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Jobcenter benötigen mehr Geld zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit in NRW

Albertt

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13. August 2015

Minister Schneider: Jobcenter benötigen mehr Geld zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit in NRW

„Unsere Jobcenter müssen personell besser ausgestattet werden. In Berlin muss deutlich mehr Geld in die Hand genommen werden, um langzeitarbeitslosen Menschen eine Jobperspektive zu ermöglichen“, forderte Schneider.
https://land.nrw/de/pressemitteilung/minister-schneider-jobcenter-benoetigen-mehr-geld-zur-reduzierung-der

Weder mehr Personal, noch mehr Geld, würden einen Unterschied machen.

Begründung: ca. 6,5 Millionen Erwerbslose VS 500.000 Arbeitsstellen. Man muss, denke ich, kein Mathegenie sein, um zu erkennen, wo das Problem liegt. Dieses lässt sich auch nicht, mit "Mehr Geld oder Personal" bekämpfen.

Solche Artikel sind extrem frustrierend.
 

Nimschö

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Vielleicht will Schneider alle Arbeitslosen direkt beim JC anstellen? :D
 

#HIV#

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Einfach mehr Sanktionen verteilen, dann kommt automatisch wieder mehr Kohle rein. War bisher doch auch kein Problem?
 

Dagegen72

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:icon_lol:

langsam wird es kindisch und lächerlich mit dem permanenten Schrei der Jobcenter und auch der Wohlfahrtsverbände nach mehr Geld.

Schämen die sich eigentlich nicht? Sollen einfach mal mit den Schei* Lohn - Subventionen und Maßnahmen aufhören, dann HABEN sie Geld und auch für die Flüchtlinge, falls das das Problem sein sollte könnte sonst was oder was anderes als Vorwand.



Und i´m hiesigen JC sehen die Mitarbeiter nicht überlastet aus, sondern genau das Gegenteil. Einzig der Empfang könnte gelegentlich in Bedrängnis kommen, das sind dann aber auch eher nur Stoßzeiten. Ist es bei euch anders?
 

Nimschö

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JCs sind eben system-relevant. Wenn hier in der Stadt das JC schließen würde, würde gleichzeitig auch ein Büromateriallieferant, eine Pizzeria und eine Bäckerei pleite gehen. :biggrin:
 

Dagegen72

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@ Will Mc Earn: die Frage hast du zwar nicht an mich gestellt aber diese Zahl stammt (vermutlich, falls nicht vom Link hier) von der Statistik der Bundesanstalt für Arbeit und besagt die Zahl für Juli 2015

habe die entspr. Seite im Thread die "BA entlässt Mitarbeiter gepostet"

cool: diese Seite ist noch übersichtlicher: da wird pro Bundesland die aktuellen Zahlen veröffentlicht

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur-Nav.html

also wenn ich es richtig lese, dann steht bei JEDEM Bundesland eine Absenkung / Verringerung der Arbeitslosen - sorry, aber das kann ich nicht glauben
 

Dagegen72

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@ Thisistheend: kannst du Gedanken lesen? Ich auch.

Die eingesparten 750 Millionen - die könnte ich ganz gut gebrauchen. Dann wäre ich für den Anfang mal aus dem Gröbsten draußen :biggrin:
 
E

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Gast
diese Zahl stammt (vermutlich, falls nicht vom Link hier) von der Statistik der Bundesanstalt für Arbeit und besagt die Zahl für Juli 2015
habe die entspr. Seite im Thread die "BA entlässt Mitarbeiter gepostet"
Wo kommt diese Zahl her?
Begründung: ca. 6,5 Millionen Erwerbslose VS 500.000 Arbeitsstellen. Man muss, denke ich, kein Mathegenie sein, um zu erkennen, wo das Problem liegt.
Dort ist aber von lediglich rd. 2,7 Mio Arbeitslosen im Juli 2015 die Rede, nicht von 6 Mio. Vielleicht liegts ja auch einfach nur am falschen Verständnis für Begrifflichkeiten, wer weiß.
 
E

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Gast
Weder mehr Personal, noch mehr Geld, würden einen Unterschied machen.
Darum geht es auch nicht. Es ist Sommerloch, die Zeitungen müssen irgendwas bringen und der Herr Minister will erwähnt werden. Da muß er sich halt irgendeine Dummheit einfallen lassen, die sein Budget nicht direkt belastet.

