Jobbörse Status Bewerbung Absage erhalten und Vermittlungsvorschlag erledigt?

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Liebe Forengemeinde,

wer stellt in der Jobbörse den Status der Bewerbung auf Absage erhalten oder Vermittlungsvorschlag erledigt? Der Arbeitgeber oder der SB?
Und was ist der Unterschied zwischen beiden Aussagen?
Ich selbst habe keine Absagen erhalten, bedeutet dies der AG hat eine schlechte Rückmeldung gegeben, denn wer macht sich sonst die Mühe? Und SB erhält sofort Info über den Status?


Vielen Dank und einen tollen Start in das Wochenende.
 

Gollum1964

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Liebe Forengemeinde,

wer stellt in der Jobbörse den Status der Bewerbung auf Absage erhalten oder Vermittlungsvorschlag erledigt? Der Arbeitgeber oder der SB?

Hallo,

deine Beobachtung ist mir auch schon aufgefallen.
In der Regel hat das Unternehmen kein Interesse an dir und hat es dem Jobcenter per Antwortbogen mitgeteilt, dir aber nicht, was in meinen Augen eine Unsitte ist.
Ich war im übrigen im letzten Jahr zu einem Bewerbertag bei einer großen ZAF seitens Jobcenter beordert worden und habe mich dort etwas renittent verhalten. Seitdem steht der Status für diese ZAF bei VV immer schon auf Absage, bevor ich mich überhaupt hinbeworben habe.:first:

Gruß Thomas
 

Sonne11

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Hallo!
SB stellt das ein, wenn wie erwähnt eine Rückmeldung erfolgt.

Einige große ZAF die sehr eng, also so richtig eng mit den JC sind und Futter für Statistikbereinigungen liefern, können sich über den VV den Bewerber suchen und das selbst ändern! Als kostenlose Rückmeldung, ohne für Porto der Rückmeldebögen zu bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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ExitUser

Gast
wer stellt in der Jobbörse den Status der Bewerbung auf Absage erhalten oder Vermittlungsvorschlag erledigt?

Die Statusänderung kann sowohl von dir selbst wie auch vom Arbeitsvermittler/pAp vorgenommen werden. Der Arbeitsvermittler sieht in seinem Programm zwei Spalten für Rückmeldung, einmal "Rückmeldung durch Bewerber" und einmal "Rückmeldung durch Arbeitgeber".

Der Arbeitgeber oder der SB?

Der SB kann das tun und tut es z.B., wenn der Kunde ihm schriftlich, tel. oder persönlich Rückmeldung zur Bewerbung gibt. Der Bewerber kann in seinem Jobbörse-Account aber auch selbst Rückmeldungen zu VVs und getätigten Bewerbungen geben, also die Eintragung vornehmen. Der AG kann das aber auch (bezogen auf den VV).

Und was ist der Unterschied zwischen beiden Aussagen?

Es gibt halt einfach die Möglichkeit, dass sowohl AG wie auch Bewerber antworten. Denn in der Regel bekommen beide den VV (der Arbeitsvermittler kann auswählen, ob der VV nur an den "Kunden", oder auch an den AG gehen soll). Es kommt z.B. gar nicht so selten vor, dass der Bewerber im Account "Bewerbung erfolgt" anklickt, der AG aber postalisch zurückmeldet "Hat sich nicht beworben".

Es ist dann aber längst nicht immer so, dass dem AG automatisch mehr geglaubt wird. Die meisten Arbeitsvermittler wissen sehr wohl, dass die AG-Rückmeldungen nicht immer zutreffend sind (geschätzt 90% der AG antworten ohnehin gar nicht. Außgenommen ZAF, die antworten fast immer). Wenn ein Bewerber im JB-Account anklickt, er habe sich beworben, der AG aber zurückmeldet, ihm läge keine Bewerbung vor, passiert in den meisten Fällen gar nichts, weil eben nicht bewiesen werden kann, das wirklich keine Bewerbung erfolgt ist.

Manchmal ergeht pro forma dann eine Sanktionsanhörung a la "Es ist der tatsächliche Sachverhalt zu ermitteln" (der Grundgedanke dahinter ist: Man kann es ja mal versuchen. Wenn der Kunde sich nicht äußert, bekommt er dann eine Sanktion). Wenn man darauf aber reagiert (würde ich unbedingt tun!) und antwortet, man habe sich sehr wohl beworben - und wenn man dann im Idealfall noch ein Anschreiben dem Anhörungsbogen beifügt -, ist man auf der sicheren Seiten (in der Regel jedenfalls, da würde eine Sanktion mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Klage keinen Bestand haben).

