Jobcenter Digital - warum wird versucht, einem das schmackhaft zu machen? (15 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 7, Gäste: 8)

For contentedness

Elo-User*in
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Dann müsste es aber auch die Pflicht für einen Internetzugang geben. Gibt es die? Was machen die älteren Leute, die mit Internet und Co. nix am Hut haben und auch sonst keinen kennen, die dabei dabei helfen könnten?
Internetkurse?
Wenn es wirklich so weit kommen sollte und Dokumente nur noch online eingereicht werden können, und man somit quasi genötigt wird einen Internetzugang zu haben, dann sollten auch die Kosten für einen solchen Zugang übernommen werden.
 

Ah4entheater

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Wenn das JC eine Optionskommune ist, dann geht digitales Hochladen von WBA und VÄM (noch?) nicht:

Aus diesem JC-Beitrag wird klar wohin der Hase auf lange Sicht hinläuft:
Für die Kundinnen und Kunden ist die Nutzung des Online-Angebots optional, die gewohnten Kontaktmöglichkeiten mit dem Jobcenter bleiben also nach Einführung der neuen Online-Services erhalten.
Das Online-Angebot wurde agil entwickelt.
Mit der erfolgreichen Entwicklung und Einführung des Projektes GE-ONLINE ist die Digitalisierung des SGB-II selbstverständlich noch nicht abgeschlossen. Vielmehr bildet das Projekt ein wichtiges Fundament für die weitere Digitalisierung des SGB II. Derzeit befindet sich beispielsweise der Postfach-Service zur Kommunikation zwischen Kundinnen / Kunden und gemeinsamer Einrichtung in der Entwicklung.
Mit anderen Worten: das Digitalisierungsprojekt steckt noch in den Kinderschuhen und man braucht jetzt erstmal die ersten "Testfälle" (deshalb die Werbung). Irgendwann, wenn dieses Projekt dann mal ausreichend getestet und abgeschlossen sein und stabil laufen wird, könnte es darauf hinauslaufen, dass die Nutzung des Postfach-Services zum Standard (und womöglich zur Pflicht?) wird. Sollte das so kommen, gehe ich mal davon aus, dass dann auch Einladungen, Eingliederungsvereinbarungen, Verwaltungsakte, Anträge, Widersprüche, etc. über dieses Postfach - rechtsverbindlich - verschickt werden können. Sprich: eine Vereinfachung der Kommunikation einerseits, aber auch die direkte und volle Kontrolle über den Elo!

Also, solange hier noch auf- und ausgebaut (und letztlich eben auch aufgrund von Erfahrungswerten durch Anwender auf Fehler getestet) wird, werde ich eine VÄM bzw. WBA noch schön per Fax und per Post verschicken. Denn per Online-Fax-Versand bin ich praktisch ebenso "digital". Weitere Funktionen bietet der Online-Bereich wohl noch nicht.

Zumal mir ein transparentes Video fehlt, in dem das JC die digitale Oberfläche mal im Detail ein- und in der Anwendung vorführt (also durch das Online-Menü durchführt). Auch verstehe ich nicht so ganz, warum man sich den Online-Zugang nur vor Ort im JC freischalten lassen kann (siehe erster Link oben).

Nachtrag 1:

Aha, bis Ende 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein:
Seit Einführung wurden bereits über 1000 Formulare online eingereicht. Da der Start so erfolgreich verlief, ist ein weiterer Ausbau des digitalen Angebotes geplant. Das Online Angebot ist Teil eines bundesweiten Projektes der Agentur für Arbeit, die im Rahmen des Onlinezuganggesetzes aus dem Jahre 2017 auf die vollständige Digitalisierung aller Verwaltungsleistungen bis Ende 2020 hinarbeitet.
Nachtrag 2:
Ein wichtiges Argument für die Umsetzung des Projektes ist das Onlinezugangsgesetz aus dem Jahr 2017. Dieses verpflichtet Verwaltungen, ihre Dienstleistungen bis 2022 weitgehend zu digitalisieren.
 
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götzb

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könnte es darauf hinauslaufen, dass die Nutzung des Postfach-Services zum Standard (und womöglich zur Pflicht?) wird. Sollte das so kommen, gehe ich mal davon aus, dass dann auch Einladungen, Eingliederungsvereinbarungen, Verwaltungsakte, Anträge, Widersprüche, etc. über dieses Postfach - rechtsverbindlich - verschickt werden können. Sprich: eine Vereinfachung der Kommunikation einerseits, aber auch die direkte und volle Kontrolle über den Elo!
Nein, denn ein Internetzugang müsste dann vom JC finanziert werden. Und ein Rechner.

Unabhängig davon, kann dem "Kunden" ein Angebot gemacht werden.
Du "Kunde" erlaubst uns auch rechtsverbindliche Sachen per Epostfach zu übermitteln, dafür kannst du als Gegenleistung damit rechnen,
das viele Termine nur noch per Fragenkatalog ( Übermittlung Bewerberliste) per Postfach stattfinden.
Weitergehend auch über Videokonferenz.
 

Ah4entheater

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Nein, denn ein Internetzugang müsste dann vom JC finanziert werden. Und ein Rechner.
Sehe ich auch so, wenn das Online-Portal mal zur Pflicht gemacht werden sollte bzw. die BA das vor hätte.
Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Denn aktuell heißt es ganz klar, dass dieser "Service" OPTIONAL (!), also genau nicht zwingend ist.