Solche Artikel sind extrem frustrierend.
Was liest Du das auch. Der Artikel war nicht für Dich bestimmt.
 

Bananenbieger

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Wo kommt diese Zahl her?
Monatsbericht Arbeits- und Ausbildungsmarkt - statistik.arbeitsagentur.de

Seite 6, 25 und 52 vom 88-seitigen Bericht lesen.
Nicht die ersten 3 Seiten, die in den Massenmedien spazieren getragen werden, hernehmen.


Aber der gesunde Menschenverstand bringt etwas. Schau mal die Tagesschau vor 20 oder 25 Jahren. Da werden auch Arbeitslosenzahlen genannt. Die sind viel höher als jetzt. Wieviele Betriebe haben inzwischen dicht gemacht?
Da müsste ja ein Zauberstab sein Werk gemacht haben.
Das Arbeitsvolumen hat sich seit Jahrzehnten auch nicht geändert.
 

Albertt

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also wenn ich es richtig lese, dann steht bei JEDEM Bundesland eine Absenkung / Verringerung der Arbeitslosen - sorry, aber das kann ich nicht glauben
Kannst du ruhig glauben. Sind alle in Zwangs-Maßnahmen geparkt. Verstärkt die u25iger.

Darum geht es auch nicht. Es ist Sommerloch, die Zeitungen müssen irgendwas bringen und der Herr Minister will erwähnt werden. Da muß er sich halt irgendeine Dummheit einfallen lassen, die sein Budget nicht direkt belastet.
Dann soll er sein Doppelkinn per Nahaufnahme ins Web stellen, oder seinen Diabetes-Bauch inbekleidet zeigen. Das reicht aus, um die Aufmerksamkeit der dummen zu erhalten.

Was liest Du das auch. Der Artikel war nicht für Dich bestimmt.
Tztztz..


Edit: mehr personal macht keinen unterschied
 

Dagegen72

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@ Will McEarn: ja, das sind die Arbeitslose und die Unterbeschäftigten , dann kommt man wohl auf die 6 Mio

und die Unterbeschäftigten, das dürften die Aufstocker und die von albertt erwähnten Maßnähmler und sowas sein?? blick das noch nicht so ganz mit den Unterbeschäftigten

Statistik der Bundesagentur für Arbeit - statistik.arbeitsagentur.de


Apropos @ Thread: ich brauch auch mehr Geld um meine Arbeitslosigkeit zu reduzieren. !!! Zahlt es doch gleich an mich und nicht an irgendwelche Dritte - es geht schließlich um meine Arbeitslosigkeit.

(ihr A..lö... :icon_motz: :icon_hihi: )
 

Dagegen72

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https://de.wikipedia.org/wiki/Unterbeschäftigung

so, habe mal Unterbeschäftigung gewikipediat :icon_confused:

Mit dem Begriff Unterbeschäftigung beschreibt die International Labour Organization (ILO) in ihrer Arbeitsmarktstatistik

das partielle Fehlen von Arbeit.
" das Arbeitsvolumen sei in Deutschland im Gegensatz zur USA stetig geschrumpft"

Das Arbeitsvolumen ist auf die Dekaden bezogen seit 1970 in fast allen OECD Ländern abwechselnd gewachsen und geschrumpft – nur in den USA ist es durchgängig gewachsen und nur in Deutschland ist es durchgängig geschrumpft.
 
E

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Gast
"das Arbeitsvolumen sei in Deutschland im Gegensatz zur USA stetig geschrumpft"
Ja, aber wenn man einen Halbtagsjob auf sechs Schultern verteilt, hat man zwar eine Person in die absolute Armut gedrückt und somit einen Hilfsbedürftigen mehr, aber statistisch zwei Arbeitslose weniger. Beides ist politisch so gewollt.
 

Dagegen72

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@P123: der Satz hört sich sehr gut an, gefällt mir, kannst du dich aber bitte noch zu einer Erläuterung herablassen :biggrin:

Wie verteilt sich ein Halbtagsjob auf sechs Schultern?

Die Vollzeitarbeit könnte auf einen Halbtagsjobber und zwei Mini-Jobber aufgeteilt werden, meinst du das, ist das finanziell lohnend für den Unternehmer?

Dann hätte man keinen einen ganz Arbeitslosen aber 3 Unterbeschäftigte, also partiell Arbeitslose.