Ich selbst habe keine Absagen erhalten, bedeutet dies der AG hat eine schlechte Rückmeldung gegeben, denn wer macht sich sonst die Mühe?

Das könnte in der Tat indizieren, dass der AG eine "negative" Rückmeldung gegeben hat (negativ im Sinne von "hat sich nicht beworben"). Mit Sicherheit kann aber niemand wissen, wie das zustande kommt. Manchmal sparen sich die AG einfach die Absage-Schreiben, weil es ihnen zu viel Arbeit macht, die zu schreiben. Ein Kreuz auf einem vorfrankierten Bogen ans JC zu setzen, macht hingegen weniger Arbeit.

Mein Tipp: Wenn du VVs bekommst, log dich in die Jobbörse ein und gibt dort selbst die Rückmeldung, du hast dich beworben (ob du dich wirklich beworben hast, ist ja eine andere Frage). Allein die eigeninitiative Rückmeldung durch dich macht aber schon einen positiven Eindruck auf den Arbeitsvermittler und erweckt den Anscheinsbeweis einer Bewerbung, zeigt also: Der Kunde ist motiviert -> vermutlich weniger Probleme mit dem JC.

Zu dem, was der pAp sieht und erfährt: Wenn du eine Rückmeldung in deinem JB-Account gibst, erfährt das dein Arbeitsvermittler nur, wenn er den VV im Programm VerBIS aufruft. Der pAp bekommt keine Benachrichtigung darüber, dass du eine Rückmeldung gegeben hast. Er bekommt auch keine Benachrichtigung, wenn du dich in der JB einloggst.

Der pAp kann aber im Reiter Online-Zusammenarbeit sehen, wann du dich zuletzt eingeloggt hast (da steht dann sowas wie "Letzte Anmeldung am 03.03.2017"). Indes kann der pAp nicht sehen, welche Stellen du dir in der JB angesehen hast. Im Klartext: Dein Surfverhalten im JB-Profil kann der pAp nicht einsehen.

Generell zur Jobbörse: Die fundamentale Ablehnung der Jobbörse Nutzung mancher User hier kann ich nicht begreifen. Ich selbst halte die Jobbörse zwar nicht für nötig und würde darüber auch keine Bewerbungen versenden (weil ich Bewerbungen gerne individualisiere und nicht das vorgegebene BA-Muster verwenden will), aber grundsätzlich sehe ich in der Nutzung des JB-Account keinerlei Nachteile. Wohl aber folgende Vorteile (die mir als ELO egal waren, die aber von manchen ja als nützlich empfunden werden):

Man kann die eigene EinV online einsehen. Man kann dem Vermittler nachweislich Nachrichten zukommen lassen und nachweislich Anträge stellen. Man kann VV Rückmeldungen geben. Man kann Termine einsehen. Man kann (nach Freischaltung) die eigenen Fähigkeitern und den Lebenslauf bearbeiten, wodurch man sicherstellen kann, dass nicht völlig falsche Daten eingepflegt werden (was oft passiert, wenn der pAp Dinge reinschreibt). Und schließlich: Man kann sich "auf den letzten Drücker" schnell noch auf VV-Stellen über die JB bewerben, bevor die Frist abläuft.

Hier im Forum habe ich schon mehrfach gelesen, dass der pAp ein großes Interesse daran habe, dass der "Kunde" unbedingt seinen JB-Account nutze. Ich kann das in keiner Weise bestätigen. Den meisten pAps ist es schlichtweg völlig egal, ob der Kunde das Ding nutzt oder nicht. Warum sollte das für den pAp auch relevant sein? Der hat da doch nichts von.

Etwas ot, aber dennoch im JB-Kontext: Meiner Einschätzung nach nutzen über 90% der Jobcenter-Kunden ihren Jobbörse-Account nicht. Es gibt allerdings ein klares Qualifikations-Gefälle (laut interner Nutzerstatistik der BA). Statistisch betrachtet gilt: Je höher die Formalqualifikation des ELO, desto wahrscheinlicher ist, dass er sein Jobbörse-Account aktiv nutzt. Daher ist die Nutzungshäufigkeit unter ALG I Beziehern auch wesentlich höher als unter ALG II Bezieher, zumal die ALGIer statistisch gesehen häufiger qualifiziert(er) sind.
 

noillusions

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Er bekommt auch keine Benachrichtigung, wenn du dich in der JB einloggst.

