Jobcenter gibt nach nachfragen über Darlehn auskunft so was gäbe es nicht mehr (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

StefanNRW

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Hallo

Ich bräuchte mal euren Rat und Hilfe.
Und zwar bin ich seit kurzen Arbeitslos und beziehe arbeitslosengeld, habe heute meine Antrag auf ALG II endlich mal abgeben können zur aufstockung.
Wollte dort auch gleichzeitig einen Antrag auf ein Darlehn stellen wegen Mietschulden. Scheiben vom vermieter mit einer Abmahnung und einer Frist mit Drohung der Kündigung hab ich auch dabei gehabt.
Mir wurde als Auskunft gegeben das dass Jobcenter keine Darlehns mehr gäbe bei Mietschulden "Sie wären doch keine Bank" solle doch mit dem vermieter eine Ratenzahlung aus machen.
Stimmt diese aussage ? Wenn nein wie soll ich weiter verfahren ?

Danke für die Hilfe

STefan
 

StefanNRW

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Ich hatte ihr ja gesagt das ich es anders kenne das man ein Darlehn bei solchen Sachen beantragen kann. Sie nur ja früher mal.

Auf was genau kann ich mich da Berufen, muss ich da extra wieder nen Termin machen für denn Antrag oder kriege ich denn auch im Info Bereich ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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§ 22 sgb ii
(8) sofern arbeitslosengeld ii für den bedarf für unterkunft und heizung erbracht wird, können auch schulden übernommen werden, soweit dies zur sicherung der unterkunft oder zur behebung einer vergleichbaren notlage gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst wohnungslosigkeit einzutreten droht. Vermögen nach § 12 absatz 2 satz 1 nummer 1 ist vorrangig einzusetzen. Geldleistungen sollen als darlehen erbracht werden.
 

StefanNRW

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Also wollte mich die Sachbearbeiterin nur abwimeln und so zu sagen Geld sparen ?!

Denn Antrag dafür wo kriege ich denn her ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Da gibt es keine Vordrucke, musst du selbst formulieren.
 

HaEsBe

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Hallo Stefan,

in manchen Kommunen ist es ja auch so geregelt, dass die Kommune als Dienstleister anstelle des Jobcenters über die Vergabe solcher Darlehen entscheidet. Jedoch hätte dich die Sachbearbeiterin dann darauf hinweisen sollen. Ansonsten siehe #4 von dagobert.

Den Antrag kannst du formlos formulieren. Allerdings solltest du vorher klären, ob dies wirklich der letzte Ausweg ist, denn einerseits ist es nie schön beim Jobcenter in der Kreide zu stehen und andererseits wird sich das Jobcenter quer stellen, wenn andere Möglichkeiten der Mietschuldbegleichung nicht ausreichend ausgelotet wurden.

So wäre eine Ratenvereinbarung mit dem Vermieter mit einer zumutbaren Ratenhöhe - so er sich denn darauf einlässt - meines Erachtens durchaus vorrangig. Auch solltest du beachten, dass es bei Darlehen kein Schonvermögen mehr gibt. Angespartes Vermögen wäre vorrangig einzusetzen.

Lege deinem Antrag auf das Darlehen nach §22 Absatz 8 SGB II also am besten eine schriftliche Ablehnung der Ratenvereinbarung deines Vermieters bei und versichere, dass du kein Vermögen hast, dass du zur Begleichung der Schuld einsetzen kannst.
 

StefanNRW

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So ich hab dann endlich mal ne Antwort bekommen vom Amt. Amt lehnt Darlehn ab, da die Wohnung zu teuer wäre die ich habe. Liege 86€ drüber und es sei zu erwarten dass erneut Mitrückstände endstehen würde. Auf der anderen Seite habe Sie aber beim Bescheidt die kosten für die Wohnung übernommen. Kriege 490€ Arbeitlosengeld und 399€ aufstockend noch dazu. Hat wer ne idee wie ich weiter vorgehen soll bzw. kann ?
 

StefanNRW

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Die wohnung selber kostet 465€ warm wobei du 50 € Heizung abziehen muss die ist mit drin schon. 325 € kostet sie kalt.

Ach ja wohne in Eschweiler gehört zu Aachen

Ja meine Komunne steht dabei und auch bei Schlüsselkonzept steht was.
 

HaEsBe

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Der Mietrichtwert laut Thome beträgt für eine Person (?) in Eschweiler 329,00 Euro Bruttokaltmiete. Da würdest du mit 415 Euro Bruttokaltmiete (Warmiete minus Heizung) 86,00 Euro drüber liegen. Zugegeben nicht wenig. Das Darlehen müsste lt. Gesetzeslage übernommen werden, wenn es "notwendig" und "gerechtfertigt" ist - das lässt sich natürlich dehnen wie Gummi :-\

Bei einem Widerspruch könntest du vortragen, dass dir Wohnungslosigkeit droht und das Darlehen insofern notwendig ist. Angesichts der kurzfristig drohenden Wohnungslosigkeit scheint es auch nicht billig das Darlehen mit dem Argument der Unangemessenheit der Wohnung abzuweisen.

Das Darlehen ist aber außerdem gerechtfertigt, da die Differenz zwischen angemessener Miete und tatsächlicher Miete nicht so hoch ist, dass sich ein Umzug durch eine billigere Wohnung in einer angemessenen Zeitspanne, z.B. einem Jahr, refinanzieren ließe.

-> Damit dass das Jobcenter die Miete komplett übernommen hat, hat das alles aber nichts zu tun. Das müssen Sie nach §22 Absatz 1 SGB II für mindestens 6 Monate tun - egal wie hoch die Miete ist.
 

StefanNRW

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Ich hab im Antrag auch rein geschrieben das die Wohnungslosigkeit droht.

Das ich mir eine neue Wohnung suchen muss haben die mir ja schon geschrieben und das ich dieses in 6 Monaten machen muss auch. Ich hab morgen vor mir nen Beratungschein beim Amtgericht zu holen und dann zum Anwalt zu gehn . Eher gut oder zu früh ?
 
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