Unabhängig davon, kann dem "Kunden" ein Angebot gemacht werden.
Du "Kunde" erlaubst uns auch rechtsverbindliche Sachen per Epostfach zu übermitteln, dafür kannst du als Gegenleistung damit rechnen,
das viele Termine nur noch per Fragenkatalog ( Übermittlung Bewerberliste) per Postfach stattfinden.
Weitergehend auch über Videokonferenz.
Und genau auf sowas (insbesondere Videotelefonie) hätte ich mit einem JC nun wirklich keine Lust. Dann hätte Elo nämlich Sachbearbeiter-Psychoterror-Gespräch in der eigenen Wohnung!! :icon_evil:
 

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Elo-User*in
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Sehe ich auch so, wenn das Online-Portal mal zur Pflicht gemacht werden sollte bzw. die BA das vor hätte.
Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Denn aktuell heißt es ganz klar, dass dieser "Service" OPTIONAL (!), also genau nicht zwingend ist.
Na hoffentlich bleibt das auch so
 
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G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Unabhängig davon, kann dem "Kunden" ein Angebot gemacht werden.
Du "Kunde" erlaubst uns auch rechtsverbindliche Sachen per Epostfach zu übermitteln, dafür kannst du als Gegenleistung damit rechnen,
das viele Termine nur noch per Fragenkatalog ( Übermittlung Bewerberliste) per Postfach stattfinden.
Weitergehend auch über Videokonferenz.
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Das mache ich, wenn mir das Jokecenter einen 20kg Holzhammer fürs morgendliche Kämmen sponsort. ;)
 

Zermürbt38

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Videokonferenz könnte ich nicht mit dienen! Solch ein Mist mache ich jetzt auc nicht! Weiterhin würde ich nicht mic vor einer Kamera oder gar dadurch den Hintergrund meiner Wohnung präsentieren. Ausspähung auf Hochkurs. Nein nicht mit mir.

Auch dürfen die nicht verlangen, dass jeder Kunde von denen ein Internetzugang hat. Grund die JC Mitarbeiter werden immer fauler.Die können ruhig auch Arbeit haben. Viele finden sich auch heutzutage im Netz nict zurrecht oder wissen wie diese Sachen funktionieren. Diese kann man schlecht zwingen und ummodelieren. Zwang ist strafbar!
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Das Feature "Hausbesuch.digital" befindet sich mit Sicherheit bereits in der Alpha-Phase.
Zuzutrauen ist es denen!
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Na hoffentlich bleibt das auch so
Ehrlich gesagt müsste es so bleiben. Man kann den Kunden nicht vorschreiben wie sie ihren Antrag oder WBA zu stellen!
 
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grün_fink

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Ich bin ja seit Jahren schon dafür, dass die Gerätekosten in den Regelbedarf übernommen werden.
Das müsste dann auch im SGB XII passieren.
Wenn auch dort die Dinge alle digitalisiert werden.

Videokonferenz würde ich nicht wollen. Aber so manche Kopiererei würde ich mir gerne ersparen, weil mein Drucker nur noch scannt und der nächste Kopierer, den man nicht nur ausnahmsweise benutzen kann, 5km entfernt ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Ich bin ja seit Jahren schon dafür, dass die Gerätekosten in den Regelbedarf übernommen werden.
Darauf kannst du lange warten. Das wird niemals passieren. Wäre auch zu schön, um wahr zu sein.
Videokonferenz würde ich nicht wollen.
Völlig indiskutabel, mMn. Gerade mit dem Jokecenter oder dem Sozialamt. No way!
Außerdem mag ich die Schneckenpost-Strategie. ;)
weil mein Drucker nur noch scannt...
Wie oft musst du tatsächlich etwas ausdrucken? Das kommt doch höchstwahrscheinlich absolut selten vor, oder?
Hast du kein Fax?
 

grün_fink

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Nee ich hab ein Speedport von der Telekom.
Der wird demnächst ausgetauscht gegen ein Gerät, was seit Wochen bei mir rum steht.
Wie das heißt, sehe ich dann wieder. Ist ein Media-Receiver.
Von dem Telefonanbieter bekomm ich auch alles in die Digitalbox oder wie die heißt. Nur gucke ich da selten rein, wenn auf dem Kontoauszug alles ok scheint.
Bin halt in vielen Dingen altmodisch.
 
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Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Nur falls du vorhaben solltest, auf Fax umzusteigen...:


Die 9,23€ plus Versandkosten hast du nach spätestens 3 eingesparten Einschreiben schon wieder raus. ;)
Und das Faxmodem passt an jeden PC oder Laptop, der einen USB Anschluss hat.

Edit: Ich habe fast das selbe Faxmodem vor einigen Jahren gekauft und bin damit absolut zufrieden.
 

Kerstin_K

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Bei nVideokonferenzen gibt es noh ganz andere technische Hindernisse. Ich erlebe das tagtäglich beruflich. Wenn ich was sage, beklagen sich meine Kollegen häufig, dass es quietscht. Wenn ich jetzt noch die kamera einschalte, dann versteht man mich vermutlich gar nicht mehr. Höhere Mabbreite haben schon viele bei uns im Haus versucht, bring nichts. die alten Leitungen im Haus geben halt nict mehr her.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Die "letzte Meile" ist ja meist das Problem. Ins Haus reinlegen ist die eine Sache, bis in die eigene Wohnung, wieder die andere.:icon_neutral:
Das war bei uns genauso. Schön, dass die im Hausflur den Verteilerkasten, dank staatlicher Subventionen hingebaut haben..., das Netzwerkkabel in die eigene Bude darf man selbst bezahlen.:icon_klatsch:
 

Kerstin_K

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Videokonferenzen sind auch aus datenschitzrechtlichen Gründen nicht zwangsweise durchdetzbar. Bei uns in der Firma ist das auch freiwillig. In dem Moment, wo hinter jemwndem im Bild ein Familienphoto zu sehen ist, ist das schon problematisch, wenn nict alle Personen auf dem Bild zugestimmt haben.
 
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