Indes kann der pAp nicht sehen, welche Stellen du dir in der JB angesehen hast. Im Klartext: Dein Surfverhalten im JB-Profil kann der pAp nicht einsehen.

Was für einen Grund das wohl hat?
Kriegen sie es nur systemtechnisch (noch) nicht auf die Kette oder hat es Datenschutz-Gründe?
 
E

ExitUser

Gast
Was für einen Grund das wohl hat?
Kriegen sie es nur systemtechnisch (noch) nicht auf die Kette oder hat es Datenschutz-Gründe?

Ich denke, das hat sowohl pragmatische wie auch sozialdatenschutzrechtliche Gründe. Rein technisch ist es mit absoluter Sicherheit möglich, das Surf- und Klickverhalten zu rekonstruieren (die BA-IT-Spezialisten könnten das vermutlich schon jetzt detailliert auswerten, wenn sie wollten/dürften). Aber der pAp hat keine Berechtigung dazu - und es fehlt auch jede pragmatische und rechtliche Grundlage. Warum sollte den pAp das interessieren?

Klar, der könnte dann fragen: "Sie haben sich Stelle XYZ angeschaut, aber nicht drauf beworben. Warum denn nicht?" Aber das scheitert schon insofern an pragmatischen Hürden, weil jeder pAp zwischen 200 und 400 "Kunden" mit 250 - 800 Bewerberangebotsprofilen betreut. Es wäre ein völliger Information-Overflow und für den pAp gar nicht handelbar, wenn ihm zu jedem Kunden irgendeine Logfile präsentiert würde, die er dann sichten muss.

Klar ist es möglich, dass all sowas in 10 Jahren völlig automatisch erfolgt und der pAp nur noch sagen muss: "BA-Siri, sag mir bitte, welche Stellen sich der faule Hund von Kunde angeschaut hat, ohne sich zu werben." Aber ich glauben nicht, dass das kommen wird (auch wenn es technisch schon jetzt möglich wäre).

Wenn es käme, würde mir das große Angst machen. Wollen wir es nicht hoffen.
 

SB Feind

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@ BurnsTorn

ALG 1 Bezieher sollen meist qualifizierter sein als ALG 2 Empfänger. Vielleicht nur weil Sie neu sind und noch keine Erfahrungen mit dem System haben.

Bitte gebe den eventuell mitlesenden Feind hier keine Tipps wie Sie uns das Leben noch schwerer machen können. Danke :wink::wink:
 

Mondstaub

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Absolut guter und informativer Beitrag BurnsTorn. Eine Frage noch dazu:

Und schließlich: Man kann sich "auf den letzten Drücker" schnell noch auf VV-Stellen über die JB bewerben, bevor die Frist abläuft.

Interessant ist wann die Frist zu laufen beginnt? Mit Einstellung des VV in das JB System oder aber mit schriftlichen Zugang im eigenen Briefkasten. Ich frage deshalb weil von Einstellung des VV bis Zustellung in der Regel 2 Werktage vergehen.

Dazu parallel noch die Frage. Sieht oder bekommt der SB es mit wenn man schon (bevor man den schriftlichen VV erhält), man es online in der JB schon gelesen hat?
 

arbeitsloskr

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Interessant ist wann die Frist zu laufen beginnt? Mit Einstellung des VV in das JB System oder aber mit schriftlichen Zugang im eigenen Briefkasten. Ich frage deshalb weil von Einstellung des VV bis Zustellung in der Regel 2 Werktage vergehen.

Hallo Mondstaub,

die Frist beginnt ab deiner Kenntnisnahme zu laufen, also sobald dir der VV postalisch zugegangen ist.

Dazu parallel noch die Frage. Sieht oder bekommt der SB es mit wenn man schon (bevor man den schriftlichen VV erhält), man es online in der JB schon gelesen hat?

Wenn ich BurnsTorn Schilderungen in seinen anderen Threads dazu richtig verstanden habe, dann wäre dies technisch durchaus möglich, dass der SB ein Logfile erhält, welches das Verhalten und Tätigkeiten des eingeloggten Nutzers enthält.

Aber dies wird nicht gemacht, da es wohl noch rechtliche Hürden dabei gibt, als auch, dass dieser Datenwust für den einzelnen SB nicht handelbar ist, wenn man bedenkt, wieviele Kunden ein SB hat.

Kurz gefasst, technisch wäre es möglich, organisatorisch ist es das derzeit nicht.
 
Status

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