Jobcenter macht Arbeitnehmerin beim Arbeitgeber schlecht!

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Nick

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Im Rahmen einer telefonischen Nachfrage ("Nachschnüffelung") beim Arbeitgeber meiner Frau - hier sollte eine Aussage meiner Frau auf ihre Richtigkeit überpfüft werden - hat das Jobcenter nebenbei auch dem Arbeitgeber telefonisch erklärt, dass das Jobcenter "ständig irgendwelcheProbleme mit meiner Frau hätte", was rechtzeitige Mitteilungen usw. angehen würde.Was überhaupt nicht sitmmt und eine Unverschämtheit ist.Selbst wenn es rechtlich korrekt ist, dass das Jobcenter beim Arbeitgeber telefonisch nachfragt, so finde ich es eine Frechheit, dass das Jobcenter dem Arbeitgeber irgendwelche subjektive Äusserungen über den Arbeitnehmer tätigt, was letztlich nur das Verhältnis zwischen JC und "seinem Kunden" angeht. Welche Auseinandersetzungen das Jobcenter mit "seinem Kunden" hat, geht doch den betreffenden Arbeitgeber nichts an. Oder?

Darf das der Jobcenter überhaupt? Kann man gegen so ein Verhalten vorgehen???
 
S

Steamhammer

Gast
Da bist du nicht die einzigste Person, der das passiert.

Einem bekannten von mir erging es so:

Hatte einen Job gefunden, war aber noch Aufstocker. Ist ein Freund von mir, der mein Kollegeist in der Betreuung, wo ich täglich 1h arbeite. Allerdings in einem anderen Haus.Hatte täglich 3.5h bei 16€ Stundenlohn. Ja, sowas gibts wirklich noch vereinzelt...

Dem sog "Job"center war das aber zu wenig, da kamen dann ständig Vermittlungsversuche in die altbekannte zeitarbeit, Vollzeit als Helfer für knapp 8 Euro, er ist Sozialpädagoge, aber auch schon älter, wie ich.

Er konnte den ganzen Dreck mit Hinweis auf Kündigungsfristen und Tätigkeit abschmettern,irgendwann war es so, dass der Sachbearbeiter direkt bei seiner Chefin anrief und sagte, die Arbeit in der Schule sei nichts für ihn, da er einen verwirrten Eindruck macht bei den Terminen im sog "Job"center.

Das ganze liess sich schnell entkräften, weil die Chefin sehr gut bescheid weiss, was "Job"center bedeuten und nach einer kurzen Unterredeung war alles vom Tisch.

Beschwerden über das Verhalten des "Vermittlers" liefen ins leere. Nun läuft eine zivile Klage gegen das Jobcenterarschlochhh wegen übler Nachrede.

Mal sehen, was da rauskommt.Die Chefin stellt sich gerne als zeugin zur verfügung.
 

Fritz Fleißig

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@Nick

"Weitergabe von Sozialdaten" liegt hier meiner Meinung nach nicht vor, denn der SB hat hier "nur" über seine angeblichen persönlichen Erfahrungen im Umgang mit dem Kunden geplaudert. Aber auch das hätte er eigentlich nicht tun dürfen. Erstens weil er generell Verschwiegenheit bezüglich dienstlicher Dinge zu wahren hat, zweitens weil der Kunde damit gegenüber dem Arbeitgeber als unzuverlässig dargestellt wird.

Nur: das wird der SB höchstwahrscheinlich völlig anders in Erinnerung haben (wollen). Könnte und wollte der Chef den Inhalt dieses Telefonats bezeugen? Ohne einen Zeugen ist weiteres Vorgehen wohl zwecklos.
 

spin

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Stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber über den Hartz-IV-Bezug informiert war.. Wenn nein, war es die gleich unerlaubte Datenweitergabe (über den Bezug von Leistungen), die kürzlich zu einer Geldstrafe von 600 Euro für einen Sachbearbeiter geführt hat.

Klar klar ist es aber Verleumdung. Die glauben, sie seien Götter und könnten sich alles erlauben. Ist typisch für die Deutsche Arbeitsfront.
 

Nick

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@ Fitz Fleißig

Meine Frau hatte in der Firmenzentrale angerufen, um sich eine schriftliche Bestätigung bzgl. der verspäteten Vertragsaushändigung (siehe Thread "Ordnungswidrigkeitsverfahren"), geben zu lassen.

Hier hat meine Frau mit der zuständigen Sekretärin telefoniert, die vom Jobcenter angerufen worden ist. Die Sekretärin kam von sich aus auf den Anruf des Jobcenters zu sprechen und hat meiner Frau den Inhalt des telefonat detailiert geschildert und auch explizit auf die getätigten Vorwürfe des Jobcenters hingewiesen, weil sie das auch etwas merkwürdig fandt, dass das Jobcenter schlecht über meine Frau sprach.
 

