Jobcenter Digital - warum wird versucht, einem das schmackhaft zu machen? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Steckrübe

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Bei uns im JC wird seit neuestem die Werbetrommel für Jobcenter Digital gerührt. Und zwar mit Volldampf! Plakate, Aushänge an Türen, Flyer und auch im persönlichen Gespräch will man das verkaufen. Jetzt kommen sogar schon Briefe an mit Bettelaufkleber (siehe Anhang).

Wenn derart aggressiv versucht wird mir das zu verticken schrillen bei meinereiner natürlich die Alarmglocken. Merke: Wenn das JC was will ist das für den ELO nicht gut.

Hat einer von euch eine Idee was dahinter stecken könnte?
 

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Birgit63

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Das ist der Lauf der Zeit. Gibt es doch bereits bei vielen anderen Behörden auch. Man kann sich auch online ummelden. Braucht nicht mehr aufs Bürgeramt.
 

Uhus

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Ziel könnte es sein, dass die personenbezogenen Unterlagen und Daten der Bürger digital für alle Behörden (natürlich nach Gesetzen und Spielregeln) untereinander verfügbar sind oder gar zentral gespeichert werden. Damit würden der Bevölkerung viel Zeit, Kosten und nervende Bürokratie erspart. Dagegen stehen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken.
 
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wolf77

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Habe das noch nicht genutzt.
Geht mit der Nutzung von Jobcenter Digital irgendeine Verpflichtung einher, das Portal regelmäßig aufzusuchen?
Werden dort rechtssicher Bescheide, Zuweisungen, Vermittlungsvorschläge oä an den Nutzer übermittelt?

Oder ist das nur dafür da, um Anträge online übermitteln zu können?
 

saurbier

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Nun ja sehen wir das mal von der anderen Seite.

Online existiert kein physicher Kontakt mehr, also kann es auch nicht mehr zu Auseinandersetzungen kommen.

Ebenso kann sich das JC noch leichter darauf berufen entsprechende Unterlagen ggf. nicht erhalten zu haben, denn nun gibt man ja nichts mehr ab. Der böse ist nun das System oder gar der Antragsteller der fehler gemacht hat. (Durfte ich jetzt selbst in meinem ALG-Verfahren erleben, als es plötzlich hies meine Schweigepflichtendbindung läge nicht vor, die dann komischer Weise nach 2 Wochen vertrödelter Zeit von der SB auf einmal im System gefunden wurde, leitragender war natürlich ich, weil sich das Verfahren um die Zeit verzögerte. Oder bei der DRV wo man keine Entscheidung treffen kann, weil die Akte nicht vorliegt, gleichwohl alle einen Einblick in die eAkte haben, was durch eine Antwort an die fragende Richterin durch weitere Informationen nachweisbar ist)

Online kann jeder SB auf alles zugreifen - die neugierde des Menschen ist unendlich -, solange keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden/wurden, was man aus einer schriftlichen Stellungnahme der BA dazu (von einigen Bundestagsabgeordneten) leider nicht deutlich genug entnehmen kann.

Man kann weiter an der Personalschraube drehen (was für die Kommunen bares Geld bedeutet), zumal immer mehr durch die KI erledigt wird. Die Rede ist inzwischen das die KI in der Lage ist, Anwälte zu ersetzen.

Und ja, Online mag seine Vorteile haben, ohne weiters drin, nur hier bei Sozialleistungen sollte man sehr vorsichtig damit umgehen. Die JC erhalten einen sehr tiefen Einblick ins Lebensumfeld eines Betroffenen und durch den inzwischen erfolgenden Datenaustausch können derartige daten sehr schnell in unbefugte Hände gelangen - wenn keine Sicherungen eingebaut werden. Hinzu kommt natürlich die allgemeine Gefahr der Datenausspähung durch dritte, wenn es sich nicht mehr nur um interne Systeme handelt.


Grüße saurbier
 

Chipsy

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Das ist rein praktisch. Online eingereichte Anträge sind günstiger für den Absender (kein Porto) und auch schneller durch die Mitarbeiter des JC zu bearbeiten.
Ausserdem sieht man als Absender auch sofort, ob sein Schreiben auch das JC erreicht hat..
Die Datenschutzbedingungen sind vorher sicherlich geprüft wurden.
 

Zeitkind

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Nuja, ist doch klar: Personalkosten einsparen ...
Das glaube ich erst, wenn vor ehemaligen Jobcentern Terminals mit folgender Aufschrift installiert sind:

Melden Sie bitte ausschließlich erst:

1. Wenn tatsächlich Änderungen in Ihren persönlichen- oder wirtschaftlichen Verhältnissen eingetreten sind.
2. Zum Stellen von Anträgen und Vorlegen von Nachweisen.
3. Wenn Sie eine Beratung oder Förderung benötigen.

Sparen Sie sich und der Gesellschaft Zeit, Kosten und unnötige Arbeitskräfte!
 

Sebastian65

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Ich gehe ja nun einige Jahrzehnte - selten für mich selbst - zu Ausländer- und Sozialbehörden, aber physische Auseinandersetzungen habe ich nur bescheiden provoziert, indem ich mit meinen Briefen für Dritte öfters Tränen in die Augen der Lesenden zu befördern vermochte. Die bescheidenen Anträge wurden dann jeweils großzügigst beschieden.

