JobCenter Aachen startet Propaganda-Kampagne

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[HartzFear]

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Das das JobCenter Aachen für seine "Kompetenz" bekannt ist weiß man nicht zuletzt seit der Geiselname im gleichnamigen JobCenter, die daraus entstandene Provinz-Posse und die Vermittlung von erwerbslosen Mitbürgern in das Rotlichtmilieu.

Jetzt spannt man seine Hofberichterstatter ein, um sein ramponiertes Bild wieder aufzupoplieren. Diesmal soll es das örtliche Käseblättchen "Super Sonntag" auf Seite 24. richten. In gewohnt kritischer Berichterstattung ist dabei folgender Artikel entstanden. ePaper Super Sonntag Aachen

Ich, als Betroffener, der die Zustände dort kennt, empfinde das als zynische und billige Tatsachenverrehung, wenn man dort mit Wörtern wie Vertrauen und Respekt operiert. Eigenschaften, für die das JobCenter Aachen nach meiner Auffassung noch nie bekannt war und deshalb auch täglich missachtet.

Daher schlage ich eine Korrektur des Artikels in "Jobcenter = Gewalt" vor.
 

Ausgestossener

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Aus dem Sonntagsblättchen = Nun soll eine gemeinsame Aktion gegen die Gewalt in Jobcentern gestartet werden.

Man sollte erst einmal "eine gemeinsame Aktion gegen die Gewalt in Jobcentern gestartet werden" die von innen heraus, also den JC selbst, auf die Hilfesuchenden ausgeübt wird.
Unqualifiziertes JC-Personal sanktioniert "fröhlich" daher und zwingt die Hilfesuchenden in völlig sinn- und inhaltsleere "Qualifizierungsmaßnahmen".
Wenn dieses JC-mäßig gewollte System der Drangsalierung und Sanktionierung endlich einmal ein Ende haben würde, also zuerst die Seite der JC von ihren Gewaltausübungen ablassen, dann wäre allen Beteiligten geholfen.
 

JulieOcean

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Na bitte. Da wird mal wieder das Negativ-Bild vom Elo gezeichnet. Aggressiv, ungewaschen, faul und gemein. Eine Gefahr für die bürgerliche Welt und den JC-Mitarbeiter im Besonderen.

Tatsache ist, dass ein Elo-Alltag oft von Problemen gekennzeichnet ist, da können die Nerven schon mal blank liegen. Von JC-Mitarbeitern wäre hier soziale Kompetenz gefordert.

In der Praxis erlebt man das Gegenteil. Da wird provoziert, sich wichtig getan, schikaniert, werden Menschen in ihrer Würde verletzt. Da sitzen Mitarbeiter, die in ihrer tagtäglichen Arbeit andere Menschen bevormunden, unterdrücken und im Extremfall Existenzen vernichten.

Und jetzt kommen die Verursacher und fordern, Zitat,
„Jobcenter gegen Gewalt - Gegenseitiger Respekt ist voll ok“

Vermutlich ist dieses JC von seinen Kunden, von denen es schließlich lebt (!) so weit enfernt, dass es gar nicht kapiert, wie diffamierend diese Aktion ist.

Mein KOmmentar: :icon_kotz2:
 

AEMR

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Danke [HartzFear] für den Hinweis. Hofberichterstatter passt!

Es ist wirklich zynisch, den Opfern von Gewalt zuzurufen: Vertraut uns! In braven, bürgerlichen Kreisen ist Vertrauen "irgendwie positiv" besetzt; das Gegenteil, Misstrauen, bringt für Phobiker die vermeintliche göttliche Weltordnung zum Einsturz. Wer als Erwerbsloser bzw. JC-Kunde jetzt noch aufmuckt, "vertraut nicht genug" und darf nach dieser Kampagne also ganz öffentlich als (krankhaft?!) misstrauisch stigmatisiert werden.

Das ist ein feudales Denken, der brave Untertan darf die irgendwie renitenten Arbeitslosen ein bisschen verachten nach dem Motto "es hat schon seine Richtigkeit" (just-world-Theorie).

Gerechte-Welt-Glaube (Belief in a just world) bezeichnet eine generalisierte Erwartung, dass Menschen im Leben dasjenige bekommen, was sie verdienen. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht das individuelle Streben danach, die Welt als geordnet und vorhersagbar zu erleben, wobei dieses Streben Bestandteil eines übergeordneten Strebens nach Kontrolle ist. Ungerecht erscheinendes Leiden anderer bedroht den Gerechte-Welt-Glaube.
Gerechte-Welt-Glaube

Hunderttausende wissen es nach allerlei Unterstellung, Bedrohung, Aushorcherei und Datenschutzverstoß besser, dass nämlich die Jobcenter alles verdienen, aber eben gerade kein Vertrauen.

Wenn staatliche Organe nicht Transparenz bieten, sondern "Vertrauen!!!" fordern, man beachte das (von mir zugefügte) Ausrufezeichen, ist das wohl eher die Abkehr aus dem Rechtsstaat und ein Kriterium von Diktatur.

Wie widersinnig, der Trickbetrüger oder Bankräuber steht vor dir und sagt: "Mach dich locker, vertrau mir!"