Das mit dem politischem Gewolltsein kann ich gut nachvollziehen, denn was anderes kann es nicht sein, wenn Maßnahmen die kein Geld bringen Mini-Jobs vorgezogen werden sollen, wenn Ausbildungen torpediert werden, wenn Teilzeit-Jobs in Gefahr gebracht werden durch schikanöse Vollzeit-Suche obwohl man doch froh sein kann, wenigstens den TZ-Job gefunden zu haben, denn die liegen auch nicht auf der Straße, nur diese Schei* Mini-Jobs.
 

Dagegen72

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Nachtrag: falls beim ESF (freiwillig) auch Halbtagsjobs zählen könnte es aber hinkommen:

Erwerbsloser - Jobcoach :)rolleyes:) - Sachbearbeiter - ACHT sogar: der subventionierte Arbeitgeber :icon_surprised:
 

Dagegen72

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ah, danke HHPeterle :/

toll - :icon_motz:

dann ist man schon bei drei Fuzzis im Schraubgriff, dem AG ist meine Arbeitskraft sowieso nur die Hälfte wert wenn überhaupt - wenn dann noch nur 20 Stunden / Woche dazukommen - bin ich paralell dazu ja immer noch unter JC - Fuchtel

gut bei ESF wäre ich es mit coach sowieso
 
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Also das Personal, was sie einsetzen, um mir VV rauszusuchen und zu schicken, können sie schon einmal anders einsetzen.

Die wandern direkt in den Schredder.
 

Dagegen72

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die wandern direkt in den Schredder
:icon_hihi:

hauptsache, man verhält sich so, dass man nicht sanktioniert werden kann und trotzdem zu nichts gezwungen ist, was man nicht möchte.
 
E

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Da es hier im Forum bei der Interpretation der veröffentlichen BA-Zahlen immer wieder zu mitunter eklatanten Fehlern kommt, will ich im Hinblick auf die Unterbeschäftigung mal den Erklär-Bär geben. :biggrin: Die Unterbeschäftigung, wie sie in der BA-Statistik gemeint ist (hier gibt es eine Diskrepanz zur ILO-Definition!), umfasst vereinfacht gesagt all jene Personen, die:
(1) arbeitslos sind (gar nicht arbeiten)

(2) partiell arbeitslos sind (etwas arbeiten, aber mehr arbeiten können/wollen)

(3) Kurzarbeitergeld erhalten oder Altersteilzeit machen

(4) in Maßnahmen geparkt sind bzw. Qualifizierungen durchlaufen
Wenn also laut Statistik die Unterbeschäftigung 3.588.857 Millionen Personen umfasst und 2.772.642 Personen arbeitslos sind, darf man nicht einfach die 3,5 Mio. Unterbeschäftigte und die 2,7 Mio. Arbeitslose addieren! Das geht deshalb nicht, weil die 2,7 Mio. Arbeitslose in den 3,5 Mio. Unterbeschäftigten bereits enthalten sind. Denn nochmal: Unterbeschäftigt sind alle, die zu wenig oder gar nicht arbeiten. Sehr anschaulich und für BA-Verhätnisse mal erstaunlich verständlich skizziert ist das in diesem Dokument. Wer es ausführlicher mag, der lese dieses Dokument (ab S. 19 ff.).

Zusammenfassung (Zitate aus dem letztgenannten Dokument):

„In der Unterbeschäftigung werden insbesondere auch die Personen erfasst, die zwar nicht als arbeitslos im Sinne des § 16 SGB III gelten, die aber dennoch „Probleme am Arbeitsmarkt“ haben, weil ihnen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Das Messkonzept der Unterbeschäftigung erweitert darüber hinaus die Sicht auf individuelle Probleme am Arbeitsmarkt um eine ökonomische Sicht auf das gesamtwirtschaftliche Defizit an regulärer Beschäftigung in einer Volkswirtschaft.“

„Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus drei Personengruppen: (1) den Arbeitslosen nach § 16 SGB III, (2) Teilnehmern an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und (3) Personen in bestimmten Sonderstatus. Teilnehmer an solchen Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und Personen in solchen Sonderstatus sind zwar nicht arbeitslos, werden aber zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Personen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.“

Erklär-Bär-Ende :wink:
 
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Begründung: ca. 6,5 Millionen Erwerbslose VS 500.000 Arbeitsstellen. Man muss, denke ich, kein Mathegenie sein, um zu erkennen, wo das Problem liegt.
Ein Mathegenie muss man in der Tat nicht sein. Wenn man schon auf Statistiken Bezug nimmt, sollte man aber wenigstens zur Kenntnis nehmen (können), dass es keinen Sinn macht, einfach so Zahlen zu addieren, nur damit ein möglichst imposanter Wert bei rauskommt. Die 6,5 Mio. Erwerbslose, die du postulierst, sind Unsinn (Begründung siehe ein Post weiter oben).

