Jobcenter im Münsterland: Initiative zur Zusammenarbeit gestartet

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TimoNRW

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Jobcenter im Münsterland: Initiative zur Zusammenarbeit gestartet: Kreis Warendorf

Münsterland. Die Jobcenter der Kreise Borken, Coesfeld, Warendorf und Steinfurt sowie der Stadt Münster wollen künftig noch enger im Münsterland zusammenarbeiten, wenn es um die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in Arbeit geht.

Hierzu haben sich die Verwaltungsspitzen der Kommunen - Landrat Konrad Püning (Kreis Coesfeld), Landrat Thomas Kubendorff (Kreis Steinfurt), Landrat Dr. Olaf Gericke (Kreis Warendorf), Landrat Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken) und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe - bei einem Arbeitstreffen im Kreis Steinfurt offiziell verständigt und eine gemeinsame Vereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit unterzeichnet.

Alle fünf Jobcenter gehören zum Kreis der sogenannten Optionskommunen nach dem SGB II, welche die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in Eigenregie - ohne die Bundesagentur für Arbeit - betreiben. Zuletzt waren der Kreis Warendorf sowie die Stadt Münster im Rahmen eines bundesweiten Auswahlverfahrens im Jahr 2012 hierzu erfolgreich zugelassen worden. Damit repräsentieren heute fünf unmittelbar aneinandergrenzende Kommunen eine Optionsregion, die bundesweit einmalig ist.

Zur guten nachbarschaftlichen Beziehung kommt hinzu, dass auch der lokale Wirtschafts- und Arbeitsmarkt für eine prosperierende Region Münsterland steht.

Angesichts dieser guten Ausgangsbedingungen verfolgen die Jobcenter im Münsterland das Ziel, ihre Arbeit künftig noch besser als bisher abzustimmen und zu koordinieren. Insbesondere sollen Aufgaben verstärkt dort gemeinsam wahrgenommen werden, wo sie einen Mehrwert für die Leistungsberechtigten sowie die Jobcenter versprechen. Hierzu gehören beispielsweise gemeinsame Aktivitäten zur Arbeitsvermittlung und zur Stärkung der Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Bündelung von Ressourcen bei gemeinsamen Verwaltungsaufgaben.

Die eigentliche Arbeit der Initiative soll nun starten. Ein zentraler Aufgabenschwerpunkt wird in der Schaffung einer gemeinsamen Jobbörse liegen, um Kräfte und Potenziale bei der Arbeitsvermittlung stärker zu bündeln. Im nächsten Jahr sollen dann erste Ergebnisse hierzu vorliegen.

In die Kooperation wird schließlich auch Expertise Dritter einfließen: Beteiligt werden die Regionalagentur Münsterland mit ihrem unmittelbaren Bezug zum Arbeitsministerium in NRW sowie das auf Verwaltungsberatung spezialisierte und bundesweit tätige Beratungsunternehmen con_sens aus Hamburg.
 

ela1953

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Und an diese Kreise grenzt die schon immer städtische Optionskommune Hamm - eine Anstalt öffentlichen Rechts
 

TimoNRW

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News:

Das Münsterland stellt sich auf - zum Nutzen der gesamten Region


Die Eckpunkte der münsterlandweiten Zusammenarbeit der Jobcenter schilderten (v.l.n.r.): Jürgen Kockmann, Stephan-Matthias Hoffmann, Julia Roesler, Ralf Bierstedt, Susanne Lökes, Norbert Nießing, Petra Schreier und Martin Hanewinkel.
- Interkommunale Zusammenarbeit der Jobcenter im Münsterland trägt erste Früchte -

Auf Initiative der Landräte des Münsterlandes, des Oberbürgermeisters der Stadt Münster und der Sozialdezernenten trafen sich die Leitungen aller fünf Jobcenter der Region. Ziel des Arbeitskreises "Interkommunale Zusammenarbeit der Jobcenter im Münsterland", der vor einem halben Jahr ins Leben gerufen wurde, ist es, Synergien zu bündeln, gemeinsame Qualitätsstandards zu entwickeln und Projekte über Kreisgrenzen hinweg zu realisieren. Seit dem Start Mitte 2013 ist viel erreicht worden.