Nick

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Stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber über den Hartz-IV-Bezug informiert war.. Wenn nein, war es die gleich unerlaubte Datenweitergabe (über den Bezug von Leistungen), die kürzlich zu einer Geldstrafe von 600 Euro für einen Sachbearbeiter geführt hat.

Klar klar ist es aber Verleumdung. Die glauben, sie seien Götter und könnten sich alles erlauben. Ist typisch für die Deutsche Arbeitsfront.

@spin
Eine explizite Information über den ALG II Bezug gibt es beim Arbeitgeber nicht. Meine Frau hat den Arbeitgeber nie ausdrücklich informiert, dass sie aufstocken muss. Meine Frau fordert nur alle 6 Monate beim Arbeitgeber eine Einkommensbescheinigung an, die meine Frau dann dem Jobcenter vorlegt.

Hast Du nähere Informationen (Link, Urteil, etc.) zu der "unerlaubten Datenweitergabe (über den Bezug von Leistungen), die zu einer Geldstrafe von 600 Euro für einen Sachbearbeiter geführt hat"? Würde mich mal interessieren.
 

JulieOcean

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Die Sekretärin kam von sich aus auf den Anruf des Jobcenters zu sprechen und hat meiner Frau den Inhalt des telefonat detailiert geschildert und auch explizit auf die getätigten Vorwürfe des Jobcenters hingewiesen, weil sie das auch etwas merkwürdig fandt, dass das Jobcenter schlecht über meine Frau sprach.

Wie wäre es mit Folgendem: Deine Frau schreibt ein Gedächtnisprotokoll über das Gespräch mit der Sekretärin und die darin geäußerten Vorwürfe seitens des JC. Im Protokoll stellt deine Frau auch klar, dass die JC-Vorwürfe nicht stimmen.

Das schickt sie dann an den zuständigen Chef und an die Sekretärin "zur Information".

Wenn der Chef/die Sekretärin dem nicht widersprechen, und warum sollten sie das tun, hast du zumindest einen kleinen Beweis an der Hand.
 

Anna B.

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..und mit diesem Beweis schreibst du dann den zuständigen Datenschützer an...

das wird lustig für das JC...

ich würde mir das nicht gefallen lassen....stellt euch mal vor, ein KK-Mitarbeiter informiert euren AG über eure Erkrankungen...den würdet ihr aber mal schneller wegen Datenschutzverstoß anzeigen, als er gucken kann..

und das gleiche sollte man mit JC-Mitarbeitern auch machen....Druck von unserer Seite ist gerechtfertigt...

wo es sich ergibt, mache ich auch Druck....Klage gegen Afa läuft...
 

Nick

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Im vorliegenden Fall hatten wir bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige und Strafantrag wegen der Verletzung von Privatgeheimnissen nach § 203 Abs. 2 StGB und wegen des Verdachts der üblen Nachrede nach § 186 StGB gestellt.

Die Staatsanwaltschaft hat jedoch das Verfahren eingestellt. Skandalös finde ich jedoch, dass die SA lediglich das JC gehört hat. Die Zeugen die wir angegeben hatten, wurden nicht gehört.

Daher hatten wir eine Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht. Aber auch hier wurde das ganz herabgespielt und für beendet erklärt.

Nun werden wir den Fall zumindest an den Bundesdatenschutzbeautragten nach Bonn zu Überprüfung übermitteln.
 

franky0815

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wenn die sa die sache eingestellt hat, würde ich versuchen das irgendwie in die öffentlichkeit zu bringen, zb. einen leserbrief in der regionalzeitung.

auf mir sitzen lassen würde ich da auch nich.
 

Texter50

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@ Nick
Was Du da beschreibst, ist das Ergebnis des Verinnerlichen des Begriffs Betreuung. Die sind da so drin, dass die gar nicht merken, was die so anrichten, wenn die in ihrer ein wenich arg beschränkten geistigen Haltung zum Phone greifen. Einen Kumpel von mir hat es definitiv den Job gekostet.
Ich würde nicht sagen, dass die das so dürfen, da es sich beim Arbeitgeber um einen aussenstehenden Dritten handelt und sich alle Informationen auch über Deine Frau hätten besorgen lassen. Das wäre doch sicher auch ein Ansatz :icon_hug:
Ich hätte die Sekretätin gleich um ein kurzes und aussagekräftiges Gedankenprotokoll gebeten.
 

blinky

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@Spin: Ich verweise hier mal auf

§ 57 SGB II Auskunftspflicht von Arbeitgebern

Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben, die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können; die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf Angaben über das Ende und den Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.
Am Telefon kann ja jeder behaupten er sei vom Jobcenter.
 