Davon abgesehen haben wir derzeit in Deutschland weit mehr als 500.000 freie Arbeitsstellen. Allein in der Jobbörse sind über 1.000.000 Stellen sowie knapp 240.000 Ausbildungsstellen registriert. Sicher sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, denn es ist gut möglich, dass zahlreiche der Stellen, die z.B. ZAF in der Jobbörse eintragen, gar nicht existieren, sondern dass die nur der Ausweitung des Bewerber-Pools sowie der kostenlosen Werbung dienen. Auf wie viele der Stellen das zutrifft, wissen wir aber nicht.

Was wir sehr wohl wissen, ist allerdings, dass gerade große Unternehmen ihre freien Stellen mitunter gar nicht an die Agentur für Arbeit melden, weil die ohnehin dauernd mit Bewerbungen überhäuft werden. Stellen von Top-Unternehmen tauchen daher in der Jobbörse oftmals gar nicht auf. Wir haben zwar insgesamt mehr Erwerbslose bzw. Bewerber als freie Stellen, gleichwohl ist das Missverhältnis längst nicht so groß, wie du es suggerierst.

Das größte Problem in Deutschland ist imho aber nicht das Missmatching (Betrieb und Bewerber finden nicht zusammen), sondern eher, dass die Arbeit (1) ungleich verteilt ist und dass es (2) immer mehr Scheiß-Jobs gibt. Siehe dazu etwa den aktuellen IAQ-Report, der eindrucksvoll belegt, dass „24,4% aller abhängig Beschäftigten für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 9,30 € pro Stunde“ schuften.

Dabei muss man folgendes berücksichtigen: Die [FONT=&quot]Zahl der Erwerbstätigen ist von etwa 25 Mio. im Jahr 1960 auf 43 Mio. in 2014 gestiegen. Hört sich toll an, allerdings gibt es einen Haken! Das Arbeitsvolumen (die zusammengezählten Stunden, die pro Jahr gearbeitet werden) ist nämlich im gleichen Zeitraum nur von 55 auf 59 Milliarden Stunden gestiegen[/FONT]. Das heißt nichts anderes als: Die im Wesentliche gleiche Menge an Arbeit wird heute auf viel mehr Schultern verteilt.

Das bedeutet, dass viele Menschen unfreiwillig nur in Teilzeit arbeiten und daher von ihrem Verdienst kaum leben können. Dass durch Hartz IV dann auch noch der Niedriglohnsektor politisch gewollt ausgeweitet wurde (so dass auch Vollzeitbeschäftigte mitunter nur einen Hungerlohn nach Hause tragen), trägt sein Übriges dazu bei, dass die Spaltung der Gesellschaft in jene mit einem vernünftig bezahlten Job (noch die Mehrzahl!) und jene, die abgehängt sind, sich weiter vergrößert (siehe dazu z.B. dieses Dokument, S. 30).

Kurzum: Kritik an der mitunter zynischen und verlogenen Arbeitsmarktpolitik und an unsinnigen Geldverbrennungs-Initiativen ist gut und richtig. Daher mag ich ja auch dieses Forum. Die Zahlen, die man kritisiert, sollten aber richtig gelesen werden. Da muss man auch gar nix dran rumwerken, denn sie sind so, wie sie sind, schon schlimm genug.

Klar ist es toll, wenn immer mehr Menschen Arbeit haben. Wenn aber 1/4 aller Beschäftigten zu einem Hungerlohn knechtet, ist das kein arbeitsmarktpolitischer Erfolg, sondern Armut verursachende S.c.h.e.i.ß.e. Denn wer einen Scheiß-Job hat, dem geht es in der Regel nicht besser als jemandem, der gar keinen hat (mitunter geht's ihm sogar schlechter). Aber: Da kann man politisch ja was dran ändern!
 

