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JobCenter drängt auf Umschulung durch DRV, mit 49 J. ALG2, jetzt Termin,

Robroy97

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Hallo,

das Jobcenter drängt darauf, dass ich über die DRV (Teilhabe habe ich, 30 GdB) eine Umschulung beantragen soll. Habe mich dann dort nach Möglichkeiten erkundigt.

Nach 2 Monaten hat mich die DRV jetz für nächste Woche eingeladen.
Ich soll meinen ALG2 Bescheid und meine EGV mit bringen (dort steht drin, dass ich mich bei der DRV melden soll).

Ich bin 49 Jahre alt, ich glaube eigentlich nicht, dass ich noch ne Umschulung bekomme.
Ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass ich das nochmal schaffen würde. Lernen fällt mir eh schwer.

Aber weil das JC so scharf drauf war, habe ich eingewilligt, mich bei denen zu melden.

Meine Größere Angst ist aber, dass die mich statt dessen in sone Maßnahme stecken (konnte ich 1 x abwenden durch Minijob).
Also dann wirklich lieber ne Umschulung, wenn ich da schon rum sitzen muss.

Was denkt ihr, wie stehen die Chancen, dass ich da irgendwie raus komme?

gruß
RobRoy97
 
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Gast
Ich mache gerade mit 43 eine Umschulung.
Und ich habe am Anfang gedacht, ich schaffe es auch nicht.
Aber es klappt viel besser, als ich gedacht habe.
Mit 49 Du schon hart an der Grenze für eine Umschulung.
Aber eine Berufliche Rehabilitation durch die DRV beinhaltet ja auch mehrere Möglichkeiten:
Deutsche Rentenversicherung - Berufliche Rehabilitation
 

Doppeloma

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Hallo Robroy97,

das Jobcenter drängt darauf, dass ich über die DRV (Teilhabe habe ich, 30 GdB) eine Umschulung beantragen soll. Habe mich dann dort nach Möglichkeiten erkundigt.
ich denke mal die hoffen auf eine Bewilligung von LTA (Teilhabe am Arbeitsleben /berufliche Reha), die aber nicht unbedingt was mit Umschulung zu tun hat, ist mit aktuell 49 wirklich nicht zu erwarten ... die Zeiten sind lange vorbei ...

Denn die mageren Aussichten dann mit Ü50 "frisch von der Schulbank" (also ohne Berufserfahrung) tatsächlich einen Job zu finden sind nicht wirklich "rosig" und das hat die DRV natürlich inzwischen auch bemerkt.

Würden die natürlich nie zugeben, aber es gibt ja auch finanzielle Zuschüsse, die dann ein AG bekommen könnte als LTA, wenn der dich (leidensgerecht und versicherungspflichtig einstellt/anlernt) und diesen AG musst du erst mal (selber) finden können ... die AfA/das JC sollen dich dabei unterstützen ... :icon_kratz:

Das sieht dann meist so aus, dass man dich wegen Fahrtkosten (zum JC wegen Meldetermin) und Bewerbungskosten (für die vom JC gewünschte Anzahl im Monat) an die DRV verweisen wird, dir deine Erstattungen dort zu "erstreiten", dir wurde schließlich eine LTA bewilligt ..."dann sind wir dafür nicht mehr zuständig" ... :icon_neutral:

Vermutlich klappt es inzwischen zu selten die kranken LE zum Antrag auf EM-Rente zu zwingen (und mit den JC-Gutachten wirklich in Rente zu bringen), bzw. wird die immer öfter schon deswegen abgelehnt, "weil das JC dazu aufgefordert hat, den Antrag zu stellen" ... so will man wenigstens ein bischen Geld bei der DRV "abzwacken" ...

Zumindest bekommt dann der LE meist nix mehr dafür (vom JC) erstattet, die fordern nur noch (Meldetermine ansetzen /Bewerbungen verlangen) und fördern (bezahlen) soll das die DRV aus dem Reha-Budget ...

In den Nachrichten klingt das dann (vermutlich) irgendwann so: "Die Zahl der Empfänger von Transferleistungen (im SGB II) konnte dank erfolgreicher "Arbeitsmarktmaßnahmen" und besonderer Förderung der Älteren Generation (Ü50/Ü60) gesenkt werden, bei der Rentenkasse wurden deutlich mehr Mittel für die berufliche Reha bereitgestellt als im Vorjahr..."

