Jobcenter hat Mahnungen an Kinder verschickt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.203
Bewertungen
3.451
Lübeck - Grüne kritisieren die Hartz-IV-Behörde. Diese spricht von Einzelfällen und einer technischen Panne. Das Bundessozialgericht hat Haftungsausschluss für Kinder verfügt.

Schwere Vorwürfe erhebt der Sozialpolitiker der Grünen, Rolf Klinkel, gegen das Jobcenter Lübeck. Die Hartz-IV-Behörde würde Schulden bei Kindern eintreiben, erklärt Klinkel und benennt zwei konkrete Fälle. Der achtjährige Julian sei in dem Mahnschreiben aufgefordert worden, innerhalb einer Woche 2163 Euro an das Jobcenter zu zahlen. Am 1. November habe die Behörde 75 Euro von der Unterstützungsleistung des Schülers einbehalten. Die Kürzungen sollten ein halbes Jahr anhalten. „Mit einem solchen Schreiben jagt die Behörde einem achtjährigen Jungen und dessen Mutter Angst und Schrecken ein“, sagt Klinkel, der Hartz-IV-Empfänger berät. Mittlerweile habe das Jobcenter die Forderung ausgesetzt.

Die Behörde habe auch ein zehnjähriges Mädchen mit monatlich zehn Euro zur Kasse gebeten. Das sei bei einem Vergleich vor Gericht durchgesetzt worden. Klinkel: „Für die Zustimmung wurde die Mutter erheblich unter Druck gesetzt.“ Der Politiker: „Für mich ist es unverständlich, dass das Jobcenter Schulden bei Kindern eintreibt, das ist verboten.“ Nach Klinkels Einschätzung sind die Fälle nur die Spitze eines Eisberges.
Jobcenter hat Mahnungen an Kinder verschickt
 
G

gast_

Gast
Rundbrief der gegen-Harz Redaktion November:

2. Hartz IV-Behörde treibt Schulden bei Kindern ein
Immer öfter verschicken Jobcenter Mahnschreiben und Schuldenbriefe an Kinder in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften. Aus diesem Grund hat sich der Sozialausschuss der Stadt Lübeck mit zwei Anträgen der Grünen befasst. Diese fordern eine Abschaffung von „Mahnschreiben an Kinder, in denen Zwangsmaßnahmen angekündigt werden“. Denn die Behörden handeln dabei höchst rechtswidrig...
Weiterlesen: Hartz IV-Behörde treibt Schulden bei Kindern ein
 

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.203
Bewertungen
3.451
Rundbrief der gegen-Harz Redaktion November:
Hier ist ursprüngliche Quelle:

05.11.2012
Schutz von Kindern vor Behördenwillkür


Am Dienstag beschäftigt sich der Sozialausschuss mit zwei Anträgen der GRÜNEN, die Kinder vor Schuldeneintreibungen und Tilgungen durch das Lübecker Jobcenter schützen sollen.

Aber auch Mahnschreiben an Kinder, in denen Zwangsmaßnahmen angekündigt werden, wollen die GRÜNEN abschaffen. Mit einem solchen Schreiben jagte die Arbeitsbehörde einem achtjährigen Jungen und dessen Mutter Angst und Schrecken ein. Darin wurde der kleine Julian von der ARGE aufgefordert, innerhalb einer Woche 2.163 Euro an das Lübecker Jobcenter zu zahlen. Am 1. November kassierte das Arbeitsamt für Schuldentilgungen dann tatsächlich 75 Euro von den mageren Hartz IV Leistungen des Schülers. Die Sozialbehörde bestimmte sogar, dass diese Kürzungen ein halbes Jahr lang dauern sollen. Während dieser Zeit wird der Achtjährige gezwungen mit 176 Euro im Monat ein menschenunwürdiges erbärmliches Leben zu fristen.
Grüner Kreisverband Lübeck:*Home
 
Oben Unten