Jobcenter lehnt Bankkonto im EU Ausland für Überweisungen außerhalb Deutschlands ab

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Hallo,

Ich habe vor kurzem ALG2 beantragt. Ich habe ein Bankkonto bei der Ferratum Bank (EU IBAN mit Kreditkarte auf Guthabenbasis) Welches komplett kostenlos ist und wie ein normales Konto funktioniert. Ich habe lediglich keine normale Debit Karte sondern eine Kreditkarte.

Als ich beim Jobcenter angerufen habe ob dies als Konto angegeben werden könnte, sagte mir: Nein wir nehmen nur eine Deutsche IBAN auf welches wir Leistungen überweisen.

Also habe ich auf dem ALG2 Antrag angegeben , dass ich zwar ein Konto habe aber dies kein Deutsches Bankkonto ist, und da sie das nicht annehmen mit bitte mein Geld per Scheck überweisen bis ich mir ein neues Konto eröffnet habe.

Da noch unterlagen gefehlt haben, bekam ich natürlich ein Brief "Auffoderung zur Mitwirkung"

Dort steht folgendes:

Weiter benötigte unterlagen / Nachweise:

"Bankverbindung oder Bestätigung eines Geldinstitutes, dass für sie kein Girokonto eröffnet werden kann"

Dann hab ich natürlich dem Jobcenter erneut mitgeteilt was ich bereits oben mitgeteilt hatte. Wurde auch so akzeptiert, Geld bekomme ich erstmal per Scheck.

Nun habe ich aber folgendes hier im Forum gefunden:

Seit dem 09.04.2013 kann dies auch ein Konto im europäischen
Ausland sein, auf das die Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Euro-
päischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festle-
gung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen
für Überweisungen und Lastschriften in Euro anwendbar sind (SEPA
-fähiges Konto im EU-Ausland).


Dabei entstehen dem Empfänger der Leistung keine Kosten

Bedeutet also, dass ich dem Jobcenter, nach dem nun der erste Scheck da ist (Damit es zu keinen Missverständnis kommt) sagen kann, dass ich ja ein Konto wie bereits angegeben habe, und auch meine Leistungen auf dieses überwiesen haben möchte...richtig?

Weiter: Für die Einlösung des Schecks fallen kosten bei der Postbank an, kann ich die Rückwirkend mit der Begründung von oben zurück verlangen ?

Lg
 
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Fragezeichen1234

Elo-User*in
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Du hast doch selbst die Begründung dafür gepostet. Was stand denn noch dazu im Thread, wo du das rauskopiert hast?

Wurde leider nur kopiert, habe es jedoch gefunden:

§ 42 SGB II Auszahlung der Geldleistungen

Geldleistungen nach diesem Buch werden auf das im Antrag angegebene Konto bei einem Geldinstitut überwiesen, für das die Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (ABl. L 94 vom 30.3.2012, S. 22) gilt. Werden sie an den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt der Leistungsberechtigten übermittelt, sind die dadurch veranlassten Kosten abzuziehen. Dies gilt nicht, wenn Leistungsberechtigte nachweisen, dass ihnen die Einrichtung eines Kontos bei einem Geldinstitut ohne eigenes Verschulden nicht möglich ist.

Siehe Anhang
 

Anhänge

  • FH-42--20.03.2014.pdf
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