Mensch "sind wir doch sozial", die Rentenbeiträge der Beitragszahler werden hinten rum teilweise auch noch zweckentfremdet "umgeleitet" ins SGB II und das Ganze dann im TV "schöngeredet" ... wirklich Arbeit von der er leben kann, bekommt dadurch aber Keiner .. :icon_kotz2:

Nach 2 Monaten hat mich die DRV jetz für nächste Woche eingeladen.
Ich soll meinen ALG2 Bescheid und meine EGV mit bringen (dort steht drin, dass ich mich bei der DRV melden soll).
Was will denn die DRV mit deiner EGV, das ist ein Vertrag zwischen dir und deinem JC Berater/Vermittler ... das geht doch die DRV nichts an ... hast du denn nun schriftlich einen Antrag auf LTA gestellt, hast du dazu überhaupt was schriftlich (Bescheid mit Rechtsgrundlagen ???) vom JC bekommen, dass und warum du das machen sollst ... :icon_kinn:

Ich bin 49 Jahre alt, ich glaube eigentlich nicht, dass ich noch ne Umschulung bekomme.
Ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass ich das nochmal schaffen würde. Lernen fällt mir eh schwer.
Keine Sorge, du wirst ganz sicher keine Komplett-Umschulung (2 Jahre für einen neuen Beruf) mehr bewilligt bekommen, wenn überhaupt, dann nur die oben beschriebene abgespeckte Variante ... das kostet die DRV fast nichts (weil es fast nie von AG in Anspruch genommen /beantragt wird) und du selber bekommst daraus auch gar nichts ... außer vielleicht ein paar Euro für Bewerbungskosten ...

"Lernen" musst du dann nur noch, wie du deine Ausgaben bei der DRV wieder rein bekommst, wenn das JC anschließend so handelt wie ich vermute ... :icon_neutral:

Aber weil das JC so scharf drauf war, habe ich eingewilligt, mich bei denen zu melden.
Ich erschrecke immer wieder, wie wenig Selbstbewusstsein und eigene Meinung inzwischen schon Leute unter 50 haben, mir wäre es egal worauf das JC "scharf" ist, ohne Rechtsgrundlage und unbedingte (verständlich erklärte !!!) Notwendigkeit willige ich in Nichts ein, was ich nicht möchte ...

Meine Größere Angst ist aber, dass die mich statt dessen in sone Maßnahme stecken (konnte ich 1 x abwenden durch Minijob).
Was für eine Maßnahme meinst du denn, ... so ein Ü50-Programm ???
Unterschreibe keine EGV, dann kann man dich nicht dazu zwingen, ist nur mit Unterschrift auf einer EGV oder beim MT auf seinem "Teilnehmervertrag" (so was brauchst du aber nicht unterschreiben) rechtlich zulässig möglich (weil freiwillig) ... steht so was drin in deiner EGV, hast du die unterschrieben ???

Also dann wirklich lieber ne Umschulung, wenn ich da schon rum sitzen muss.
Was denkt ihr, wie stehen die Chancen, dass ich da irgendwie raus komme?
Warum sollte die DRV dich umschulen wollen, wenn dir das JC so eine "feine altersgerechte" Maßnahme anbieten kann (vielleicht rät man dir sogar dringend das als "Vorbereitung/Test" wahrzunehmen, weil man danach über eine Umschulung entscheiden würde ??? ), wird ja seinen Grund haben, dass du die EGV mitbringen sollst ... für eine Umschulung von der DRV braucht man so was nicht (keine Ü50-Maßnahme und keine EGV) das wäre nur unnötige Zeitverschwendung ... :icon_kinn:

Da macht man (wenn die so was vor haben und bezahlen wollen) eventuell eine "Belastungserprobung" oder med. Reha (bei der DRV), dann vielleicht noch eine "Berufsfindung" (in einem BfW, man muss ja erst mal feststellen /festlegen in welchen Beruf du umgeschult werden kannst/sollst) und dann bekommst du den Bescheid dazu, wann und wo es losgehen wird ...

Das kann insgesamt noch mindestens 6 - 12 Monate dauern, ehe das dann wirklich beginnt mit der Umschulung, inzwischen bist du 50/51 ...

Vor Allem beantragt man so was selber und schriftlich und freiwillig, auch zu beruflichen Reha-Maßnahmen (LTA) bei der DRV kann dich keiner gegen deinen Willen zwingen ... du wirst ja wissen, ob du dazu (für die DRV !!!) irgendwas unterschrieben hast ...

