Jobcenter beschwert sich bei der Anwaltskammer über eifrigen 'Hartz-IV-Anwalt' (1 Betrachter)

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Frank71

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"Der Hartz-IV-Anwalt: Thomas Lange setzt sich für Bedürftige ein und kritisiert die Jobcenter / Sein juristischer Feldzug stößt auch auf Kritik


LÜBBENAU - Thomas Lange hat eine Mission. Warum, ist nicht ganz klar. Da ist einerseits sein Gerechtigkeitsempfinden, das ihm sagt, er müsse die Kleinen gegen die Großen verteidigen. Da ist andererseits aber auch ein Kampf, von dem er weiß, dass er ihn nie gewinnen wird. Aber Thomas Lange wird weitermachen. (...)"

Der Hartz-IV-Anwalt - Thomas Lange setzt sich für Bedürftige ein und kritisiert die Jobcenter / Sein juristischer Feldzug stößt auch auf Kritik - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg
 
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ExitUser

Gast
Toll, was der Anwalt da macht. :icon_klatsch:

Es gibt so wenige, die Leuten mit wenig Geld helfen wollen.

Vielen Anwälten gehts nur ums Geld und viele machen z.B. mit Abmahnungen ordentlich Reibach.

Und er ist halt sozial und hoffentlich kann er noch lange, lange weitermachen.
 

ZynHH

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hartaber4

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Nachtrag (noch so ein ähnlicher Fall):

Link:

Wichtiger Etappensieg fr Rechtsanwalt Kroll -- kobinet

Oldenburg (kobinet Die Anwaltskammer hat heute eine gegen den Oldenburger Behinderten-Anwalt Alfred Kroll anberaumte Entscheidung wegen angeblicher Verstöße gegen das Sachlichkeitsgebot vertagt. Der Vorsitzende Richter der Anwaltskammer wandte sich sofort nach Beginn der Verhandlung an den Generalstaatsanwalt und wies diesen auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 15.04.2008 hin.

Darin heißt es: "Mit Blick auf die Berufsfreiheit können herabsetzende Äußerungen, die ein Rechtsanwalt im Zusammenhang mit seiner Berufsausübung und der dabei zulässigen Kritik abgibt, nur dann Anlass für berufsrechtliche Maßnahmen sein, wenn besondere Umstände hinzutreten. Dies ist der Fall, wenn die Herabsetzungen nach Inhalt und Form als strafbare Beleidigungen zu beurteilen sind, ohne durch die Wahrnehmung berechtigter Interessen gedeckt zu sein. Darüber hinaus ist das Sachlichkeitsgebot dann verletzt, wenn ein Rechtsanwalt unprofessionell handelt, indem er entweder bewusst Unwahrheiten verbreitet oder eine rechtliche Auseinandersetzung durch neben der Sache liegende Herabsetzungen belastet, zu denen andere Beteiligte oder der Verfahrensverlauf keinen Anlass gegeben haben (vgl.BVerfGE 76, 171 <193>)."

Der Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins, Dr. Rembert Brieske, Bremen, hatte spontan eine anwaltliche Verteidigung vor der Anwaltskammer zugesagt und Kroll heute in Oldenburg anwaltlich vertreten. Er wies unter Bezugnahme auf die vorgenannte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts darauf hin, dass die Kroll von den Sozialleistungsbehörden vorgehaltenen Mandantenfälle im untrennbaren Zusammenhang mit vielen anderen Fällen der Jugend- und Sozialämter gesehen und in das hiesige Verfahren eingeführt werden müssten, wobei die Aufarbeitung dieser Fälle einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Die Anwaltskammer war nach geheimer Beratung der Anregung des Verteidigers gefolgt und hat eine Entscheidung vertagt.

"Das Ergebnis der heutigen Sitzung zeigt meines Erachtens erfreuliche Tendenzen dahingehend auf, dass Sozialleistungsbehörden einen engagierten und unbequemen Anwalt nicht - wie wohl gedacht - so einfach ausschalten können.

Die Freiheit der Advokatur im Sinne einer wirksamen Interessenvertretung steht unter dem Schutz von Art. 12 GG.

Die Unabhängigkeit von Rechtsanwälten insbesondere unter dem Aspekt einer Tätigkeit als ‚Organ der Rechtspflege' hat heute einen wichtigen Etappensieg im Kampf um das Recht erzielt. Der Glaube an den Rechtsstaat hat am heutigen Tage zugenommen. Darüber freue ich mich persönlich sehr und meine behinderten Mandanten hoffentlich auch", so Kroll heute Abend gegenüber kobinet. sch
 
E

ExitUser

Gast
Richtig so!
Die Ämter und Sachbearbeiter halten sich erst dann an alle Gesetze, wenn die Kosten für versuchtes Sparen zu hoch werden.

MfG
 
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