JOBACT-Maßnahme (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

arbeitslos123

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Hallo,
ich bin neu hier und habe gleich eine Frage.

Ich habe von meiner Sachbearbeiterin eine Einladung zu einem Theater-Workshop (JOBACT) erhalten, der 10 Monate dauern soll. Dieser soll durch spielerisches Theater helfen, mich zu orientieren.
Allerdings habe ich in den letzten beiden Wochen bereits ein Orientierungscenter besucht.
Dazu muss ich sagen, dass ich Jura studiert und das erste Staatsexamen habe und genau weiß, wo ich mich zu orientieren habe und wo ich hin will.

Nun hat mir meine Bearbeiterin mitgeteilt, dass ich keine Chance habe, da rauszukommen.

Wie seht ihr das? Muss man sich jede Maßnahme gefallen lassen, die offensichtlich nichts bringen wird, zumal diese Maßnahme für junge Leute ohne Berufsausbildung gedacht ist, die nicht wissen, was aus ihnen werden soll?

Was kann ich tun?
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar!
Gruß
 
E

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Gast
haha, klar hast du...suche dir einen JOB!:icon_twisted:

nee aber spass bei Seite, gibt es keinen beratungsjob, den du machen kannst...

welchen status hast du beim jobcenter, willst du dein studium wieder aufnehmen??

hast du eine zuweisung bekommen?
 

arbeitslos123

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Ich bin seit August arbeitslos gemeldet und habe schon Bewerbungen rausgeschickt, die vielversprechend sind.
Aber meine Sachbearbeiterin meint, ich muss unterkommen, egal wo und gibt mir keine wirkliche Chance eigenständig was zu suchen. Begründet hat sie das auch nicht.
Ich will ab April 2013 mein Referendariat aufnehmen und bis dahin praktische Erfahrung in meinem Bereich sammeln.
Die EGV zu dem Workshop habe ich noch nicht erhalten.

Ich denke auch, dass so etwas helfen kann, aber eben nicht Leuten, die sich bereits orientiert haben und fähig sind Bewerbungen zu schreiben.

Meiner Meinung nach ist das eine Verschwendung an Steuergeldern und der Versuch mich unterzubringen, damit ich der Statistik nach nicht mehr als arbeitslos gelte.

Danke für deine Antwort!
 

Roter Bock

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Falls Du eine neue EGV mit Massnahme bekommst, dann ünterschreibe diese nicht - stell die aber hier anonymisiert hier ein.

Ich weis nicht wer die dämliche Idee hatte, dass Theaterworkshops irgendwas mit Jobvermittlung zu tun haben.

Jedenfalls ist nicht erkennbar welches "Eingliederungskonzept" dahinter steht und was das mit Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu tun hat. Ausser vulgärpsychologischen Geschwafel kann da nichts bei rauskommen. Das wäre meiner Meinung den Versuch einer EA beim Sozialgericht wert.

Was gibt es schriftlich? Flyer Zuweisung oder sonst was?

Roter Bock
 
E

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Gast
Dann sag der SB, das du Bewerbungen am Laufen hast, und nicht gedenkt´s an solchen Massnahmen teilzunehmen, da du in absehbarer Zeit einen Job hast. Fertig....Bitte stelle einen Bewerbungskostenantrag... Dann bekommst du einen Zuschuss ..bis zu 260 Euro im Jahr...

mach dir eine schöne Liste...Anschreiben dazu .. fertig..

Wichtig:

Die Antragstellung kann persönlich, schriftlich oder auch telefonisch erfolgen. Eine rückwirkende Antragstellung ist allerdings nicht möglich - also immer vorher melden!

Wiki sagt:

Ein Bewerber kann auch Bewerbungskosten von der Bundesagentur für Arbeit über das Vermittlungsbudget nach § 44 SGB III erstattet bekommen. Dazu muss er nicht zwingend arbeitslos, jedoch arbeitsuchend gemeldet sein und er muss vorher einen entsprechenden Antrag stellen. Für die Erstattung von Bewerbungskosten ist die Agentur für Arbeit zuständig, wenn kein Anspruch auf laufende Leistungen besteht oder ausschließlich Arbeitslosengeld nach dem SGB III bezogen wird. Wird Arbeitslosengeld II bezogen, muss der Antrag beim zuständigen Jobcenter eingereicht werden. Im Regelfall wird eine Pauschale pro Bewerbung festgesetzt. Es können jedoch auch die tatsächlich anfallenden Kosten erstattet werden. Es ist auch möglich, dass die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter eine – im Regelfall jährliche – Obergrenze für die Erstattung von Bewerbungskosten festsetzt. Die Pauschale sowie die etwaigen Obergrenzen können zwischen der Agentur für Arbeit und den Jobcenter und auch zwischen den Jobcentern differieren. Als Nachweis verlangt die Behörde im Regelfall eine Liste der Unternehmen, bei denen sich der Bewerber beworben hat und die jeweiligen Anschreiben, ggf. können auch die Antwortschreiben der Unternehmen eingefordert [/I]werden.
 

arbeitslos123

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ich sehe das auch so wie ihr. gut dass noch andere so denken. ich denke, man sollte sich auch als arbeitsloser nicht alles gefallen lassen und über sich bestimmen lassen als hätte man seine identität verloren.

also ihr meint, ich soll nicht unterschreiben. die sache ist dass mein widerspruch keine aufschiebende wirkung hat und ich dann eine einstweilige anordnung beim gericht erwirken muss. sollte ich das der SB mitteilen, dass ich solche schritte einleiten werde?
die war total unhöflich und hat gemeint, dass ich da kein wort mitzureden hätte und das machen soll was sie mir aufträgt.
 