Das JC hat dazu keine Macht, Entscheidungen zu kostenintensiven Reha-Maßnahmen der DRV trifft nur die DRV und nicht das JC ...

Eine EGV mit diesem Inhalt wäre rechtlich zumindest angreifbar, denn man kann dich nicht per Vertrag verpflichten, einen anderen Leistungsträger zu Bewilligung von Maßnahmen "zu bewegen", die das JC "gerne hätte" für dich ... (damit sie dich wenigstens eine Weile los sind) ...

MfG Doppeloma
 

Robroy97

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Hallo,

erstmal Danke für die Ausführliche Antwort.
Das die DRV für meine Bewerbungskosten zutändig ist, ist bekannt, läuft auch bestens (besser als über JC).

Ich glaube auch nicht, dass ich eine Umschulung erhalte. Meine Angst ist eher, dass die mich in eine Maßnahme stecken wollen, wie du bereits geschrieben hast, um zu sehen, was ich kann.

Das mit dem nicht unterschreiben, habe ich verstanden. Aber wie kann ich das begründen, wenn die das als Vorraussetzung für eine Umschulung "anbieten"!?
Könnte man da wenigstens auf eine Schriftliche Zusage einer Umschulung bestehen?

Das JC hat geschrieben, ich soll mich wegen der Teilhabe und weiteren Vorgehensweiße bei der DRV erkundigen. Im Gespräch wurde verlangt, ich soll eine Umschulung anstreben.
Da sich der JC Mitarbeiter und der DRV Mitarbeiter (wo ich hinmuss) kennen, dürfte schnell eine Verweigerung meinerseits ans JC gemeldet werden.

Also:
da die Umschulung so gut wie nicht statt finden wird, möchte ich aber auch diese Maßnahmen dafür abblocken. Ausser ich erhalte eine schriftliche Bestätigung zur Übernahme der Umschulung.
Kann ich das so fordern?

gruß
RobRoy97
 

Doppeloma

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Hallo Robroy97,

erstmal Danke für die Ausführliche Antwort.
Das die DRV für meine Bewerbungskosten zutändig ist, ist bekannt, läuft auch bestens (besser als über JC).
Kann ich nicht wirklich beurteilen, ich weiß nur, dass mein Männe damals (2007) von der DRV nix bekam und von der AfA (ALGI nach Aussteuerung) auch nix ... auf die Antwort der DRV-Reha-Beraterin, bei der er das (auf Anweisung seiner AfA-SB) beantragt hatte, wartet er heute noch ... :rolleyes:

Wahr wohl damals noch ziemlich neu, kann schon sein, dass sich das inzwischen eingepegelt hat ... aber wieso bekommst du da was, wenn gar keine LTA läuft ... das verstehe ich nicht ... :icon_kinn:

Ich glaube auch nicht, dass ich eine Umschulung erhalte. Meine Angst ist eher, dass die mich in eine Maßnahme stecken wollen, wie du bereits geschrieben hast, um zu sehen, was ich kann.
Das gehört auch bei einer (geplanten) Umschulung dazu, die bezahlen doch keine 2 Jahre Voll-Ausbildung (meist in einem Internatsmäßigen Berufsförderungswerk) ohne vorher wenigstens mal zu sehen/prüfen, in welche Richtung das gehen könnte und ob du dieser Belastung dann gewachsen sein könntest.

Wenn du (mit Unterschrift) einen Antrag auf LTA bei der DRV gestellt hast, dann gehört das zu deinen Mitwirkungspflichten ... wenn es nicht funktioniert (und die werden nicht daran interessiert sein, dass es funktioniert ... :icon_evil:), dann ist der Bereich Umschulung sowieso vom Tisch.

Das mit dem nicht unterschreiben, habe ich verstanden. Aber wie kann ich das begründen, wenn die das als Voraussetzung für eine Umschulung "anbieten"!?
Wenn du jetzt diese JC-Maßnahme meinst, hat das mit den Vorbereitungen einer Umschulung bei der DRV nichts zu tun, die von mir beschriebenen "Eignungstests" finden in DRV eigenen Einrichtungen statt ... die "Vorturner" in den AfA-Maßnahmen haben dafür gar keine Ausbildung, das sind doch auch alles "verkrachte Existenzen", sonst könnten die sich auch wo anders besseres Geld verdienen.

