Jobcenter fordert nach 2,5 Jahren bewilligte Leistungen zurück.

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Cinderella1

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Hallo, ich würde gern mal euren Rat, Meinung oder Tipps erhalten.
Sachlage ist folgende.
Ich habe 2,5 Jahre ALGII erhalten, da meine Miete zu teuer war unterstützte mich mein Vater in dieser Zeit mit einem monatlichen Darlehen, ich sollte damals beim Jobcenter ein Schreiben vorlegen, was dieses Darlehen zwischen mir und meinem Vater bestätigte das Zahlungen 150,-Euro nach Beendigung der Arbeitslosigkeit von mir an meinen Vater zurückzuzahlen sind.
Das haben wir gemacht, von uns beiden unterschrieben und dort auch persönlich vorgelegt. Daraufhin wurde alles bewilligt und als ok vom Jobcenter genehmigt.
Jetzt, 2,5 Jahre nach der Genehmigung, wollte das Jobcenter auf einmal einen Darlehensvertrag sehen, zum Glück hatten wir damals einen abgeschlossen. Also legten wir diesen Darlehensvertrag vor.
Nun wird dieser der damals ja auch gar nicht verlangt wurde, plötzlich angefochten weil er angeblich einem Fremdvergleich nicht statthält und mir soll das erhaltene geborgte Geld von meinem Vater als Einkommen angerechnet werden und somit soll ich jetzt für die gesamten 2,5 Jahre, dieses Einkommen von 150,- Euro an das Jobcenter zurückzahlen.
Also fast 4000,- Euro, weil damit eine Überzahlung stattgefunden hat, was mir, so das Jobcenter, ja eigentlich damals schon hätte klar sein müssen.
Jetzt meine Fragen, wieso hätte mir das denn klar sein müssen, wenn es damals so vom Jobcenter genehmigt wurde?
Darf das Jobcenter überhaupt einmal genehmigte und ausgezahlte Leistungen wieder zurückverlangen, wenn man keine falschen Tatsachen angegeben hat und der Sachverhalt sich nicht in dieser Zeit geändert hat?
Selbst wenn die damit durchkommen sollten, plötzlich nach 2,5 Jahren an der Glaubhaftigkeit eines Darlehens
zu zweifeln, so hätten Sie es doch dann schon zum damaligen Zeitpunkt tun müssen, also liegt doch hier wohl ein Bearbeitungsfehler beim Jobcenter vor, oder sehe ich das falsch?
Ich war mir schliesslich keiner Schuld bewusst und habe gedacht das geht so alles in Ordnung.
 

arbeitslos in holland

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das ist eine miese nummer vom JC.

ich denke nicht, dass das JC damit durchkommen wird. tatsache ist, dass das JC den damaligen vertrag akzeptierte, auch wenn er mängel hatte.
bei dem verhalten, würde ich dem JC auch unterstellen, dass das JC dich gewollt über den tisch ziehen will. ich denke nicht, dass da ein SG urteilen wird, dass du zurückzahlen musst. das JC hätte nachbesserungen verlangen können. damals akzeptieren und heute mokieren, ist für das JC nicht
:wink:
 

hans wurst

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Aus meiner Sicht ist die Rückforderung rechtswidrig, da es sich um eine zweckbestimmte Zuwendung handelt, hier die Deckung der unangemessenen KDU. Das Geld stand dir somit nicht, zur Bestreitung des Lebensunterhalt zur Verfügung.

2. Hat das JC 1 Jahr, nach der Kenntnisnahme von Tatsachen, für die Rückforderung Zeit. Du musst jedoch nachweisen können, dass das JC davon wußte.

Und dann ist noch zu berücksichtigen, das Widerspruch und Klage gegen Rückforderungsbescheide aufschiebende Wirkung entfalten, das heißt, das JC darf solange nicht zurückfordern, aufrechnen oder zwangsvollstrecken.
 

Cinderella1

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Erst mal danke für die Antworten, ja, ich habe dazu etwas schriftliches bekommen, erst mal folgt die Anhörung, welche ich gerne persönlich beim Job Center machen würde, da ich dazu auch einige Fragen habe…ein Termin wurde mir aber verweigert, Morgen werde ich dort noch einmal erscheinen und versuchen einen Termin beim Vorgesetzten zu machen, die können doch nicht einfach einen Termin um den ich bitte verweigern.
 
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