"Jobcenter-Chef: Das muss sich bei Hartz IV ändern"

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humble

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"Das System sei zu kompliziert und biete kaum Anreize, arbeiten zu gehen."
Hat das endlich einer erkannt...

Hamburg. Rund 15 Jahre nach ihrer Einführung stehen die unter dem Schlagwort Hartz IV bekannt gewordenen Sozialstaats-Reformen massiv in der Kritik. Die SPD, deren Kanzler Gerhard Schröder die Reform seinerzeit durchgesetzt hatte, plädiert für massive Kurskorrekturen und frohlockte bereits: „Wir lassen Hartz IV hinter uns.“
Dirk Heyden ist da zwar etwas vorsichtiger. Aber selbst der Chef des Hamburger Jobcenters, qua Amt also der oberste Betreuer von rund 128.000 Hartz-IV-Beziehern, verhehlt im Gespräch mit dem Abendblatt nicht, dass er sich Veränderungen wünscht.
 

Wholesaler

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Der Artikel ist leider kostenpflichtig. Spielt aber auch keine Rolle. Solche Gespräche laufen immer dem selben Muster ab. Insgesamt war die Agenda 2010 ein voller Erfolg, weil sich die Arbeitslosenzahlen mehr als halbiert haben. Hier und da sind Korrekturen notwendig. In dem Fall, dass Anreize geschaffen werden müssen, arbeiten zu gehen. Ändern kann der gute Mann eh nix, da er nur Leiter eines Jobcenters ist.
 
E

ExUser 1309

Gast
Der schreibt nichts, was ich nicht vorher wußte, natürlich mag er die neuen ABM (16i/e) und das man damit länger fast kostenlos für den AG Menschen beschäftigen kann... Dann klingt dieses Zitat aus obigemLink wie Hohn und zeigt in wessem Sinne dieser Mann denkt:
„Auch die Kassiererin im Supermarkt, die mit ihren Steuern die soziale Sicherung mitfinanziert, muss unser Sozialsystem als gerecht empfinden. Ich erhoffe mir von einer Weiterentwicklung des Gesetzes, dass wir mehr Anreize bieten können, einer Beschäftigung nachzugehen.“

Statt die Menschen gegeneinander auszuspielen, wie wäre es mit anständigem Lohn für anständige Arbeit - auch für die Kassiererin, die Reinigungskraft etc. Im übrigen werden die Arbeitnehmer später dafür aufkommen müssen, das im JC Bezug nix in die Rente einfließt. Ob das dann von Grundsicherung oder sonst woher aufgestockt wird, spielt keine Rolle. Der Leidtragende später ist auch hier der AN.

Von 320 Menschen arbeiten lediglich 130 bei 40 privaten AG. Soziale Träger, die ehemals 1€ Jobs anbieten, werden, sofern ich seine Aussage richtig verstanden habe kofinanziert, weil sie sonst gegen das sogenannte „Aufstockungs- und Umgehungsverbot“ verstoßen würden, finanziert durch 16e/i dürfen diese Jobs scheinbar nicht. So umgeht man das also. Nix neues in Germany, nur heiße Luft und Verlagerungen nach meiner Ansicht.
 

pinguin

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Es kommt eh der Tag, wo das höchste Gehalt an das niedrigste gekoppelt wird und nur X-% davon betragen darf; auf Grund der Bedeutung für den europäischen Binnenmarkt wird eine derartige Vorgabe allerdings innerhalb einer Verordnung von Europa kommen. Als Rahmensetzung ohne konkrekte Betragsvorgaben ist das so auch zulässig.

Es wird keinem glaubhaft gelingen, darzulegen, daß er selbst mehr als 20x so viel arbeitet, wie ein anderer, um einen derartigen Unterschied rechtfertigen zu können.

Den Link kopieren und in Google eingeben. So kann ich auf den Artikel zugreifen
Die Umgehung einer Bezahlschranke ist unzulässsig und könnte vom Verlag, bzw. dem Urheber des Textes geahndet werden. Ob das Forum das braucht?
 

MichaelBelek

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schlussjetzt

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Der Artikel ist leider kostenpflichtig. Spielt aber auch keine Rolle. Solche Gespräche laufen immer dem selben Muster ab. Insgesamt war die Agenda 2010 ein voller Erfolg, weil sich die Arbeitslosenzahlen mehr als halbiert haben.
Entspricht nur nicht der Realität. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Statt die Menschen gegeneinander auszuspielen, wie wäre es mit anständigem Lohn für anständige Arbeit - auch für die Kassiererin, die Reinigungskraft etc. Im übrigen werden die Arbeitnehmer später dafür aufkommen müssen, das im JC Bezug nix in die Rente einfließt. Ob das dann von Grundsicherung oder sonst woher aufgestockt wird, spielt keine Rolle. Der Leidtragende später ist auch hier der AN.