Welcher Maßnahmeträger soll denn das sein (vom JC) und wie heißt das genau was du da befürchtest und wie lange soll das (nach deinen bisherigen Informationen) dauern ???
Bei unserer Umschulung gab es solche "externen" Maßnahmen überhaupt noch nicht, wo man Ü50 "gesund auf die Rente vorbereiten wollte" ... das lief ab (schriftlicher) Bewilligung ALLES schon als Bestandteil der Umschulung über die DRV ...

Begründen brauchst du normal nicht, warum du einen Vertrag nicht unterschreiben möchtest und eine EGV ist ein Vertrag ...

Könnte man da wenigstens auf eine Schriftliche Zusage einer Umschulung bestehen?
Die werden sich hüten, die einzigen die dir eine solche Umschulung bewilligen können, sitzen bei der DRV und verbindlich wäre nur ein Bescheid von denen wo drin steht, dass du eine Umschulung zum/zur Berufsbezeichnung mit Beginn am YYY bewilligt bekommst ...

Das JC hat geschrieben, ich soll mich wegen der Teilhabe und weiteren Vorgehensweiße bei der DRV erkundigen. Im Gespräch wurde verlangt, ich soll eine Umschulung anstreben.
Erzählen kann man viel beim JC, warum gibt man dir das nicht schriftlich und welche Gründe gibt es dafür, dass du eine Umschulung "anstreben" sollst ... das muss doch begründet werden, auch für die DRV ... üblicherweise zählen nur gesundheitliche Gründe und ob die ausreichend sind (oder eine Umschulung sogar unmöglich machen könnten) das entscheidet die DRV und nicht das JC.

Was die vom JC gerne hätten (dich eine Weile los sein), genügt dort sicher nicht für die Bewilligung, es ist immer noch offen, ob du tatsächlich einen offiziellen Formular-Antrag (an die DRV !!!) gestellt hast auf LTA, sonst gibt es von denen gar nichts ... und von dir keine Mitwirkungspflichten dabei ... :icon_neutral:

Da sich der JC Mitarbeiter und der DRV Mitarbeiter (wo ich hinmuss) kennen, dürfte schnell eine Verweigerung meinerseits ans JC gemeldet werden.
Dann geh da nur noch mit Beistand (§ 13 SGB X) hin, dann hast du später einen Zeugen und was "gesprochen wurde /gesagt wurde" hat keine rechtswirksame Bedeutung, dafür gilt nur ein schriftlicher Bescheid, wo drin steht was man dir nun bewilligen will als LTA.
Was die sonst so "labern", soll dich nur "heiß" auf diese Maßnahme vom JC machen, weil das ohne deine Unterschrift nicht funktioniert.
Wozu diese zeitliche Verzögerung, damit du noch älter bist wenn mal zur Umschulung entschieden wird ... :confused:

Ob die eine persönliche Beziehung haben, das darf überhaupt keine Rolle spielen, die haben beide ihre Dienstgeheimnisse zu wahren und der Datenschutz erlaubt es nicht, sich ohne dein Wissen und dein Zustimmung zu deiner Person auszutauschen, "nur weil die sich kennen" ...

Wie will man denn eine solche "Meldung" seriös begründen, mit "meine Nachbarin hat mir erzählt, dass ihr Kunde keine Umschulung machen will" ...

Also:
da die Umschulung so gut wie nicht statt finden wird, möchte ich aber auch diese Maßnahmen dafür abblocken. Ausser ich erhalte eine schriftliche Bestätigung zur Übernahme der Umschulung.
Kann ich das so fordern?
Nein kannst du nicht fordern, es besteht generell kein Rechtsanspruch auf Bewilligung einer Umschulung von der DRV, du hast (vielleicht) Anspruch auf eine "berufliche Reha", heutzutage neudeutsch LTA.
In welcher konkreten Form und ob dir das als Umschulung bewilligt wird, entscheidet alleine die DRV, damit sind sogar schon vor Gericht welche gewaltig "auf die Nase gefallen", weil sie dort unbedingt eine Umschulung durchsetzen wollten.

Diesen Anspruch kann auch ein Richter nicht per Urteil "anordnen", es besteht nur die allgemeine Pflicht der DRV gesundheitlich eingeschränkte Menschen bei Erfordernis durch eine Maßnahme der "Teilhabe am Arbeitsleben" möglichst wieder in die Erwerbsfähigkeit zurück zu bringen, damit die DRV (noch) keine EM-Rente zahlen muss.

