Jobcenter Hagen fährt Arbeitlose mit Bus zur Bewerbung (1 Betrachter)

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Hartzeola

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Hagen. Das Hagener Jobcenter setzt eine interessante Idee in die Tat um. Langzeitarbeitslose sollen an einem Tag mit vier Bussen auf Bewerbungsfahrt durchs Stadtgebiet gehen und im Speeddating-Verfahren Bewerbungsgespräche mit Firmenchefs führen. Eine wichtige Hürde fällt dabei weg.

Es ist eine absolut originelle Idee, die sicherlich auch in anderen Städten Nachahmung finden dürfte. Am 3. September bringt das Hagener Jobcenter rund 100 langzeitarbeitslose Eltern mit dem Bus zu Unternehmen mit vakanten Stellen. Vor Ort heißt es dann: aussteigen, Firma besichtigen, Bewerbungsgespräch führen und weiterfahren. Acht Stunden lang per Bus auf Jobsuche in Hagen. Keine Lebensläufe, keine Vorgeschichten. Dafür die Chance, durch einen guten Auftritt vor Ort vielleicht wieder eine Arbeitsstelle zu bekommen.

Jobcenter Hagen fährt Arbeitlose mit Bus zur Bewerbung | WAZ.de
Man kann nur raten, was man für eine Art der "Einladung" zur solchen Fahrt erhält...

Mit "Unternehmen mit vakanten Stellen" wird vermutlich eine ZAF gemeint...
 

Texter50

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@ Harzeola: Du hast das vorgeschaltete PAV-Gesindel vergessen. Nach dem Motto: Leistung (Knete abzocken) muss sich wieder lohnen.

Geplante 80 bis 100 Bewerber in vier Bussen sind dann was... :biggrin:
"Durch die überschaubare Zahl der Teilnehmer wollen wir den Bewerbern auch vermitteln: Ihr seid etwas Besonderes..."
Da kann man ja nur froh sein, es nicht bis zur Elternschaft gebracht zu haben. :icon_mrgreen:
Wenn ich mir dann überlege, was das insgesamt kostet und was dabei rauskommt, dann kann mir nur übel werden. :icon_kotz:
 

TimoNRW

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Doppelt wichtig ist der Bus-Aktionstag nicht zuletzt, weil er ganz bewusst den Fokus auf die Zielgruppe „Eltern“ richtet. Eine Arbeitsstelle für einen arbeitslosen Elternteil bedeutet nämlich auch, dass deren Kinder andere Werte vorgelebt bekommen. Und dass bislang unbefriedigende Muster nicht weitergegeben werden. Arbeit für die Eltern bedeutet, dass dieser negative Kreislauf durchbrochen wird"
Einmal abkotzen bitte
 

0zymandias

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Wir wollen damit auch vermitteln: Ihr seid etwas so Besonderes, dass wir Euch über den normalen Bewerbungsweg nicht quitt werden, sondern Euch dutzendweise auf den Grabbeltisch werfen müssen und als Schafsherde vorführen müssen.

Vor dem Einsteigen sollte man sich vergewissern, dass die Auspuffrohre tatsächlich ins Freie münden und der Bus nicht mit Abdeckfolie ausgelegt ist.
 
E

ExitUser0090

Gast
^ böse :biggrin:

500 AG kontaktiert? Wie viele werden denn angefahren?

Die Chance, viele Bewerber in kurzer Zeit kennenzulernen. Aber auch die Bildung eines Bewerberpools, für den Fall, dass man sich nicht für einen der Bewerber entscheidet, schaffe eine neue und für den Arbeitgeber gute Perspektive.
Ob das wohl mehrheitlich*hust*Sklavenhändler*hust* sind?
 

Paolo_Pinkel

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Wir wollen damit auch vermitteln: Ihr seid etwas so Besonderes, dass wir Euch über den normalen Bewerbungsweg nicht quitt werden, sondern Euch dutzendweise auf den Grabbeltisch werfen müssen und als Schafsherde vorführen müssen.

Vor dem Einsteigen sollte man sich vergewissern, dass die Auspuffrohre tatsächlich ins Freie münden und der Bus nicht mit Abdeckfolie ausgelegt ist.
Zuzutrauen wäre denen ALLES. Auch DAS!!! Wer weiß, vielleicht kommt das in Zukunft noch, wenn die Diskrepantz zwischen Arbeitsuchenden und tatsächlichen Stellen immer absurder wird und dies auch nicht mehr mit Mrd.€-Pseudo-Weiterbikldungs-Statistik-Hütchenspielen verstecken lässt.
 

edelweiß

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Man kann nur raten, was man für eine Art der "Einladung" zur solchen Fahrt erhält...
im Zweifel...mit RFB und Sanktionsandrohung ?
früher in vergitterten Einachs-Stier-Karren...heute im Schrottreifbus zum Pauschalpreis.
Am Ende der Verwertungkette wartet der Sklaventreiber,die Peitsche und die Ketten liefert der Staat.
es lebe das GG !
 