Unter der Beteiligung von Julia Roesler, Leiterin der Regionalagentur Münsterland (Münsterland e.V.) entstanden erste Arbeitspakete, die die Jobcenter gemeinsam angehen möchten. Zukunftslenkende Ergebnisse versprechen sich die Leitungen der Jobcenter von einer Studie im Bereich Mini-Jobs, deren Quote im Münsterland deutlich über dem NRW-Schnitt liegt. Die Studie soll empirisch abgesicherte Antworten auf Fragen hinsichtlich der Rahmenbedingungen und Hintergründe von Mini-Jobs in der Region Münsterland geben. "Viele unserer Leistungsberechtigten, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, gehen häufig als sogenannte "Minijobber" einer Erwerbstätigkeit nach", erläutert Jürgen Kockmann vom Jobcenter Steinfurt. Seine Kollegin Petra Schreier vom Nachbarkreis Warendorf führt weiter an, "dass sich für diesen Personenkreis die Frage stellt, ob und unter welchen Bedingungen hier Potenzial für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung besteht. Dazu soll die Studie ergebnisoffene Antworten liefern." Eine spannende kommunale Frage im Hinblick auf strategische und fiskalische Gesichtspunkte. Finanziert werden wird die münsterlandweite Studie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

"Eine weitere Arbeitsgruppe haben wir zum Thema Gesundheit bei Langzeitarbeitslosen eingerichtet", sagt Ralf Bierstedt "ebenso sollen gemeinsame Qualitätsstandards insbesondere im Bereich der Maßnahmequalität festgelegt werden" so der Leiter des Jobcenters Münster weiter." "Auch die gegenseitige Teilnahme an Qualifizierungen für die Beschäftigten der Jobcenter soll verstärkt werden " so Stephan-Matthias Hoffmann vom Jobcenter Coesfeld.

"In der Arbeit des Arbeitskreises wird deutlich, dass die Arbeitsmarktregion Münsterland mehr als die Summe ihrer Teile ist. Durch die Expertise aller Teilnehmer, können wir in einem ähnlich gelagerten Arbeitsmarkt Synergien bündeln und Wege beschreiten, wozu die Ressourcen eines einzelnen Jobcenters eventuell nicht ausgereicht hätten. Ein Novum innerhalb der Jobcenterlandschaft im Interesse unsere Kunden im Münsterland" resümiert Norbert Nießing vom Kreis Borken.

Das Münsterland ist in punkto Arbeitsmarkt vergleichsweise gut aufgestellt. Eine insgesamt niedrige Arbeitslosenquote und eine gut aufgestellte mittelständische Wirtschaft erfreuen auch die Jobcenter. Im Münsterland besitzen seit Januar 2012 alle Landkreise und die kreisfreie Stadt Münster die alleinige Trägerschaft nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Als sogenannte Optionskommunen setzten sie dabei auf mehr Flexibilität, um auf die Gegebenheiten und Spezifika des örtlichen Arbeitsmarktes zu reagieren.

Interkommunale Zusammenarbeit der Jobcenter im Münsterland trägt erste Früchte: Kreis Warendorf
 
E

ExitUser

Gast
Hemmnisse dabei sind die völlig anderen organisatorischen Strukturen in diesen Optionskommunen. Das angekündigte Arbeitgeberportal(e) wurde hier bisher nicht umgesetzt.

Der Rest ist nur :icon_laber:

Im Grunde geht es wiederum um EINSPARUNGEN!
 
E

ExitUser

Gast
Der ganze Artikel ist für mich ein Beweis, dass die genannten optierenden Kommunen bisher eben nicht erfolgreich arbeiten konnten, weil sie dem Aufgaben Spektrum so nicht gewachsen waren.

Dies kann man sehr gut zwischen den Zeilen entnehmen. Zu teuer, zu wenig effizient!

Nun wird "gebündelt" ich würde sagen outgesourced! :icon_mrgreen:

Summa summarum weitere Einschnitte (nicht hinzunehmende) sind beschlossen worden.
 
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