Auch Stiftung Warentest berichtet darüber:

Das Jobcenter Leipzig muss die Telefonliste mit den Durchwahlen der Sachbearbeiter herausgeben. Dazu hat das Verwaltungsgericht Leipzig die Behörde gestern verurteilt. Grundlage ist das Informationsfreiheitsgesetz. Das gilt für alle Bundesbehörden und damit für fast alle Arbeitsagenturen und Jobcenter. test.de erklärt den Hintergrund.
Behörden - Bürger haben Recht auf Durchwahl - Meldung - Stiftung Warentest

Es ist auch wirklich Humbug erster Klasse, wenn im Jahre 2005+ Telefonnummern von Behördenmitarbeitern als Staatsgeheimnis behandelt werden. Aber kein Wunder, ist dieser Schwachfug ja nur Ausfluss anderes Schwachfugs. Denn Mitarbeiter, die vom Bürger mit Anrufen "belästigt" werden, können kaum die Controlling-Vorgaben hinsichtlich ihrer Arbeitsleistung erfüllen. Denn die Frequenz dieser Bürgeranrufe ist nicht planbar.

Aber vielleicht hat das Urteil irgendwann auch gute Folgen für den einzelnen Mitarbeiter.
 
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#20
Auch Stiftung Warentest berichtet darüber:



Behörden - Bürger haben Recht auf Durchwahl - Meldung - Stiftung Warentest

Es ist auch wirklich Humbug erster Klasse, wenn im Jahre 2005+ Telefonnummern von Behördenmitarbeitern als Staatsgeheimnis behandelt werden. Aber kein Wunder, ist dieser Schwachfug ja nur Ausfluss anderes Schwachfugs. Denn Mitarbeiter, die vom Bürger mit Anrufen "belästigt" werden, können kaum die Controlling-Vorgaben hinsichtlich ihrer Arbeitsleistung erfüllen. Denn die Frequenz dieser Bürgeranrufe ist nicht planbar.

Aber vielleicht hat das Urteil irgendwann auch gute Folgen für den einzelnen Mitarbeiter.
Wer überprüft denn die Umsetzung dieses Grundsatzurteils?

Welche Folgen hat die Nichterfüllung?

Ordnungswidrigkeit nach BdsG ?
 

Bambi_69

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#23
Mir liegen zwar auch diverse Durchwahlnummern vor, doch die führen alle schön zu einem Servicecenter. Und dort rückt man die normalen Nummern nicht raus. Man will sogar erst einmal wissen, warum der Kunde anruft - und zwar ganz genau, erst dann will man eine Verbindung herstellen. Weigert man sich nähere Informationen zur Sache abzugeben, dann weisen die Servicemitarbeiter daraufhin, dass sie eine Verbindung mit dem jeweiligen Gesprächspartner nicht machen können und man alles schriftlich erledigen sollte.

Natürlich ist der schriftliche Weg bei Widersprüchen etc. der richtige. Aber hin und wieder benötigt man einfach auch einmal einen Termin mit seinem Sachbearbeiter, um einige Dinge vor Ort abzuklären. Da manche Jobcenter offenbar so überlastet sind, dass man diesen selten am selben Tag bekommt, ist der Kunde gezwungen, die "Behörde" zweimal aufzusuchen. Wer nun denkt, dass er den Termin einfach mal per Telefon vereinbaren kann, hat also nach wie vor ein Problem, denn so einfach geht es offenbar eben nicht.
 

Neinsager

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#24
Hallo!
Eine Frage hätte ich da noch. Inwieweit gilt das Urteil bundesweit? Oder Ist das Urteil Länder-spezifisch? Kann ich von meinem Fallmanager und von der Leistungsabteilung (in Berlin) die Durchwahl verlangen? Was machen, wenn er/sie sich weigert?
 

ZynHH

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#27
Wenn der SB die Nummer nicht freiwillig herausgibt, meinetwegen via Visitenkarte, dann ist es doch sinnlos die Nummer haben zu wollen...:icon_kinn:
 
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