0zymandias

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Und alles nächstes kommen Züge in den Osten, wo auch die letzten Ärzte und Ingenieure abgehauen sind, und es werden Very-Low-Speeddatings mit Rübenbauern abgehalten.

Dafür wird man 89 Monate Zeit haben und währenddessen von Motivationscoaches betreut, deren Lieblingslied 7,62x51 lautet.
 

Hartzeola

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@ Harzeola: Du hast das vorgeschaltete PAV-Gesindel vergessen. Nach dem Motto: Leistung (Knete abzocken) muss sich wieder lohnen.

Geplante 80 bis 100 Bewerber in vier Bussen sind dann was... :biggrin:
Mit PAV bin ich nicht sicher.

Die Vermittler des JC werden aber vermutlich im Bus sitzen. Bei einer schlechten Vermittlungsquote bleiben sie im Bus weiterhin sitzen, wechseln allerdings ihren Status...:biggrin:
 

PeterMM

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ist das jetzt die SchiffsAktion 2.0? Aus dem Bus
kann ja auch keiner fliehen ;-)
 

Texter50

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Mit PAV bin ich nicht sicher.

Die Vermittler des JC werden aber vermutlich im Bus sitzen. Bei einer schlechten Vermittlungsquote bleiben sie im Bus weiterhin sitzen, wechseln allerdings ihren Status...:biggrin:
:danke: dann stehen deren Aussichten ja nicht allzu schlecht.

Hagen und Umgebung ist nicht gerade Boomtown, denk ich mal... :icon_mrgreen:
 

gelibeh

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Man kann nur raten, was man für eine Art der "Einladung" zur solchen Fahrt erhält...
Sehr fraglich, ob man die rechtssicher gestalten kann. Ich bezweifele das, denn der §59 SGBII/309 SGBIII gibt das nicht her und einen konkreten VV gibt es auch nicht.
 

nik72

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Bewerbungsgespräche im Speeddating-Format führen. Also: ein zügiges Zusammenkommen, ein schneller Kontakt, bei dem erstmal keine Lebensläufe, Empfehlungen oder Vorgeschichten zählen, sondern der Mensch im Vordergrund steht. Wer sich gut verkauft, hinterlässt dort Eindruck. So einfach kann das sein. Der Rest der Gruppe besichtigt das Unternehmen, kommt ins Gespräch mit Mitarbeitern der jeweiligen Branche, knüpft Kontakte und erhält vielleicht noch wertvolle Tipps für den weiteren Werdegang.
Und diese Mitarbeiter werden dann dafür wirklich freigestellt?
 

Hartzeola

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Vorher nicht ?
Das nennt man dann Freiheitsentzug.
Es war eher ein Vergleich mit einem Bewerberschiff aus einem früheren Thread. Vom Schiff kann man unterwegs schlecht aussteigen...

Ein Ausstieg aus dem Bus (oder ein nicht-Einstieg) wird vermutlich sanktioniert oder zumindest ein Versuch unternommen. Sonst kann kaum vorstellen, dass alle freiwillig dort sitzen.
 

EyeODragon

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Der Grundgedanke dahinter ist sicher nicht verkehrt, aber die Ausführung macht es wahrscheinlich wieder kaputt.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es sich bei den Firmen um die üblichen Arbeitgeber handelt, denn dann würden die ALG II Empfänger bestätigt werden, sowie die SB's bekommen es mal hautnah mit, das es einfach keine Jobs gibt...

Daher vermute ich auch ZAF dahinter...
 

0zymandias

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Mit ein wenig Glück ist auch die eine oder andere Diakonie dabei.

Oder Sozialkaufhäuser, etc. ...
 

XxMikexX

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Der Grundgedanke dahinter ist sicher nicht verkehrt
Welchen Grundgedanken gibt es denn?

Man karrt Leute einfach irgendwo hin, irgendwas wird schon passieren.

Warum nur Eltern von Kindern, haben die jetzt einen Sonderstatus?


Ohne Qualifizierung sitzt man genau so dumm da, als wenn man sich selber bewirbt. Es kommt zu Gesprächen, aber was will man anbieten?

Reiner Aktionismus ohne Plan.
 
E

ExitUser0090

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Wird billiger sein als ebenso zweifelhafte Jobmessen/Jobbörsen zu veranstalten.
 

Texter50

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Wird billiger sein als ebenso zweifelhafte Jobmessen/Jobbörsen zu veranstalten.
Auf den ersten Blick stimmt das sicher. Und der befreundete Busunternehmer freut sich gleich wie Bolle. :biggrin:
Allerdings wissen wir doch alle, so was wird dann in anderen Städten nachgeäfft, egal obs was bringt oder eben nicht. :icon_motz:
In einigen abgelegenen Regionen werden se dann wohl Reisebusse chartern, so mit Übernachtung oder so. :icon_knutsch:
 
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