Dagegen72

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um jetzt noch einmal den eklatatanten Fehler einer Fehlinterpretation bezüglich eines angeblichen Interesses an Arbeits-losigkeit vorzubeugen gebe ich jetzt mal den Erklärbär :icon_rolleyes: Mich interessiert in erster Linie die Verarsc*e und die Volksverdummung durch solche Statistiken, der Vermittlungs-Skandal / Statistik-Skandal ist ja bekannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Vermittlungsskandal

Das war 2002 und auch heute gibt es andere Meldungen - gut, da ich die Arbeitslosen nicht selbst zähle und erfasse, kann ich selbst überhaupt nichts bestätigen und glauben - ich kann mir nur ansehen was andere mir vor die Nase legen und entweder fre* ich es oder lasse es bleiben. Manche fre* eben oder leider alles, was ihnen in Hochglanz vor die Nase gelegt wird.

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen.

Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im Dezember 2014 waren 3,6 Millionen Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.
Darüber hinaus tauchen 274.000 nicht erwerbstätige Personen - die korrigierte sogenannte stille Reserve (IAB Kurzbericht 18/2014, Seite 10) - in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen.
:icon_frown:
Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Juli 2015, Seite 69. Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die dort ebenfalls aufgeführten älteren Arbeitslosen, die aufgrund verschiedener rechtlicher Regelungen (§§ 428 SGB III, 65 Abs. 4 SGB II, 53a Abs. 2 SGB II u.a.) nicht als arbeitslos zählen, befinden sich in der Gruppe Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I oder ALG II.

Quelle: http://www.die-linke.de/politik/positionen/arbeitsmarkt-und-mindestlohn/tatsaechliche-arbeitslosigkeit/


Also - lasst mich überlegen :icon_party: (war ganz schön lang gestern Abend mal wieder :icon_hihi: ) - ich behaupte jetzt mal, es gibt 5 Millionen Arbeitslose und zwei Millionen die nicht voll arbeiten und 1 Millionen, die gar nicht arbeiten. (Zahlen aus dem Ärmel geschüttelt, wer will es mir nachweisen :rolleyes:)

und schließlich interessiert mich der mir vorenthaltene Arbeitsplatz am Arbeitsmarkt - für gratis geht es schließlich auch und zwar in allen "Fach" :rolleyes: Bereichen - aber gegen Geld geht es offenbar nicht und ein Eingliederungszuschuss ist da auch noch uninteressant, also wenn, dann schon vollgratis.

Und endlich interessiert mich dann nur noch das mir vorenthaltene Geld für meinen (erzwungenen) Freizeit-Ausgleich und die vorenthaltenen Grundrechte was Freizügigkeit und sonstiges betrifft.

Den Folgetext von B.T. halte ich mal wieder für "viel Text für nichts". Und im übrigen gebe ich auch keinen Pfifferling mehr auf die ausgeko*en viel-Text-Papierverschwendung oder Stromverbrauch für die Arbeitsmarktbeobachter und sonstige Statistikerfassungen. Die Ersteller werden dafür finanziert während es mir das Hirn damit zuschei*t, dass sollen sich mal schön andere zuschei* lassen.
 
E

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Und im übrigen gebe ich auch keinen Pfifferling mehr auf die ausgeko*en viel-Text-Papierverschwendung oder Stromverbrauch für die Arbeitsmarktbeobachter und sonstige Statistikerfassungen. Die Ersteller werden dafür finanziert während es mir das Hirn damit zuschei*t, dass sollen sich mal schön andere zuschei* lassen.
Genau! Denn wer braucht schon Zahlen, um empirisch fundiert und vom Einzelfall abstrahiert argumentieren zu können? Keiner! Ignoranz ist fürwahr eine Tugend. Ich beglückwünsche dich dazu, sie so souverän perfektioniert zu haben :icon_daumen:
 

Dagegen72

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ja, voll die Ignoranz, fragt sich bloß auf wessen Seite :icon_party:

wenn ich dafür bezaht werde so einen heiße-Luft -Schmonz zu lesen, dann könnte ich mich dafür auch mal herablassen ansonsten zeigt mir die Realität alles was ich wissen muss :icon_rolleyes: - völlig kostenlos und ohne umweltschädigend und Raubbau an Baum, Natur und dem gesunden menschlichen Verstand zu betreiben.
 
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