Die Gewalt durch die Mitarbeiter des Jobcenters gegen die Kunden ist sozialarbeiterisch, juristisch und kriminologisch leider eine "Terra Incognita" und unbedingt medial zu thematisieren, das heißt für uns als die am sprichwörtlichen kürzeren Hebel Sitzenden: erst einmal in allen Details der Schikanierung zu dokumentieren.

Es ist offensichtlich volkspädagogisch unerwünscht, die Missstände in den Jobcentern zur Sprache zu bringen; wenn das so weitergeht, wird der Mythos von der Fürsorglichkeit und Kundenfreundlichkeit der deutschen Jobcenter zum postmodernen Credo, zur Staatsdoktrin.

Die anwachsende rechtliche Grauzone wird leider meistens (systematisch, kalkuliert) so verdunkelt gehalten, dass man als JC-Kunde Nötigung oder Erpressung nicht nachweisen kann.

Ein süddeutsches Bundesland hat mal so geworben: "Wir können alles - außer Hochdeutsch", und nicht nur das Aachener JC müsste, tatsachentreu, eigentlich so werben: "Wir können alles - außer ehrlich!"
 

AEMR

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#JulieOcean

Das hast du sehr treffend geschrieben, danke!

Die JC-Mitarbeiter, obrigkeitstreu-angepassten Sozialpädagogen oder nahezu durchweg unfähigen Maßnahmedozenten scheinen sich vor dem Kunden zu ekeln und strahlen schweigend und blasiert guckend aus: Eure Armut kotzt mich an.
 

2010

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Auch hier wieder gibt sich ein "Kunde" kooperativ mit den Schergen.

Man muß schon sehr einfältig sein, um Aggressionen dem "Kunden" unterzuschieben, denn es stellt sich die Frage, warum es nicht in anderen Behörden zu vermehrten massiven Übergriffen kommt.
Oder hebt man gerade die Jobcenter hervor, um weiterhin einen Sündenbock präsentieren zu können, damit Wirtschaft u. Politik weiter ungestört an sozialkriminellen Machenschaften basteln können?
 

nightangel

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Ach der Elo soll denen vertrauen, warum vertrauen die den Elos nicht mal?
Vertrauen sollte wenn schon auf Gegenseitigkeit beruhen.
Als Elo wird man sofort unter Generalverdacht gestellt, man ist solange schuldig bis man seine Unschuld beweist. Man muss für jede noch so kleine Aussage irgendwelche schriftlichen Beweise beibringen. Ausgefülltes Formular reicht nicht, nein es müssen noch Beweise erbracht werden das die Angaben so auch richtig sind etc. etc.
Wozu diese unsäglichen EGV's wenn man sich doch gegenseitig Vertrauen sollte?

Wo bleibt das Vertrauen gegenüber den Elos?

Wer mir nicht traut, dem traue ich auch nicht.
Wer dem JC vertraut darf sich nicht wundern wenn er irgendwann (im übertragenen Sinne) ein "Messer im Rücken" hat.

Und selbst wenn einige ausrasten, beleidigend und handgreiflich werden sollten die doch mal überlegen woher es kommt. Auch dafür gibt es Auslöser die man beseitigen müsste damit sowas nicht mehr vorkommt.

Davon abgesehen, ich durfte mich auch schon unfreundlich anschnauzen lassen und der Ton wurde immer rüder und unfreundlicher und das obwohl ich nur auf eines meiner Rechte bestanden habe und völlig ruhig und freundlich blieb.

SB sollten sich mal einen Spruch gross an die Wand malen
"Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder heraus"
 

[HartzFear]

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Die Propaganda-Kampagane im Käseblättchen scheint nicht gereicht zu haben. Jetzt versucht man im gehobeneren Segment der Hofberichterstattung (Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung) auch das bürgerliche Lager vom potentiell kriminellen Erwerbslosen zu überzeugen. Eine Kommentierung ist bei diesen Zeitungen seit einigen Wochen nur noch durch vorherige Registrierung möglich:icon_party:Ersteunlicherweise spricht das JobCenter Aachen nicht davon, daß man seit Jahren die Erwerbslosen um ihre KdU prellt, dank fantasiereicher Kalkulation. Respekt hier? Fehlanzeige. Und da wundert man sich in diesem Haus wirklich, daß solcherlei Aktionen und mehr zu Reaktionen führen.

Aktion gegen Gewalt im Jobcenter - Aachen - Lokales - Aachener Zeitung

Aktion gegen Gewalt im Jobcenter - Aachen - Lokales - Aachener Zeitung
 

JulieOcean

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Ach, dieses Gejammer der armen argen Schergen. :icon_cry:

Zitat aus dem Artikel: Ein Leistungsbezieher hatte ihr im vergangenen Oktober eine Tür gegen den Körper geschlagen. Das berichtet eine Mitarbeiterin aus dem JC. Äußerst präzise erläutert. :icon_kotz: Könnte auch ein Versehen gewesen sein, mit der Tür, was? Aber egal. Jetzt wird Front gemacht gegen die vermeintlich kriminellen Elos, da ist jedes Mittel recht! :icon_dampf:

Ziemlich daneben auch das Plakat, mit dem das JC wirbt. Ganz vorn steht einer breitbeinig da (der im weißen Hemd) und hat die Arme verschränkt. Ja liebe JC-Mitarbeiter, solch ablehnende Geste schafft Vertrauen. :icon_kotz2:
 
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