P

Public Enemy

Gast
Nur ein schlechter Arbeitgeber wird dem Jobcenter Glauben schenken.
Gute Arbeitgeber wissen über die abartigen Praktiken der JC. bescheid. Das zeigt sich manchmal bei einem Vorstellungsgespräch, nämlich wenn der Arbeitgeber frägt: "Schickt sie das JC oder sind sie aufgrund Eigenbemühung hier.?"
 

Fritz Fleißig

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@nick

Auch wenn man deine Verärgerung sehr gut nachvollziehen kann und das alles eine Unverschämtheit war: die Frage ist hier nicht, wie es war, sondern was du nachweisen kannst.

Dir beziehungsweise deiner Frau liegt diese Äußerung nicht schriftlich vor, sondern du stützt dich allein auf die mündliche Mitteilung einer Firmenmitarbeiterin. Inzwischen ist seit dem Vorfall rund ein Dreivierteljahr vergangen, und das macht das Erinnerungsvermögen nicht unbedingt besser. Das JC wird das alles natürlich völlig anders sehen, es also abstreiten oder sich auf ein bedauerliches Mißverständnis berufen.

Derartige Datenschutzverletzungen sind auch nichts, wofür sich die Staatsanwaltschaft groß interessieren würde.

Der Datenschutzbeauftragte wird nichts zum konkreten Einzelfall unternehmen können (es liegen ja unterschiedliche Darstellungen vor), sondern dir lediglich sagen können, wie die Dinge vom Grundsatz her sind oder sein sollten.

Überlege dir daher gut, ob du noch mehr deiner Lebenszeit in diese Sache investieren willst.
 

Nick

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Esrst mal danke an alle hier!!! :icon_daumen:

@ Texter50
Die Mitarbeiterin der Personalabteilung hat meine Frau am Tag des JC-Anrufs umgehend per Mail über den Vorfall informiert. Die Mail liegt uns auch vor und wurde sowohl der Staatsanwaltschaft, als auch der Generalstaatsanwaltschaft als zusätzlicher Beweis übermittelt.


@blinky
Auskunft einholen ist eine Sache. Aber die Auskunft vom Arbeitgeber einholen, noch bevor die Frist zur eigenen Anhöung abgelaufen ist und man selbst noch die Möglichkeit zur Stellungnahme hatte, ist schon dreist. Zudem dem Arbeitgeber nebenbei darüber informieren, dass man "scheinbar ein unbequemer Kunde" sei, ist eine Frechheit. Denn der Arbeitgeber könnte eventuell Rückschlüsse auf das Verhalten beim Arbeitgeber ziehen.


@ Public Enemy
Die Mitarbeiterin der Personalabteilung hat keine Auskünfte am Telefon gegeben. Da wurde die Kollegiin auch schon drauf hingewiesen.


@ Fritz Fleißig
Die Mitarbeiterin der Personalabteilung hat meine Frau am Tag des JC-Anrufs umgehend per Mail über den Vorfall informiert. Die Mail liegt uns auch vor und wurde sowohl der Staatsanwaltschaft, als auch der Generalstaatsanwaltschaft als zusätzlicher Beweis übermittelt.

Das die Staatsanwaltschaft sich für solche Vergehen nicht interessiert ist nich ganz richtig. Sieh hier: Sozialgeheimnis verletzt: Jobcenter muss zahlen

Der Bundesdatenschutzbeauftragte interessiert sich sehr wohl dafür.
Ich habe mit dem zuständigen SB der Behörde telefoniert und hat mir geraten den Vorfall schriftlich zur Behörde nach Bonn zu schicken. Die fordern nun die Stellungnahme der JC-Mitarbeiterin und die Akte zu dem Vorgang an.
 

franky0815

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Der Bundesdatenschutzbeauftragte interessiert sich sehr wohl dafür.
Ich habe mit dem zuständigen SB der Behörde telefoniert und hat mir geraten den Vorfall schriftlich zur Behörde nach Bonn zu schicken. Die fordern nun die Stellungnahme der JC-Mitarbeiterin und die Akte zu dem Vorgang an.

find ich gut, je öfter man den jc auf die finger schaut und hoffentlich ab und an auch mal drauf kloppt, um so eher werden die sich in zukunft ihre unterirdischen aktionen nochmal überlegen.

unbedingt dran bleiben an dem thema.
 
G

Gerhard Hartz

Gast
find ich gut, je öfter man den jc auf die finger schaut und hoffentlich ab und an auch mal drauf kloppt, um so eher werden die sich in zukunft ihre unterirdischen aktionen nochmal überlegen.

unbedingt dran bleiben an dem thema.


Sehe ich genauso!
Es wird Zeit das dieser überflüssigste aller "Behörden/Ämter" endlich mal Grenzen aufgeszeigt werden.
 
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