Was ich oben beschrieben habe, fand der Richter (im 1. EM-Renten-Prozess) bei meinem Männe "ganz toll", als der DRV-Vertreter das noch in der Verhandlung sofort genehmigt hat, geholfen hat es ihm nicht (es wollte kein AG einen Mitarbeiter mit jahrelanger Dauer-AU einstellen, auch nicht für einen Lohnzuschuss von der DRV) und gut ein Jahr später war er (nach dem 2. Antrag) EM-Voll-Rentner ...

Das diente auch nur der "Verschiebung seines Renteneintrittes" ... :icon_dampf:

Entscheiden kannst du nur selber wie du weiter vorgehen wirst, letztlich musst auch du später (vielleicht) die Konsequenzen tragen, aber nicht ohne schriftliche Bescheide und tatsächliche "schuldhafte Versäumnisse" bei der Umsetzung, ohne schriftlich eingegangene Verpflichtungen, bist du auch zu nichts verpflichtet ...

MfG Doppeloma
 

Robroy97

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Hallo Doppeloma,

vielen Dank für die Ausführliche Antwort.
Das muss ich mir erstmal alles durch den Kopf gehen lassen.
Am besten, warte ich einfach den Termin am Di. ab und melde mich dann hier wieder.
Nochmals Danke.

gruß
RobRoy97
 

Robroy97

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Hallo,

war heute beim Termin. Mein "äusserst Symphatischer" SB bei der DRV hat mir innerhalb 1 Minute zu verstehen gegeben, dass es für mich keine Umschulung gibt. Fertig!

Dies müsste mein JC SB aber wissen.

Schriftlich gäbe es nichts. Ist aber auch schon etwas seltsam.
Wenn ich jetzt einen Schriftlichen Antrag stelle, müssten die den doch auch Schriftlich ablehnen!?
Ich meine, ich bin ja froh das es so gelaufen ist.
Geht aber auch ums Prinzip.

Er könnte mir eine Maßnahme anbieten, Integration blablabla, wäre aber freiwillig.

Habe den Flyer mal mitgenommen, um drüber nach zu denken :icon_hihi:

Bin mal gespannt, was mein JC dazu meint.

Wollte euch nur Informieren.
 

saurbier

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Hallo lieber Robroy97,

so ist das leider.

Mit 49 und leider schon viel früher ist man bereits be der DRV abgeschrieben, gleichwohl es zu deren ureigener Aufgabe gehört uns Arbeitnehmer vor einer EMR in irgendeine berufliche Tätigkeit zu bringen.

Hier zeigt sich doch wieder die Widersprüchlichkeit bei der DRV.

Ist man Ü40 oder gar mehr, dann sehen die keine erfolgreiche Umschulung (eben aus Kostengründen), aber auch keinen besonderen Grund eine EMR zur gewähren.

Somit wird der Betroffene in Luft aufgehängt. Nun kann dieser zusehen wie es weiter geht. Die KV ist spätestens nach 78 Wochen fein raus.

Was bleibt ist die AfA, bei welcher man ggf. für 1 oder wohlmöglich für 1 1/2 Jahre die Möglichkeit erhält, was an seiner Situation zu ändern. Ist man dort allerdings an den falschen SB geraten bzw. wohlmöglich zu alt, gibt es wieder nur sinnlose Massnahmen zur Verbesserung der Statistik aber wohl kaum echte Umschulungsangebote.

Aus eigener Erfahrung habe ich dies im Sommer 2012 mal wieder erlebt.

Nach dem Gutachten des äD bin ich nur noch in Teilzeit unter diversen Ausschlüssen zu beschäftigen (eigentlich nichts neues, denn seit 1998 bin ich ja bereits BU-Rentner und schon damals gabs keine Arbeitsangebote), also kommt die Aufforderung durch die AfA mit eine Tätigkeit als Pfördner zu suchen. Na toll, etwas was es gar nicht mehr gibt, aber dafür soll ich dann eine EGV unterzeichnen und mindestens 3 Bewerbungen pro Monat schreiben.

Welch ein Glück, dass meinem Antrag auf volle EMR zugestimmt wurde.

Jetzt läuft die EMR aus und man hat mir bereits einen Weiterbewilligungsantrag zugeschickt. Bleibt nun abzuwarten wie nun entschieden wird, denn Arbeitsplätze für mein erlerntes Berufsbild gibt es zwar zur Genüge, aber die massenhaften Anbieter (ZAF´s) wollen eben nur gesunde Mitarbeiter welche auch noch Überstunden und Schicht arbeiten und das kann ich eben nicht mehr.



Gruß saurbier
 
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