Sehr optimistisch. Die meisten Menschen werden das Rentenalter gar nicht erreichen. Dafür wird die stetig steigende Zahl an Umweltgiften etc. schon sorgen. Das hauptproblem sind die mehrheitlich verblödeten Steuerzahler, die eine Vollzeitstelle über das JC zu finanzieren bereit sind, sich aber sofort aufregen, wenn der Elo zuhause sitzt. Da habe ich echt Fantasien, von denen ich hier lieber nix erzähle. Hinzukommt die Automatisierung usw. Was möchte die Politik dann sagen? In 10 Jahren sollen 59% der Arbeitsplätze verschwinden. Dann haben wir wohl Vollbeschäftigung.
 

Matt45

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Es traut sich doch keiner etwas zu verändern in Deutschland, gilt mittlerweile für sehr viele Bereiche.

Das "Hartz4" war vielleicht eine "Idee" die allerdings komplett nach hinten los gegangen ist. Entstanden ist nun ein "Bürokratie Monster" für Millionen Erwachsene und Kinder.

Durch den immer größeren Niedriglohnsektor haben Familien,Paare oder Singles immer weniger Erwerbseinkommen. Bedeutet: Der Staat muss helfen durch Aufstockung oder Grundsicherung oder........
Das Thema gestiegene Mieten kommt noch hinzu. Mit Mindestlohn kommen sehr viele nicht über die Runden und die Steuern sind in dem Bereich zu hoch.

Eigentlich müssten die Alg2 Bezieher auf Dörfern wohnen(kleinere Dörfer die unbedingt auch Einwohner brauchen), denn nur dort sind die Mieten noch "bezahlbar". Problem: Dort gibt es sehr wenig Arbeit(Vermittlung) und oft schlechte Mobilität.

Die Sozialausgaben sind doch jetzt schon "explodiert" und werden noch weiter steigen.
 

Bananenbieger

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Eigentlich müssten die Alg2 Bezieher auf Dörfern wohnen(kleinere Dörfer die unbedingt auch Einwohner brauchen), denn nur dort sind die Mieten noch "bezahlbar". Problem: Dort gibt es sehr wenig Arbeit(Vermittlung) und oft schlechte Mobilität.

Die Sozialausgaben sind doch jetzt schon "explodiert" und werden noch weiter steigen.

Für was braucht ein Alg2 Bezieher noch Arbeit suchen? Die gibt es schon lange nicht mehr.

Natürlich Jobs für "Taschengeld" gibt es genügend.
Wir alle (alg, rentner (mit kleiner rente), Arbeiter im Niedrigsekter (die meisten)), werden doch nur künstlich am leben gehalten, um eine billige Masse (fürs axxxwischen) zu haben.

Dies ist sarkastisch gemeint
 
E

ExUser 1309

Gast
Die Sozialausgaben sind doch jetzt schon "explodiert" und werden noch weiter steigen.
Es wird nur noch geschröpft, wo es geht. Selbst ein EM-Rentner, der so doof ist, den Staat zu entlasten, statt Grundsicherung zu beziehen oder Aufstockung, im Rahmen seiner noch vorhandenen Möglichkeiten arbeiten geht, kommt sehr schnell in die Gelegenheit, endlich wieder zusätzlich zum Lohn Steuern für seine Rente zu zahlen (Macht bei mir Netto 1 tw. EM Monatsrente/Jahr), zusätzlich KV und PV Beiträge. Ich kann verstehen, das einige schaun, das sie auf keinen Fall über den Satz kommen. Ich war selbst schon am überlegen, auf Extrazahlungen zu verzichten, weil ich nix davon habe, bzw. die Std. weiter zu reduzieren.

Bei den Sozialausgaben müsste eh reformiert werden, wenn ich mir das Soziale Budget mal anschaue... Da gibts in einigen Bereichen ein hohes Potential entweder einzusparen, oder die ran zu ziehen, die sich bisher nicht an den Systemen beteiligen bzw. im Verhältnis zu wenig beteiligen, was natürlich wieder Konfliktmaterial birgt.
 

Krizzo

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Mehr "Anreize, arbeiten zu gehen" würden vielleicht mehr Arbeitsplätze geben :unsure:
Und vor Allem besser bezahlte :unsure: :unsure: :unsure:
 
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