E

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Gast
ich sehe das auch so wie ihr. gut dass noch andere so denken. ich denke, man sollte sich auch als arbeitsloser nicht alles gefallen lassen und über sich bestimmen lassen als hätte man seine identität verloren.

also ihr meint, ich soll nicht unterschreiben. die sache ist dass mein widerspruch keine aufschiebende wirkung hat und ich dann eine einstweilige anordnung beim gericht erwirken muss. sollte ich das der SB mitteilen, dass ich solche schritte einleiten werde?
die war total unhöflich und hat gemeint, dass ich da kein wort mitzureden hätte und das machen soll was sie mir aufträgt.
Du führst ein selbstbestimmtes Leben und daher kannst Du auch entscheiden, was und ob Du an solchen Maßnahmen teilnimmst.


Diese Maßnahme ist zwar bisher sehr erfolgreich durchgeführt worden PROJEKTFABRIK

aber in Deinem Fall würde ich auf mein 2. Staatsexamen hinarbeiten!
 

gelibeh

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Der Unfreundlichkeit kannst Du begegnen, wenn Du zukünftig immer mit einem Beistand nach §13 SGBX da aufschlägst. Derjenige braucht nur zuzuhören. Oft sind die SBs dann deutlich zurückhaltender. Wenn eine Zuweisung zu der Maßnahme kommt, stell die bitte ohne persönliche Daten hier ein. Dann schauen wir mal, was man machen kann.
 

gelibeh

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also ihr meint, ich soll nicht unterschreiben. die sache ist dass mein widerspruch keine aufschiebende wirkung hat und ich dann eine einstweilige anordnung beim gericht erwirken muss. sollte ich das der SB mitteilen, dass ich solche schritte einleiten werde?
Nicht unterschreiben, bei einem Verwaltungsakt(EGV-VA, Zuweisung)Widerspruch und gleichzeitig EA beim SG. Anders geht das nicht. Aber zuerst muss zumindest eine Zuweisung in die Maßnahme kommen.
 

arbeitslos123

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muss dann eigentlich eine neue eingliederungsvereinbarung unterschrieben werden?
bisher habe ich nur eine mit dem inhalt unterschrieben, dass ich an dem 2-wöchigen orientierungscenter teilnehme (hab ich schon hinter mir) und mitarbeite aus der hilfebedürftigkeit rauszukommen. aber das beinhaltet ja nicht die neue maßnahme oder?
 
E

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Gast
Wie lange ist denn deine gültig..?? Wenn die noch gilt, brauchst du keine neue unterschreiben...versuch dir nicht einen neue aufschwatzen zu lassen... wenn man dir eine gibt, steck sie nicht unterschreiben hier rein, natürlich anonym..

Du nimmst sie zur Prüfung mit, wenn jemand fragt...
 

arbeitslos123

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die gilt bis 15.02.2013. die frage ist, ob diese EGV auch weitere maßnahmen umfasst oder ob ich für jede weitere maßnahme neu unterschreiben muss?
 

gelibeh

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Eine Maßnahme kann leider auch ohne EGV zugewiesen werden. Aber die Zuweisung muss ein Verwaltungsakt sein, dem Du dann widersprechen und zusätzlich eine EA bei Sozialgericht stellen kannst. Eine neue EGV musst Du nicht unterschreiben da Du eine gültige EGV hast. Außerdem muss man sowieso nie eine EGV unterschreiben. Du kannst die EGV immer zur Prüfung mitnehmen.
 

arbeitslos123

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ich kanns zumindest wiedergeben, weil es nicht so viel ist.

Ziele:
Hauptziel: Beendigung der Hilfebedürftigkeit
Teilziel: Teilnahme am 2-wöchigen Orientierungscenter

1. Ihr Träger für Grundsicherung unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung

da steht was sie dort bieten (bewerbungstraining, etc.)

2. Bemühungen von ... zur eingliederung in Arbeit

da steht, was in dieser Maßnahme gemacht wird

Dann folgt eine Belehrung, dass ich ortsanwesend zu sein habe.

Dann wenn sich was ändert, sind die Vertragsparteien einig, dass eine Abänderung der EGV erfolgen wird.

Und dann eine Rechtsfolgenbelehrung.

Ich schließe daraus, dass ich mich nur zu der aufgeführten Maßnahme verplichtet habe, oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße
 

arbeitslos123

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ich habe eben trotzdem die bedenken, dass man mich versucht in weitere maßnahmen zu stecken, die mir nichts bringen werden und fürchte, dass auch gerichtlicher schutz nicht viel bringen wird.
ich weiß nicht, wie ich mich großartig dagegen wehren soll...

die SB meinte, dass ich unbedingt irgendwo untergebracht sein muss und dass das jobcenter nicht da ist, um mir die zeit bis zum referendariat zu überbrücken. deswegen denke ich, dass sie versuchen wird, mich auf biegen und brechen in langwierigen maßnahmen unterzubringen. das hat sie mir im gespräch auch mindestens 10 mal auf die nase gebunden.

wie würdet ihr weiterverfahren?
 
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