Von einem wirklich famosen VV aber, sollte es diesen denn für mich geben, würde ich schon gerne zeitnah per Email erfahren.
 

noillusions

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Heute ausm Kasten gefischt mit Datum 5.11.19. WBA mit Hinweis-Flyer diesen online zu stellen.

Hat das schon wer probiert? Muß man email oder Telefon angeben dabei?

edit: ich fügs gleich nochmal ein. Geht das auch ohne "fette" Bilder wie gehat?
 
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Karl Schmidt

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Praktisch ist es ja. Wie meldet man sich an? Braucht man dafür die Zugangsdaten für die Jobbörse. Habe ich nicht und will ich nicht (wegen möglicher Kontrolle).
 

noillusions

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Als Notfall vielleicht gut wenn man das zeitlich sonst nicht mehr klarkriegt. Man sollte das aber nicht über einen VPN-Zugang machen weil sie sonst anhand der IP denken man sitzt am Strand von Florida.
 

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wolf77

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Als Notfall vielleicht gut wenn man das zeitlich sonst nicht mehr klarkriegt. Man sollte das aber nicht über einen VPN-Zugang machen weil sie sonst anhand der IP denken man sitzt am Strand von Florida.
Och, diesen "Spass" habe ich mir schonmal gemacht...
Ich habe mehrere hundert VPN Server zur Verfügung und mich einmal queerbeet durch die Liste im 5 Minutentakt angemeldet, nachdem ich den verdacht hatte, eine plötzliche Einladung an mich könnte mit einem durch das JC vermuteten Standort zusammenhängen.

Das mache ich jetzt desöfteren. Einfach so.
Auf die schriftliche Aufforderung, meinen Beam Transporter zur Deckung meines Lebensunterhalts zu veräussern, warte ich noch...
(Der Verein treibt einen echt in die Paranoia...)
 
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Sowhat

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Also ich bekam vor zwei Monaten auch mein WBA-Forumular und einen Flyer zwecks "online "dabei. Den habe ich ignoriert, weil ich keine Lust auf online hatte und mein Forumlar per Hand ausgefüllt, Anhänge waren auch kaum nötig. Zur Post gebracht, mit Einwurfeinschreiben (wenns ums Geld geht, dann gönne ich mir das einmal im Jahr) abgeschickt und hielt meine Weiterbewilligung drei Tage später in der Hand. Geht also auch noch so.
Habe genug mit online am Hals zur Zeit, da ist mein online-Banking, kleine Einkäufe wie Druckerpatronen etc. und wenn ich denn mal umziehen darf, müssen tue ich ja, dann melde ich mich gerne online um. Schlimm genug was einem in meinem Alter (Ende 50) noch alles auf Auge gedrückt wird. :unsure::oops:
 

Zermürbt38

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Naja die Mitarbeiter der JC sind manchmal faul. Sonst heißt es ja die faulen Arbeitslosen. Diese Behauptung gebe ich aber gerne zurück! Du musst es nicht machen, wenn du nicht willst. Ich mache so ein Mist nicht. Jobcenter Digital bedeudet dann möglicherweise noch mehr Kontrolle. Nein Danke!
Bei uns wird das nicht angepriesen. Ich vermute das die das bei uns garnicht nutzen und weiterhin bekommen wir ja von unserem JC nicht einmal WBA Formulare zugeschickt. Müssen uns selber rechtzeitig darum kümmern. Was ich gut finde! Sollte man nämlich kein Bock mehr auf das verkarterte System haben so stellt man einfach keinen neuen Antrag und es gibt keine blöden Nachfragen.
 
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AsbachUralt

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Die Digitalisierung, auch bei den Behörden, lässt sich nicht aufhalten. In absehbarer Zeit wird online die einzige Möglichkeit für viele Behörden Angelegenheiten sein.
Eine Verweigerung wird dann nicht mehr möglich sein, ich erinnere an das Foto auf der Gesundheitskarte.
 

OldieButGoldie

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Es gab vor einigen Jahren mal einen Wettbewerb von der Ideenwerkstatt
Dr hieß Jobcnter goes online oder so ähnlich. Da wünschte sich die Mehrheit, dass man Anträge, Nachweise etc. digital einreichen kann. Bescheide digital bekommt uvm.

Ich werde ja als "paranoid" bezeichnet, da ich den https und überhaupt Datenübersendung via Netz sehr skeptisch bin.
Aber es würde jede Menge Papierkram und auch Kosten und vor allem persönliche Termine beim JC einsparen. Ok, man braucht einen scanner, bzw. die meisten haben ja eh ein Schnüffelphone Smartphone
Und wir leben immerhin im 21. Jhd. und da hinkt DE in verdammt vielen Dingen extrem hinterher.
 

OldieButGoldie

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Dieses "Feature" wird wohl eher NICHT "freigeschaltet". Also kein "Meldetermin.digital".
Ok, ich bin da nicht auf dem Laufenden, aber warum sollte eine Antragstellung mit diesem neuen E-Perso nicht möglich sein?
Porto und Stempel spart es allemal. Man hat vor allem immer einen Eingangnachweis. Das wäre für viele Newbies echt wichtig.
Mein Ding ist es trotzdem nicht.
 
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