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jobcenter fordert miete zuück

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hurti

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Hallo zusammen ,
ich habe das Prolem , daß das Jobcenter von mir 1100 Euro zurück haben will .
Und zwar habe ich in meiner alten Wohnung einige Monate lang die Miete nicht gezahlt und aufgrund eines 5 Jahre alten Räumungsbeschlusses hat mich der Vermieter dann ( verständlicher Weise ) rausgeschmissen .
Nun sagt das Jobcenter , sie wollen das für die Wohnung gezahlte Geld ( Miete und Nebenkosten zurück haben .
Wenn ich das Geld zurückzahle ( 30% Einbehaltung des Regelsatzes ) und eines Tages mein ehemaliger Vermieter kommt um die ausstehende Miete einzufordern , was dann ?
Das Jobcenter sagt , daß ich es unterlassen habe , die Miete zu zahlen und damit keinen Anspruch auf Mietzahlungen seitens des Jobcenters hatte . Obwohl die Mietschulden nicht von der Hand zu weisen sind beharrt das Jobcenter auf Zurückzahlung .
Hat einer Ahnung und wenn ja : was kann ich tun um eine Rückzahlung zu vermeiden ?
Besten Dank im Voraus
 

Arania

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Ist das so, das das Amt Dir Geld für die Miete überwiesen hat, Du die aber nicht bezahlt hast sondern das Geld anderweitig verbraucht hast?
 

Arania

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Dann würde ich jetzt versuchen eine Ratenzahlung zur Rückzahlung zu vereinbaren, was Deinen ehemaligen Vermieter betrifft müsste er sich einen vollstreckbaren Ttel besorgen, der aber wahrscheinlich , da bei Dir nichts zu holen ist, erstmal nicht greifen dürfte
 

hurti

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Heißt das , daß ich dem Jobcenter die Miete und auch dem Vermieter die Miete zahlen muß ?
 
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Im Prinzip:Ja

Das Amt übernimmt die tatsächlichen Mietkosten. In den Monaten in denen Du Deinem Vermieter nichts überwiesen hast, ist die tatsächliche Höhe 0.
Also hast Du eine Überzahlung/ungerechtfertigte Bereicherung herbeigeführt.
Solange Du im ALG II/ GruSi-bezug stehst, darf der Ex-Vermieter warten. Es droht Dir also kein direkter Nachteil, der aus Steuermitteln abgewendet werden müsste, damit Du "angemessen" weiterüberleben kannst.
Um dem EX zu entgehen, must Du nur warten bis den Titel seine Rechtskraft verliert. Ab Rechtskraft sind das maximal 30 Jahre. Solange muss man immer mit Inkassoversuchen rechnen.

Mietschulden werden nur zur Erhaltung des aktuellen Wohnraumes übernommen.

Eine Verrechnung in der vorgeschlagenen Höhe kann man aber nicht zustimmen. Mehr als 10% geht wohl auch hier nicht.

Noch ein paar Fragen:
Darf die ARGE denn überhaupt Forderungen aus Zeiten vor der eigenen Existenz aufstellen? ist sie Rechtsnachfolger? Bevollmächtigt?
Ist der Anspruch nicht vielleicht verjährt/verfallen?
Unwissenheit kann die ARGE nicht verschützen. Die Sozialämter wurden über Räumungsklagen automatisch informiert.

Noch was. War der Räumungstitel überhaupt noch gültig? 5 Jahre ist weit über dem MHD. Da könnten schon mal die Kosten des Titels beim Ex-Vermieter bleiben.

Ohne präzise Daten bleibt nur das Stochern im Nebel. Lass Dich mal von einem Rechtskundigen beraten. Könnte sich auf Deinen zukünftigen Brotbelag auswirken.
 

Arania

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Ich würde auch den Gang zum Anwalt empfehlen, es könnte nämlich auch Leistungserschleichung auf dem Programm stehen, wenn man KDU beantragt, sie aber nicht braucht, da nicht bezahlt, und da der Ärger mit dem Vermieter auch nicht ausgestanden ist, sollte da umfangreiche Rechtsberatung stattfinden
 

Silvia V

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Von Leistungserschleichung würde ich mal in diesem Fall nicht reden,denn
hurti hat sich wohl nicht vorgenommen.......na jetzt beantrage ich mal ganz schnell KdU und die verbrate ich dann für irgendeinen Kram.
Da gab es sicher Notsituationen,alte Schulden....evtl. auch andere Dinge,die
eben im Leben passieren.

Anwalt wäre aber trotzdem nicht verkehrt,denn man kann ja viel in eine
Situation hineininterpretieren.
 
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